Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie wird aus Bekanntschaft Freundschaft?

  • Starter*in Starter*in Silence85
  • Datum Start Datum Start
Es ist so, dass mich , wenn ich in einer Gruppe bin, viele Gesprächsthemen nicht interessieren, weil ich sie oberflächlich finde, und dann schalte ich ab. Ich bin aber auch nicht in der Lage, selber was zu erzählen was mich mehr interessieren würde-ich habe dann einen leeren Kopf.
Wenn mich Gesprächsthemen nicht interessieren schalte ich auch ab. Man kann sich schließlich nicht für alles Interessieren.
Es ist schwierig mir ein Thema zu erklären, was mich gar nicht Interessiert. Wenn es mich nicht Interessiert, interessiert es mich auch nicht 😉
In Gruppengesprächen, fühle ich mich eh überfordert, daher rede ich persönlich da auch wenig. Jeder will etwas, jeder redet etwas.
Bei so etwas schalte ich irgendwann automatisch ab. Ressourcen sparen vielleicht.
Ich ziehe mich innerlich zurück, weil mich diese ganze Situation überfordert.

Genauso ist es bei Zweiergesprächen - wenns interessant ist, sag ich auch mal etwas mehr. Ich hoffe aber immer, auf gesprächige Gegenüber, die mir nichts aus der Nase ziehen müssen. Auch hier hab ich oft einen leeren Kopf und weiß nicht, was ich sagen soll.
Erzählen die Leute evtl. es meistens nur zu "Oberflächlich", so dass zum Beispiel irgendwann kein Interesse mehr besteht sich am Gespräch zu beteiligen?
Was bringt einem ein Gesprächsthema der meint, alles über ein Thema wissen zu können und dann stellt sich ziemlich schnell heraus... Er hat so gut wie null Plan...
Wie das immer geht... Naja 😱

Hm, interessant, was sind deine Kriterien von Freundschaft?
Steht eigentlich schon im Grundgesetz, Theoretisch was ich will 😉
Spaß beiseite. Ich möchte als "ich" akzeptiert werden. Ich habe früher oft gehört ich würde "herumheulen", meistens, als man mich gefragt hat, wie es mir geht. Da es zu einer Zeit war, in der es mir beschissen ging, änderte sich das natürlich nicht von den einen auf den anderen Tag. Musste mir dann anhören, dass ich nicht so viel herumheulen soll. Dann soll die Person auch mich nicht fragen wie es mir geht. Ich will nicht auf Grundlagen von irgendwelchen "Defiziten" lustig gemacht werden, dass kann auch "nur" Neckisch gemeint sein. Natürlich macht man auch mal ein Scherz über jemanden...
Mir sollen die Leute sagen, wo das Problem ist. Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht und ich es auch ausnahmsweise mal weiß, will ich nicht auf Ablehnung treten. Wenn ich um "Rat" frage, will ich keine "Blume" vor dem Mund haben, des Gegenübers. Ich frage etwas wo ich Hilfe will und dafür will ich auch Ehrlichkeit, sonst würde ich nicht Fragen wollen...
Naja bisschen komplex das zu erklären. Ich will als Mensch gesehen werden. Auch will ich, dass man sich mal um "mich" kümmern. Um es mal zu erklären. Meistens war es so, dass ich zu den Leuten immer "hinging" (oder andersweitig meldete), also nicht das Gefühl kriegen, die "Bekanntschaft" besteht nur deshalb, weil ich mich melde. Nach dem Motto, wenn ich mich 1 Monat mal nicht melde, gucken ob ich noch "Lebe", so nach dem Motto... Ich will jetzt nicht jeden Tag Kontakt... das ist mir zu viel. Aber ich will nicht irgendwie das Gefühl kriegen, dass die Bekanntschaft nur besteht, weil man selbst mal schreibt...
Sie sollen ehrlich sein und es sagen, vor allem wenn man sie darum bittet. Das ist einer der positiven Dinge, die ich meinem "Freund" anerkenne, ich weiß(!), wenn ich ihn mal anschreibe über ein Problem, weiß ich das er kein Blatt vor Mund nimmt, sondern sagt was er persönlich davon hält... Daher rede ich auch meistens mit ihm.
Ich brauche keine Softporno darsteller, die mir nach dem Motto "Mimimi" ankommen, damit macht man sich eher unbeliebt, wenn ich mitkriege, dass man mich nicht "ernst" nimmt....
Meine Güte ist das alles Schwierig zu erklären 😀

