Das hört sich gar nicht gut an.
Es klingt, als würde er dir deine ganze Energie rauben.
Er blüht unter deiner Fürsorge auf und du verkümmerst immer mehr.
Von einer lebenslustigen Frau, ist innerhalb kurzer Zeit, eine angepasste, meditierende Person geworden, die aus lauter Rücksicht auf seine Befindlichkeiten, sich selbst aufgibt und sogar auf erfüllenden Sex verzichtet.
Er mag ja ein netter Kerl sein, aber ein Partner auf Augenhöhe ist er nicht. Dazu turnt er dich noch ab.
Bei allem Mitgefühl für seine Baustellen, aber dafür ist ein Therapeut zuständig. Nicht du.
Das alles klingt mehr nach einem Projekt, dem du dich mit Hingabe widmest und nicht nach einer Liebesbeziehung.
Du solltest aufhören, dir die Situation schön zu reden. Du bist zu jung, um dein Leben mit einem Mann zu verbringen, der wie ein Kind an die Hand genommen werden muss und sexuell null anziehend auf dich wirkt.
Wie du dich beschreibst, mit deiner chaotischen und leicht unstrukturierten Art, kommst du sehr sympathisch rüber.
Wie du jetzt geworden bist, passt nicht zu dir. Lass dich nicht verbiegen und bleib so, wie du bist.
Hallo sofia!
Danke dir für deine auchetwas direkten Worte, finde ich gut!
Ja von Außen gesehen sagen es einige.
Meine Eltern machen sich da Sorgen, da ihnen das z. b. aufgefallen sei,
als er und ich meine Familie zum ersten Mal besucht haben.
Ich war sehr still, saß neben ihm und habe nichts oder kaum etwas gesagt.
Er hat die meiste Zeit geredet. Er kann sich sehr gut präsentieren, sodass man im ersten Eindruck kaum glauben möge, dass er iwie Blockaden hat, dass ist seine Form des Selbstschutzes.
Meine Mama hat mich am nächsten Tag angerufen was los sei?
Ich wirkte so traurig und habe ihr gar nicht gefallen, habe weder etwas gesagt,
auch würde ich iwie blass aussehen, nicht glücklich. Er hat mir heute erzählt, dass er angefangen hat nach Lösungen / Hilfe zu suchen. Finde ich persönlich auch echt super.
Aber es ist bei ihm immer das spirituelle. Er kommt kaum bis gar nicht auf die Idee,
dass ihm vll wirklich ein/e Therapeut/in helfen könnte.
Er erzählte mir, dass er wohl blockaden im Sakralchakra hat - dieses Chakra
steht für die Farbe orange. Als Tipp wurde dort genannt, das man anfangen könnte
mit der Farbe orange zu arbeiten, mit erdenden Kristallsteinen zu arbeiten
oder aber auch Musik hörendie dieses Chakra öffnen.
Er hat auch Seiten gefunden über Yogaübungen, die die Lust auf Sex steigern können und sollen.
Es dreht sich fast ausschließlich nur darum. Ich habe ihm aus meiner Meinung heraus
gesagt wie ich darüber denke. Sagte ihm, dass ich es toll finde das er guckt und schaut, und vor allem nun erkennt das da etwas ist und das er die Themen angehen möchte.
Sagte ihm gleichzeitig dass ich eher denke, dass diese Techniken/Praktiken unterstützend sein können. Sie helfen können aber glaube das er das nicht nur aufarbeitet oder die Wunden heilt,
indem er jetzt ne orangefarbene Wand in seinem Zimmer hat.
(er meinte er wollte die Wand in seinem Zimmer orange streichen)
Aus meiner persönlichen Erfahrung zumindest war es so, dass ich am meisten lernte
oder Wunden lösen konnte oder sie löse wenn ich mich den Blockaden direkt stelle
mir die Wunden ansehe, aufhöre zu flüchten in irgendetwas, sondern sich wirklich dem stellen.
Frieden mit sich und mit dem zu schließen was war.
Und könnte mir vorstellen, dass danach Yogaübungen oder Meditationen
unterstützend, beruhigend sein können, wenn man sich der Blockade z. b. gestellt hat
oder sich dieser stellen möchte um mehr abzuschalten.
Also das ist meine persönliche Sichtweise. Alles was ich sah und hörte dazu war von ihm:
Ich löse die Blockaden indem ich meditiere und mit Kristallsteinen arbeite.
Es geht immer in diese Richtung
aber wie du sagt, es ist nicht meine Aufgabe Das muss er selbst lösen.
Fragte ihn vorsichtig ob er denn glaubt, dass er die Blockaden alleine lösen kann?
Oder ob er sich vll wirklich Hilfe suchen möchte/würde?
Er meinte dann: wer soll mir helfen? Ich war schon mal in Therapie und das hat mir
null gebracht! Ich fragte ihn welche Therapieform das war?
Er meinte eine Verhaltenstherapie.
Ich meinte zu ihm: vll war das zum einen nicht die richtige Therapeutin, wo die Chemie vll nicht passte und vll auch nicht die richtige Therapieform für dich?
Hast du dir einmal überlegt in die Richtung: Tiefenpsychologie/Traumatherapie
zu gehen?
Er hört es sich sehr offen an aber glaubt, dass es ihm nicht helfe
und switcht wieder automatisch in die Esoterik ab und flüchtet sich dorthin.
Und glaubt das die Spiritualität ihm mehr helfe.
Vll tut es das bei ihm ja auch, das kann ich nicht genau sagen und maße mir nicht an, dass zu beurteilen. Er muss sas für sich selbst entscheiden - und gucken
was ihm am meisten hilft.
Letztendlich, ist es aus meiner Erfahrung so, dass du es selbst in der Hand hast, du dich selbst
verändern kannst - und dafür manchmal auch in Handlung/Aktion gehst um diese zu verändern.
Doch hab ich das Gefühl, dass da einige Erlebnisse waren, die er vll runtergeschluckt hat, die
unterbewusst laufen, ohne das er sich dessen bewusst ist u. vll könnte er mit einem Psychologen
gemeinsam herausfinden, welche Erlebnisse das
waren die er vll verdrängt hat?
Er hat z. b. auf den Yogaseiten gelesen das diese Blockade auch aufgelöst werden könnte,
wenn er die Dinge macht, die ihm Kraft geben, also ein Hobby welches ihm Spaß macht.
Ich fragte ihn:
was ist das, was ihm wirklich kraft gibt?
er überlegte etwas.
Wenn er in den Wald spazieren geht,
wandert z. b. oder wenn er tanzt.
Er meinte dann: Auf der Seite stand auch das dies besser laufen könnte/würde
wenn er das mit jmd gemeinsam macht
ich fragte ihn: und mit wem würdest du das teilen?
Das tanzen und wandern?
er dann wie aus der Pistole geschossen:
Ja mit dir!
Ich verstummte etwas dabei
das spürte er sofort und sagte dann: naja in erster Linie mit mir selbst! und lachte
etwas verlegen dabei und versuchte die Situation zu lockern.
Das zeigte mir persönlich, dass er vollkommen auf mich fixiert ist.
Ohne mich geht nichts u. kann sich ohne mich nicht ausleben.
Werde da nochmal in mich gehen und mit ihm dann nochmal sprechen.
So wie es jetzt ist, geht es auf keinen Fall weiter.
Wie denkst du darüber oder wie siehst du das?
Auf jeden Fall werde ich nochmal mit ihm sprechen...
und hoffe nur, dass wir beide einen Weg finden werden.