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Wir wurden gefragt ob Kind bei uns wohnen kann

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Ja, ich war mit meiner Frau und den Kindern zu Silvester bei unseren Eltern zu Besuch und da war mein Bruder mit Familie und unseren Nichten auch da.
Da kam das Gespräch auf und wir wurden von der Kindesmutter gefragt, ob wir das Mädchen nicht auch mal nehmen könnten. Ich hab kein Problem für 1 bis 2 Wochen aber länger tue ich mich schon schwer.
Gott, wie peinlich. Man wird echt von einer Mutter unverblühmt gefragt ob man ihre Tochter nehmen könnte, obwohl mehr Kinder im eigenen Haushalt leben als Kinder der Mutter bei ihr...

Das ist so ein Armutszeugnis, das ich da überhaupt nicht mitspielen könnte.
Eine Notsituation, Mutter schwer krank oder vorrübergehend im Krankenhaus - wäre etwas völlig anderes.
Aber hier existiert keine Not, sondern Bocklosigkeit. Ich weiß gar nicht wie man sowas (hier ist übrigens die Situation gemeint, nicht das Kind - für die ganz witzigen unter uns) überhaupt ernst nehmen kann. Ich glaube ich hätte dreimal nachgefragt warum das Kind nicht bei ihr leben soll. Weil ich das gar nicht verstanden hätte.
 
Ich glaube ich hätte dreimal nachgefragt warum das Kind nicht bei ihr leben soll. Weil ich das gar nicht verstanden hätte.
Es gibt halt Frauen die null Bock auf Kinder haben, und die gehört dazu. In die Welt setzen ja, aus unerfindlichen Gründen, vermutlich hat sie jedesmal geglaubt über das Kind den zugehörigen Macker festketten und sich Unterhalt sichern zu können (geht regelmäßig in die Hose, diese Idee), und wenn jetzt schon wieder das nächste vor der Tür steht ist eine schwierige 11jährige mit eigenen Ansprüchen total im Weg. Muß man nicht verstehen, aber so ist das halt im realen Leben, da handeln andere Leute nicht nach Deinen Vorstellungen.
Aber da der TE zwei eigene und deutlich kleinere Kinder hat, wäre dieses Kind mit aufzunehmen ein zu großes Risiko für die Kleinen, ist nämlich genausowenig gesagt daß die 11jährige dann mit Begeisterung Babysitter spielt (was vermutlich die Verwandtschaft unterstellt). Es könnte genauso sein, daß das Mädel seinen Lebensfrust an den Kleinen ausläßt. Zu großes Risiko, sollte man lieber nicht eingehen.
 
Deine Überlegung, dad Mädchen 2 Wochen bei euch wohnen zu lassen, ist eigentlich eine neue Kindeswohlgefährdung. Es dient lediglich dir, weil du dann nicht der Sündenbock bist, sondern einen Teil der Kinderverwahrung beigetragen hast, damit sie dich dann in Ruhe lassen. Was bringt dem Mädchen ein Wohnen für 2 Wochen?
Keiner will sie haben, das weiß sie genau. Warum ist es keinem in deiner Familie wichtig, dass sie die nächsten 7 Jahre nur ein einziges Zuhause bekommt? Dies kann nur in einer Pflegefamilie oder Wohngruppe funktionieren.
In der Verwandtschaft, wo sie herumgereicht wird wie Sauerbier, kann es nur schiefgehen. Übers Jugendamt hat sie eine Chance. Es kann auch schiefgehen, aber es könnte auch besser werden. Innerhalb der Verwandtschaft nicht. Weil sie allen lästig ist, weil sich keiner interessiert, wie es ihr geht.
 
Das Kind ist verhaltensauffällig. Könntet ihr damit umgehen, wenn es euch und eure Kinder, um sicher zu gehen, dass ihr es nicht rauswerft, beklaut, schlägt oder anspuckt? Habt ihr Zeit und Platz? Seid ihr bereit, das Kind zu finanzieren, wenn deine Nichte kein Geld rausrückt oder nur das Kindergeld? Sind deine Kinder bereit, auch mal zurückzustecken oder plötzlich eine große Schwester zu akzeptieren, die altersbedingt länger aufbleiben und evtl. Länger fernsehen darf?
 
Oder was macht ihr, wenn ihr zb 2 Wochen vereinbart, es länger einfach nicht könnt (allein wegen Platz, Job, den eigenen Kindern usw.), das Mädchen aber so glücklich bei euch ist, dass es "für immer" bleiben möchte? Wenn ihr dann sagt, sorry, die Zeit ist um, wird sie sich auch ungewollt fühlen.
 
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