Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wir stehen kurz vor der Trennung..

Hallo,
Du hast nichts falsch gemacht.

Es ist eine neue Beziehungserfahrung, die ihr beide gemacht habt, sobald der Alltag
es mit sich bringt, daß ihr beide weniger Zeit füreinander habt.
Du wirst nur noch eine gewisse Zeit für die Masterarbeit benötigen und dann ändern
sich auch Deine Zeitverhältnisse für die Beziehung.
Es gibt nun mal fast in jeder Beziehung Beziehungsphasen, in denen ein Paar wenig
Zeit für sich hat und das hat seine Gründe.

Konzentriere Dich weiterhin auf Dein Studium und vernachlässige es nicht für sie.
Das würde sie bestimmt nicht wollen.

Diese Beziehungsphase ist "neu" für Euch und es braucht Gespräche, Ruhe und
Geduld, wie ihr das gemeinsam bewältigen könnt.

Ich finde es in Ordnung, daß sie Zeit bei ihren Eltern verbracht hat.
Manchmal braucht eine Partnerin/ein Partner eine gewisse Distanz, um sich wieder
neu sammeln zu können. Auch das ist wertvoll und gehört mit zum Beziehungsleben.

alles Liebe
flower55
 
Ich denke, dass jetzt, nach 2 Jahren, einfach die Schmetterlinge weg sind und ihr die rosarote Brille von der Nase fällt. Ich kenne es ja selber. Anfangs ist man superaufgeregt, wenn man den Liebsten sieht. Dann das Zusammenziehen, was nochmals die Aufregung steigert. Man ist da einfach in einem Rausch. Ein absolutes Hormonchaos.

Allerdings reguliert sich dieses Hormonchaos irgendwann von selber wieder und dieses High-Gefühl ist weg. Der Alltag kehrt ein. Ich denke, dieses High-Gefühl vermisst sie. Bei ihr kommt erschwerend dazu, dass das Studium - im großen und ganzen ja doch eine Zeit der Freiheit - auch noch vorbei ist und sie nun den üblichen grauen 0815-Job hat. Für sie ist es gerade also ganz unabhängig von eurer Beziehung eine Zeit des Umbruchs. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass dein Master an der Misere schuld ist, sondern dass ihre Gefühle gerade einfach generell ein Chaos sind, allem voran der Gedanke "war das etwa schon alles? Geht dieses Alltagsgrau jetzt bis an mein Lebensende weiter?". Das Leben nach dem Studium ist ... irgendwie anders ... das wirst du in ein paar Monaten ebenfalls bemerken.

Was eure Beziehung betrifft wird sich nun zeigen, ob die Schmetterlinge jetzt einfach weg sind oder ob an ihre Stelle ein anderes Gefühl getreten ist. Ich habe beispielsweise schon lange keine Schmetterlinge mehr im Bauch, wenn ich meinen Freund sehe. Er gehört schließlich fest zu meinem Alltag und sich zu sehen ist nichts Besonderes, wenn man schon länger zusammenwohnt. Da hatte ich (als ich das Fehlen dieser Gefühle zum ersten mal bemerkte) auch ein paar Zweifel an der Beziehung. Aber da ist jetzt ein Gefühl der Wärme und des Sichwohlfühlens, wenn er in meiner Nähe ist bzw. wenn ich an ihn denke. Um das zu merken, brauchte es aber ein paar Wochen Zeit für mich.

Ich denke, es schadet nicht, wenn sie mal ein Wochenende bei den Eltern ist. Da merkt sie doch am ehesten, dass ihr etwas fehlt, wenn du nicht da bist. Dränge dich ihr nicht auf getreu dem Motto "jetzt lasse ich dich besser nicht mehr allein", sonst trennt sie sich schon allein aus dem Grund, um endlich ihre Ruhe vor dir und wieder Zeit für sich selbst zu haben. Du willst dieses potenzielle Gefühl der Wärme doch sicher nicht durch das des voneinander Genervtseins ersetzen?

Ich denke, sie muss gerade einfach ihr Gefühlschaos (Schmetterlinge weg, grauer Alltag im Job statt Studium, weniger Zeit für Freunde und sich) analysieren und erst einmal herausfinden, was sie eigentlich für sich selber will, wer sie jetzt in dieser neuen Lebensphase ist. Verstelle dich nicht um ihr zu gefallen, denn wenn du obendrein auch noch "irgendwie anders als sonst" bist, dann kann sie die ganze Situation nur noch schwerer einordnen. Bleibe der Mann, in den sie sich verliebt hat.

Ich rate dir: konzentriere dich auf dein Studium. Der Geldmangel ist voraussichtlich doch nur ein vorübergehendes Problem, das wird auch sie wissen. Sorge dafür, dass er nicht noch länger anhält, indem du die Masterarbeit verkackst. Solange sie nichts dagegen sagt, würde ich auch mit Zärtlichkeiten nicht aufhören (du musst sie ja nicht gleich ganz überfallen, aber ich denke schon, dass du dich vorsichtig an sie kuscheln oder sie mal küssen kannst). Sie darf gerne spüren, dass du sie liebst. Du musst sie ja nicht den halben Abend abknutschen. Wenn sie sagt dass es sie stört, solltest du natürlich aufhören.
Was ich empfehlen würde ist, dass du dir am Wochenende einen Tag lang Zeit für sie nimmst (z.B. am Samstag), wo sie auch mal sagen darf, was sie gerne zu zweit machen würde. Ein Tag Pause von der MA schadet dir sicher nicht. Von diesem Tag kann sie dann die Restwoche zehren, wenn du wieder keine Zeit hast.
 
ja, gefühle ändern sich, und dies passiert besonders bei solchen menschen "überraschend", die null reflektieren. sie behauptet ja, ihr wäre das erst urplötzlich und gerade aufgefallen.

ich persönlich bin ein freund davon, sich jeden tag aufs neue zu reflektieren und zu hinterfragen. für mich bedeutet das z.b., dass ich JEDEN TAG "sozusagen" entscheide, welchen weg ich gehen will, ob ich meine beziehung führen will und so weiter - und tue das dann aus überzeugung, und NACH reflektion (ist natürlich nicht immer nötig, da in die tiefe zu gehen). man ist ja nicht einfach so mit jemand zusammen, sondern sollte das zu ner bewussten entscheidung machen. so kann man auch dafür sorgen, dass gefühle bestehen bleiben, weil man eine sache nicht als selbstverständlich hinnimmt, sondern als tägliche, bewusste entscheidung.
 
Ich danke euch vielmals für eure ausführlichen Antworten. Ihr helft mir damit sehr.
Vielleicht sollte ich wirklich aufhören, dauernd die Schuld nur bei mir zu suchen. Dadurch dass ich eingeräumt habe, fast alle Fehler alleine gemacht zu haben, ist sie sich wahrscheinlich kaum ihrer Fehler bewusst.

Ich denke, dass jetzt, nach 2 Jahren, einfach die Schmetterlinge weg sind und ihr die rosarote Brille von der Nase fällt. Ich kenne es ja selber. Anfangs ist man superaufgeregt, wenn man den Liebsten sieht. Dann das Zusammenziehen, was nochmals die Aufregung steigert. Man ist da einfach in einem Rausch. Ein absolutes Hormonchaos.
Ich habe beispielsweise schon lange keine Schmetterlinge mehr im Bauch, wenn ich meinen Freund sehe. Er gehört schließlich fest zu meinem Alltag und sich zu sehen ist nichts Besonderes, wenn man schon länger zusammenwohnt. Da hatte ich (als ich das Fehlen dieser Gefühle zum ersten mal bemerkte) auch ein paar Zweifel an der Beziehung. Aber da ist jetzt ein Gefühl der Wärme und des Sichwohlfühlens, wenn er in meiner Nähe ist bzw. wenn ich an ihn denke.

Das Merkwürdige ist, dass ich das häufig höre, aber selber noch nie so empfunden habe.
Jedes Mal, wenn ich meine Freundin sehe, freue ich mich wie beim ersten Mal und bin super glücklich. Ich bin ein Mensch, der nicht dauernd etwas neues braucht, um diesen Rausch zu spüren. Ich bekomme auch durch das alt bewährte die gleiche Aufregung. Es ist nur schade, dass nur wenige Menschen auch so empfinden.
Durch die jetzige Situation hat sich das bei mir natürlich aber auch geändert...

Egal wie schwierig es in der Beziehung ist, ist eine Trennung für mich fast keine Option. Es ist bei uns im letzten Jahr vieles zu kurz gekommen auch im Bezug auf Zuneigung und Sex, weil sie und ich verschiedene Bedürfnisse haben und mich dies auch oft nicht erfüllt, aber wegen eines Problems Schluss machen?! Manchmal glaube ich, dass die meisten Leute sehr schnell Beziehungen beenden, wenn ihnen etwas nicht passt und ich bin mir nicht sicher, ob diese leicht "egoistische Art" manchmal nicht auch ihre Vorteile hat..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich danke euch vielmals für eure ausführlichen Antworten. Ihr helft mir damit sehr.
Vielleicht sollte ich wirklich aufhören, dauernd die Schuld nur bei mir zu suchen. Dadurch dass ich eingeräumt habe, fast alle Fehler alleine gemacht zu haben, ist sie sich wahrscheinlich kaum ihrer Fehler bewusst.

Egal wie schwierig es in der Beziehung ist, ist eine Trennung für mich fast keine Option. Es ist bei uns im letzten Jahr vieles zu kurz gekommen auch im Bezug auf Zuneigung und Sex, weil sie und ich verschiedene Bedürfnisse haben und mich dies auch oft nicht erfüllt, aber wegen eines Problems Schluss machen?! Manchmal glaube ich, dass die meisten Leute sehr schnell Beziehungen beenden, wenn ihnen etwas nicht passt und ich bin mir nicht sicher, ob diese leicht "egoistische Art" manchmal nicht auch ihre Vorteile hat..

Hallo,
danke für Dein Danke.
Das ist eine gute Idee damit aufzuhören, die Schuld dauernd bei Dir zu suchen.
Schuldgefühle bei sich selber oder Schuldzuweisungen sind nicht produktiv für eine Beziehung.

Beziehungen haben Höhen und Tiefen. Das ist ganz normal.
Beziehung ist nicht dafür da, daß sie zum eigenen Erfülltsein beiträgt. Das wäre eine Überforderung.
In der Beziehungsphase in der Du Dich befindest, ist es völlig normal, deutlicher im Alltag zu spüren, wie
unterschiedlich verschieden die Bedürfnisse zweier Menschen sind, die sich liebhaben.

alles Liebe
flower55
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben