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Wieso muß ich meinem Psychotherapeuten versprechen mich nicht umzubringen ?

Nein, ich will nicht aus dem Leben scheiden 😉
Wenn, dann willst du nicht aus dem gesamten Leben, sondern aus diesem Los entfliehen, das du gerade erleidest, oder?
Diese Form von Leben, die willst du auslöschen, schon leben, aber anders leben, nicht wahr?

Dein Therapeut sucht sicher Wege und falls du die durchkreuzt, wäre seine Bemühung umsonst.

Lieber, lieber Hajooo, möge es eine Lösung geben, das wünsche ich dir von ganzen Herzen, dass du noch viele gute Zeiten erlebst.
 
Eine Unterschrift dient höchstens der Absicherung,ich habe das noch nicht gehört..
Er könnte dich auch in eine Psychiatrie einweisen lassen,dass Recht dazu hat er.
Im Endeffekt hat so eine Unterschrift wenig wert....wenn der Gedanke dich festgesetzt hat.
Die Frage ist...warum du diese Gedanken hast...wie ist es dazu gekommen??
Das müsste zunächst geklärt werden seitens des Therapeuten.
Wie lange bist du schon dort??
Es ist traurig das du solche Gedanken hast...weil ein Leben kann wieder schön werden....du siehst es im Moment nicht..
Vielleicht wäre eine stationäre Therapie für dich sinnvoll...auch um Abstand zu gewinnen von dem Leben was du zur Zeit führst.
Das ist nur eine Überlegung meinerseits,ich will dir nicht zu nahe treten...weil ich deine Situation nicht kenne.
Ich fände es gut...wenn du einen Halt hättest...und vielleicht denkst du nochmal darüber nach....wie schön es sein kann...wenn man etwas verändern würde.
Liebe Grüße 🍀
 
Welche Alternativen gäbe es noch, außer seinen Tod zu planen?

Kann man da nicht warten, bis einem was Kreativeres einfällt?

Also wenn ich bei mir so schaue, da war ich echt überzeugt, nur Suizid hilft. Nur weg, so schnell als möglich raus hier, nicht mehr auszuhalten- so ungefähr hab ich überlegt. Ich habe weder an meine Leute gedacht, noch Mitleid gehabt mit der Familie, das war mir alles wurscht. Ich war da sicher nicht "arm" in diesem Moment. Eher zu Tode beleidigt.
 
Kam der Therapeut zu einem nach Hause, oder ist man aus eigener Kraft dahin?
Weil man was durch die Therapie verändern möchte?

Ich möchte gerne wissen in welchem Verhältnis man zu sich steht.
Wieso sollst du wohl (egal was es ist), Dinge unterschreiben?

Erkenne, dass du deine Therapie in Auftrag gibst.
Erinnere dich daran, warum du da bist.

Ich schätze man wird schnell erkennen worum es da geht.
Schaut nicht immer so auf die Sache selbst sondern auch mal über den Tellerand hinaus.
Es war deine Entscheidung, dass dir da ein Therpauet was sagt.

Vergiss also nicht wo du herkommst!
Gar nicht mal böse gemeint.
Eher typisch, dass einem die machtverhältnisse nicht klar sind.
Wie andere Dinge die man nicht sehen möchte, wo man mit dem Finger auf andere zeigt.
 
Hey @Hajooo
mein Therapeut hatte gerade einen ähnlichen Wunsch. Er sagte, ich muss nichts unterschreiben, aber wir machen einen mündlichen "Vertrag".

Ich glaube, das hat mehrere Ebenen, rechtliche eher nicht. Wer sollte deinen Therapeuten verklagen, wenn du Suizid begehst. Er bemüht sich doch sicher sehr um dich.

Gründe, die ich mir vorstellen kann sind:
- Er hat dich liebgewonnen in der Therapie und wäre doch traurig, enttäuscht, wenn du jetzt trotzdem gehst. Deswegen will er mit dir einen Pakt schließen, gegen den Suizid. Ihr beide gegen den Feind.
- Es wäre natürlich für ihn auch ein Versagen, wenn du Suizid begehen würdest. Er "arbeitet" doch daran, dass es dir besser geht. Deswegen will er sein Berufsrisiko absichern, indem ihr einen "Vertrag" unterschreibt.
- Dann holt das das Ganze doch auf eine rationale Ebene, ein Vertrag. Das kann helfen, wenn man Suizidgedanken hat. Man kommt aus dem Einbahnstraßengefühl raus in eine rationale Ebene. Der Suizid ist doch meistens rational gesehen nicht die beste Lösung.

Und Hajooo, mach das nicht, auch wenn du dich manchmal danach sehnst. Das Leben hat noch viel Gutes für dich zu bieten. Garantiert. Du musst es nur finden. Es hat wahrscheinlich auch Schlechtes zu bieten, aber da muss man dann halt manchmal durch...

