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Woran erkenne ich gefühlskalte Menschen?

Dein Sohn ist nicht gefühlskalt sonderrn einfach erwachsen und selbständig geworden.

Du solltest froh sein, wenn er sich selber sein eigenes Leben aufbaut. Ihr seht Euch zwar nicht oft aber ihr seht Euch. Du solltest Deine Erwartungen runterschrauben und Dich auf Dein Leben mehr konzentrieren. Du klammerst Dich halt an ihn, weil Du die ganzen Jahre mit ihm zusammen warst. Er ist ohne Vater aufgewachsen und so hast Du Dich vielleicht zu sehr an ihn die Jahre geklammert-was durchaus nachvollziehbar sein mag.

Doch jetzt lass ihm sein eigenes Leben und geb Dich zufrieden mit den wenigen Treffen.
Sei stolz auf ihn, dass Du ihn zu einem Menschen erzogen hast-
der auch ein selbstständiges Leben für sich aufbauen kann. Umgekehrt wär s doch viel schlimmer.
Beklage Dich nicht über den Zustand-
mach ihm auch keine Vorwürfe-wennDu ihn siehst. Denn wenn Du das tust-
wird er sich eher mehr von Dir entfernen. Das wäre dann aber auch nicht herzlos-sondern verständlich.

Auch Eltern müssen lernen-"loszulassen". Das heisst ja nicht, dass ihr beide von der Welt seit. Doch Du darfst und sollst es einfach akzeptieren, dass man Kinder nicht groß zieht, damit sie hinterher nur an einem hängen um dankbar zu sein. Das ist nicht der Sinn -
der Sinn von Erziehung und Begleidung innerhalb der Kindheit ist es, dass die heranwachsenden Kinder später alles Rüstzeug haben- sich ein selbständiges Leben aufzubauen.

Es ist auch ein wenig traurig, dass Du ihn als gefühlskalt abstempelst...
...vielleicht brauch er einfach Abstand-um irgendwann wieder von sich aus auf Dich zuzukommen. Aber das kann er nur tun, wenn Du die "Leine" zu ihm löst. Er ist schließlich ein eigenständiger Mensch und hat ein Anrecht auf sein Leben!

Klar, ist es schön, wenn Kinder sich den Eltern gegenüber als dankbar erweisen. Aber es hat ja nichts mit Undankbarkeit zu tun- auszuziehen. Soll er jetzt sich alle Nase lang mit Dir treffen-
auf sein eigenes Leben verzichten-
nur um es Dir Recht zu machen? Das kann es doch auch nicht sein.

Du hörst Dich ein wenig an-
als ob Du selber vieles für ihn aufgegeben hast.
Doch das ist nicht seine Schuld, wenn Du Dich in den Hinterhalt für ihn gestellt hast. Hättest Du auch gar nie tun müssen. Und wenn Du das getan haben solltest,
Dein eigenes Leben für ihn die Jahre über zurückgestellt hast-
so lag auch das in Deiner Entscheidung. Du hast schließlich lange Zeit gehabt-
Dir selber auch ein Leben aufzubauen.Ich hoffe - Du hast das ein Stück weit auch wahrgenommen.

Weisst Du-
erzwingen kannst Du nichts-
...auch Dankbarkeit kann man nicht erzwingen. Es kommt ganz automatisch-
ohne Zwang. Doch wer sich eingeengt fühlt-
der kann sicher nicht so-wie er gerne würde.

Also ich hätte Schwierigkeiten meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen,
wenn man mich dazu zwingen würde. Nicht anderst wird s Deinem Sohn ergehen.

Dankbarkeit ist schließlich keine Pflicht-
sie entsteht wie automatisch-
wenn man nach all den moralischen Vorstellungen die das Leben so bietet-
aufgewachsen ist.

Also, sei stolz auf Deinen Sohn-
zeige ihm das auch-
sei auch stolz auf Dich,
dass Du es geschafft hast-
einen Menschen groß zu ziehen, der fähig ist-
sich sein Leben aufzubauen. Alles andere findet sich-ganz ohne Erwartungen!

Alles Gute!
 
den letzten absatz von sissy, ich glaube das ist sehr sehr wichtig 🙂


was ich noch sagen möchte, es ist doch auch so, das man einfach ne ganz andere generation ist und jeder normalerweise so seine lreise hat in der/mit der er lebt, das passt doch dann garnicht mehr so eng.....
 
Die Zeiten in denen Familien zusammen bleiben sind leider vorbei.

Den Klassische Familienverbund gibt es heute kaum noch und wird auch in Zukunft immer seltener werden.
Die Gründe dafür liegen in unserer Ellbogen Gesellschaft, in der sich jeder selbst der nächste ist.
Dieses Verhalten bringen wir auch unseren Kindern bei, damit sie eine Chance im Leben haben.

Während vor 50 Jahren Großeltern, Eltern und Kinder noch Intensiven Kontakt zueinander suchten und hatten, leben wir nun in einer Zeit in der es kaum/keine familiären werte mehr gibt.
Gesellschaftlich gewollt, da durch diese art der Unabhängigkeit die Menschen sehr Flexibel werden.

Auch wenn man seine Kinder über alles liebt, sollte man sich bewust machen, das man heutzutage im Leben dieser
Kinder keine Rolle mehr spielen wird.
Man zieht sie auf, und tröstet sich mit den Worten "Das muss so sein", allerdings übersehen diese Menschen das das erst seit kurzem so ist.
 
Hallo
Ich hatte damals geschrieben, das mein Sohn gefühlskalt ist . Jetzt nach so vielen Jahren muss ich leider sagen er ist es immer noch .
Ich habe lange gehofft, das er sich ändert, aber er ist leider ein Egoist. Es gab keine Weihnachtsgeschenke, Muttertag oder Geburtstag gab es für ihn auch nicht .keine Anrufe
Es müssen keine Geschenke sein, ein bisschen Zeit mit ihm hätte auch gereicht. Es hat viele Jahre weh getan ,bis ich keine Erwartungen mehr hatte.

Aber jetzt kann ich nicht mehr, und werde den Kontakt erst Mal ruhen lassem. Er wollte mich im Urlaub besuchen, hat am gleichen Tag an dem er kommen wollte abgesagt :mad: und einiges mehr ,was mich belastet hat .

Wie ist das bei euch ? Wie ist das Verhältnis mit den Kindern und wer hat auch so eine Erfahrung gemacht ?
Ich habe auch keine Lust mehr, immer zu überlegen was ich falsch gemacht habe, ich habe ihn alleine grossgezogen und war immer für ihn da.
Er hat die gleichen schlechten Eigenschaften wie sein Vater, gefühlskalt und egoistisch.

Ich habe einfach keine Lust mehr, darunter zu leiden !
Gruß jorafina
 

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