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Wie wird aus Bekanntschaft Freundschaft?

  • Starter*in Starter*in Silence85
  • Datum Start Datum Start
S

Silence85

Gast
Hallo,

ich habe vorhin schon im Thread "Freunde" meine Probleme beschrieben. Eins davon ist, dass ich zwar viele Leute kenne d.h. viele Bekannte habe, aber keine richtigen Freundschaften schließen kann.
An der Uni habe ich eine Lerngruppe, die aus 10 Leuten besteht. Das sind aber alles Bekannte, mit denen ich mich fast nur über Unisachen unterhalte.
Wir haben alle mindestens ein gemeinsames Interesse - Psychologie (das Fach, was wir studieren), und trotzdem funktioniert es mit dem Freundschaften-Schließen nicht.
Klar habe ich 3-4 Leute, mit denen ich mich öfter unterhalte etc..Ich kriege bei den Unterhaltungen aber oft mit, was sie alles für Hobbys haben und mit wem sie alles ihre Freizeit verbringen, wo sie alles hinfahren etc. Da kommt auch 0 Interesse rüber, so was mit mir zu unternehmen (also am Wochenende) bzw. wenn ich sage,dass ich noch nichts vorhabe, kommt von ihrer Seite nichts. Da denke ich einfach, dass sie schon genug Freunde haben und auch kein Interesse an mir haben (was vermutlich stimmt) und ich will mich dann nicht aufrdängen.

Ich habe in den Semesterferien allen Mut zusammengenommen und eine Kommilitonin gefragt, ob wir was unternehmen. Haben wir dann auch gemacht (2 mal) und beim zweiten mal kamen Sprüche wie: "Warum sagst du nichts und ich rede die ganze Zeit" oder auch "nächstes mal nehmen wir noch Petra mit" - also im Klartext für mich, dass es mit mir zu langweilig wäre...das war beides so, als würde man mir mit einem Messer ins Herz rammen.

Ich weiß nicht, warum ich so wenig rede - vielleicht ist es eine Form von Mutismus. Wenn man schreiben anstatt reden könnte, wäre der Alltag viel einfacher...

Vielen Dank fürs Lesen!
 
Wenn die dich nicht zu schätzen wissen, sind das doch einfach nur Idioten. Ich würde sie einfach mal klipp und klar fragen, ob sie nicht mal Lust hätten was mit dir zu unternehmen und wenn dann wieder nur so ein Mist kommt wie bei der einen, dann würde ich es einfach lassen. Die sind ja schließlich nicht die einzigen Menschen auf der Welt und lass dir ja nicht von denen einreden, dass du langweilig bist. Wenn es nicht sein soll, soll es halt nicht sein, kein Grund sich deswegen verrückt zu machen. Wie schon gesagt, wenn sie nicht wollen sind sie halt dumm und sowas brauchst du nicht!
 
nunja. Du studierst doch Psychologie, siehst du nicht das Problem?
Mit manchen Menschen kann man einfach auf Anhieb gut reden, andere können das nicht so, die sind zu schüchtern oder einfach nicht so redegewand. Du solltest diese Aussage nicht als Beleidigung oder als "ich bin langweilig" auffassen. Mit drei Leuten kann es einfach schöner sein. Wenn ich mit jemanden nen Bierchen trinke und der redet die ganze Zeit nicht, würde ich mich auch langweilen 😉 Das ist nun mal so, komm doch mal was aus dir raus.
 
Wenn ich mit jemanden nen Bierchen trinke und der redet die ganze Zeit nicht, würde ich mich auch langweilen 😉 Das ist nun mal so, komm doch mal was aus dir raus.

Ja klar, das ist so, als würdest du nem Stummen sagen: red doch mal ein bißchen mehr...sehr hilfreich 😉.
 
@ alleine: die sind nicht dumm. Und wenn ich nicht so ein sozialer Krüppel wäre, könnte ich mich mit ihnen anfreunden. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe vorhin schon im Thread "Freunde" meine Probleme beschrieben. Eins davon ist, dass ich zwar viele Leute kenne d.h. viele Bekannte habe, aber keine richtigen Freundschaften schließen kann.
An der Uni habe ich eine Lerngruppe, die aus 10 Leuten besteht. Das sind aber alles Bekannte, mit denen ich mich fast nur über Unisachen unterhalte.
Wir haben alle mindestens ein gemeinsames Interesse - Psychologie (das Fach, was wir studieren), und trotzdem funktioniert es mit dem Freundschaften-Schließen nicht.
Klar habe ich 3-4 Leute, mit denen ich mich öfter unterhalte etc..Ich kriege bei den Unterhaltungen aber oft mit, was sie alles für Hobbys haben und mit wem sie alles ihre Freizeit verbringen, wo sie alles hinfahren etc. Da kommt auch 0 Interesse rüber, so was mit mir zu unternehmen (also am Wochenende) bzw. wenn ich sage,dass ich noch nichts vorhabe, kommt von ihrer Seite nichts. Da denke ich einfach, dass sie schon genug Freunde haben und auch kein Interesse an mir haben (was vermutlich stimmt) und ich will mich dann nicht aufrdängen.