Fühl dich gedrückt! 🤗
 
@Hajooo
Wie lange kennst Du denn schon Deinen Therapeuten?
In den Sitzungen bei diesen Therapien geht es ja mehr um emotionale Angelegenheiten, um Deine Empfindungen, wie Du schlimme und/oder kränkende Situationen in Deinem Leben erlebt hast. Du wirst also mit Dir selber konfrontiert, und zwar nicht als Richter, sondern als Mensch, der sich schliesslich liebend annehmen kann.
Ich weiss nicht, warum Du ihm nun dieses Versprechen abgeben musstest, könnte mir aber vorstellen, dass er Dir zu verstehen geben will, Du seist ihm wertvoll und, wenn Du dann einmal nicht mehr da sein solltest, er Dich vermissen würde, weil er Dich sehr mag.
Was würde denn die Erkenntnis bei Dir auslösen , wenn Du wüsstest, es gäbe Jemand auf der Erde, für den Du sehr wichtig bist. Würdest Du es dann nicht versuchen, ihn nicht zu enttäuschen? Würdest Du Dich dann nicht für ihn irgendwie verantwortlich fühlen? Oder würdest Du Dir nicht mindestens sagen, das darf ich ihm nicht antun, er hat sich ja immerhin für mich eingesetzt, gerade in der Zeit, wo es mir so schlecht ging? das hat er nicht verdient, und ich sollte ihm mehr Aufmerksamkeit schenken?
Was meinst Du?
 
@Hajooo , wie wäre es für dich, wenn dein Therapeut gar nicht realisieren würde, dass dieses Risiko besteht, dein Leben aktiv zu beenden?
Wenn er dich einfach so gehen ließe nach der Stunde?
Was würdest du denken?

Übrigens nutzen auch Therapeuten in Kliniken nicht nur ein mündliches Versprechen, sondern auch schriftliche Verträge.

Hajooo, was so unerträglich für dich ist, ist die Art und Weise deines Lebens, aber nicht das Leben selbst.
Was könnte dir den Mut geben, aus diesem Leben auszubrechen?
Was bräuchtest du, um das hinter dir lassen zu können?
Welches Leben müsste möglich sein, damit du es wagst, dich dorthin auf den Weg zu machen?
Was würde dir dabei helfen?
 
Hallo @Hajooo,

das Ganze nennt sich Non-Suizid-Vertrag und funktioniert auf mehreren Ebenen. Zum einen tatsächlich als rechtliche Absicherung. Das ist aber eher nebensächlich.

Der Haupthintergrund ist der, dass in Zeiten, in denen es uns schwer fällt, gut zu uns selbst zu sein und gut für uns zu sorgen die meisten von uns trotzdem einen hohen moralischen Kompass haben. Und dieser Kompass sorgt dann dafür, dass es uns auch wenn es uns leicht fällt, uns "wegzuschmeissen" (Achtung: ich bin suizidal seit einem einstelligen Lebensalter, ich verurteile niemanden dafür!!) es uns sehr viel schwerer fällt, einen Menschen, zu dem wir einen persönlichen Bezug, eine Beziehung haben, zu enttäuschen oder diesen zu verletzen.
Versteh das aber bitte nicht nur als Taktik. In der Regel geht es dem/der TherapeutIn um Dich, um Dein Leben.
Und außer bei einer schweren, ggf. lethalen Erkrankung sind doch Suizide oft ein Ausdruck von "ich kann dieses Leben nicht mehr leben" oder "ich möchte, dass die momentane Situation beendet wird".
Auch wenn Du schreibst "ich warte, bis die Kinder aus dem Haus sind" ist das eine Art NSV, den Du allerdings mit Dir selber geschlossen hast.

Wie gesagt, ich weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt. Ich habe mich jahrelang an solche Versprechen geklammert, wenn alles schwarz war und tue dies teilweise noch heute.

Dein Therapeut möchte Dir damit helfen, Dir einen Ausweg aus diesem Druck, diesem Gedankenkreiseln geben.

Vielleicht sprichst Du ihn/sie mal darauf an?


Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
und bedenke bitte immer: auch wenn die Kinder aus dem Haus sind, wird es ihnen das Herz brechen.... Genauso wie anderen, denen Du nahe stehst, die sich Dir nahe fühlen. Das ist hart und manchmal auch eine große Last. Aber es ist Dir Realität.
 
Es ist nicht nur die rechtliche Absicherung. Aber ja, der/die Therapeut*in will abschätzen, wie ernst die Gedanken sind.

Es geht auch darum, woran man gemeinsam arbeiten will. Wer so suizidgefährdet ist, dass er die Gedanken auch umsetzen würde/wird, der gehört in eine Klinik. In der ambulanten Therapie kann es nach dem Versprechen darum gehen, wie man das WE gut über die Runden bringt zum Beispiel, was man mit aufkommenden Gedanken macht.
 

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