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Will mein Kollege wirklich mehr von mir... ?

seepferdchen

Mitglied
Hallo zusammen,

ich war lange nicht hier, würde mich aber freuen, eure Meinung zu meiner momentanen Situation hören.

Bei mir (w, mitte 30, geschieden) gibt es in der Firma einen Kollegen (Ende 40, verheiratet, ein Kind) den ich seit Beginn meiner Ausbildung kenne. Wir arbeiten nicht direkt zusammen, haben uns aber all die Jahre gut verstanden.
Seit rund einem halben Jahr hat sich die Situation zwischen uns irgendwie verändert. Ich kann nichtmals genau sagen wann es war und erst recht nicht warum. Plötzlich schreibt er mir regelmäßig Mails, sucht öfters als sonst Kontakt, macht mir Komplimente, flirtet mehr als sonst mit mir.
Ich mag ihn - sehr, habe ihn aber bisher immer "nur" als guten Kumpel gesehen. Mittlerweile finde ich ihn ziemlich attraktiv und beginne gerade mir mehr vorstellen zu können.
Ich hatte immer den Grundsatz "nie etwas mit einem verheirateten Mann anfangen" und mit einem Kollegen erst recht nicht (wobei das in "unserer" recht grossen Firma sicher niemanden interessieren würde)!
Von mehreren Seiten habe ich schon gehört, dass es mit seiner Ehe nicht so doll läuft. Das deckt sich mit seinen Aussagen. Er fährt mit dem Sportverein in Urlaub, seine Frau mit Freundinnen, sein Sohn mit einer Jugendgruppe.
Von seinem Sohn erzählt er viel, aber gemeinsame Aktivitäten mit der Mutter scheint es nicht zu geben.
Wie soll ich die Situation einschätzen? Ich bin gerade ein wenig ratlos und schwanke zwischen Euphorie und Zurückhaltung.
Klar, ich könnte direkt fragen was er von mir will, aber ich will ihn nicht überrumpeln, dann kommt vermutlich eh keine ernste Antwort.

Lieben Gruß,

seepferdchen
 

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Zitronengelb

Aktives Mitglied
Hallo Seepferdchen,
ich finde, du solltest die Situation nach außen verlagrn, d.h. deinen Kollegen mal zum Kaffee in eurer Freizeit in ein nettes Cafe einladen. So könnt ihr privat mineinander in einer doch sehr neutralen und vor allem nicht zu persönlichen Atmosphäre reden. Und in diesem Gespräch wirst du dann ja sehen, wie weit er sich dir im Gespräch öffnet.
 

Polux

Aktives Mitglied
Hallo Seepferdchen,
hmm, was möchtest du denn gerne hören?
Deine Idee

... direkt fragen was er von mir will, ...
ist gut! Was deine Angst anbetrifft ihn damit zu
... überrumpeln,...

und

.. eh keine ernste Antwort.
zu bekommen - die ist sicher nicht ganz unbegründet. Allerdings könntest du dir noch über einiges klar werde bevor du fragst und du könntest deine Angst damit etwas präzisieren und eingrenzen.
Erstens: was könntest du dir denn mit ihm vorstellen? Falls du dir mehr vorstellen könntest, also vielleicht sogar eine Beziehung, könntest du dich fragen, was du ganz generell für eine Beziehung haben willst. Willst du eine Beziehung in der du dein Gefühle nicht verstecken musst und dein Partner sich mit dir ernsthaft auseinander setzt? Wo du das Gefühl hast dir wird zugehört? Möchtest du einen Partner der auch über sich reflektiert und weiß was er will?... usw.
Nach meiner Erfahrung war es immer am Besten mich am Anfang nicht anders darzustellen als ich bin.
Würdest du überhaupt mit jemand zusammen sein wollen der nicht ernsthaft auf deine Gefühle eingeht? Mit solchen Fragen an dich selbst könntest du besser herausfinden was DU möchtest.

Und du brauchst ja nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Lad ihn doch mal auf einen Kaffee ein. Wenn er darauf eingeht und vielleicht von ihm dann ein Essen vorgeschlagen wird hast du auch mehr Zeit herauszufinden was du möchtest. Und rede von deinen Gefühlen und Gedanken. Was spricht dagegen auch seine Unsicherheit zu äußern? Jemand der das kann ist wirklich stark :)
Viel Spaß. Polux
 

seepferdchen

Mitglied
Danke Zitronengelb und Polux für eure Antworten.

Ich denke ihr habt recht, dass es besser wäre die Situation auf einen neutralen Boden ausserhalb der Firma "auszulagern".
Es geht mir in der Tat so, dass ich immer denke gleich kommt jemand dazwischen, das Telefon geht, etc. Und per Mail kann man nicht immer alles so ausdrücken wie man es will (in der Firma erst recht nicht).

Irgendwie bin ich mir gerade selber fremd und komme ich mir so unsicher vor wie ein Teenager.

Ich möchte schon eine Beziehung die auf Vertrauen basiert und ich denke, ich kann ihm vertrauen. Ich habe ihn bisher immer nur als guten Kumpel gesehen und daher gab es für mich auch nie einen Grund mich anders darzustellen als ich bin. Ich glaube, wir kennen uns schon ganz gut und haben sicherlich schon über Sachen gesprochen die man üblicherweise nicht unbedingt im Kollegenkreis bespricht.
Aber er weiss auch, dass eigentlich verheiratete Männer für mich tabu sind.
Vielleicht ist er auch genau deswegen unsicher?

Ich bin so ratlos wie lange nicht.

Wäre er Singel, wäre die Sache für mich einfacher.
Ich denke immer an seinen Sohn - denn der scheint im verdammt viel zu bedeuten.

Mal angenommen ich lade ihn auf einen Kaffee ein und er sagt zu (wovon ich ausgehe).

Meint ihr ich sollte ihn nach seiner Meinung fragen
"Wie würde deine Frau das finden wenn sie uns hier sitzen sehen würde" oder
"Was würde dein Sohn sagen wenn er seinen Papa mit einer anderen Frau hier sehen würde?" oder
"Meinst du, das ist gerade alles so richtig?" oder lieber
"Wie gefällt dir die Situation gerade?" oder
"Könntest du dir das hier öfters vorstelllen?" oder
"Was erhoffst du dir?"

Oder sollte ich besser erstmal meine Empfindungen darlegen und abwarten
und meine Fragen bei einem eventuellem zweiten Treffen stellen?

Verrückte Welt - ich stelle gerade fest, dass ich ziemlich gut Ratschläge geben kann, selber aber in Situationen die mich betreffen irgendwie total überfordert bin.

Danke, wenn ihr das hier gelesen habt.
Ich freue mich auf eure Antworten.

Lieben Gruß,
seepferdchen
 
Zuletzt bearbeitet:

Polux

Aktives Mitglied
Hallo seepferdchen,
Irgendwie bin ich mir gerade selber fremd und komme ich mir so unsicher vor wie ein Teenager.
:) das ist ja nicht nur negativ! macht das Leben doch auch ein bisschen aufregend und spannend...

Vielleicht ist er auch genau deswegen unsicher?
Da könntest du schon recht haben :)

Was deine 'Beispielfragen' anbetrifft kann ich dir nur einige Fragen dazu stellen. Vielleicht kannst helfen sie dir raus zu finden wie du das Gespräch angehen möchtest.

...ihn nach seiner Meinung fragen
"Wie würde deine Frau das finden wenn sie uns hier sitzen sehen würde"
Willst du dich über seine Frau unterhalten? Kann er wirklich wissen wie seine Frau das finden würde? Was würde dir eine Vermutung von ihm an Info liefern? Würde dir diese Info in irgendeiner Weise helfen?
"Was würde dein Sohn sagen wenn er seinen Papa mit einer anderen Frau hier sehen würde?"
dito. Ausserdem - was hat der Sohn damit zu tun? Und was würde er sehen? Seinen Papa der in einem Cafe einen Kaffee mit einer Frau trinkt. Oder hast du anderes vor ;)