Hey du,
mir geht es ab und zu auch so wie dir,dass dass Gefühl habe,dass manche nicht an meiner Freundschaft interessiert sind.Ab und zu trifft mich so ein Verhalten richtig heftig,dass ich deswegen geheult habe und einfach nicht mehr weiter konnte. Aber wenn es jetzt so passiert denke ich mir,"naja was sollst,dann eben nicht,mehr als meine Freundschaft anbieten kann ich nicht"
Und ich warte schon lange nicht mehr drauf,dass mich jemand was fragt(das Gefühl,dass man sich das irgendwie aufdrängt kenne ich auch und dass man traurig ist,dass man nicht gefragt wird).Ich starte,dann selber was eigenes und frage dann die Leute auch,nach ein,zwei Mal kommen die Einladungen auch von ihnen selbst.Ich finde es auch nicht schlimm,wenn jemand still ist, anstatt dann Vorwürfe zu machen,würde ich mich dann fragen ob es vielleicht am Thema liegt.Es gibt immer was,worüber alle reden können.
Was ich auch im Leben sehr auf eine harte Weise kennengelernt habe,dass viele Freundschaften nicht von ewiger dauer sind(egal ob bei mir oder anderen) und man diese als Wegbegleiter ansehen soll.Jeder verändert sich,hat andere Ziele und somit dann Interessen.

lg
 
Ja, genau vielleicht liegt es ja am Thema. Ich bin eigentlich auch jemand der gut reden kann, aber wenn jemand über Dinge redet von den ich keine Ahnung oder sonst was habe, sitze ich auch nur Still da. Das ist normal, versuche sie auf Themen zu lenken worüber du viel sagen kannst. Ich finde das aber trotzdem blöd von denen, dass sie nur weil du nicht viel sagst nichts mit dir zu tun haben wollen. Es gibt immer Leute die mal wenig reden trotzdem grenzt man die deshalb nicht aus. Ich denke das zeigt schon irgendwie das sie dumm sind. Und wenn du dich nicht gut mit ihnen unterhalten kannst, sind es vielleicht wirklich nicht die richtigen Freunde für dich. Für was interessierst du dich denn so, über was kannst du gut reden?
 
"Ja klar, das ist so, als würdest du nem Stummen sagen: red doch mal ein bißchen mehr...sehr hilfreich 😉."

Das Argument zieht nicht!
Du gibst hier ganz klar deinen Standpunkt wieder, ich wette du hast zu vielen Dingen eine feste Meinung, du gehst Hobbys nach etc. Da wirst du doch wohl ein Gesprächsthema finden? Sagen wir mal du bist hmmm Fan von Sigmund Freud, ihr studiert beide Psychologie. Du legst da warum Sigmund Freud dir besser gefällt als Adler oder Jung, warum für dich diese oder jenes schlüssig ist. Nimm ein Thema was dich begeistert, dann wird es auch aus dir heraussprudeln 😉
 
Ich weiß nicht, warum ich so wenig rede - vielleicht ist es eine Form von Mutismus. Wenn man schreiben anstatt reden könnte, wäre der Alltag viel einfacher...
Mutismus und du studierst? Interessant!
Hast du ein Traumerlebnis hinter dir oder ähnliches? Phobien, Ängste, Depression oder etc?

Nur weil man "nicht" redet, heißt das nicht gleich Mutismus.

Sind es zum Beispiel Themen die dich nicht Interessieren? In der Richtung Smalltalk?
Weißt du eben einfach nicht, was man "sagen" soll?

Ich schreibe viel lieber. In vielerlei Hinsicht. Ich kann mich über Internet viel besser kommunizieren. In der Öffentlichkeit bin ich schnell überfordert.
Leute erwarten irgendwelche Gesellschaftliche Gesten, wie in die Augen gucken, die Hand geben oder ähnliches.

Jemand der mich über Internet kennen lernt, wundert sich meistens darüber, wie "ruhig" ich im RealLife dann bin.

Nur ich habe kein Mutismus, ich bin Asperger Autist und da gibt es Unterschiede 😉

Ich habe einen "echten" Freund. Nachhaltig betrachtet, der erste und bis jetzt einzige in meinem Leben. Zwar mag es vielleicht auch an meinen komischen Kriterien liegen, wann es "Freundschaft" ist.
Doch das war der einzige Kontakt, der mich seit Jahren nie irgendwie als krank angesehen hat oder eingeschnappt war, weil ich etwas "direkt" war oder eben in der Gesellschaft unangebrachtest gesagt habe.

lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Javen,

kann sein, dass ich in meiner Kindhet Traumatisches erlebt habe, ob das wirklich ein Trauma war kann ich nicht beurteilen. Ich bin mir über meine Gefühlswelt ziemlich im Unklaren.

Ich weiß auch nicht, ob ich Mutismus habe (ist eigentlich auch egal) - ich kann zum Beispiel Referate halten (wenn man gezwungen wird). Aber wenn man mir im Alltag die Wahl ließe, würde ich gar nicht reden.

Es ist so, dass mich , wenn ich in einer Gruppe bin, viele Gesprächsthemen nicht interessieren, weil ich sie oberflächlich finde, und dann schalte ich ab. Ich bin aber auch nicht in der Lage, selber was zu erzählen was mich mehr interessieren würde-ich habe dann einen leeren Kopf.

Genauso ist es bei Zweiergesprächen - wenns interessant ist, sag ich auch mal etwas mehr. Ich hoffe aber immer, auf gesprächige Gegenüber, die mir nichts aus der Nase ziehen müssen. Auch hier hab ich oft einen leeren Kopf und weiß nicht, was ich sagen soll.

Wie du schon gesagt hast ist es viel infacher, über Inet zu kommunizieren oder zu schreiben.

Hm, interessant, was sind deine Kriterien von Freundschaft?

Das ist super, dass du jemanden hast, den du als echten Freund bezeichnen kannst.
Ich hatte in der Vergangenheit einige "echte" Freunde, doch leider hielt es nicht bis heute an.

Ich hab mich mit dem Thema Autismus am Rande für eine Facharbeit befasst, aber Asperger hab ich nur als Asperger Syndrom gehört. Wie genau äußert sich das (du hast ja schon geschrieben:gesellschaftliche Gesten sind nicht dein Fall oder dass du meinst unangebrachte Sachen zu sagen)? Find ich spannend.

lg
 

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