G
Gast
Gast
bisschen anmaßend, oder?
Vorab: Ich kann beide Seiten verstehen, denn ich kenne diese.
Ich bin Betroffener!
Wie oft hatte ich (wie wohl jeder mal) das Gefühl, es geht nicht weiter. So viele Male hatte ich "keinen Bock mehr" und es gab für mich "keinen Ausweg". Wie schnell denkt man dann daran, wie erlösend es doch wäre, wäre man tot... .
Das ist der Augenblick, indem man auch davon spricht... .
...aber dann kommen bessere Tage und man lacht schon fast wieder über die bewältigten Probleme.
Dann... hab ich auf einen Schicksalschlag alles verloren (Freundin, besten freund, Job, Geld, Perspektive...). Ich war vernichtet.
Das ist der Augenblick, der den Unterschied macht!
Du denkst nicht mehr darüber nach..., du redest nicht mehr darüber... Du gehst los um es zu tun. Deine Gedanken sind klar und du bist fest entschlossen.
Genau so war ich auch auf dem Weg... Mit dem Auto wollte ich "es" erledigen. Nochmal der Grund für eine Radiomeldung sein.
Wachrütteln, dass die Entwicklungen in unserer Geselschaft wieder "einen" in den Tot getrieben hat.
Doch ich wurde aufgehalten.
Gott sei Dank, ich wurde aufgehalten!
Mein Vater traf mich auf dem Weg zum Auto. Lange hatte ich nur wenig mit ihm gesprochen. Und doch sah er es in meinen Augen.
Es sah mich an und die Entschlossenheit in meinen Augen.
Er fragte mich. "Wo willst du hin?"
Ich sagte ihm "ich muß nochmal weg". Wie oft hatte ich diese Worte schon gesagt... wie wenig auffällig mußten diese Worte doch eigentlich sein und doch spürte er, was mein eigentliches Ziel war.
Er schlug mir ins Gesicht und entriß mir den Schlüssel.
"Du Narr! willst du einfach alles wegwerfen?" "willst du es dir so einfach machen?"
Es wird keiner glauben, der eine solche Situation nicht schonmal mitgemacht hat. Aber es hat mich wachgerüttelt!
Natürlich wischt es keinen Schmerz weg, natürlich ging es mir kurzfristig nicht besser - aber es hat wach gerüttelt!
Ich habe erkannt, dass ich mich in meine Sichtweise verrannt hatte. Hatte keine andere Meinung zugelassen. hatte mich zurückgezogen anstatt mir hilfe zu holen... War so tief in mich selbst versunken, dass ich keinen anderen Menschen als mich selbst wahrnahm. Ich hatte meine Trauer, den Schmerz und die Enttäuschung ganz allein geschultert. War vernarrt in den Gedanken ein Versager zu sein und nichts wert...
Wie einfach war da für mich ein Selbstmord. So eine bequeme und kurzfristige Lösung.
Ich hätte mich von Schmerz befreit, aber Trauer gebracht.
In einer vergangenen Antwort hier habe ich einen Satz gelesen, den ich kurz aufgreifen möchte. Jemand hat geschrieben / gefragt. "Wo waren denn die Menschen die jetzt um dich trauern vorher?" Ich weiß sie sind und waren da!
Aber: hat man sie auch an sich herann gelassen?
Hat man ihre Hilfe gesucht und angenommen?
Ich hatte mich isoliert. Habe alle Sorgen und Probleme als "meine Angelegenheit" angesehen. Habe niemanden teilhabenlassen an dem was so auf mich drückte... .
Das ist nun 4 jahre her. Heute habe ich erkannt, wie dumm und naiv ich doch war. Ich habe vieles erreicht, weil ich den Mut hatte aus der Asche neu anzufangen. Ich bin glücklich in und mit meinem neuen Leben. Ja, ich bin glücklich!
Für mich kann ich sagen: Selbstmord wäre einfach nur feige gewesen! Eine Feigheit davor sich dem Leben und der Realität zu stellen.
Bis heute habe ich mit vielen Menschen gesprochen, die obwohl vom Schicksal gebeutelt nie den Lebenswillen aufgegeben haben.
Ich kenne jemanden, der nach einem Unfall ab dem Hals querschnittsgelähmt ist. Diesen Menschen habe ich mal gefragt, ob er für sich denn eine Erlösung im Tode sehen könnte.
Er antwortete mir energisch: "Bist du verückt? Dafür leb ich doch viel zu gern!"
Auch das hat mir gezeigt: es ist alles eine Frage der Sichtweise!
Und sehen wir nicht alle die Dinge manchmal etwas zu subjektiv und schrecklich egoistisch?
Ich wünsche allen, dass sie nie den Lebensmut verlieren.
Und denen, die wirklich "Schluß machen" wollen, wünsche ich "den einen Menschen", der sie effektiv aufhält - und zum Nachdenken bringt, so wie mich!
Liebe Grüße
T.
Vorab: Ich kann beide Seiten verstehen, denn ich kenne diese.
Ich bin Betroffener!
Wie oft hatte ich (wie wohl jeder mal) das Gefühl, es geht nicht weiter. So viele Male hatte ich "keinen Bock mehr" und es gab für mich "keinen Ausweg". Wie schnell denkt man dann daran, wie erlösend es doch wäre, wäre man tot... .
Das ist der Augenblick, indem man auch davon spricht... .
...aber dann kommen bessere Tage und man lacht schon fast wieder über die bewältigten Probleme.
Dann... hab ich auf einen Schicksalschlag alles verloren (Freundin, besten freund, Job, Geld, Perspektive...). Ich war vernichtet.
Das ist der Augenblick, der den Unterschied macht!
Du denkst nicht mehr darüber nach..., du redest nicht mehr darüber... Du gehst los um es zu tun. Deine Gedanken sind klar und du bist fest entschlossen.
Genau so war ich auch auf dem Weg... Mit dem Auto wollte ich "es" erledigen. Nochmal der Grund für eine Radiomeldung sein.
Wachrütteln, dass die Entwicklungen in unserer Geselschaft wieder "einen" in den Tot getrieben hat.
Doch ich wurde aufgehalten.
Gott sei Dank, ich wurde aufgehalten!
Mein Vater traf mich auf dem Weg zum Auto. Lange hatte ich nur wenig mit ihm gesprochen. Und doch sah er es in meinen Augen.
Es sah mich an und die Entschlossenheit in meinen Augen.
Er fragte mich. "Wo willst du hin?"
Ich sagte ihm "ich muß nochmal weg". Wie oft hatte ich diese Worte schon gesagt... wie wenig auffällig mußten diese Worte doch eigentlich sein und doch spürte er, was mein eigentliches Ziel war.
Er schlug mir ins Gesicht und entriß mir den Schlüssel.
"Du Narr! willst du einfach alles wegwerfen?" "willst du es dir so einfach machen?"
Es wird keiner glauben, der eine solche Situation nicht schonmal mitgemacht hat. Aber es hat mich wachgerüttelt!
Natürlich wischt es keinen Schmerz weg, natürlich ging es mir kurzfristig nicht besser - aber es hat wach gerüttelt!
Ich habe erkannt, dass ich mich in meine Sichtweise verrannt hatte. Hatte keine andere Meinung zugelassen. hatte mich zurückgezogen anstatt mir hilfe zu holen... War so tief in mich selbst versunken, dass ich keinen anderen Menschen als mich selbst wahrnahm. Ich hatte meine Trauer, den Schmerz und die Enttäuschung ganz allein geschultert. War vernarrt in den Gedanken ein Versager zu sein und nichts wert...
Wie einfach war da für mich ein Selbstmord. So eine bequeme und kurzfristige Lösung.
Ich hätte mich von Schmerz befreit, aber Trauer gebracht.
In einer vergangenen Antwort hier habe ich einen Satz gelesen, den ich kurz aufgreifen möchte. Jemand hat geschrieben / gefragt. "Wo waren denn die Menschen die jetzt um dich trauern vorher?" Ich weiß sie sind und waren da!
Aber: hat man sie auch an sich herann gelassen?
Hat man ihre Hilfe gesucht und angenommen?
Ich hatte mich isoliert. Habe alle Sorgen und Probleme als "meine Angelegenheit" angesehen. Habe niemanden teilhabenlassen an dem was so auf mich drückte... .
Das ist nun 4 jahre her. Heute habe ich erkannt, wie dumm und naiv ich doch war. Ich habe vieles erreicht, weil ich den Mut hatte aus der Asche neu anzufangen. Ich bin glücklich in und mit meinem neuen Leben. Ja, ich bin glücklich!
Für mich kann ich sagen: Selbstmord wäre einfach nur feige gewesen! Eine Feigheit davor sich dem Leben und der Realität zu stellen.
Bis heute habe ich mit vielen Menschen gesprochen, die obwohl vom Schicksal gebeutelt nie den Lebenswillen aufgegeben haben.
Ich kenne jemanden, der nach einem Unfall ab dem Hals querschnittsgelähmt ist. Diesen Menschen habe ich mal gefragt, ob er für sich denn eine Erlösung im Tode sehen könnte.
Er antwortete mir energisch: "Bist du verückt? Dafür leb ich doch viel zu gern!"
Auch das hat mir gezeigt: es ist alles eine Frage der Sichtweise!
Und sehen wir nicht alle die Dinge manchmal etwas zu subjektiv und schrecklich egoistisch?
Ich wünsche allen, dass sie nie den Lebensmut verlieren.
Und denen, die wirklich "Schluß machen" wollen, wünsche ich "den einen Menschen", der sie effektiv aufhält - und zum Nachdenken bringt, so wie mich!
Liebe Grüße
T.