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Wieso wollen sich manche Menschen "partout" nicht helfen lassen und das Phänomen "des Helfens" ?

Normalerweise erkennt man das daran, dass sie alle vorgeschlagenen Maßnahmen mit einer Ausrede ablehnen.
Ich hab da nämlich auch so einen Fall.
Nein, daran erkennt man das nicht.

Was man erkennt: die vorgeschlagenen Maßnahmen funktionieren für diesen Menschen nicht. Alles andere ist Interpretation. Es können vielfältige Gründe sein, warum das nicht funktioniert. Es kann auch einfach sein, dass Deine Vorschläge völlig am Thema vorbei gehen.
 
Was man erkennt: die vorgeschlagenen Maßnahmen funktionieren für diesen Menschen nicht. Alles andere ist Interpretation. Es können vielfältige Gründe sein, warum das nicht funktioniert. Es kann auch einfach sein, dass Deine Vorschläge völlig am Thema vorbei gehen.
Also, ich sehe es so: Menschen haben sich mit ihrer miesen Situation arrangiert, und aus dieser Situation rauszukommen, erfordert mehr Anstrengung, als sie beizubehalten.
Ich sage jetzt nicht, dass das immer so ist. Aber mit Sicherheit ist es oft so.
 
Wenn ich mich in einer Situation befinde, die für mich und andere "unangenehm" zu werden beginnt, dann darf ich nicht übersehen, dass ich und meine "Natur" zumindest etwas dazu beigetragen haben und seien es nur die kleinen "Unterlassungen" oder "typischen Aktionen". Wer mehr ausgibt, als er verdient, hat irgendwann Schulden. Wer lügt, wird irgendwann ertappt. Wer seine Dinge nicht regelt, wird irgendwann dazu gezwungen und wer etwas nicht kann, wird rausgekickt. Und leider sind meine blinden Flecken für Außenstehende oft leichter erkennbar, wie für mich selbst.

"Gesagt, getan". Es wäre schön, wenn alles so einfach wäre. Für den einen ist der Gang zum Mülleimer eine Nebensächlichkeit, für den anderen ein "Projekt", für das immer mal wieder die Kraft fehlt und ein "Mach´s doch einfach!" kommt einem Übergriff gleich. Also dann lieber nichts hören, nichts sehen, nichts sagen? Die meisten Probleme lassen sich irgendwie lösen, aber wenn ich nicht genug Geld, Kraft oder Wissen habe, wird es schon schwieriger. Was für den einen einen Anruf bedeutet, ist für den anderen ohne Geld nicht lösbar.

Ich habe in den Augen mancher sicher schon viel unsensiblen Stuss geschrieben. Aber manchmal auch nicht und es hat geholfen und wenn auch nur ein ganz klein wenig. Ja, vielleicht muss man ein "Klugschexxxxr" sein, um hier etwas zu schreiben und langt damit immer mal wieder daneben. So viele "(Vor-)Urteile" sind nicht von der Hand zu weisen. Aber eines ist hier immer mal wieder möglich: dass Menschen ihre Erfahrungen austauschen, die sich sonst nie getroffen hätten. Dass Menschen etwas einbringen, von dem ich sonst nie gehört hätte. Und manchmal ist etwas dabei, das ich oder jemand anderes verwenden kann.

Vielleicht sind meine Worte nicht gut genug gewählt, vielleicht bin ich zu wenig ausgebildet, zu schlecht informiert oder verstehe wirklich nicht, worauf es gerade ankommt, das mag alles sein. Aber immer wieder hilft doch die "Schwarmintelligenz". Also mit welchem Recht schaut jemand auf die Meinung des einen oder anderen herab? Ja, manches ist hier nicht "toll". Aber vielleicht war dieser Beitrag die "Initialzündung" für jemand anderen und es macht "klick". Kritik ist wichtig, aber die Grenze zur Besserwisserei ist fließend. Hier geben sich mehr Menschen Mühe und nehmen sich Zeit, als dass sie schaden wollen. Ob mir das hilft oder nicht, oft braucht es seine Zeit, bis sich die Wirkung entfaltet und das wahrlich nicht nur positiv. Hier ist ein Handelsplatz für Meinungen und Erfahrungen. Mir würde etwas fehlen und für meine Bedürftigkeit und Verbissenheit bekomme ich hier auch Rückmeldungen, wenn ich nicht darauf achte.
 
Bloß nicht sich selbst hinterfragen! Immer schön die einfache Erklärung wählen.

Mir ist es im Grunde egal, nur vielleicht sollte man mal hinschauen. Wenn man anderen immer wieder vorwirft, die wollen nicht, die sind zu faul, die haben es halt nicht so drauf, das sind die Loser, einfach mal an die eigene Nase fassen und sich anschauen, ob man selbst in der Lage ist, sich zu hinterfragen und was zu ändern. Einfach ein Nein akzeptieren, ohne dass man andere gleich als "unwillig" herabwürdigen muss. Nicht immer nur Ausreden für sich selbst gelten lassen, sondern auch verstehen, dass andere eben auch nicht anders funktionieren als man selbst. Mal nicht davon ausgehen, dass der andere einfach nur keinen Bock hat was zu investieren, sondern verstehen, dass niemand von uns weiß, wie viel dieser Mensch bereits investiert hat und wie sehr er bereits gekämpft hat. Einfach nur mal den anderen im Blick haben.
 
