Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wir wissen einfach nicht, was wir machen sollen...

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Sternenglanz

Mitglied
Hallo liebe Forenmitglieder 🙂
Bin neu hier im Forum und freue mich sehr
hier zu sein 🙂

Es geht um ein Thema, welches mich
und meinem Freund sehr beschäftigt.

Ich habe lange geschwiegen...weil ich immer dachte
eine oberflächliche, doofe Nudel zu sein
und habe mir deswegen Vorwürfe gemacht.

Wo fang ich am besten an?
Mein Freund und ich sind seit 10 Monaten nun zusammen.
Nun ist es so...das mein Partner einen sehr kleinen
und auch schmalen Penis hat...ich weiß
es klingt echt total bescheuert....

Mein Partner hat zuvor noch keine Erfahrung mit anderen Frauen gemacht
und bin seine erste Freundin. Es ist so, dass er
extrem schlechte Erfahrungen gemacht hat
was mit dem Thema Sex/Liebe zutun hat.
Er wurde z. b. von seinem Großvater
geschlagen, sexuell unterdrückt (Sex ist was schlechtes!
Er ist ein kein richtiger Junge! usw)

Aufgrunddessen da er diese Erfahrungen gemacht hat,
hat er mit der Zeit ein sehr schlechtes und negatives Bild
entwickelt, allgemein was das Thema Sexualität/Nähe
anbelangt. Er hat sich deswegen
auf keine Frau einlassen wollen, da er Angst hatte.
Zumal er weiß/wusste, dass er etwas kleiner bestückt ist
musste er auch in der Schule (als die Jungs sich verglichen haben)
viel Mobbing und Hänseleien deswegen einstecken.

Von all diesen Erfahrungen, erfuhr ich im Laufe der Zeit,
als wir uns besser und näher kennengelernt haben, wir begonnen haben
uns immer näher zu kommen und uns zu vertrauen.
Wir tauschten uns aus, wir erzählten
von unseren Erfahrungen usw usw.

Das Thema ist sehr geballt und hat nicht nur etwas
mit der Anatomie zutun. Ich kann nicht genau sagen
wie groß sein Penis ist.. Er wird nicht
wirklich steif - spüre ihn kaum und auch das
Eindringen ist bei uns beiden schwer möglich.

Es ist so, dass ich ihn wirklich sehr gerne habe.
Er ist ein unglaublich netter junger Mann,
man kann ihm alles erzählen, anvertrauen,
er hilft wo auch immer er kann.
Auch haben wir beide viele Gemeinsamkeiten
was die Weltanschauung betrifft, ähnliche
Ziele und Werte.

Doch war es meinerseits von Anfang an so
das ich kaum sexuelles Verlangen
nach ihm hatte. Als wir zum ersten Mal
zusammen ein Bad genommen haben,
spürte ich keinerlei Anziehung - körperlich gesehen.
Ich sah ihn nackt und ich fühlte sogar sowas
wie eine Art Widerstand.

Kann es nur sehr schwer erklären.
Hatte das von euch schon mal jmd oder kennt das jmd?

Aufgrunddessen, das gesamte Paket zusammen,
fühle ich mich, was das Thema Nähe anbelangt
wie ein Mann. Ich weiß das klingt vll hart aber
ich fühle mich so, als würde ich die führende Rolle einnehmen
Doch mag ich es persönlich sehr gerne,
mich auch als "Frau" zu fühlen, vom Mann auch begehrt zu werden,

Wir haben heute miteinander darüber gesprochen...
Es tat ihm natürlich sehr sehr weh
da auch viele viele Bilder aus der Vergangenheit hochkamen:
Die Mobbingattacken der Mitschüler z. B.

Das sein Großvater ihn misshandelte, dass hat er mir erzählt
und das viele Blockaden von den Erlebnissen kommen.
Wisst ihr, ich möchte einfach das es ihm gut geht
Er ist so ein netter Mensch, doch ich kann ihn
kaum als Mann sehen oder greifen.
Ich weiß das es in ihm steckt,
doch fühle ich mich immer wieder
als eine Art Mutter/Vater zugleich

Und wenn es dann um das Thema
körperliche Nähe geht, turnt mich das
als Frau komplett ab...und das tut mir einfach
so verdammt leid...eben da diese gesamte
Geschichte mit dranhängt...und ich nun
die erste Freundin bin, der er sich öffnet.

Wir beide wissen uns einfach keinen Rat
was mir nun machen sollen....
ich habe mir darüber viele Gedanken gemacht
und habe ihn gefragt was er davon halten würde,
wenn wir weiter wie "Freunde/Kumpel" uns
begegnen würden?
Da wir uns einfach super verstehen.

Was uns bei beiden sehr gut harmoniert ist es,
wenn wir zusammen kuscheln. Wenn wir uns
in den Armen liegen, und uns berühren.
Streicheln und uns küssen - ihm geht es auch so

Er meinte, dass ihm genauso gehen würde
Doch weiß er nicht, was das nun
für uns genau bedeuten soll...
er sieht es so: entweder ganz oder gar nicht.

Ich kann keine Therapeutin ersetzen
das musste und durfte ich nun lernen.
Habe angefangen meine eigenen Bedürfnisse
komplett zurückzuschrauben, mich ihm
komplett anzupassen (unter anderem
auch der sexuelle Aspekt) angefangen
Situationen mir "schön" zu reden
nur um ihn nicht weh zu tun.

Die Gefühle zu ihm, sind dennoch sehr stark
und er sagt, dass er mich sehr lieben würde.
Er weiß oder hat mir heute gesagt,
dass er viele Blockaden hat
was das Thema Sex anbelangt
und er vieles noch nicht aufgearbeitet hat.

Er sagte: Es tut mir einfach so unglaublich weh...
Ich hab schon gewusst, wieso ich mich auf keine
Frau einlassen soll....eben genau deswegen!

Nun ist es so....so wie immer,
dass er wieder so tut, als wäre alles in Ordnung.
Wir haben nun darüber geredet und jetzt
lassen wir es wieder weiter so laufen.

Das ist genau das was ich meine, dass
ich diese führende Rolle immer einnehmen muss
in der Beziehung.
Ich möchte/will/kann ihn nicht ändern.
Das würde ich auch niemals wollen, auch andersherum
fände ich das nicht schön.

Was könnten wir nun tun? Wisst ihr uns einen Rat?
Habt oder hattet ihr das vll auch schon mal?
Das ihr einen Menschen total geliebt habt
ihr aber keine oder kaum sexuelle
Anziehung zu eurem Partner verspürt habt?
Wenn ja, wir seid ihr damit umgegangen?
Oder auch einen Partner, der auch
von der Anatomie absolut nicht
zu euch gepasst hat?

Bei mir z. b. ist es so, dass mir Sex
in der Beziehung wichtig ist, da ich es schön finde
den Partner, den Menschen den ich liebe
zu spüren, ihm Nahe zu sein, diese Gefühle
mit dem Partner zu teilen -
auch er sagte mir heute, dass er
das ganz genauso sieht wie ich.

Doch wenn das nicht gegeben ist?
Die Gefühle dennoch da sind?

Für eure Hilfe bedanken wir uns schon mal sehr.

LG an euch!
 
Hallo Sternenglanz,

willkommen im Forum.
🙂

Ihr passt wohl zusammen, seid gut im Gespräch.

Wünsche habt ihr auch beide.

Probiert einfach aus.

Aufgrund seiner Vorgeschichte, ist er eher der passivere part, weil er wohl nichts falsch machen möchte.
Er braucht eher jemand der ihn führt, an der Hand nimmt.
Übernehm doch du das anfänglich und schaue wie er reagiert.
Es gibt bestimmt Bereiche, in denen er sich besser auskennt/die Führung übernimmt..

Vielleicht könnt ihr vom Austausch leben :daumen:

Gruß Hajooo
 
Hallo Sternenglanz,

willkommen im Forum.
🙂

Ihr passt wohl zusammen, seid gut im Gespräch.

Wünsche habt ihr auch beide.

Probiert einfach aus.

Aufgrund seiner Vorgeschichte, ist er eher der passivere part, weil er wohl nichts falsch machen möchte.
Er braucht eher jemand der ihn führt, an der Hand nimmt.
Übernehm doch du das anfänglich und schaue wie er reagiert.
Es gibt bestimmt Bereiche, in denen er sich besser auskennt/die Führung übernimmt..

Vielleicht könnt ihr vom Austausch leben :daumen:

Gruß Hajooo

Hallo Hajoo. Erstmal vielen lieben Dank für deine Antwort dazu!
Ja vom Charakter her und wie wir die Dinge sehen,
sind wir uns ziemlich ähnlich bzw
blicken in diesselbe Richtung.

Das ist auch der Grund, wieso wir wohl
zusammengekommen sind.
Da von Anfang an diese Vertrauensbasis
da war.

Doch wie ich es oben erwähnte
spüre ich kaum sexuelle
Anziehung zu ihm
Ich bräuchte gar keinen
Sex mit ihm haben.
Er zieht mich körperlich
so gut wie kaum an.

Es turnt mich sogar eher ab
wenn es in die Richtung geht.

Natürlich, wie du auch schreibst
so sehe ich es auch
ist er aufgrunddessen
was er erlebt hat
zum einen sehr vorsichtig
verklemmt und auch sehr unerfahren.

Er hat sich vor dem Thema
Sexualität komplett verschlossen,
sodass er sich auch nie
darüber informiert hat,
weil es ihm Angst einjagte.

Ich übernehme viel für ihn
in den 10 Monaten.
Er hat sich z. b. komplett
von der Außenwelt abgeschottet,
ging kaum hinaus.
Dadurch das ich eher der kontrast
dazu bin und z. b. sehr gerne
unter Menschen bin, hinaus gehe,
wandern, spazieren, laufen,
Essen gehen, in der Stadt bummeln usw

hat er sich auch da Schritt
für Schritt immer mehr getraut
hinauszugehen. Er hat auch eine sehr lange Zeit
alles und jeden Menschen bewertet.
Wenn wir z. b. in der Stadt unterwegs waren
hat er wohl aus dieser Schutzhaltung heraus,
angefangen jeden zu beurteilen/zu bewerten.

Er kannte weder Filme, noch Musik.
Er schaute keine Filme mehr, kannte
auch keine Lieder/Musikstücke.
Er flüchtete sich stark
in die Spiritualität/Esoterik
weil diese ihm Halt und Sicherheit gibt.

Auch davon kam er jetzt etwas weg,
weil ich versucht habe ihm zu zeigen
das es da draußen ist. Das da draußen
es eine Welt gibt, die man entdecken kann.

Wobei er mir stark geholfen hat
war das Thema Ernährung.
Er ernährt sich z. b. vegan
und hat mir da vieles gezeigt
und beigebracht, hat mir Sachen erklärt
die ich nicht gewusst habe

Wir haben z. b. angefangen zusammen
Essen zuzubereiten usw.
Da hat er mir sehr geholfen
und mich inspiriert und habe
auch vieles integriert in die Ernährung 🙂

Es ist so an sich wirklich sehr harmonisch.
Wie Bruder und Schwester, so fühlt es sich an
Oftmals für mich wie ne Art Mutter
wenn ich dann versuche zu Fragen
wieso er so fühlt, versuche ihm zu helfen.
Er hatte z. b. auch panische Angst ins Schwimmbad zu gehen.

Ich bin da auch wieder der krasse Kontrast und eine totale Wasserratte.
Ich liebe es in die Sonne zu gehen, zu baden und zu schwimmen.
Er meinte er habe das früher als Jugendlicher/Kind auch sehr gerne getan
und er möchte auch gerne wieder gehen, doch alleine hat er keine Lust
und er traut sich nicht wirklich.
Auch da haben wir gemeinsam die Blockade überwunden
und sind ins Schwimmbad gegangen.

Er kann wirklich verdammt stolz auf sich sein,
das er offen dafür ist und sich den Ängsten stellt.

Doch wie ich es oben schon erwähne...
ich fühle mich nicht wie eine Frau
Ich fühle mich teilweise wie eine Art
Therapeutin die versucht ihm zu helfen.
Eine Art Mutter die sich nun um ihren Sohn kümmert
ihn beschützen möchte.

Das turnt mich als Partnerin/Frau
sehr ab, Fühle mich nicht als Frau gesehen,
die begehrt wird...er könnte mich z. b.
auch gar nicht so richtig beschützen
wenn mit mir etwas wäre.

Auch das finanzielle ist so ne heikle Sache.
Er braucht mich z. b. um eine eigene Wohnung
zu finden. Er wohnt aktuell noch bei seinen Eltern,
da er unter 25 Jahre ist. Soweit ich weiß sind die Eltern
unterhaltspflichtig bis 25 Jahre.

Ich bin z. B. 27 Jahre alt. Gebe nun meine Wohnung auf
und ziehe in seine Gegend u. bin echt schon am Zweifeln
ob das eine gute Idee ist....ich spüre das ich mich komplett
verliere...mich aufgebe...mich nicht mehr lebe.

z. b. war ich immer jemand der sehr auf sein Aussehen geachtet hat.
Spaß und Freude daran hat sich zu schminken, sich kleidung zu kaufen.
Für mich ist es wie ne Art / Form von Kunst. Bin vom Körpertyp her
auch eher ein androgyner Typ, habe kurze / abrasierte blone Haare.

Seit ich mit ihm zusammen bin...hat es total nachgelassen.
Er ist ein sehr natürlicher Typ. Er ernährt sich vegan
und mag es nicht so gerne, wenn Frau sich herstylt
schminkt usw. ich finde es wundervoll
das er mich auch schön findet ungeschminkt
und das ich das seiner Ansicht gar nicht müsste

Doch hab ich mich auch da komplett angepasst.
Kaum mehr geschminkt, das mit der Kleidung
was mir einfach so viel Spaß macht, zurückgeschraubt,
weil er das nicht so gerne mag...er dachte z. b. immer
das eine Frau sich schminkt oder herstylt,
weil das oberflächliche Frauen seien.
Das machen nur oberflächliche Frauen
die sich hinter Make up verstecken.

Auch da hat er eine neue Sichtweise gewinnen dürfen
weil wir auch darüber gestern gesprochen haben.
Er hat gesehen, als ich ihm zeigte wie ich das mache,
das ich da total aufblühe. Habe mir auch überlegt
Modedesign zu studieren oder in die Richtung zu gehen,
da ich mich da so kreativ austoben kann dabei.

Das ist das was ich meine...ich fühle mich nicht als Frau
Partnerin genommen...es gibt seine Sichtweise
und die projeziert er manchmal auf alles und jeden.
Getarnt im Umhang der Esoterik.

Habe auch da von ihm ein paar Dinge lernen dürfen/können
was die Spirutalität anbelangt.
Auch in Bezug auf Meditation/Yoga usw.
es hilft mir auch sehr, z. b. einfach um runterzukommen.

+ der Anatomie...es wäre wohl niemals möglich
mit ihm sexuell aktiv zu werden, selbst
wenn die Anziehung da wäre.
Ich habe ihn auch da gestern gefragt
wie er persönlich zu Hilfsmitteln stehen würde.

er meinte er wolle sowas nicht.
Es ergibt für ihn keinen Sinn
in den natürlichen Fluss einzugreifen
wenn weder die Natur, die Anatomie
das so vorgesehen hat.

Vll merkst du auch durch den Post,
wie krass ich mein Leben
schon aufgegeben habe,
da ich mir die ganze Zeit Gedanken mache
was man tun könnte.

Ich muss echt dringend wieder zu mir kommen,
dass ist so mein Problem als Hochsensibler Empath.
Das man immer anderen Menschen helfen will
und dazu neigt sich selbst zu vergessen.

Bloß was können wir tun?
Wenn ich ihm sage das mir persönlich
eine Freundschaft in Frage käme,
ich für ihn da bin als Schwester/Freundin
dann würde er den Kontakt so nicht wollen

Es wäre für ihn eine Bestätigung,
dass es ja keine Frau mit ihm aushalten würde
und sich komplett zurückziehen.
 
Puuh... schwierige Situation. Aber wenn's hart auf hart kommt, musst du wohl in den sauren Apfel beißen. Du schreibst ja selbst, dass du dich schon viel zu sehr zurückgenommen hast. Für seine Sichtweise, seine Gefühle und auch für seine Vergangeheit kannst du ja nichts. Daher denke ich nicht, dass du ihm etwas schuldig geblieben bist. Jeder hat halt so seine Baustellen und einige davon müssen wir allein bewältigen. Dauerhaft deine Wünsche und Bedürfnisse in der Beziehung zurückzustellen wird wohl kaum funktionieren. Entweder man findet einen Kompromiss oder es kracht irgendwann. That's Life. Alles gute Euch.
 
Puuh... schwierige Situation. Aber wenn's hart auf hart kommt, musst du wohl in den sauren Apfel beißen. Du schreibst ja selbst, dass du dich schon viel zu sehr zurückgenommen hast. Für seine Sichtweise, seine Gefühle und auch für seine Vergangeheit kannst du ja nichts. Daher denke ich nicht, dass du ihm etwas schuldig geblieben bist. Jeder hat halt so seine Baustellen und einige davon müssen wir allein bewältigen. Dauerhaft deine Wünsche und Bedürfnisse in der Beziehung zurückzustellen wird wohl kaum funktionieren. Entweder man findet einen Kompromiss oder es kracht irgendwann. That's Life. Alles gute Euch.

Danke dir für deine Meinung dazu.
Ja ich habe mich extrem angepasst
im Laufe der Zeit.

Weißt du, das ist kein Vorwurf
er lebt es so und er kann
ja nichts dafür.
z. b. erzählte er mir
das er Kopfschmerzen bekommt
wenn er Deospray riecht.

Ich bin zwar auf tierversuchsfreie / teils komplett
vegane Sprays umgestiegen (das tat ich bereits
bevor wir uns kennenlernten) doch sprühe ich mich
auch da gerne ein.

Auch da hab ich angefangen es zurückzuschrauben,
ihm zuliebe,
weil ich möchte ja nicht, dass er Kopfschmerzen bekommt
wenn wir nebeneinander liegen und kuscheln.
Ich fragte ihn gestern, ob ihm das zu viel wäre?
Also so wie ich es mache oder ob das in Ordnung so sei?

Fragte ihn auch ob ich ihm zu chemisch rieche/sauber sei?

Er meinte zwar das das so in Ordnung sei
aber immer dieses: ich weiß das er es
sich gerne anders wünschen würde - oder anders besser fände.

Er benutzt z. b. gar kein Deo
oder auch keine Duschgels.

Ich hingegen benutze welche.
Es beginnt bereits bei diesen Themen
und dehnt sich aus bis hin zur
körperlichen Nähe.

Die Kommunikation funkt super.
Da wir beide da ähnliche Ansichten haben
und wir miteinander sprechen, wenn etwas ist.
Wir haben in den 10 Monaten noch nie gestritten.

Meistens ist es so das ich auch da
den ersten Schritt mache mit:
Ob er z. b. Lust hat etwas zu unternehmen?
aber das empfinde ich persönlich
als nicht störend - oder das Gespräch
zu ihm suche.

Habe ihn da gestern gefragt, woran es liegt
das er selten auf mich zukommt?

Er meinte er habe oft das Gefühl, es nicht zu dürfen.

Daraufhin fragte ich ihn, ob es etwas mit mir zutun hat?
Das er das Gefühl hat, mich nicht fragen zu dürfen?

Er meinte: Es war bisher immer so, dass wenn er etwas wollte
seine Meinung nicht ernst genommen wurde und ihm gesagt wurde,
er solle den Mund halten.

Versuchte ihn zu bestärken mit den Worten:
Das ich das super toll fände wenn er es macht und sich da traut
auch auf mich zuzugehen.

Und so ist es sehr sehr oft:
Das er sich oft seinen Teil denkt, sie nicht ausspricht,
runterschluckt, seine Gefühle runterschluckt
- Ich spüre dann meinerseits
das etwas ist, spreche ihn darauf an
und dann kommt es heraus, dass er etwas
runtergeschluckt hat -

Oft so automatisiert, dass er gar nicht mehr weiß
was er runtergeschluckt hat, indem er sich
seinen Teil gedacht hat.
Sodass er es selbst gar nicht mehr weiß, was
es genau war?

Habe genauso meine Baustellen, Ecken und Kanten.
Bei mir z. b. ist es das Thema, dass ich anderen zuliebe,
mich in anderen auflöse oder dazu neige
mich selbst zu vergessen.
Das ist so ne Art Helfersyndrom und das kommt
bei mir auch durch die Erfahrungen von früher.
Und auch noch ein paar andere Ecken u. Punkte.

Auf der einen Seite verstehen wir uns super.
Aber als Paar/Partner - Mann/Frau Beziehung
haut das überhaupt nicht hin.
Die Vertrauensbasis ist sehr groß
und es sind auch Gefühle da.

Doch kaum geht es in die körperliche Nähe
so wie meinerseits: Kein Interesse - es turnt mich ab.
Er z. b. meint das er mich sehr anziehend findet - bei mir
genau anders herum.

Ja das ist wirklich sehr sehr kompliziert.
 
Ich hoffe, dass ihr zu einer Lösung findet, bei der sich keiner aufgeben muss und bei der keiner verletzt wird.
Nach deiner Beschreibung scheint mir, dass ihr beide herzensgute und reflektierte Leute seid. Ihr habt es also beide verdient.
Genau diese Worte habe ich beim lesen deiner Posts auch empfunden.
🙂

Hier mache ich mir gedanken, was die Bezeihung für dich ausmacht.

Du wirkst sehr reflektiert.

Schließlich hast du ihn ja auch ausgesucht 😉

Was gibt er dir ?
Er holt dich wieder runter -> ist er dein Gegenpol ?
Ist er für dich eine Herausforderung ?
Was kannst du von ihm lernen ?
Gibst du dich wirklich so sehr auf oder ist er eine "Aufgabe" für dich ?
Wächst du an ihm ?
In welcher Weise gibt er dir halt ?

Sorry für die Fragen, aber ich bin so ein "Fragen-Typ". :blume:

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst Dir bewusst sein, dass Du Da in eine große Baustelle hineingerätst. Ich denke, das weißt Du auch schon. Die Entscheidung, ob Du mit dieser Beziehungsbaustelle die nächsten vielen Jahre Deines Lebens verbringen möchtest, ist sehr schwierig.

Du schreibst, Du verlierst Dich. Das klingt erstmal hart, andererseits ist eine Beziehung eben auch oft genau das. Es kommt auf die Lebensperspektive an - von meiner Beziehung habe ich oft dasselbe Gefühl. Teilweise scheinen die Probleme einfach nur unmöglich zu bewältigen. Oft habe ich das Gefühl, ich muss meinen Partner auf meinem Rücken durchs Leben schleppen, so viele Probleme bringt er mit (Scheiß-Kindheit, viel Seelenmüll). Und manchmal denke ich "Warum eigentlich? Ich bin doch eigentlich selbst ganz stabil. Warum verliere ich mich hier und habe all die Mühe?

Aber andererseits, warum eigentlich nicht? Jede Beziehung, die nicht völlig oberflächlich ist, verformt uns und macht uns zu anderen Menschen. Und jede Beziehung, die es wert ist, verformt uns zum Positiven. Früher war ich egoistisch und selbstbezogen, jetzt kann ich besser auf die Gefühle anderer achten. Ich lerne aber auch, mich selbst zu schützen, wenn Forderungen von anderen zuviel werden. Alles dank meiner Beziehungsbaustelle.

Manches hat mein Partner in den Jahren gelernt, manches ich, manches wir beide zusammen. Jetzt sind wir seit 16 Jahren zusammen, immer noch oft sehr schwierig, aber da wo ich jetzt stehe, kann ich sagen dass die Zeit nicht vergeudet war, ganz unabhängig ob die Beziehung weiterbestehen wird oder nicht. Wir sind beide bessere Menschen geworden.

Von dem was Du schreibst, könntet Ihr beide eine solche Beziehung auch schaffen - es gelingt Euch, über Eure Gefühle zu sprechen, Ihr seid bereit, nach vorne zu schauen und über Euren Schatten zu springen. Das ist anstrengend, aber auch schön, und eine solche Beziehung wächst mit der Zeit wie ein Baum.

Ich möchte aber auch nicht, dass Du Dich schlecht oder schuldig fühlst, falls Du Dich anders entscheidest. Das ist schließlich kein Wettbewerb, und Du hast jedes Recht zu sagen "Dieser Packen ist mir zu schwer zu tragen!"

Alles Gute Euch beiden!
 
Da kann ich Black Blue Sky nur Recht geben. Schwierige Situation.

Ihr harmoniert deiner Beschreibung nach charakterlich gut miteinander. Ich glaube, es ist schwieriger den charakterlich passenden Partner zu finden als den sexuell passenden.
Aber so unpassend scheint ihr ja auch nicht zu sein, da ihr euch wenigstens beim Austausch von Zärtlichkeiten zusammen gut fühlt.

Du schreibst auch von anatomischen Belangen. Dass er dich z.B. nicht beschützen könnte.
Ich würde an deiner Stelle jedoch bedenken, dass ein muskelbepackter großer Mann im nötigen Augenblick die Courage verliert und dich feige im Stich lässt, wobei ein etwas zierlicher aber loyaler Mann alles tut, und wenn es nur darum geht, dir die nötigen 2 Sekunden Fluchtmöglichkeit zu erkämpfen.

Was ich an deiner Stelle gar nicht täte, wäre mich selber aufgeben. Über kurz oder lang bist du damit unzufrieden und wirst es ihm anlasten, ob du willst oder nicht. Also ist weder ihm noch dir damit geholfen.

Dein Partner hat im Moment einen gewissen Umgang mit sexuellen Belangen. Er ist aber noch jung und kann vielleicht die von den Eltern propagierten Glaubenssätze überwinden und durch eigene ersetzen. Er kann sich seinen Bedürfnissen entsprechend entwickeln.

Frage: Warum lebt ihr nicht das zusammen aus, was euch beiden gut tut. Wenn ihr eure Vertrauensbasis erweitert, könnt ihr vielleicht über eure Bedürfnisse sprechen, ohne dass der andere sich gezwungen fühlt, diese zu erfüllen. Wer weiß, was daraus erwächst.

Noch ne Überlegung: Vielleicht traut dein Freund nicht, dich zu begehren, weil er instinktiv fühlt, dass du ihn auch nicht begehrst (du schreibst ja, dass er dich nicht gerade anturnt).

Du hast Angst, dass dein Freund in seinen Befürchtungen bestätigt wird. Es gibt aber bestimmt Frauen, denen es recht ist, wenn sexuelle Aktivitäten weniger Raum einnehmen. Es gibt doch für jeden Topf ein Deckelchen.

In den Zwanzigern und Dreißigern (d. h. in der biologischen Phase der Fortpflanzung) steht meiner Meinung nach Sexuelles stark im Vordergrund. Das kann auch - wie man hier sieht - belastend sein.

Ich hoffe, dass ihr zu einer Lösung findet, bei der sich keiner aufgeben muss und bei der keiner verletzt wird.
Nach deiner Beschreibung scheint mir, dass ihr beide herzensgute und reflektierte Leute seid. Ihr habt es also beide verdient.

Da kann ich Black Blue Sky nur Recht geben. Schwierige Situation.

Ihr harmoniert deiner Beschreibung nach charakterlich gut miteinander. Ich glaube, es ist schwieriger den charakterlich passenden Partner zu finden als den sexuell passenden.
Aber so unpassend scheint ihr ja auch nicht zu sein, da ihr euch wenigstens beim Austausch von Zärtlichkeiten zusammen gut fühlt.

Du schreibst auch von anatomischen Belangen. Dass er dich z.B. nicht beschützen könnte.
Ich würde an deiner Stelle jedoch bedenken, dass ein muskelbepackter großer Mann im nötigen Augenblick die Courage verliert und dich feige im Stich lässt, wobei ein etwas zierlicher aber loyaler Mann alles tut, und wenn es nur darum geht, dir die nötigen 2 Sekunden Fluchtmöglichkeit zu erkämpfen.

Was ich an deiner Stelle gar nicht täte, wäre mich selber aufgeben. Über kurz oder lang bist du damit unzufrieden und wirst es ihm anlasten, ob du willst oder nicht. Also ist weder ihm noch dir damit geholfen.

Dein Partner hat im Moment einen gewissen Umgang mit sexuellen Belangen. Er ist aber noch jung und kann vielleicht die von den Eltern propagierten Glaubenssätze überwinden und durch eigene ersetzen. Er kann sich seinen Bedürfnissen entsprechend entwickeln.

Frage: Warum lebt ihr nicht das zusammen aus, was euch beiden gut tut. Wenn ihr eure Vertrauensbasis erweitert, könnt ihr vielleicht über eure Bedürfnisse sprechen, ohne dass der andere sich gezwungen fühlt, diese zu erfüllen. Wer weiß, was daraus erwächst.

Noch ne Überlegung: Vielleicht traut dein Freund nicht, dich zu begehren, weil er instinktiv fühlt, dass du ihn auch nicht begehrst (du schreibst ja, dass er dich nicht gerade anturnt).

Du hast Angst, dass dein Freund in seinen Befürchtungen bestätigt wird. Es gibt aber bestimmt Frauen, denen es recht ist, wenn sexuelle Aktivitäten weniger Raum einnehmen. Es gibt doch für jeden Topf ein Deckelchen.

In den Zwanzigern und Dreißigern (d. h. in der biologischen Phase der Fortpflanzung) steht meiner Meinung nach Sexuelles stark im Vordergrund. Das kann auch - wie man hier sieht - belastend sein.

Ich hoffe, dass ihr zu einer Lösung findet, bei der sich keiner aufgeben muss und bei der keiner verletzt wird.
Nach deiner Beschreibung scheint mir, dass ihr beide herzensgute und reflektierte Leute seid. Ihr habt es also beide verdient.

Hallo du!
Erstmal vielen lieben Dank für eure richtig tollen Antworten!
Mensch das hätte ich gar nicht erwartet
hier so toll aufgefangen zu werden,
erstmal vielen Dank dafür!

Würde gerne einzelne Absätze
zitieren, weil sonst vergess ich wieder die Hälfte xD

Ihr harmoniert deiner Beschreibung nach charakterlich gut miteinander. Ich glaube, es ist schwieriger den charakterlich passenden Partner zu finden als den sexuell passenden.
Aber so unpassend scheint ihr ja auch nicht zu sein, da ihr euch wenigstens beim Austausch von Zärtlichkeiten zusammen gut fühlt.


ja charakterlich funkt es ganz gut. Manchmal sprechen wir nur in sehr unterschiedlichen Sprachen.
Bin oft sehr stark in den Emotionen/Gefühlen drin und so beschreibe ich dann auch die Gefühlswelt.
Immer sehr ausweitend, ins Detail gehend und bin da sehr offen
über meine Gefühle zu sprechen.

Bei ihm ist es eher so: Kurz und bündig
Nicht ganz herauslassen was in ihm ist (was wohl auch stark mit den ganzen Erlebnissen zutun hat)
Oft Emotionen herunterschlucken, sie nicht zeigen, seinen Teil sich denken.
Im stillen Eckchen das Verhalten anderer analysieren und bewerten.

Bei mir ist es z. b. eher so, dass wenn mir zu weinen zumute ist
ich das sofort zeige. Wenn ich sauer bin, bin ich sauer.
Wenn ich lachen will, dann lache ich.
Bin eher so der Typ der mit Menschen direkt spricht
oder dann Dinge anspreche und mir eher weniger
meinen Teil denke. Wenn ich merke
jmd will die Info nicht oder ist nicht so offen dafür,
dann schweige ich auch.

Das ist z. b. ein Punkt da lernen wir voneinander
bzw lernt er da stark von mir. Weil mehr nach innen gekehrt ist.
Ich kenne diese Seite übrigens auch. Als ich im Teenageralter war
litt ich auch an einer stark ausgeprägten sozialen Phobie unter
Selbstzweifeln und Selbsthass.

Kenne deswegen das Verhalten des Partners recht gut
da ich einige Züge von mir damals kenne.

Er meint das ich ihm da einiges vor Augen führen würde
und ihm das sehr sehr hilft.

Was er hingegen gut kann ist es zu organisieren.
Er ist sehr organisiert was jetzt Pläne/Termine anbelangt
Auch wenn er in der Küche etwas zubereitet hat das immer
ne gewisse Struktur und Ordnung.

Bei mir sieht das eher anders, wie die reinste Zettelwirtschaft iwann
und kenn mich hinten und vorne nicht mehr aus xD
Was das anbelangt sehr chaotisch. Am letzten Drücker
noch den Zug/Bus erwischen, auf den letzten Drücker
grad noch so pünklich in die Arbeit kommen usw
Er ist da sehr strukturiert und zwar so,
dass es gar nicht zu dieser Hektik kommt

Da ergänzen wir uns sehr gut und das lerne ich z. b. von ihm
Wie man am besten Essen zubereitet, die Töpfe z. b. so hinstellt
das gar kein Chaos erst entsteht usw.

Ja das fühlt sich schön an. Sich in den Arm zu nehmen
es fühlt sich sehr nah und vertraut an oder auch sich zu küssen.
Auch wenn ich da die führende Rolle einnehme,
meint er das ihm das sehr gefallen würde 🙂

Du schreibst auch von anatomischen Belangen. Dass er dich z.B. nicht beschützen könnte.
Ich würde an deiner Stelle jedoch bedenken, dass ein muskelbepackter großer Mann im nötigen Augenblick die Courage verliert und dich feige im Stich lässt, wobei ein etwas zierlicher aber loyaler Mann alles tut, und wenn es nur darum geht, dir die nötigen 2 Sekunden Fluchtmöglichkeit zu erkämpfen.

Ja von der Anatomie her, entspricht er persönlich gar nicht meinem Typ.
Auch vom Aussehen her gar nicht. Die Figur erinnert mich eher an die eines
Jungen, da er sehr schmal ist. Aber darauf kam es mir noch nie an.
Wenn die Verbindung/Bindung/Anziehung da war, dann ist das Aussehen
für mich zweitrangig, war es immer.

Auch das er sehr klein bestückt ist, empfinde ich nicht schlimm.
Es ist nun mal, der eine hat eher nen größeren, bei dem anderen wieder so.
Genauso wie bei den Mädels, die einen eher größere Brüste, die anderen kleiner,
weiter gebaut/enger gebaut usw. Es gibt für alles und jeden den passenden Deckel.

Doch wenn es um diese sexuelle Anziehung geht..die ist/war noch nie da.
Von der Anatomie her ist es so, wenn wir uns körperlich nahe kommen,
das ich ihn kaum spüre und gerade den Menschen, den man viel bedeutet
möchte ich persönlich gerne spüren. Spüren das wir eins sind.

Und das harmoniert absolut nicht.

Er würde im Rahmen seiner Möglichkeiten, mich beschützen
da bin ich mir sicher und rein das er es tun würde,
wäre Liebesbeweis genug...wahrscheinlich
und so ist es im Moment, dass ich ihm
verdammt viele Dinge vor Augen führe.
Weil ich das in etwa kenne, was er erlebt
mit sozialen Ängsten, mit Glaubenssätzen
die er von der Familie und Erfahrungen übernommen hat

Unterbewusste Mechanismen die laufen
ohne sie genau zu hinterfragen usw
und im Moment und ich habe fast die Befürchtung
das das viele viele Jahre so geht
ich mich stark zurücknehmen muss
damit es funktionieren würde.

Wenn ich so auf die letzten Monate zurückblicke
spürte und sah ich immer mehr, wie ich mich verliere
Meine Eltern haben mir auch bereits gesagt,
dass ich iwie nicht mehr ich sei.
Sie haben mich total lustig in Erinnerung.
Die ständig Blödsinn macht, lacht,
hinausgeht und fast jeden Tag laufen geht usw

und jetzt würde ich so blass, müde
und erschöpft aussehen und das sie
Angst um mich haben.
Sie kenne mich in dem Punkt sehr gut,
da ich immer das Gute im Menschen sehe
Vor allem wenn ich einen Menschen
in mein Herz geschlossen habe.

Frage: Warum lebt ihr nicht das zusammen aus, was euch beiden gut tut. Wenn ihr eure Vertrauensbasis erweitert, könnt ihr vielleicht über eure Bedürfnisse sprechen, ohne dass der andere sich gezwungen fühlt, diese zu erfüllen. Wer weiß, was daraus erwächst.

Das finde ich eine sehr gute Idee. Musik ist etwas was wir beide sehr lieben
Auch da kommt er nicht wirklich aus sich raus und drehe ihm ständig den Spiegel um.
Oft singe ich z. b. wenn wir bei mir in der Wohnung sind. Singe plötzlich Lieder
Oftmals trommel ich auf der Cajon von Schlagwerk herum
oder spiele Steeldrum.

Wenn es um Kunst und Musik geht, bin ich vollkommen in meiner Welt.
Meistens beginnt er dann etwas aus sich herauszukommen,
grinst dabei. Er meint ich könne recht gut Cajon spielen und trommeln.
In der Tat ist mir persönlich aufgefallen ein gutes Ryhtmusgefühl zu haben
was ich auch noch weiter ausbauen möchte.

Er schafft es nur nie, da wirklich aus sich herauszukommen und zu machen.
Manchmal hab ich ihn dann direkt konfrontiert und meinte so im scherzhaften:
Und was ist los? Willst auch mal Cajon spielen? Macht voll Spaß!

Mit etwas reden saß er dann drauf.
Er fing an zu grinsen, er hat zwar dann recht
schnell wieder aufgehört aber er hat es gemacht 🙂

Könnte mir vorstellen, das das unser gemeinsames Ding sein könnte
da er eigentlich sehr gerne tanzt. Auch das tut er nicht mehr
weil er sich im Haus seiner Eltern nicht entfalten kann.

Das kann ich übrigens bestätigen wenn ich bei ihm bin.
Die Eltern kommen sofort zu ihm ins Zimmer,
dass er bitte leise sein soll wenn er für 5 min.
vll auf der Cajon spielt oder etwas mit mir zusammen lacht

In diesem Haus ist es echt wie ein Friedhof.
Ich merke auch da das ich anfangen würde
mich anzupassen, obwohl ich doch
so ein lustiger, schräger und kreativer
Vogel bin, lebe ich es nicht wenn wir bei ihm
im Haus sind.

Da fühlt es sich so an, als würde ich so ne Art Schutz,
Schirm für ihn sein, der einiges abfängt für ihn.
Damit er sich ein bisschen mehr ausleben kann.

Nur liege ich selbst mittlerweile langsam am Boden
Mir ist ebenso aufgefallen das ich sehr schlapp
und müde aussehe, eben da ich so verdammt
viele auf meine Schultern lade.

Seine Eltern triggert es auch extremst,
dass ich so bunte und ausgeflippte Kleidung trage.
Mir als Frau auch die Haare abrasiere
oder wenn ich dann z. b. zum lachen anfange.

Er müsste auch raus aus diesem Haus
und sein eigenes Leben aufbauen.

Glaube das das Thema mit der Musik
bei uns beiden nocht mehr gelebt werden will.
Er tanzt sehr gerne, ich habe ein gutes Rhytmusgefühl
mit den Trommeln und singe auch gerne 🙂

Danke dir für die tolle Idee dazu =)

Noch ne Überlegung: Vielleicht traut dein Freund nicht, dich zu begehren, weil er instinktiv fühlt, dass du ihn auch nicht begehrst (du schreibst ja, dass er dich nicht gerade anturnt).

