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Wo soll ich nur anfangen?

  • Starter*in Starter*in TheLonelyOne
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T

TheLonelyOne

Gast
Ich weiß meine Probleme klingen vielleicht lächerlich oder unsinnig, aber ich muss das mal irgendjemanden schreiben und hoffe, wenigstens mal ernst genommen zu werden. Keine Ahnung, wo ich anfangen soll.

Seit Jahren komme ich mir schon vor, als will niemand wirklich was mit mir zu tun haben. Und vielleicht bin ich auch selbst daran schuld. Vor 2 Jahren hat sich meine Mutter von meinem damaligen Stiefvater getrennt. Es wurde Zeit. Er war cholerisch veranlagt und hat mich eigentlich so gut wie jeden Tag runtergemacht, dass ich ja alles falsch mache und nichts richtig könne. Er war sehr streng und nur ganz selten konnte man mit ihm "normal" reden. Als es dann schließlich zur Scheidung kam hatte ich schon komplett dicht gemacht. Sein Geschreie war mir zu dem Zeitpunkt schon ziemlich egal. Mein teilweise ignorantes Verhalten hatte mir zu der Zeit auch noch einige Verbote zur Folge. Aber was solls, wenigstens ist er in den 11 Jahren Ehe nie handgreiflich geworden. (war damals 16, bin jetzt 18)

Seit der Trennung habe ich eine relativ positive Entwicklung vollzogen. Damals war ich noch sehr zurückgezogen, heute kann ich mich mit anderen ohne Probleme unterhalten. Heute bin ich zwar immer noch vergleichsweise introvertiert, aber es ist schon etwas besser geworden. Da mir im Moment so viel durch den Kopf schwirrt und ich nicht weiß, wie ich das alles formulieren kann, wundert euch nicht wenn meine Ausführungen etwas wirr sind.

Ich mache in wenigen Tagen meine Abiturprüfungen. Schulisch hatte ich eigentlich noch nie Probleme. Eine schnelle Auffassungsgabe und eine gute Portion rationales und logisches Denken bescheren mir in fast jedem Fach Erfolg. Auch wenn meine Noten nicht mein Wissen wiederspiegeln. Manchmal bin ich einfach nur zu faul zum lernen. Allerdings habe ich das Gefühl meine Leistung ist vollkommen umsonst. Sicherlich werde ich ein gutes Abitur kriegen, dann meinen Auslandsaufenthalt absolvieren und dann studieren. Wie schon gesagt, dumm bin ich auf keinen Fall. Ich weiß nicht, ob das manche Leute abschreckt?! Okay, meine Interessen sind dann eben die Naturwissenschaften und das gesellschaftlich verpöhnte Zocken. Wenn ich mich mit etwas beschäftige, dann weiß ich meistens sehr viel über das Thema. Hab deswegen schon so ein bischen den Ruf eines wandelnden Lexikons weg. Das dumme ist nur, dass ich wirklich immer alles wissen will und ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn ich mal was nicht weiß.
Auf keinen Fall will ich mal was Falsches machen und bin dementsprechend risikoscheu. Wenn ich mich unsicher fühle, dann halte ich davon Abstand. Über falsche Entscheidungen ärgere ich mich lange.
Ich weiß, dass das Schwachsinn ist. Ich weiß es. Und trotzdem komme ich von dem Gedanken des Perfektionismus nicht los. Das führt dazu, dass ich außerdem noch sehr detailverliebt bin. Alles muss passen, sonst denke ich meine Arbeit ist nicht gut genug.
Und hier ist glaube ich ein Knackpunkt.

Ich habe ständig das Gefühl, dass jeder nur auf meine Leistung schaut. Nicht auf mich, sondern nur auf das was ich leiste.
Nie habe ich das Gefühl, dass sich jemand wirklich für mich interessiert. Wenn ich mich mit anderen unterhalte, dann ist das meistens sehr oberflächlich. Oft versuche ich mit Ironie und Humor die Leute zu erfreuen, was auch oft klappt. Aber trotzdem scheine ich allen egal zu sein. Wenn ich mit jemandem reden oder andere begrüßen will, dann bin ich immer derjenige der laufen muss. Niemand kommt jemals irgendwann zu mir. Außer jemand will was von mir, natürlich. Das passiert auch öfters. Immerhin bin ich sehr zuverlässig und würde fast alles für meine Freunde machen.
Im Gegenzug werde ich wenn, dann höchstens mal von meinem besten Freund irgendwohin eingeladen (und das auch nur selten; außerdem ist er unzuverlässig wie sau). Mir sagt ja noch nicht mal irgendwer, wenn irgendwas los ist. Das erfahre ich dann immer nur im Nachhinein. Wenn sich die anderen mal wieder über die letzte Party unterhalten, dann steh ich daneben und denk mir meinen Teil.
Ich komme mit vielen Leuten ziemlich gut aus, aber niemand schreibt mir mal oder scheint sich auch nur im Geringsten für mich interessieren.

Letztes Jahr im Winter hatte ich mich in eine Klassenkameradin verknallt. Ich musste ständig an sie denken. Habe mich aber nie getraut, was zu sagen. Ich wollte nichts falsch machen und musste mit ihr immerhin noch 2 Jahre in die Schule gehen. Ich kam immer mal auf sie zu und wollte ein bischen labern, aber wurde dann immer abgewiesen oder das Gespräch war dann schnell zu Ende. Irgendwann hatte ich mit dem Gedanken an uns beide abgeschlossen. Seit ein paar Wochen häng ich nun aber schon wieder an ihr. Ich versuche wieder mit Humor und Romantik zu begeistern, aber sie hat glaube ich absolut kein Interesse an mir. Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich bin wahrscheinlich nicht am durchtrainiertesten, aber unbedingt hässlich bin ich auch nicht. Intelligenz ist vermutlich auch nicht besonders anziehend. Meine Hobbys sind für sie wahrscheinlich lächerlich.
Trotz dass ich vieles weiß, fühle ich mich in solchen Momenten so, als könnte ich nichts richtig machen. Nichts bekomme ich auf die Reihe. Zumindest nichts, an dem andere interessiert sein könnten...

Nach außen hin versuche ich immer souverän, freundlich und glücklich zu wirken.
Aber in letzter Zeit sitze ich dann doch wieder alleine zuhause.
Heftige Regengüsse schlagen gegen das gekippte Fenster. Ich mag den Geruch des frischen Regens.
Aus den Lautsprechern meines Computers dringen wieder einige melancholische Lieder.
Zum tausendsten Mal wird Nothing Else Matters, Losing My Religion, Here Without You oder Mad World gespielt.
Musik hat mir schon immer geholfen...
...Gefühle zu verarbeiten und immer tiefer runterzuschlucken.
Ein kleines *ping* ertönt und ich bilde mir tatsächlich ein, mir hätte jemand geschrieben.
Ach nein. Sie kam nur online. Das kleine Bild am Bildschirmrand zeigt ihr strahlendes Gesicht.
Ihr Profilbil lächelt mich an.
.
.
.
Eine kleine Träne fließt mir die Wange herunter.
Ich setze mich wieder ans Fenster und wende den Blick nach draußen in den Regen...
 
Hallo Du, (ich bin unheimlich müde, kann nun nicht mehr viel schreiben)

Du musst Dich selbst finden, soll nicht heißen das Du keinerlei Persönlichkeit hast, aber aus Deinem an sich ganz normalen Text mit ganz normalen Problemen ist mir aufgefallen, und daran liegt - so denke ich - in erster Linie Dein Hauptproblem, das Du Dich auf das, was Du von anderen denkst (was sie zu erwarten haben/ was sie erwarten), konzentrierst um dem gerecht zu werden zu können (Du Dich danach richtest, Dein Handeln danach einstellst).

Das macht Dich besonders "unattraktiv" oder "uninteressant" für andere. Im Prinzip bedeutet das für andere: da kommt jemand der mir nichts beibringen kann, der nur meine Bedürfnisse/Anforderungen kopiert/spiegelt. So als ob Du ja und amen sagst, wenn Du meinst das es erforderlich ist, nicht aber das Du es meinst, völlig egal was andere meinen.

Für die meisten Frauen gibt es auch nichts unattraktiveres, als jemand der nicht "aus-schlag-gebend" (aber jetzt nicht an Prügel denken) beeinflusst, das "Zepter" in die eigene Hand nimmt, eine eigene Meinung hat und diese auch vertritt. D.h. nicht das nur selbstsichere "Anführer" Weibchen abbekommen, aber es sind meistens die ersten.


Bis bald, muss erstmal schlafen, nacher arbeiten.

Ich kann Dir viele Tipps geben, denn ich habe viel Lebenserfahrung. Hört sich zwar arrogant an, aber ich war schon vieles im Leben, auch ein Mitläufer. Wenn ich Dich so lese sehe ich ein schlüssiges Bild. Du bist als Person stimmig (aus meiner Sicht) und interessant, aber nicht für die Masse, sondern eher für smarte, feinere, intelligentere Personen. Mache Dich wegen dem Mädchen/Fräulein nicht verrückt. Es gibt so viele da draussen und Du bist noch jung.

Ich kann jetzt nicht mehr nach Rechtschreibfehlern suchen, meine Tastatur hackt immer.

Wie alt bist Du und welche Hobbys sind Dir wichtig?


Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo TheLonelyOne,



[...]
Aber was solls, wenigstens ist er in den 11 Jahren Ehe nie handgreiflich geworden. (war damals 16, bin jetzt 18)
[...]

Auf keinen Fall will ich mal was Falsches machen und bin dementsprechend risikoscheu. Wenn ich mich unsicher fühle, dann halte ich davon Abstand. Über falsche Entscheidungen ärgere ich mich lange.
Ich weiß, dass das Schwachsinn ist. Ich weiß es. Und trotzdem komme ich von dem Gedanken des Perfektionismus nicht los. Das führt dazu, dass ich außerdem noch sehr detailverliebt bin. Alles muss passen, sonst denke ich meine Arbeit ist nicht gut genug.
Und hier ist glaube ich ein Knackpunkt.
Ja, sehe ich auch so.

Ich habe ständig das Gefühl, dass jeder nur auf meine Leistung schaut. Nicht auf mich, sondern nur auf das was ich leiste.
Nie habe ich das Gefühl, dass sich jemand wirklich für mich interessiert. Wenn ich mich mit anderen unterhalte, dann ist das meistens sehr oberflächlich. Oft versuche ich mit Ironie und Humor die Leute zu erfreuen, was auch oft klappt. Aber trotzdem scheine ich allen egal zu sein.

Das Du Selbstzweifel hast, wundert mich nicht. Du hast 11 wichtige und auch prägende Jahre Deines Lebens in einem Klima verbracht, wo kein ernstzunehmendes und liebevolles Feedback vom Stiefvater über Dich kam. Alles nur leistungsorientiert, gepaart mit übersteigerter Erwartungshaltung, welche nicht altersgerecht war. Das Dich dieses Klima prägt, dürfte normal sein. Du fühlst Dich nicht wahrgenommen.

Klar ist, dass Perfektionismus wie eine Bremse wirkt. Das hat Du ja erkannt. Nach außen wirkt das übertrieben, gelegentlich unterkühlt. Da Du vieles mit Ironie und Humor überspielst, formt sich das Bild, als hättest Du alles im Grifft. Die Noten sind der Beweis. So schön sie auch sind. Sie sind gefühllos. Das sagst Du ja auch.

Auch wenn es ungewollt ist, gehst Du wie mit einer Maske in den Alltag. Wie auf eine Bühne, bei der man seine Rolle perfekt spielen soll. Das wiederum merkt Dein Umfeld. Es ist gekünstelt.
Das Problem dabei ist, dass man dabei wie Teflon ist. Nichts haftet. Keine Angrifsfläche. Keinen liebevollen Fehler/Make.

Statt hinter dem Fenster einsam zu weinen, müßtest Du hinaus in die Welt rennen und sie anschreien. Aber das kannst Du nicht, weil das genau das wäre, was Dein cholerischer Stiefvater permanent gemacht hat. Diese Rolle willst Du nicht übernehmen. Mit recht! Jedoch ist das was ganz anderes!
Deine Mutter, sie hat wohl auch erst zu spät ihren Schmerz in die Welt geschrien. Auch das kann für Dich prägend gewesen sein. Am Ende ist man nur funktional. Kalt.

Wenn sich demnächst Dein Lebensweg ändert, neue Menschen in Dein Leben kommen, wirst Du merken das sie Dich ganz anders wahrnehmen! Ihnen fehlt das vorherige Bild. Die Vorurteile.

Wenn Du Dich jetzt bei Deinen Freunden genauso "outen" würdest wie Du es hier getan hast, was würde wohl passieren? Könntest Du das überhaupt?


Alles Gute
abendtau
 
Dein Hauptproblem, das Du Dich auf das, was Du von anderen denkst (was sie zu erwarten haben/ was sie erwarten), konzentrierst um dem gerecht zu werden zu können (Du Dich danach richtest, Dein Handeln danach einstellst).


Für die meisten Frauen gibt es auch nichts unattraktiveres, als jemand der nicht "aus-schlag-gebend" (aber jetzt nicht an Prügel denken) beeinflusst, das "Zepter" in die eigene Hand nimmt, eine eigene Meinung hat und diese auch vertritt. D.h. nicht das nur selbstsichere "Anführer" Weibchen abbekommen, aber es sind meistens die ersten.

Das ist bei mir eigentlich genau das Gegenteil. Ich habe kein Problem damit auch meine eigene Meinung zu sagen. Natürlich kann man mit mir dann auch darüber reden, aber im Großen und Ganzen hab ich durch mein Hintergrundwissen auch oft eine gegenteilige Meinung und versuche die anderen in meine Bahn zu lenken. Wenn mir etwas nicht passt oder ich etwas nicht will, dann mach ich das auch nicht. Was die anderen dann denken ist mir recht egal. Denn wenn ich nicht mal mir selbst treu bin, wer sollte das dann schon sein.
Manchmal ist meine Meinung zynisch aber IMMER ehrlich, was evtl. auch manche verschreckt. Bevor ich lüge oder Mist erzähle, dann sage ich doch lieber gar nichts.

Wie alt bist Du und welche Hobbys sind Dir wichtig?
Ich bin 18 Jahre alt und mein Hobby ist die Videobearbeitung und das Let's Playen auf Youtube. Selbst da will ich immer mehr, als ich habe und bin nie wirklich mit dem zufrieden, was ich mache. Allerdings kann ich mit der Anerkennung im Netz nicht so viel anfangen. Ist zwar schön, dass ich schon einige sehr positive Bekanntschaften im Internet gemacht habe, aber das bringt mir auch nicht viel, wenn ich die Leute nie wirklich vor mir sehe. Um ehrlich zu sein freue ich mich aber schon sehr, wenn ich die Leute wenigstens mal in der Realität sehe.
Früher habe ich noch Schach im Verein gespielt, aber da war die Atmosphäre voll mit "alten Säcken" (sorry, wenn ich das so ausdrücke), Alkohol und Zigarettenqualm. Ich wurde damals zu den Alten mit reingeschmissen, weil ich für die anderen zu gut war und keine würdigen Gegner mehr hatte. Bei Punktspielen wurde ich als 13 Jähriger immer als Kanonenfutter verfeuert. Ständig habe ich dann verloren. Im Prinzip wurde ich aus dem Verein rausgeekelt.

Klar ist, dass Perfektionismus wie eine Bremse wirkt. Das hat Du ja erkannt. Nach außen wirkt das übertrieben, gelegentlich unterkühlt. Da Du vieles mit Ironie und Humor überspielst, formt sich das Bild, als hättest Du alles im Grifft. Die Noten sind der Beweis. So schön sie auch sind. Sie sind gefühllos. Das sagst Du ja auch.

Auch wenn es ungewollt ist, gehst Du wie mit einer Maske in den Alltag. Wie auf eine Bühne, bei der man seine Rolle perfekt spielen soll. Das wiederum merkt Dein Umfeld. Es ist gekünstelt.
Das Problem dabei ist, dass man dabei wie Teflon ist. Nichts haftet. Keine Angrifsfläche. Keinen liebevollen Fehler/Make.
Unterkühlt trifft es manchmal sehr gut. Wenn andere irgendwie voller Leidenschaft sind, kümmer ich mich nur drum das es funktioniert. Keine Frage, meine Lösung funktioniert in den meisten Fällen. Aber nur weil ich alles nur rational und berechnend sehe.