Das ist super, dass du jemanden hast, den du als echten Freund bezeichnen kannst.
Ich hatte in der Vergangenheit einige "echte" Freunde, doch leider hielt es nicht bis heute an.
Ja aus Diversen Beruflichen Gründen, haben wir auch wenig Kontakt in letzter Zeit, ich hoffe nicht das es sich auflöst.
Vorteil an ihm ist sogar. Wir hatten mal ein Jahr keinen Kontakt, auf den einen auf den nächsten Tag haben wir Kommuniziert als wenn wir "getrennt" gewesen wären. Daher mache ich mir (im Moment) keine Sorgen, was das betrifft 🙂

Ich hab mich mit dem Thema Autismus am Rande für eine Facharbeit befasst, aber Asperger hab ich nur als Asperger Syndrom gehört. Wie genau äußert sich das (du hast ja schon geschrieben:gesellschaftliche Gesten sind nicht dein Fall oder dass du meinst unangebrachte Sachen zu sagen)? Find ich spannend.
Ja man kann doch jetzt nicht immer Verlangen das ich "Asperger-Syndrom" schreibe, da vergisst man es auch mal...
Nach der ICD10, befindet sich Asperger unter F84.5
Asperger-Syndrom (F84.5)

Als Oberbegriff auch gerne als Autismus-Spektrum-"Störung" (ASS) bekannt, aber unter Aspies (kurzform für Asperger) eher unbeliebt. Wegen "Störung". Viele Autisten, mich eingeschlossen, sehen nicht als "Störung", "Behindert" oder sonstiges an.

Schwierigkeiten unter anderem beim Asperger Syndrom ist, die Schwierigkeiten im Zwischenmenschlichen Bereich zu agieren. Fehlender (Verminderter) Augenkontakt und Schwierigkeiten damit, die Mimik vom Gegenüber richtig zu Interpretieren. Also Gesten, die jeder NA unterbewusst einsetzt, ist für einen Autisten schwierig zu verstehen.
Autisten sagen (meistens) was sie denken, ohne evtl. daran zu denken, die Gegenseite zu verletzen. Also "ungeachtet des sozialen Kontext" *mal gespickt hat*.
Autisten neigen eher dazu, Gespräche als rational zu Urteilen, anstatt Emotional gleich irgendwas in die Tonne zu hauen. Was nicht(!!!) heißt, dass Autisten Emotionslose Wesen sind. Auch wenn das welche behaupten mögen. Nur weil man seine Gefühle auf eine andere Art und Weise zeigt, heißt das nicht, dass man ein Unmensch ist.
Ja es ein Spektrum, man kann viel darüber erzählen...
- Bildhaftes denken
- Gutes Gedächtnis (gibt auch einige die sich noch kurz nach der eigenen Geburt erinnern können)
- Detailliert in vielen Lebensbereichen, dafür aber eher Schwierigkeiten das "Gesamtbild" zu sehen
- Neigung zu Ritualen/Stereotypen. Sprich mein Tagesablauf, mit aufstehen und so, sieht meistens auf die gleiche Art und Weise aus, nagut das ist ein scheiß beispiel, aber egal...
- Schwierigkeiten mit "Small Talk" (also Interessiert eher an "Fakten" und nicht an irgendein dummes daher gerede ala "Ist das Wetter nicht schön?")

Können uns ja, sobald meine PM Funktion geht, darüber ja etwas weiter unterhalten 😀

In meiner Sig habe ich ein Link zu einer Seite, die das alles etwas (besser) und detailierter beschreibt.
Habe da doch einen guten Auszug gefunden, was "Freundschaft" betrifft

"8. Suche nach aufrichtigen, positiven, ehrlichen Freunden mit einem zurückhaltenden Sinn für Humor"
Ich denke das passt ziemlich gut "zurückhaltender Sinn für Humor". Das muss ich mir merken 😎
 
Silence,
ich glaube zu verstehen.
ich kenne diese Gefühl, in einer frohen Runde zu sein und zu merken: die, die da sprechen, das sind all die anderen, ich selbst höre zu, kommentiere vielleicht mal, aber trage nicht effektiv zum Gespräch bei, obwohl ich es so gerne täte. Aber ich habe so oft das Gefühl nichts sagen zu können, was sich lohnen würde, mir fällt schlicht und ergreifend nichts ein.
Es geht mir nicht immer so, es kommt durchaus vor, dass ich gute Gespräche führe, bei denen ich nicht nur die Zuhörerrolle einnehme. Aber generell rede ich sicher weitaus weniger als die meisten Menschen. Und ich glaube schon, dass das auf viele sehr langweilig wirkt. Zum Teil geht damit schon ein richtiges Vermeidungsverhalten einher: ich meide häufig Situationen, in denen ich plötzlich allein mit einer Person sein könnte, weil ich weiß, dass ich dann reden muss. Oft versuche ich es so zu arrangieren, dass mindestens drei Leute zusammen sind, so dass mein Schweigen weniger auffällt.
Das schwierige an dieser Situation ist, dass die Gründe klar bei mir liegen. Andere haben schließlich kein Problem, locker-flockigen Smalltalk zu führen, also liegt es wohl an mir, wenn sich plötzlich eine bedrückende Stille niedersenkt.
 
Zum Thema Mutismus:
Mutismus als mutwilliges Schweigen nach psychischem Trauma machen meistens Kinder.
Erwachsene reagieren eher mit Stimmverlust.
Es gibt allerdings auch einen akinetischen Mutismus, als neurologisches Syndrom, also durch Hirnschädigungen verursacht.

So hab's ich zumindest gelernt

LG

Feli
 
Hallo Silence85!

...Ich habe in den Semesterferien allen Mut zusammengenommen und eine Kommilitonin gefragt, ob wir was unternehmen. Haben wir dann auch gemacht (2 mal) und beim zweiten mal kamen Sprüche wie: "Warum sagst du nichts und ich rede die ganze Zeit" oder auch "nächstes mal nehmen wir noch Petra mit" - also im Klartext für mich, dass es mit mir zu langweilig wäre...das war beides so, als würde man mir mit einem Messer ins Herz rammen...
Nur kurz angemerkt: Auf diese Frau kannste wohl auch verzichten!
 
Silence,
ich glaube zu verstehen.
ich kenne diese Gefühl, in einer frohen Runde zu sein und zu merken: die, die da sprechen, das sind all die anderen, ich selbst höre zu, kommentiere vielleicht mal, aber trage nicht effektiv zum Gespräch bei, obwohl ich es so gerne täte. Aber ich habe so oft das Gefühl nichts sagen zu können, was sich lohnen würde, mir fällt schlicht und ergreifend nichts ein.
Es geht mir nicht immer so, es kommt durchaus vor, dass ich gute Gespräche führe, bei denen ich nicht nur die Zuhörerrolle einnehme. Aber generell rede ich sicher weitaus weniger als die meisten Menschen. Und ich glaube schon, dass das auf viele sehr langweilig wirkt. Zum Teil geht damit schon ein richtiges Vermeidungsverhalten einher: ich meide häufig Situationen, in denen ich plötzlich allein mit einer Person sein könnte, weil ich weiß, dass ich dann reden muss. Oft versuche ich es so zu arrangieren, dass mindestens drei Leute zusammen sind, so dass mein Schweigen weniger auffällt.
Das schwierige an dieser Situation ist, dass die Gründe klar bei mir liegen. Andere haben schließlich kein Problem, locker-flockigen Smalltalk zu führen, also liegt es wohl an mir, wenn sich plötzlich eine bedrückende Stille niedersenkt.

Du hast damit das ausgedrückt, wie auch ich es empfinde. Vor allem mach ich mir dann den Druck, dass keine peinliche Stille entsteht (einmal ist OK, aber nicht nach jedem zweiten Satz des Gegenübers) und dann fällt mir erst Recht nichts ein, was man sagen könnte.
Situationen, in denen ich mit einer Person rede, sind mir einerseits viel lieber als Gruppensituationen, in denen ich fast gar nicht rede. Aber da ist halt, wie du es schon geschrieben hast die Angst des Schweigens. In einer Gruppe redet immer jemand.

@Felicitas: Danke für die Information 🙂!
@EuFrank:Einsereits hast du Recht. Andererseits hat sie das nicht broternst gemeint sondern eher zum Spaß (wir lachen auch so ziemlich viel zusammen). Sie als Normalo kann ja nicht wissen, dass ich bei dem Thema sehr sensibel reagiere ;-).

Liebe Grüße
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
B Wie soll ich meine Entscheidung bzgl. meiner akademischen Zukunft treffen? Studium 13

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben