@NoHope1986
Ich weiß nicht, ob ich das schon mal in einem
deiner Threads geschrieben habe, oder anderswo,
aber ich habe mal wegen matschiger Erdbeeren geheult, als ich
wegen etwas viel gewichtigerem sehr depressiv war. (und genau das wurde mir in diesem Moment auch bewußt!)
Ich habe auch schon wegen einem defekten Kabeleinzug am Staubsauger geheult,
und die Welt verflucht, weil ich gegen den Wind Fahrrad fahren musste...weil ich etwas verlegtes nicht gleich wiedergefunden habe...weil..weil...weil...
also, ich kann's dir nachfühlen, und das letzte, was du jetzt brauchst, sind
sarkastische Bemerkungen!
allerdings brauchst du dringend eine andere Sicht auf die Dinge, und ja, ich bin mir da (aus Erfahrung) sehr sicher, auf jeden Fall eine Therapie.
Letztendlich ist es Arbeit, und zwar jahrelang, da will ich dir gar nichts vormachen.
Aber all diese Realitätschecks, wenn du mal wieder überall nur Feinde siehst, wenn du denkst, dein Leben sei verflucht, all dieses sich kontrollieren, die Impulse ausbalancieren...usw.,usf.
-
all das zahlt sich aus!
Heute morgen ging es mir so ähnlich wie dir, alles schien sinnlos, falsch und ungerecht.
Und dann konnte ich umswitchen, weil ich an etwas gedacht habe, an eine Affirmation, die ich mir für solche Momente überlegt habe....
- und es hat funktioniert!
Ich konnte mich regulieren, wieder in der Realität ankommen (die nur halb so schlimm ist, wie ich gerade noch dachte
😉)
...und nein, es funktioniert nicht immer - schön wäre es! - aber es funktioniert immer mal wieder.
Und schon dieses "immer mal wieder" ist das, was mich weiterkämpfen lässt, Tag für Tag.
Für diese Momente, in denen ich sagen kann: "super, du hast es geschafft, hast die Dunkelheit vertreiben können",
und dann seh ich sie wieder, die Blumen draußen im Garten (davor hab ich nur das Unkraut gesehen)
Dein Leben kann besser werden.
Fang an und geh Schritt für Schritt.
Und das ist der erste Schritt:
sei es dir wert, dir Hilfe zu holen.