Wenn sich demnächst Dein Lebensweg ändert, neue Menschen in Dein Leben kommen, wirst Du merken das sie Dich ganz anders wahrnehmen! Ihnen fehlt das vorherige Bild. Die Vorurteile.
Das merke ich jetzt schon. Allerdings gibt es hier in meinem Umfeld auch keinen mehr, den ich noch nicht wenigstens vom sehen kenne. Leider glaube ich, dass ich im Inneren immer dieses Bild mit mir rumschleppen werde. Ich will bloß keinen Fehler machen und mich möglichst ohne Makel präsentieren. Aber vielleicht ist das auch meine größte Schwäche. 🙁

Wenn Du Dich jetzt bei Deinen Freunden genauso "outen" würdest wie Du es hier getan hast, was würde wohl passieren? Könntest Du das überhaupt?
Kann ich mir nicht vorstellen. Ich würde mein ganzes Bild, was ich über die Jahre aufgebaut habe, zerstören.
Da lerne ich lieber neue Leute kennen. (Zusätzlich, nicht als Ersatz)
 
Hallo nochmal,

gestern habe ich überflogen, konnte nicht mehr genau lesen. Du bist wirklich ein sehr berechnender Typ. Das Wort "wahrscheinlich" kommt oft bei Dir vor.

Hmm... :-/

Erstmal: Deine Hobbys hören sich cool (irgendwie professionell) an, aber das "Let´s Playen" auf You Tube kenn ich gar nicht. Was macht man denn da?

Meine ersten Rückschlüsse haben Dir aber gar nicht gepasst, das soll jetzt keine "Verurteilung" sein, doch Du hast sie an dem Ende ergriffen, an dem Du Dich am stärksten verletzt gefühlt hast, Deiner eigenen Meinung. Du bist Dir wichtig, das wiederum ist wichtig, in sofern ist es schwierig für mich Dein eigentliches Kernproblem zu erfassen, obgleich Du es prägnant umschreibst.

Aber dennoch: einige Sätze zeigen mir eine Art soziales Fehlverhalten auf. Denk jetzt blos nicht, das ich selber soetwas (soziales Fehlverhalten) noch nie gemacht habe ;-).
Ich kopiere mal die entsprechenden Sätze raus:

"Wenn ich mit jemandem reden oder andere begrüßen will, dann bin ich immer derjenige der laufen muss."

Das sollte Dir grundsätzlich egal sein, denn wenn Du soetwas bemerkst, ist es schon zuspät - soll heißen, allein Dein Gedanke daran beeinflusst Dich in Deiner Austrahlung. Geben und nehmen muß immer normal sein, wenn Du irgendwann bemerkst das Du zu Jemanden zu viel gibst, er oder sie damit nicht umgehen können oder es negativ ausgenutzt wird, kannst Du zu diesem "Jemanden" Dein Geben einschränken, aber nicht verallgemeinern. Nicht immer alle Anderen im Kontrast zu Dir sehen. Du bewertest Dein Individuum zu stark (Überbewertung).
Alle anderen sind Gleichwertig, ob sie klüger, dümmer, größer, älter, schwächer, stärker, jünger, schöner, reicher oder hässlicher als Du sind (aus Deiner Ansicht).

"Nichts bekomme ich auf die Reihe. Zumindest nichts, an dem andere interessiert sein könnten... "

Dieser Satz bedeutet für mich das, was ich im Kontext in meinem ersten Posting formuliert habe. Warum interessiert es Dich anderen interessant sein zu wollen, das beeinflusst Dein gesamtes Handeln, eben nicht selbstbestimmt, sondern "Dich nach anderen richtend".

"Nach außen hin versuche ich immer souverän, freundlich und glücklich zu wirken. "

Ein brachialer Grundeinstellungsfehler, welcher Dich in Augen anderer zu einem unerwünschten Typen macht. Man darf sich nicht verstellen, möglichst nie. Das bekommen andere IMMER oder aber MEISTENS unbewusst oder nat. bewusst mit. Der Mensch (geschult oder ungeschult) ist im allgemeinen zu intelligent, um diese wichtigen Dinge nicht erfassen zu können. Darüber hinaus ist es noch so, das genau das der Punkt ist, den der Mensch für lebenswichtig hält, ob er jemanden vertrauen kann (dieser echt ist, in dem wie er erscheint) oder er etwas spielt und somit "lebensgefährlich" sein kann. Das steckt in unseren Genen oder eben im Stammhirn/rückenmark - darum geht es jetzt nicht..

Anmerkung: Deshalb sind Wahnsinnige (Breivik) auch so gefährlich, weil sie sich nicht mehr verstellen brauchen und damit natürliches Grundvertrauen ernten. Hierbei ist ideologisches Wissen und eine glasklare Aufmerksamkeit gefragt um noch "den Faden" ihrer tatsächlichen Absicht erkennen zu können.

Soviel erstmal von mir.


Tschüss, bis bald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo nochmal,

gestern habe ich überflogen, konnte nicht mehr genau lesen. Du bist wirklich ein sehr berechnender Typ. Das Wort "wahrscheinlich" kommt oft bei Dir vor.
Wie schon gesagt, ich habe eine große Vorliebe für Naturwissenschaften. Ich plane viel und umfangreich um das bestmöglichste Ergebnis zu erreichen.

Erstmal: Deine Hobbys hören sich cool (irgendwie professionell) an, aber das "Let´s Playen" auf You Tube kenn ich gar nicht. Was macht man denn da?
Beim Let's Playen spielt man ein Spiel auf dem PC oder Konsole allein oder mit anderen Leuten und kommentiert es durchgängig mit einer persönlichen Note. Das ganze wird aufgenommen und in einzelnen Parts auf Youtube hochgeladen. Dann gibt es Leute die finden die Person sympathisch oder sind einfach nur an dem Spiel interessiert. Diese suchen dann Youtube nach Let's Plays ab um unterhalten zu werden. Daraus wird dann im günstigsten Fall eine große Gemeinschaft, die sich um den Kommentator versammelt.
Davon bin ich natürlich noch weit entfernt, da ich noch nicht so viel Aufmerksamkeit bekomme oder ich in der Masse noch nicht wirklich gefunden werde. Aber da es ein Hobby ist, mache ich mir da auch keinen Druck.
Aber natürlich will ich die Leute auch unterhalten. Kleine Tipps und Anregungen baue ich gerne ein, bleibe aber vor allem mir selbst treu.


Aber dennoch: einige Sätze zeigen mir eine Art soziales Fehlverhalten auf. Denk jetzt blos nicht, das ich selber soetwas (soziales Fehlverhalten) noch nie gemacht habe ;-).
Ich kopiere mal die entsprechenden Sätze raus:

"Wenn ich mit jemandem reden oder andere begrüßen will, dann bin ich immer derjenige der laufen muss."

Das sollte Dir grundsätzlich egal sein, denn wenn Du soetwas bemerkst, ist es schon zuspät - soll heißen, allein Dein Gedanke daran beeinflusst Dich in Deiner Austrahlung. Geben und nehmen muß immer normal sein, wenn Du irgendwann bemerkst das Du zu Jemanden zu viel gibst, er oder sie damit nicht umgehen können oder es negativ ausgenutzt wird, kannst Du zu diesem "Jemanden" Dein Geben einschränken, aber nicht verallgemeinern. Nicht immer alle Anderen im Kontrast zu Dir sehen. Du bewertest Dein Individuum zu stark (Überbewertung).
Alle anderen sind Gleichwertig, ob sie klüger, dümmer, größer, älter, schwächer, stärker, jünger, schöner, reicher oder hässlicher als Du sind (aus Deiner Ansicht).

Damit könntest du Recht haben. Ich muss irgendwie lernen, dass ich an andere nicht die gleichen Vorraussetzungen setzen darf wie an mich selbst. Das ist schwer für mich, aber ich arbeite daran. Ich werde mich in Zukunft öfters mal dran erinnern. Hast du dazu vllt noch ein paar Tipps?
(Oh man, ich komme mir grad wie irgend so ein arrogantes A******* vor, der nicht mit seinen Mitmenschen umgehen kann.)


Ein brachialer Grundeinstellungsfehler, welcher Dich in Augen anderer zu einem unerwünschten Typen macht. Man darf sich nicht verstellen, möglichst nie. Das bekommen andere IMMER oder aber MEISTENS unbewusst oder nat. bewusst mit.

Ich komme mir schon wieder so doof vor, weil mir grundlegende, eigentlich selbstverständliche Dinge erst nochmal gesagt werden müssen. Aber wie wirkt das denn jetzt, wenn ich mich auf einmal ganz anders benehme? Hoffentlich ernte ich dabei Verständnis und nicht Spott. Aber probieren werde ich das auf jeden Fall.
 

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