Hallo Rosenblüte,
hier ne Erklärung aus anthropologischer/verhaltensbiologischer Sicht: seit Anbeginn der Menschheit gab es schon immer Menschen, die sich nicht an moralische oder gesetzliche Regeln gehalten haben. Menschen sind hochspezialisierte Raubtiere, zudem auch noch hochsexualisiert und diejenigen, die sich nicht an die allgemeinen Regeln halten vergreifen sich dabei leider auch oft an Kindern.
Kinder sind schwach und können sich nicht wehren, oder wehren sich nicht weil sie ja abhängig von Erwachsenen sind, daher ist sexueller Mißbrauch ein absolut feiges und verachtenswertes Verbrechen. Ihr Vertrauen und ihre Abhängigkeit werden schamlos ausgenutzt und sie wie Kleinhirn das beschrieb zum Schweigen erpresst. Grad darum ist es wichtig, dass die Opfer anfangen sich Abzugrenzen und ihr Schweigen zu brechen...irgendwann werden sie erwachsen und erkennen, dass da Unrecht geschehen ist und nun ist die Zeit gekommen die Täter zu bestrafen..ohne Zip und Zap..das ist total wichtig für die Opfer, aber auch für die Gesellschaft. Wenn die Opfer schweigen schützen sie dadurch nur die Täter. Cheney hat das Recht..solche Menschen haben an sich nix in der Gesellschaft oder den Familien zu suchen. Aber man kommt ja nur durch die Aussagen der Opfer an sie ran um ihnen in den Ar***treten zu können.
Triebtäter sind oft alles andere als unnormal und es gibt auch höchst rationale Erklärungen für ihr Handeln: Prinzip Eigennutz und Strategien die der Triebbefriedigung dienen....Also das, was uns alle ausmacht, der Antriebsmotor der gesamten Menschheit, aber mit dem Unterschied, dass Mißbrauchstäter sich dabei nicht an gewissen Grundregeln halten, sondern bewusst allgemeine Moral und Gesetze "übersehen". Anstatt eines gezügelten Egoismus ungezügeltes überblähtes EGO. Diese Menschen kennen nur eins: ihr eigenes Gesetz und ihre eigenen Interessen, was mit ihren Opfern ist, das Leid der Opfer ist denen piepegal..es sind Soziopathen = Menschen ohne ausreichendes Mitgefühl, die sich nicht an die allgemeinen Regeln halten. Deshalb ist es ja so wichtig, dass diese Menschen geoutet werden und sich öffentlich verantworten müssen. Nur so kann man die Dinge immer wieder richtig stellen und die Gesellschaft klar machen: wir wollen euch nicht, solche wie ihr werden bestraft.
Bei Gewalt und auch sexualisierter Gewalt also Vergewaltigung und Mißbrauch geht es immer auch um Macht..ne Gummipuppe zu vögeln bringt nicht so einen Machtkick als dasselbe mit nem lebenden Wesen zu tun. Sexuelle Gewalt ist immer Unterwerfung: der Herr und sein Sexsklave.
Grad in diesem Punkt ist es wichtig, dass Gewaltopfer aufstehen und sich mit Anzeige und Bestrafung des Täters aus der Opferrolle befreien, damit brechen sie seine Macht..was auf der psychologischen Ebene zum VErarbeiten des Traumas entscheidende Bedeutung hat.
Sehr viele Gewaltopfer führen jedoch die Macht der Täter fort, indem sie anfangen autoaggressiv zu werden...Selbstbestrafung anstatt Bestrafung des Täters..sie haben sich nie abgregrenzt und schweigen sich weiter kaputt...stehen unter enormen Druck. Umso wichtiger für Opfer sich hier professionelle psychologische Unterstützung zu holen um aus solchen Verhaltensfallen heraus zu kommen und das Trauma so schnell und effektiv wie möglich zu verarbeiten.
Triebtäter und Pädophile denken einzig und allein an sich selber und ihre Triebbefriedigung..und alles was ihnen dazu über den Weg läuft wird halt dazu benutzt. Sie sind Menschenverachter und extreme Egoisten, die sich ganz gezielt ihre Opfer aussuchen: die Schwachen und Unsicheren. An sich kann man hier in der Prävention und Kindererziehung bereits sehr sehr viel tun, damit Kinder bereits von Anfang an lernen klare Grenzen zu setzen, alleine über ihren Körper zu bestimmen, sie auf Gefahren aufmerksam zu machen, sie selbstbewusst zu machen etc. Wichtig ist auch die elterliche Beobachtungsgabe. Nicht selten kommt es vor das Mütter was ahnen, aber aus Angst ihren Partner zu verlieren wegsehen und schweigen.
Ich finde: man sollte genau hinsehen und diese Dinge auch verstehen..nur Aufklärung und Wissen darüber wie Menschen ticken bringen uns hier weiter. Nur wer die Zusammenhänge kennt, der weiss wo man ansetzen kann/muss um noch mehr Unheil zu vermeiden. Hier ist nicht nur Mitleid mit den Opfern gefragt, sondern konkrete Hilfestellung im richtigem Umgang mit sexualisierter Gewalt. Hier sind Eltern gefragt, die sich bewusst über einige Erziehungsrückständigkeiten hinwegsetzen (Z.B. die immer noch zu patriarchal überformte Mädchenerziehung) und viel bewusster ihre Kids auf Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung hin erziehen..das ist der allerbeste Schutz für Kinder und auch die späteren Erwachsenen.
Die Menschen sollten das Phänomen Gewalt nicht als Ausnahmeerscheinung, sondern Bestandteil des menschlichen Wesens begreifen und Mittel und Wege finden insbesondere die Schwächsten unserer Gesellschaft genügend zu schützen. DAs fängt mit besserer Selbstbeobachtung und Selbstkenntnis an, besserer Erziehung in den Familien und Schulen, es gehört Zivilcourage dazu, dass mehr Menschen sich einmischen, wo sie Gewalt sehen oder miterleben. Es gehören schärfere gesetzliche Strafen dazu. Solange Gewalt nicht genügend geächtet wird, solange wird sich an dem Faktum, dass immer noch ca. jedes 3. Kind Gewalt in der Familie erlebt wenig ändern.
Gruß
Tyra