Du hast Angst, dass dein Freund in seinen Befürchtungen bestätigt wird. Es gibt aber bestimmt Frauen, denen es recht ist, wenn sexuelle Aktivitäten weniger Raum einnehmen. Es gibt doch für jeden Topf ein Deckelchen.

hmh...was er zumindest meinte war, dass er mich sehr begehrenswert findet.
Oft meinte er zu mir das ich sehr anziehend für ihn sei. Wenn wir uns z. b.
küssten oder uns umarmten, wir uns die Augen sehen.

und mir tut das indem Moment so verdammt weh,
dass ich das nicht erwidern kann.
Da er nicht das hat, indem Bereich, was ich mir
von einem Partner wünschen würde +
dessen das es auch körperlich gesehen
nicht wirklich hinhaut.

Indem Punkt ist es wirklich sehr sehr einseitig.
Er findet mich sehr begehrenswert und anziehend
und weiß aber nicht, wie er was wie machen soll
und könnte.

Ich finde ihn wiederum indem Punkt kaum anziehend,
hab indem Bereich aber ein paar Erfahrungen.

Habe auch versucht ihn heranzuführen.
Habe ihn da gestern gefragt ob es ihm zu schnell geht
oder es zu viel für ihn sei?

Er meinte, dass einfach so unglaublich viel hochkäme
wenn wir uns näher kommen, sodass er sich fast / kaum
mehr fallen lassen kann.
Das Thema ist, dass ich das wiederum spüre
und ich gar keine Lust mehr habe...weil ich auch da
die führende Hand bin, wie ein Vater/Mutter

Es ist wirklich sehr kompliziert...
menschlich gesehen harmonieren wir.
Vor allem ist er auch ein herzensguter junger
Mann, also sehr sensibel und feinfühlig

Das teilen wir beide uns auch.
Bin auch ein sehr feinfühliger Typ.
Wahrscheinlich harmonieren wir
deshalb im zwischenmenschlichen
gut, weil wir sofort spüren
wenn mit dem anderen etwas los ist 🙂

Ich danke dir für deine tollen Überlegungen und auch für deinen Denkanstoß!
Ja ich hoffe auch, dass wir beide gemeinsam eine Lösung finden werden/können <3 =)
 
Genau diese Worte habe ich beim lesen deiner Posts auch empfunden.
🙂

Hier mache ich mir gedanken, was die Bezeihung für dich ausmacht.

Du wirkst sehr reflektiert.

Schließlich hast du ihn ja auch ausgesucht 😉

Was gibt er dir ?
Er holt dich wieder runter -> ist er dein Gegenpol ?
Ist er für dich eine Herausforderung ?
Was kannst du von ihm lernen ?
Gibst du dich wirklich so sehr auf oder ist er eine "Aufgabe" für dich ?
Wächst du an ihm ?
In welcher Weise gibt er dir halt ?

Sorry für die Fragen, aber ich bin so ein "Fragen-Typ". :blume:

Gruß Hajooo

Oh wie cool Fragen <3 sehr sehr gut =) Danke dafür 🙂
zur ersten Frage: Ja er holt mich in den Punkten ab,
wenn ich mir zu viel Stress mache.

Er meditiert dann z. b. mit mir, hören ruhige Musik
Er ist was dieses Thema anbelangt, sehr belesen
und gut in der Übung, davon darf ich z. b. lernen.

zur 2en Frage:
Ja das ist er...und das Thema bei mir ist:
das ich herausforderungen liebe.
Habe mich immer meinen Ängsten
direkt/frontal gestellt um zu lernen und zu wachsen

zur 3en Frage:
wie ich es oben im Kommentar beschrieben habe:
er holt mich manchmal aus dieser Hektik raus.
Dieses leicht chaotische.
Auf den letzten Drücker zum Bus rennen
Auf den letzten Drücker zu Treffen kommen.
In der Küche sich etwas chaotisch anstellen.
Er hat mir viel über die Ernährung beigebracht
und mir gezeigt.

zur 4en Frage:
Es ist eine Mischung.
Auf der einen Seite lernen wir viel voneinander,
inden Bereichen wie oben geschrieben,
durfte ich dadurch selbstsicherer werden
und mehr Struktur/Organisation lernen
damit man da gar nicht erst in diese Hektik reinkommt z. b.

und wie oben geschrieben, liebe ich Herausforderungen,
auch mal ins kalte Wasser zu springen um schwimmen zu lernen

Auf der anderen Seite wie weiter oben beschrieben
fühle ich mich extremst schlapp und ausgelaugt seit
den letzten Monaten. Was mir auch unter anderem
meine Familie bestätigte, weil sie mich so nicht kennen.
Würde blass und iwie sehr traurig aussehen -
auch hat sich mein Hautbild extremst verschlechtert,
was ich auch im Spiegel sehe. Das hab ich meistens immer
wenn ich sehr viel Stress habe oder es mir nicht gut geht.

Also fühle mich durch die gesamte Situation
sehr schlapp, müde und ausgelaugt
Bei ihm ist es eher andersherum
Auch freunde bestätigten es ihm,
dass er viel mehr strahlen würde
und viel glücklicher aussieht

und ja er kommt auch viel mehr
aus sich heraus jetzt. Geht
z. b. jetzt auch alleine einfach raus
wenn ich z. b. nicht mitgehe
oder unternimmt etwas.

Er beginnt immer mehr zu strahlen,
zu lachen und gewinnt Lebensfreude
und bei mir ist es das genaue
Gegenteil.

zur 5en Frage:
ich weiß das er mich niemals betrügen würde.
Er ist, genauso wie ich, sehr sehr treu.
Wenn er eine Freundin hat, dann gibt es für ihn
nur die eine - für mich ist das ebenso der Fall
das wir beide eine monogame Beziehung
führen wollen. Das gibt mir viel "Sicherheit" wenn man so möchte
genauso wie für ihn 🙂
 
Du musst Dir bewusst sein, dass Du Da in eine große Baustelle hineingerätst. Ich denke, das weißt Du auch schon. Die Entscheidung, ob Du mit dieser Beziehungsbaustelle die nächsten vielen Jahre Deines Lebens verbringen möchtest, ist sehr schwierig.

Du schreibst, Du verlierst Dich. Das klingt erstmal hart, andererseits ist eine Beziehung eben auch oft genau das. Es kommt auf die Lebensperspektive an - von meiner Beziehung habe ich oft dasselbe Gefühl. Teilweise scheinen die Probleme einfach nur unmöglich zu bewältigen. Oft habe ich das Gefühl, ich muss meinen Partner auf meinem Rücken durchs Leben schleppen, so viele Probleme bringt er mit (Scheiß-Kindheit, viel Seelenmüll). Und manchmal denke ich "Warum eigentlich? Ich bin doch eigentlich selbst ganz stabil. Warum verliere ich mich hier und habe all die Mühe?

Aber andererseits, warum eigentlich nicht? Jede Beziehung, die nicht völlig oberflächlich ist, verformt uns und macht uns zu anderen Menschen. Und jede Beziehung, die es wert ist, verformt uns zum Positiven. Früher war ich egoistisch und selbstbezogen, jetzt kann ich besser auf die Gefühle anderer achten. Ich lerne aber auch, mich selbst zu schützen, wenn Forderungen von anderen zuviel werden. Alles dank meiner Beziehungsbaustelle.

Manches hat mein Partner in den Jahren gelernt, manches ich, manches wir beide zusammen. Jetzt sind wir seit 16 Jahren zusammen, immer noch oft sehr schwierig, aber da wo ich jetzt stehe, kann ich sagen dass die Zeit nicht vergeudet war, ganz unabhängig ob die Beziehung weiterbestehen wird oder nicht. Wir sind beide bessere Menschen geworden.

Von dem was Du schreibst, könntet Ihr beide eine solche Beziehung auch schaffen - es gelingt Euch, über Eure Gefühle zu sprechen, Ihr seid bereit, nach vorne zu schauen und über Euren Schatten zu springen. Das ist anstrengend, aber auch schön, und eine solche Beziehung wächst mit der Zeit wie ein Baum.

Ich möchte aber auch nicht, dass Du Dich schlecht oder schuldig fühlst, falls Du Dich anders entscheidest. Das ist schließlich kein Wettbewerb, und Du hast jedes Recht zu sagen "Dieser Packen ist mir zu schwer zu tragen!"

Alles Gute Euch beiden!

Danke dir für das Teilen deiner Erfahrungen dazu!
Wow, finde ich super und kann mich
in vielen deiner Gedanken und auch
Erfahrungen wiederfinden.

Du hast geschrieben das du dich oft fragst,
wieso du das alles machst, wieso
du so viel auf deine Schultern lädst.

Hast auf diese Frage
eine Antwort gefunden?

Ohja das mit dem Abgrenzen
bzw die Grenze ziehen,
wenn es zu viel wird.
Das ist mein Thema.

Ja das darf ich unter anderem
nochmal durch ihn lernen.

Wie du aber selbst sagst
ist es eine riesengroße Baustelle.
Die Baustelle fühlt sich für mich
sowas von groß an, dass ich glaube
im Moment daran zu zerbrechen.

Wie ich es in den Kommis weiter oben schrieb
fühle ich mich sehr sehr schlapp und kraftlos.
Er spürt es natürlich und möchte natürlich auch
das es mir gut geht, was er mir mehrmals sagte.

Doch ist die Disbalance im Moment so groß
zwischen Geben und Nehmen, es müsste
iwie eine Art Ausgleich stattfinden.

Habe mir heute dazu ein paar Gedanken gemacht
und mich würde interessieren was ihr davon haltet.

Wie ich oben weiter oben schrieb
besteht im Moment eine sehr große Disbalance.
Ich gebe verdammt viel - er gibt natürlich auch
im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viel, was ich sehr schätze an ihm!

Diese Disbalance zieht sich so durch seit wir zusammen sind
und spüre wie es mich immer mehr auslaugt.
Es freut mich auf der einen Seite sehr zu sehen
das er sich immer mehr öffnet, immer mehr unter Menschen geht
glücklicher und strahlender wirkt! Das zeigt mir
das es ihm wirklich gut tut mit mir

Es ist, sinnbildlich betrachtet im Moment so für mich:
Er ist eine Blume die sich nun immer und immer weiter öffnet,
eine Blume die nicht einmal wusste, dass sie so bunt ist
und sich so weit öffnen kann! Das hinter den Wolken
sich eine helle und strahlende Sonne verbirgt,
die ihn aufblühene lässt.

Bei mir ist es iwie so, so fühlt es sich an für mich
dass diese Blume sich nun eher verschließt,
da sie keine Sonne mehr bekommt.
Die Sonne schien der Blume oft entgegen
und öffnete sich und wuchs
Mittlerweile sehe ich eine Blume
die nun verschlossen ist
da die Wolken sich vor die Sonne geschoben haben.

Für mich persönlich kamen nun folgende Überlegungen:
- Das die Disbalance ausgeglichen wird. Also das d. h.
das er nun über seine Schatten bringt, sich mehr öffnet,
etwas aus Liebe zurückgibt - sich mehr öffnet.
- Andere Möglichkeit wäre, dass ich mich mehr zurücknehme,
aufhöre ihn so helfen zu wollen u. mich so sehr
in ihm auflöse, dann wäre wohl auch wieder mehr
eine Balance geschaffen, indem ich aufhöre
so viel auf meine Schultern aufzuladen
- Die 3e Variante: Es weiter so laufen zu lassen
und diese wird mich auf lange Sicht eher kaputt machen
und glaube auch, dass auch ihm auf lange Sicht, wenig
damit geholfen sein wird. Denn letztendlich, ist es
er selbst der sich verändern kann, wenn er es möchte.

Trotz alle dem, wird immer dieses Thema da sein.
Es wird immer im Raum stehen, die sexuelle Nähe.
Das es nicht wirklich hinhaut

Vll wäre es auch das anders, wenn diese Blockaden nicht wären?
Im Moment ist es so, dass er mich nicht anzieht
als Partner/Mann, auf menschlicher Ebene
hingegen verstehen wir uns.

Er sieht es anders u. findet mich hingegen sehr anziehend.

Mit was hat es zutun?
Was meint ihr dazu?

Er zieht mich körperlich gesehen
nicht an + dessen das er viele Blockaden
und schlechte Erfahrungen machen musste
diesbezüglich

Ich hoffe auch sehr, dass wir beide einen Weg finden können und werden.
Wenn ich mir die Möglichkeiten oben ansehe, sagt mir eher die 2e zu.
Das ich mich mehr abgrenze, also wieder mehr auf meine Bedürfnisse höre
und sie lebe/zeige.
Denn im Moment ist es seinerseits so, dass er mit so vielen Themen beschäftigt ist
mit so vielen Blockaden, dass die Beziehung sich im Laufe der Zeit,
auch wenn wir uns unterhalten, zu einer Therapiesitzung entwickelt hat.

Versteht mich nicht falsch, ich finde auch diese Form der Gespräche
sehr interessant und lehrreich, aber nicht die ganze Zeit
Mal sehen ob ich das übers Herz bringe...denn er ist
mir sehr ans Herz gewachsen, als Mensch.

Was meint ihr dazu?
Danke euch nochmal für all eure tollen Antworten!
Sie haben mir auch wieder einiges vor Augen geführt
und neue Denkanstöße gegeben! =)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben