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wofür steht man täglich auf?

Meine Schwester wird bald heiraten, die anderen studieren noch, und angesichts ihrer besseren Lebensumstände kann ich es mir nicht erlauben, meine eigene Existenz infrage zu stellen.
 
Ja da hast du schon Recht. Aber braucht man überhaupt einen richtigen Sinn? Ich sehe das so, es ist schön, dass ich leben darf. Ich genieße viele Dinge, die mir Spaß und Freude machen. Dafür lebe ich.
Das war es, keine tiefsinnigen Erklärungen nötig. Jedenfalls für mich.
Ich bin nicht religös und sehe die Frage nach allem und dem Sinn dahinter sehr pragmatisch.
Und ganz ehrlich, ich hätte die Antwort 42 einfach hingenommen. Denn jeder muss es für sich selbst entscheiden, wofür er täglich aufsteht. Und manchmal reicht sogar der bloße Geschmack eines frisch gekühlten Bieres aus.
 
Sehe das glaube ich sehr ähnlich, das hast du gut in Worte gefasst, oft sucht man zu sehr nach einem tieferen Sinn und sollte sich statt dessen eher mal runterschalten und freuen dass man eben lebt und Freunde hat und Familie.
 
Das Leben hat rein realistisch aus meiner Perspektive betrachtet keinen wirklichen Sinn, heißt, dass es letztlich eh passiert. Alles ist vorherbestimmt und es geht seinen Gang. Wir haben einen Willen und können das Leben frei gestalten wie wir es eben wollen ?
Ich frage mich manchmal was das überhaupt bedeuten mag. Freier Wille. Da ja der Wille und die Gedanken und die Bewegungen auch durch Gesetzmäßigkeiten passieren und z.B. in der Zukunft eben genau nur die eine Aktion passiert und auch keine andere. Was ist dann unter freier Wille zu verstehen, wenn wir doch nur einen einzigen Weg verfolgen können? Wir können ja auch nicht von der Gegenwart andere Wege aussuchen, dann in die Vergangenheit zurückreisen und den Besten dann gehen. Mir erschließt sich eben einfach nicht, warum es überhaupt diesen Begriff gibt. Wenn ich darüber nachdenke, dann ergbit sich mir kein schlüssiges Konzept nur ein unbegreifliches Wirrwarr.

Nun zu dem Sinn, der eher mit Warum Leben wir eigentlich noch und schauen uns noch immer nicht die Mohrrüben von unten an ? beschrieben werden kann:
Was mich am Leben hält ? Tja wahrscheinlich meine Triebe/Bedürfnisse/Instinkte. Würde es die nicht geben ? Angenommen wir hätten kein Hungergefühl mehr oder dem Trieb etwas zu essen, dann würden wir womöglich einfach verhungern. Der Lebenssinn definiert sich vermutlich durch eben genannte Triebe. Das Lebewesen ist urprünglich eine Überlebensmaschine für das zu replizierende Genom. Es ist eigentlich nichts weiter als ein Ständiges Replizieren und Rekombinieren von bereits vorhandener Information, das eben wohl zum Großteil den Code des Überlebens und Kopierens enthält. Vielleicht ist das unser Sinn im Leben, das sinnlose Replizieren von Information um Niemandes Willen. Es passiert vermutlich einfach so ohne einen größeren Sinn dahinter. Wäre das nicht furchtbar ? Wir machen etwas ohne einen wirklichen Sinn dahinter ?

Nein wir müssen uns natürlich eine Daseinsberechtigung und einen Sinn geben. Nur so können wir so tun als ob wir wichtig und wertvoll wären.

Sorry bei so später Stund fällt es mir schwer die richtigen Worte zu verwenden. Vielleicht konntet ihr einige Ansätze und Gedanken nachvollziehen.

Ach ja eine Frage noch:
Was ich zum Beispiel als Lebewesen auch nicht so verstehe, warum manche ihren (Über-)Lebenssinn darin sehen immer wieder mit Menschen in Kontakt zu treten? Was ist daran toll und kann es einem höherem Ziel dienen? Natürlich wird auch das Replizieren und Überleben von eigener Information wiederum begünstigt. Insofern kann ichs mir schon etwas erklären. Was mich wohl immer wieder stört sind diese naiven Aussagen von Menschen, die nicht mal versuchen dahinter zu steigen, warum wir das eigentlich tun.

primechecker.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja da hast du schon Recht. Aber braucht man überhaupt einen richtigen Sinn? Ich sehe das so, es ist schön, dass ich leben darf. Ich genieße viele Dinge, die mir Spaß und Freude machen. Dafür lebe ich.

Ihr habt alle recht, denn jeder sagt das was er bei diesem Gedanken empfindet.

Nur in meinem Fall, was tun wenn kein Hauch von Lebensfreude mehr da ist?

Der Sinn meines Lebens war für andere zu sorgen, an mich zu denken hab ich verlernt und jetzt steh ich vor dem Nichts.

Was fang ich jezt mit mir an? erst mal daran arbeiten das ich nicht in Depris verfalle. 🙄

schönen Tag für Euch :blume: mal sehen was ich aus meinem mach aber es hilft mir ungemein hier bisschen reden zu können.

....und ich stehe immer so früh auf, ist wohl schon die senile Bettflucht 😉

" wofür steht man täglich auf?"

einen Anhaltpunkt hab ich schon, hier nachzulesen!!!!!!!!!!1
 
Hallo, ich würde mich auch gerne hier anschließen.

Ich finde das ist eine wichtige Frage und nicht leicht zu beantworten. persönlich denke ich das der tiefere Sinn des Lebens ist, langfristig glücklich zu sein und Freude am leben zu haben. Dinge tun die einem erfüllen, Spaß machen und einen innerlich beruhigen.
Es ist leichter gesagt als getan. Ich sehe das Leben mittlerweile als eine Reise an. Ich habe meinen Körper mit dem ich und meine Umwelt intigriert, mein Körper Aufgaben tagtäglich erfüllt, damit ich leben kann und alles funktioniert. Meiner Seele muss es gut gehen...geht es mir gut, ist meine Seele gut ausgelastet und versorgt, dann kann ich gut mit anderen Menschen etc. integrieren.

Und diesen Fragen kann man nur für sich selbst beantworten. Mich macht es unzufrieden, wenn ich anderen Menschen gerecht werden soll. Dinge tun muss die mir keine Freude machen und ich ohne einen richtige Sinn und Motivation herumirre.
Der Sinn des Lebens ist ja Leben. Deshalb sollte man auch leben, leben für die Zukunft. Damit meine ich das man weiterhin in einem gesunden Körper lebt, es einem gut geht etc.
Ich mache mir immer mehr bewusst, dass das Leben nicht selbstverständlich ist und ich froh sein kann, das ich gesund bin. Ich versuche mein Leben irgendwie wie ich kann zu genießen.

Es hilft mir auch gut mir bewusst zu machen, das es JETZT wo ich vor dem Rechner sitze, Menschen gibt, die keine Wohnung haben und denen es schlechter geht...sie um Überleben kämpfen, schwere Krankheiten haben etc. So geht es mir nicht und dafür bin ich dankbar.
Meine Zukunft ist gerade ungewiss und oft weiß ich nicht was ich tun soll, was ich im Leben will und Beruflich wusste ich lange auch nicht was ich wollte und deshalb leide ich oft an depressiven Verstimmungen.

Aber ich muss es ändern... ich muss dafür sorgen das ich motiviert und produktiv bleibe... nicht die Anderen sondern ich. Deshalb sollte man tagtäglich aufstehen und sich irgendwie jeden Tag seines Lebens freuen und es leben.

liebe Grüße DanshiDo
 
Ich genieße viele Dinge, die mir Spaß und Freude machen. Dafür lebe ich.
Das war es, keine tiefsinnigen Erklärungen nötig. Jedenfalls für mich.

Für mich nur bedingt, das heißt, nur dann, wenn die Wirklichkeit, die mir "passiert ist" (die, die ich mir nicht aussuchen oder selbst kaum gestalten kann) mich keinen allzu schwierigen und lang andauernden Proben/Aufgaben unterzieht.

Je schwieriger, je anhaltender sie für mich sind, desto tieferen Sinn brauche ich zu erkennen, - um diese annehmen, ertragen und bewältigen zu können, desto mehr sehne ich mich nach einem tieferen Sinn und suche danach. Und wenn ich ihm näher komme, dann empfinde ich es auch als einen Gewinn davon und Trost.
 
Kunst ist toll als Lebenssinn. Es gibt einem gleichzeitig eine Aufgabe und ein tiefes Belohnungsempfinden. Aber es hilft nichts, wenn man sagt "ich male jetzt ein paar Bilder". Man muss die Kunst von sich aus erfinden. Ich habe z.B. eine Art Lebenskunst für mich entdeckt, die dem Anarchismus sehr ähnlich ist. Was haben Jimi Hendrix, der Typ aus Fack yu Göte und der Joker gemeinsam? Alle zelebrieren die Statuten gegen eine gesellschaftliche Ordnung. Ich bin jedoch nicht für Chaos und Leid. Es ist einfach der abstrakte Gedanke, wie sie sich als einzelne gegen das etablierte stellen und wie sie es machen, der ein prickelndes Gefühl auslöst.

Was ist deine Kunst?
 

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