Schau dir doch die Diskussion um den Klimawandel an. Eigentlich wissen wir doch alle, in welch bescheidener Situation wir uns befinden und dass diese Situation in Zukunft noch viel bescheidener sein wird, wenn wir nichts dagegen machen. Aber kaum einer kriegt den Hintern hoch, und es werden tausend Ausreden erfunden, um nur nichts unternehmen zu müssen. Lieber bleiben wir in unserem Sumpf hocken und hoffen, dass alles schon nicht so schlimm werden wird.
 
User in Foren Themen eröffnen,
in denen Sie ein Problem Schildern, sich "immer" gegen die Hilfsangebote wehren,
ihr scheinbares Problem ständig, teilweise sogar mit den gleichen Worten wiederholen,
dabei auf jede Antwort wieder antworten, damit das Thema am leben bleibt.

In dem Zusammenhang meine Frage:
Wieso wollen sich manche Menschen "partout" nicht helfen lassen ?
und
Was "ziehen" sie daraus ?

Hallo lieber Hajooo,

es gab eine Zeit im Herbst/Winter da habe ich hier jede Woche mehrere Threads erstellt. Mir wurde teilweise vorgeworfen, ich schreibe hier nur Threads.. und würde nichts ändern.

Ob ich zu den oben beschriebenen Muster da zugehöre, weiß ich nicht.


Wieso ich das gemacht habe?

Ich war viel alleine, und habe eine schwere Zeit durchgemacht. Ich hatte eine deftige Depression.

(Von der Langzeitarbeitslosigkeit auf eine Vollzeittätigkeit, Bsp.)

Ich habe dieses Forum als „Service“ angesehen um diese Last loszuwerden. Der Leidensdruck war schwer. Ich war wie gesagt – viel alleine. Und dann von einer Arbeitslosigkeit auf einen Vollzeitjob.. das konnte ich schwer nur alleine bewältigen.


Ich habe mich verstanden gefühlt und konnte quasi den Leidensdruck „abgeben“. Ich habe mich auch nicht so alleine gefühlt.

Außerdem ist es nicht einfach, sich einzugestehen, dass man ein „Problem hat. Es tut weh.
Es kratzt ganz schön ans Ego.


Man muss sich den Schmerz stellen. Und das ist ja – schmerzhaft.


Es ist nicht so einfach auch die Ansichtsweise, die innere Einstellung zu ändern.


Aber ja – es ist bequem, sich im Selbstmitleid zu suhlen. Man ist das Opfer – ja und bekommt Aufmerksamkeit.

Muss ich zugeben. Ein ungesundes Muster.

Verstehst du das?
 
Vermutlich haben die einfach (noch) mehr Angst vor der Veränderung als vor dem (gewohnten) Problem. Die sind quasi noch auf dem Weg. Die erkennen, dass es so nicht weitergehen kann, sind aber noch nicht bereit für die dafür nötige Veränderung, weil die ihnen zu dem Zeitpunkt noch mehr Angst macht als das Problem an sich.
Ja - man ist auf "dem Weg".

Ja und Veränderung macht Angst.
 
Wieso ich das gemacht habe?

Ich war viel alleine, und habe eine schwere Zeit durchgemacht.
Was mich interessieren würde, was hast du mit den Antworten gemacht? Hast du sie dir durch den Kopf gehen lassen? Hast du es überhaupt in Erwägung gezogen einen Vorschlag auch auszuprobieren? Oder war es dir egal, was da so kam, hauptsache es kamen Antworten damit du dich nicht so alleine fühlen musstest?
 
Mir wurde früher auch oft gesagt, ich wollte gar keine Hilfe, sondern nur herumjammern. Dabei wollte ich so gern Hilfe und es tat mir unglaublich weh, dass man mir dann unterstellt hat, ich wollte ja gar keine Hilfe. Mein Problem war leider, dass aufgrund meines Autismus die Angst vor dem Neuen, dem Unbekannten viel zu groß war. Oftmals war ich regelrecht blockiert, konnte keine Lösungswege mehr sehen, hatte große (Zukunfts-) Angst und stand dadurch unter enormen Druck. Den Druck konnte ich dann nur durch rumjammern loswerden. Und erst, wenn der Druck auf ein gewisses Niveau gesunken war, konnte ich wieder Lösungswege erkennen und hab mich dann auch getraut, die in Angriff zu nehmen (oftmals auch nur mit Hilfe von außen). Mittlerweile hat sich diese große Angst vor Neuem und Unbekannten etwas gelegt und meistens bin ich fähig, selber eine Lösung zu finden. Aber es gibt immer noch Situationen, wo ich blockiere und wo wieder diese Angst und der Druck da sind. Das wird auch wohl nie so wirklich verschwinden, denn es ist einfach ein Symptom meines Autismus.
 

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