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Will wieder Kind sein

Okay, mittlerweile hat sich die Antriebslosigkeit wieder gelegt.
das klingt jedenfalls mal super!
jetzt meine frage an dich: was willst du denn erreichen?
was für ziele hast du im leben?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich schöne Dinge erleben durfte.
Mir wäre es aber lieber, glücklich zurückblicken zu können, als traurig. Erzwingen kann ich mir die Gefühle aber nicht, die kommen einfach.
was fehlt dir denn konkret, um glücklich auf die dinge zurückblicken zu können (bzw um glücklich zu sein)?
 
Große Ziele für die Zukunft habe ich im Moment nicht.

Momentane Ziele von mir sind: Mein Leben wieder im Griff bekommen, das Abi mit 1er und 2er schaffen (ich habe stark das Gefühl, dass ich das Potenzial dazu habe) , und später in einem englischsprachigen Land studieren, also entweder England, Amerika oder Australien.


Zurzeit fehlt mir das Gefühl zu einer Familie dazuzugehören. Ich komme mir vor wie ein Einzelperson, ohne irgendwelche Bindungen, die einsam durchs Leben kämpft.

Und das ist genau das, was ich aus meiner Kindheit vermisse. Dieses Familiengefühl kann ich bei meinen Eltern nicht bekommen, weil wir eine sehr ,,kaputte" Familie sind. Sogar die Bezeichnung ,,Familie" ist ein Witz. Aber da kann man groß nicht mehr machen, mein Vater hatte einfach die falsche Frau geheiratet.

Aber als ich noch ein Kind war, haben wir oft andere Familienmitglieder besucht, und ich hatte das Gefühl, dass ich zu der ganzen, großen Familie (Großeltern, Tanten und Onkeln, usw.) gehöre. Ich war auch innerhalb der Familie recht beliebt. Von allen Enkelkindern, sagt meine Oma, wäre ich die anhänglichste gewesen.

Nur als wir weit weggezogen sind, habe ich dieses Familiengefühl nicht mehr gehabt. Zu meinen Eltern habe ich praktisch keine gute Bindung.


Aber letztens war ich eine Tante besuchen, und ich habe mich gewundert, ich habe mich da so heimig gefühlt...
Ich glaube ich sollte einfach öfters die Verwandten besuchen 🙄
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Faraway!

Ich habe im Alter von 10 Jahren auch meine Cousins, Cousinen, Tanten und Großeltern verloren, weil ich mit meiner Mutter zu meinem Vater nach Deutschland gekommen bin.

Ich habe auch versucht Anschluss zu finden, war aber etwas schüchterner, als du dich beschreibst und wurde jahrelang von einigen Mitschülern gemobbt.
[Sogar von den Leuten auf der Straße, die immer unüberhörbar mein Verhalten oder Aussehen auseinandergenommen und beurteilt haben. Früher hat es mich fertig gemacht und meine Wut auf sie genährt. Aber irgendwann hatte ich wie du keine Kraft mehr dafür und habe mich für Selbstsicherheit und Stolz als passive Abwehr entschieden.]

Ich hatte z.T. schwere Depressionen wegen des Verlusts. Bei meinen Eltern konnte ich keine Unterstützung finden, da sie sich grundsätzlich nicht verstehen und schon so viele Dramen in die Welt gesetzt haben. Es gab ne Zeit, da musste ich mich zwischen ihnen beiden entscheiden. Täglich.

Ich bin quasi mit der Einsamkeit aufgewachsen. Die tiefe Bindung zu meinem Cousin habe ich schon vor Jahren verloren, als er sich dafür entscheiden hat, sein Leben zu leben. Heute ist er mit 22 Direktor eines Computerladens. Meine Cousine ist mittlerweile zweifache Mutter und verheiratet. Großeltern sind gestorben.

Alle diese Neuerungen und Schicksalsschläge haben mich zum Nachdenken gebracht: Was will ich im Leben erreichen? Will ich der Vergangenheit für immer hinterherweinen? Was habe ich bisher geleistet, zu was habe ich es gebracht?
Es war nicht viel. Aber ich habe mit der Zeit gelernt, Positives an mir und meiner Lage zu entdecken.

Ich könnte in die Nostalgie verfallen, wenn ich wollte. Aber dafür stecke ich zu sehr in der Gegenwart drin. Natürlich spuken manchmal bittere Gedanken im Kopf herum.
Aber ich habe mir vorgenommen, mein eigenes Leben zu leben. Ich lerne neue Leute kennen.
Sie tragen manchmal Grundzüge der Menschen, die ich verloren habe. Mit manchen komme ich gut klar, mit anderen werde ich nach Möglichkeit nie mehr etwas zu tun haben.
Ich richte mir das Zimmer so ein, wie ich es aus meiner Kindheit kenne.
Ich fühle mich dort wohl, wo die heimische Fauna oder das Wetter, die Gerüche und Geräusche aus meiner Vergangenheit vor Ort sind.

Ich beziehe die Vergangenheit in das Jetzt mit hinein.

Das Leben geht immer voran. Egal ob du im Moment alleine bist oder schon in wenigen Monaten mit einem Partner in einem Freundeskreis, der dieselben Interessen teilt wie du.

Wenn du dir selber eine Chance geben willst...
...wirst du dein Glück finden.
Immer.

Sigarni
 
Zuletzt bearbeitet:
Haha...Ich gebe es auf....Ich glaube es gehört einfach zu meiner Bestimmung alleine zu sein...

Ach, ich glaube, ich sollte einfach lernen es komplett alleine auszuhalten... Sowohl wenn es mir gut geht, als auch wenn es mir schlecht geht.
 
Hmm ne ich glaube da wirds zu privat...
Was ich nur sagen möchte ist, dass sich ein paar Menschen,zu denen ich früher eine gute Bindung hatte, und die ich jetzt auch irgendwie noch einbisschen gemocht habe, sich irgendwie bei mir abgewendet haben, oder sich mir gegenüber so unsensibel verhalten, dass ich mich frage, ob sie mich überhaupt noch als Person ansehen.
 

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