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Wird Sex nicht überbewertet?

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Unser Sexleben wird schon lange nicht mehr von uns bestimmt - die Medien diktieren, wie und wo und wie oft man sexuell aktiv sein sollte. Die Ware Mensch rutscht als Objekt nicht nur durch und über die TV-Kanäle sondern entwickelte ganze Industriezweige für alle, die nicht so wollen oder können, wie es gesellschaftsfähig ist.
Sex als Massenware und sportliche Gemeinschaftsveranstaltung.
Solch ein falsches Gefühlsspiel prägt schon das Kinder- und Jugendverhalten - der Körper als Spielplatz missbraucht, um Gefühlsreize hervorzurufen, die eigentlich nur einen Platze haben - im intensiven Gefühlsleben zweier Menschen.
Um Gefühl geht es schon lange nicht mehr, es geht um das Ausreizen des Körpers, bis er immer reizunempfindlicher wird.
Gynäkologen haben Hochkonjunktur, weil ein natürliche Körperverhalten nicht mehr vorhanden ist und auf Dauer nicht nur die Gebärfähigkeit, sondern die gesamte weibliche biologische Anatomie und Hormonharmonie krankhaft gestört verändert ist. Bei den Männern ist es ähnlich.

Wer Gefühle mit Lust verwechselt hat im Leben etwas wesentliches nicht begriffen - was das Wesentliche im Beziehungsleben zwischen Mann und Frau ausmacht - Gefühlshöhepunkte, die nicht der Körper bestimmt sondern im Hochgefühl der Psyche mit viel Herz sich durch und über den Körper ergießt.

Wer vor dem Bett oder im Bett über Sex nachdenkt, kann es gleich sein lassen - denn wer fühlt braucht weder eine Anleitung noch Fremdgegenstände, denn die innere Gefühlsintensivität leitet das Sexualverhalten von Liebe gesteuert ohne das man Einfluß darauf hat - es passiert so automatisch, wie man die Hand beim Essen ohne Besteck zum Mund führt - oder braucht ihr dazu auch eine Gebrauchsanweisung......................??
 
Sehe das ähnlich wie die TE.

Viele suchen ihr Glück in Form von Sex statt das Glück ihres Partners zu suchen. Sie konsumieren nur noch ihren Partner.
 
Als wäre Sexualität nur das körperliche rein-raus-aus-die-Maus mit Vorspiel etc. Dabei geht es um so viel mehr: Vertrauen, Intimität, sich nah sein und spüren usw. Mit dem/der richtigen Partner/-in ist und Gefühle füreinander ist es Genuß pur.
Wer sich selbst und dem Partner Druck macht, der hat kein Sex- sondern ein Kopfproblem: Nicht muss, alles was beiden gut tut und gefällt, darf und kann! Und sich dabei alles Zeit der Welt nehmen. Yesss ;-)
 
Anonym, den Eingangsbeitrag hast du sehr schön geschrieben! Das ist auch meine Meinung.

Heute wird uns von den Medien, ... vorgeschrieben, dass wir täglich Sex haben sollten ob wir wollen oder nicht. Das hat für mich was Tierisches an sich.

Jedes Paar kann sich das doch selbst aussuchen und in einer Beziehung sollte es keinen Druck geben.

Sex ist was Wunderschönes und gehört dazu, aber bitte nicht täglich wie Essen und Trinken und Rauchen - das ist dann nur mehr Triebbefriedigung und Matratzen-Sport.

Sex sollte was Besonderes sein für besondere Momente. Dann bleibt er auch schön und interessant.
 
Anonym, den Eingangsbeitrag hast du sehr schön geschrieben! Das ist auch meine Meinung.

Heute wird uns von den Medien, ... vorgeschrieben, dass wir täglich Sex haben sollten ob wir wollen oder nicht. Das hat für mich was Tierisches an sich.

Jedes Paar kann sich das doch selbst aussuchen und in einer Beziehung sollte es keinen Druck geben.

Sex ist was Wunderschönes und gehört dazu, aber bitte nicht täglich wie Essen und Trinken und Rauchen - das ist dann nur mehr Triebbefriedigung und Matratzen-Sport.

Sex sollte was Besonderes sein für besondere Momente. Dann bleibt er auch schön und interessant.

