B
Black-Bird85
Gast
Ich kann mich den meisten bisherigen Antworten wirklich anschließen. Wie du auf andere tatsächlich wirkst, können wir wohl nicht beurteilen, ohne dich live zu erleben - dazu gehört ja viel mehr als nur das verbale.
Ich finde, Calliope hat es gut auf den Punkt gebracht: Dir fehlt vielleicht einfach auch ein bisschen dickes Fell, um das ärgste abzufangen. Dass es fehlt, ist verständlich. Aber die Leute, denen du im Alltag begegnest, die kennen ja nicht alles was du hier erzählst.
Beim Lesen deiner Beschreibung musste ich an eine Bekanntschaft denken, die ich mal hatte. Um dir mal die andere Perspektive zu geben, auf die ich nicht stolz bin: Ich lernte mal eine junge Frau kennen, die zwar sehr nett war, aber nach fünf Minuten Gespräch mit ihr hätt ich am liebsten in die Tischkante gebissen. (Wir waren damals in einer kleinen Gruppe im Auslandspraktikum, ich konnte mich also nicht einfach distanzieren.) Es hat mich unglaublich frustriert, wie naiv sie war! Halt nicht böse, nicht zickig, nicht hinterhältig, sondern einfach... naiv. Hat uns ihr Leid geklagt, dass sie sich zu oft auf Männer einlässt - erzählt aber im gleichen Atemzug, sie würde sich dann abends mit ein paar Typen, die sie gerade kennengelernt hat, betrinken gehen, dann kann ich nichtmal Mitgefühl heucheln. Ich bin da, denke ich, ab und an fast schon ausfallend geworden, weil es mich einfach sehr frustriert hat. Da waren keine Ecken und Kanten. Hätte ich es drauf angelegt, hätte ich sie verbal wohl sehr an die Wand spielen können, und ich denke, das war uns beiden klar. Mir war es selbst auch unangenehm, dass ich gemerkt habe, dass sie in meiner Gegenwart oft unsicher war. (Es fällt bestimmt auf, wenn ich mind. einmal die Stunde nach draußen gehe, um tief durchzuatmen..)
Vielleicht klingt das sehr fies. Aber in der Situation zum Beispiel wäre es tatsächlich sehr anders gewesen, wenn sie mir klar gesagt hätte: "Es reicht, ich hab dir nichts getan, also benimm dich." Das ist natürlich nicht einfach. Aber ich hätte sie tatsächlich sehr viel eher respektieren können, und hätte es ihr auch nicht nachgetragen.
Das mal als Illustration, da ich denke, Skynd hat sehr, sehr recht. Unsicher sein macht dich nicht zu einem schlechten Menschen und es bedeutet auch nicht, dass du weniger wert bist als andere, ganz und gar nicht! Aber Menschen testen oft Grenzen aus, bewusst oder nicht. Wenn es keine gibt, dann verwirrt und frustriert das.
sehe ich auch so ! ich hab das jetz vor kurzem erst schmerzlich kennen lern müssen ! ich hatte ein date und sie meinte es ging ihr nicht gut und sie hätte Probleme, war die ganze Zeit patzig und ich ich dachte mir, ja, ok, wenn se ne scheiß zeit hat kümmerst dich trotzdem drum ! es hat sich dann weiter verschlimmer und sie mich immer mehr ignoriert, weil ich sie an ihren ex erinnert habe,wie ich im nachhinein mitbekommen habe ! was mir durch sie klar geworden ist! , man muss anderen auch mal sagen wo es lang geht ! und zur not drauf Aufmerksam machen, dass es so nicht geht, statt etwas stillschweigend hinzunehmen. Für mich war das glaube ich eins der letzen Puzzleteile die ich zu Sammeln suchte ! und obwohl sie mich glaube nichtmal mehr mag bin ich ihr dankbar für die Erfahrung, sie bringt mich um so viel weiter und öffnet eine ganze neue Sicht auf die Dinge, ich bin nicht mehr ausgeliefert, ich kann mich anderen entgegenstellen ohne groß Angst zu haben ! denn ich kann jetz auch mal anderen sagen ne das macht man nicht früher hab ich mich dafür geschämt weil ich dachte es sei unhöflich oder würde andere verletzen ! aber sowas muss halt sein, da schütz ich mich lieber selbst und nehme in kauf, das der ander kurz gekränkt ist