So dass dann auch einen zyklisch immer wiederkehrender Zusammenbruch des momentanen Geldsystems passieren muss.
Ja, es gab einige Zusammenbrüche in der Geschichte. Die letzte Krise mit einem totalen Zusammenbruch der Wirtschaft und Auswirkungen auf viele Länder ist immerhin schon fast 80 Jahre her. Man hat seither aus der Geschichte allerdings gelernt. Genau das ist der Unterschied zu früher: Vor dem Krieg hat man bei der Wirtschaftskrise tatenlos zugeschaut, wie das Kaninchen die Schlange angestarrt. Erst dieses Nichthandeln führte zum Zusammenbruch der Wirtschaft und zu Not und Elend. Selbst die Notenbanken waren damals untätig. Heute bei der größten Krise der Nachkriegszeit, gab es ein koordiniertes Vorgehen der Notenbanken. Auch die EZB war gleich mal zur Stelle. Und auch die Staaten mit begleitenden Maßnahmen.Soweit habe ich es aber für mich bereits verstanden, und damit sind für mich die Auswirkungen der Bankenkrise und die Folgen, die daraus resultieren, nun auch viel klarer geworden. Zumal es ja auch schon einige Zusammenbrüche des Finanzsystems gegeben hat in der Geschichte, mit sehr gravierenden Auswirkungen für viele davon betroffene Länder. Die letzte gravierende Krise in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kann ja auch sehr viel dazu aussagen.
Was konkretes Handeln jetzt in der aktuellen Krise betraf, zeigten gerade die EU und alle Notenbanken in diesen Krisentagen hohe Kompetenz. Keine "kleinstaatliche nationale Politik" mehr. Ein gemeinsames Handeln, dass in den 30erJahren des vorigen Jahrhunderts völlig fehlte.
Ja, zyklische Krisen wird es immer wieder geben. Die nächste kommt bestimmt. Die jetzige ist noch nicht ausgestanden. Aber, gottseidank wiederholte sich die tatenlose Geschichte nicht. Genau das ist der Unterschied zu früher. Einiges ist schon geschehen. Ich erwähne nur Basel III, und auch in Deutschland werden die Banken an die Kandare genommen und auch zB die ominösen Leerverkäufe sind verboten worden. Dass man trotzdem noch viel Kritik heute zur Wirtschaftspolitik anbringen kann, keine Frage. Der Spagat zwischen Schuldenbremse, Wirtschaftsförderung und notwendigen Stützungsmassnahmen ist schwierig, auch keine Frage.
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