Waldveilchen,

das kann man auch genau umgekehrt sehen. Sexualität ist das so ziemlich Natürlichste, was sich zwischen einem liebenden Paar ereignen kann. Und ja, Sex ist einer der stärksten Triebe des Menschen, und damit ist er mindestens so bedeutsam wie Essen und Trinken..
Esse ich nicht, verhungere ich. Trinke ich nicht, dann laufe ich Gefahr zu verdursten.
Nötigst Du einem Menschen zum Verzicht auf Sexualität, verkümmert er. Ich behaupte nach wie vor, dass es kaum einen Moment größerer Nähe, innigster Verbundenheit zwischen zwei Menschen gibt als die Momente im sexuellen Akt.
Es geht dabei nicht um Druck, sondern um das Bedürfnis, sich nahe zu sein. Wer dem Partner, der Partnerin diese besondere Nähe verweigert, verweigert letztlich die Partnerschaft und sollte sie lieber lassen.
Und noch etwas: Ja, es gibt diese sexuelle Überflutung in den Medien, wobei allerdings gerne übersehen wird, dass sie auf unbeholfene Art und Weise den Mangel bedient, der bei vielen in den Betten herrscht.

Burbacher
 
... Selbstbefriedigung?

Entschuldige, aber das man eingeht, weil man nicht zum Schuss kommt, das halte ich für arg überdramatisiert.

Meine Güte, wer lesen kann, hat mehr vom Leben, möchte ich da sagen. Ich selbst lebe lange schon allein, meine letzte Sexualpartnerin begegnete mir vor fünf Jahren, und ich bin gleichwohl nicht gestorben.
Ich wende mich aber dennoch gegen die Trennung, die hier fast durchgängig erkennbar wird und die der menschlichen Psyche nicht gerecht wird.
Zugleich wende ich mich gegen das überwiegend von feministischer Seite bediente Klischee vom sexsüchtigen Gockel und der nur mit innerem Widerstand hinhaltenden Partnerin. Ihr strickt euch gerade die Welt, wie ihr sie gerne hättet.
Viele der Schreiber/innen müssten sich in der katholischen Sexualmoral zu Hause fühlen, was mich allerdings genauso verblüfft. Das klingt moralinsauer und ist schlechterdings lebensfremd.
Letztendlich aber trägt es genau die Zeichen (verordneter ) Verdrängung, die sich nicht selten in einer sich explosionsartig entladenden Übergriffigkeit Luft verschafft, und genau das ist dann krank.
Ich erinnere nur an die etwa in der katholischen Kirche hoch gehaltene Sexualmoral und die dazu passenden einschlägigen Geschichten. Nicht selten haben die Herrschaften, die sich in diesen Widersprüchen verstricken, vorher genau so "rein" und "keusch" getönt, wie manche Schreiber/innen hier.
Leben sieht anders aus.

Burbacher
 
Ich habe nicht gesagt, dass ich gar keinen Sex will, sondern Sex will, wenn ich und mein Partner darauf Lust haben. Mein Hintern ist kein Synonym für Liebe. Das hat mit Keuschheit überhaupt nichts zu tun, sondern mit Selbstbestimmung. Mit mir kann man aber auch genauso gut Kuscheln, Küssen und Streicheln, wenn man meine Nähe spüren will. Gerade DU solltest lesen können. Dass Sexualität natürlich ist habe ich im Eingangspost selbst geschrieben. Aber wieso soll ich, so hart es klingt, mich selbst aufopfern, weil jemand "Liebe" (wie du es nennst) aus egoistischen Trieben einfordert, obwohl er genau weiß, dass ich just in diesem Moment nicht möchte? Ich halte es für übergriffig seinen Partner zu Sex zu drängen, egal ob Mann oder Frau. Im Endeffekt soll das für mich heißen: So viel und so oft, wie man Lust hat, aber nie gezwungen. Und gezwungen ist man, wenn man überredet und seelisch erpresst wird (Liebst du mich denn nicht?). Ich bin der Ansicht, dass ein Sexleben dann das Schönste ist, wenn man ungezwungen aufeinander zugehen kann und keine versteifte Erwartungshaltung daran in der Beziehung herrscht. Tatsächlich habe ich dann auch lieber selten sehr guten Sex als viel schlechten. Guter Sex macht auch automatisch mehr Lust auf mehr Sex, schlechter Sex ist einfach nur anstrengend und ich bin der Meinung, dass er einer Beziehung mehr schadet als kein Sex.
 
Anonym, ich verstehe dich total und ich empfinde es genauso wie du.

Ich meine man braucht den richtigen Partner dazu, einen der nicht drängt, ... Man sollte eben auch im Sex-Leben zusammenpassen. Ein Mann der täglich Sex braucht wird mit einer Frau die nur gelegentlich Sex haben will nicht zufrieden sein und umgekehrt.

Ich kann sagen, dass ich sehr glücklich verheiratet bin seit 26 Jahren und wir nur gelegentlich sehr schönen Sex haben und für beide ist das gut so. Es funktioniert also.
 
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