"Meinst du, das ist gerade alles so richtig?"
Was ist 'alles'? Einen Kaffee zusammen trinken? Und für wen richtig? Und was ist 'richtig'?
"Wie gefällt dir die Situation gerade?"
Ich würde mich eher fragen: Wie gefällt mir die Situation.
Und das dann vielleicht sagen. Wenn ich unsicher bin würde ich sagen 'ich bin unsicher, weil...' wenn es mir Spaß macht würde ich vielleicht sagen: 'es ist richtig toll sich mit dir zu unterhalten!' Wenn die Luft knistert, würde ich vielleicht sagen: 'Hmm, ich bin jetzt ein wenig unsicher, da ich gemerkt habe, dass sich unser Umgang miteinander verändert hat. Ich finde es auf der einen Seite toll mit dir zu reden und fühle mich in deiner Gegenwart sehr wohl. Auf der anderen Seite weiß ich, du bist verheiratet und ich möchte mich auf keinen Fall in deine Beziehung drängen.


"Könntest du dir das hier öfters vorstelllen?"
Kann ich mir das hier öfter vorstellen? Sagen würde ich dann vielleicht: 'Ach, das ist wirklich schön so mit dir zu quatschen, das würde ich gerne öfter machen.

"Was erhoffst du dir?"
Was erhoffe ich mir? Und sagen würde ich vielleicht: 'Ich verbringe gerne Zeit mit dir, ich fände es schön, wenn wir öfter was zusammen machen könnten.

Indem ich mehr bei mir bleibe und mich mehr beobachte kann ich viel besser herausfinden was ich will. Damit mache ich mich von anderen unabhängiger. Ich habe verlasse die 'Objekt' Rolle und werde 'Subjekt'.
Ich habe gemerkt, dass es für mich nicht nachteilig ist meine Gefühle und Wünsche zu äußern. Wenn ich sage: 'Ich fände es schön das öfter zu machen' und der andere sagt: 'Ich hab da aber keine Lust zu.' - na ja, dann weiß ich wo ich dran bin. Dann kann ich sagen 'schade, für dich' und weiß wo ich dran bin. :)
Viel Spass und Erfolg. Polux
 

seepferdchen

Mitglied
Hi Polux,

nochmals einen herzlichen Dank an dich.

Ich merke gerade, dass es manchmal wirklich hilft von "neutraler" Seite ein paar Antworten aus offene Fragen zu bekommen.

Ich denke, ich werde versuchen ihn zu einem Treffen ausserhalb der Firma zu inspirieren - er wird sicherlich zusagen.

Manche meiner Fragen würden mich vermutlch wirklich in einem persönlichen Gespräch nicht weiterbringen, da hast du recht.

Deine Idee vom "Objekt" zum "Subjekt" zu werden finde ich gut.
Vielleicht sollte ich (im guten Sinne) tatsächlich etwas "egoistischer" sein?
Ob ich dann allerdings die richtigen Worte finde?

Lieben Gruß
 

seepferdchen

Mitglied
Hallo nochmal an euch alle . . .

ich habe es noch immer nicht geschafft unsere Situation auf einen Ort ausserhalb der Firma zu verlagern.

Erst hatte ich Urlaub . . . dann er . . . .
Vor meinem Urlaub hat er mir gesagt, in welchem Bistro er freitags anzutreffen wäre und er hat gefragt, ob ich vorbeikommen mögen würde . . . . und so gerne ich auch zugeasagt hätte, es ging nicht, da meine Mama an diesem Tag Geburtstag hatte . . .

Eigentlich ist es völlig gegen meine Prinzipien und total verrückt, aber ich habe in der Zeit in der wir uns nicht gesehen haben jeden Tag beim einschlafen und beim wachwerden an ihn gedacht.

Bei der ersten Begegnung nach all unserem Urlaub haben wir uns so herzlich in den Arm genommen und ich . . . ich habe mich so verdammt geborgen gefühlt. . . . wir haben uns so intensiv gemailt . . .

Ich weiß, es soll womöglich nicht sein, aber je mehr Zeit ins Land streicht, umso mehr entwickel ich Gefühle für ihn . . . .

Liebe Grüße
seepferdchen
 

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