Sorry, aber dann hast du meinen Beitrag nicht verstanden. Ich will Sex, wenn wir beide (also mein fiktiver Partner und ich) es gerade wollen. Und nicht, weil nur einer unbedingt sofort will. Die meisten Leute können sowas nicht hinnehmen. Ich habe schon so viele Threads gesehen in denen es darum ging wie schlimm es wäre wie selten der Partner Sex will oder wie oft der andere und deswegen nervt. Das ist richtig hart bei vielen Menschen im Kopf verankert und dann werden Probleme künstlich erschaffen, woran so einige Beziehungen zerbrechen. Obwohl man sich doch eigentlich so liebt. Aber nur einmal im Monat Sex? Nee, da wird lieber heimlich fremdgegangen.
Also ich finde es eher problematisch, dass z.B. Petting nicht als Sex angesehen wird und meistens unter Sex eben der GV verstanden wird, auf den tatsächlich nicht jede Frau immer Lust hat.
Und ja, ich lese hier auch oft User, die mir so rüberkommen, dass es ihr Recht wäre, seine Partnerin zu penetrieren.
Das ist noch der Nachhall der Geschichte. Ich glaube, noch bis 1975 hatte der Mann in Deutschland, seine Frau körperlich zu züchtigen, heißt innerhalb einer Ehe zu vergewaltigen, wenn sie sich ihm der Ehepflich verweigerte.
Von hier aus ist es doch nur verständlich, dass ein Mann Ü50, 60 meint, er hätte ein Recht auf Beschlaf. In Europa und speziell Deutschland wird eine Frau als ein (Sex)objekt wahrgenommen, nicht nur von Männern, sondern von Frauen selbst. Da gab es bei N24 einen Artikel von Von Katja Heise zu dem Thema. Mehrere Forscherteams haben genau dieses Phänomen, Frau als Sexobjekt, untersucht und sind unabhängig voneinander zu dem selben Entschluss gekommen: Frau werden hauptsächlich als Sexobjekte verstanden und das wird sogar als gegeben hingenommen.
Ich kann mich noch an einen meinen Soziologiepof erinnern, der die Frau als ein Gefäß, eine Vase, in die man etwas hinein tun kann, bezeichnete und niemandem sein Sexismus auffiel. Ich habe mehrmals daraufhingewiesen, dass man ja auch in einen Mann etwas hineintun kann, aber das hat ihn Null interessiert, weil es ja einem weiteren potentiellem Sexobjekt kam und nicht ernst genommen werden muss.
So läuft das hier. Persönlich kann ich sagen, dass ein sehr bestimmtes "Nein" schon akzeptiert wird, im Vorfeld aber vllt eine Aufklärung zur seiner eigenen Sexualität nicht verkehrt ist. Ich habe meinem Partner erklärt, dass ich beim GV keinen Orgasmus habe und das auch nur bereit bin, ihm zu liebe zu praktizieren, aber selbstverständlich den Zeitpunkt und Häufigkeit selbst bestimme. Darüber hinaus können wir gerne Dinge machen, die uns beiden etwas geben, wie z.B. Petting und gegenseitigen Oralverkehr. Das reicht meinem Partner, er akzeptiert meine Grenzen und ist soweit ganz happy damit.