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Gast
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N'Abend!
Mein Name ist Dirk, bin 24 Jahre alt, und ich habe gerade folgendes Problem:
Bin im 2. Semester eines Studiums. Wegen Depressionen konnte ich öfters nicht an den Vorlesungen und Seminaren teilnehmen. Da ich an einer FH studiere, gibt es etwas ähnliches wie 2 Klassen, insgesamt unter 100 Leute. Natürlich kennt man sich da irgendwann.
Nur wenige wissen, warum ich so oft gefehlt habe, aber ich habe dadurch mittlerweile mit Anfeindungen zu kämpfen. Anstatt sich um ihren eigenen Kram zu kümmern, lästern die Leute über mich und zuweilen habe ich das Gefühl, dass sie mich sogar rausekeln wollen. Ständig kommen Sprüche wie: "Das kannst du nicht beurteilen, du warst ja ohnehin nie da", die als Totschlagargumente genutzt werden. Wir haben eine Website mit Chat, dort werde ich oft regelrecht ausgegrenzt, d.h., wenn ich etwas schreibe, was den anderen nicht passt, und sei es nur meine Meinung, werde ich rausgeworfen oder auf stumm geschaltet. Das geht immer nur von einigen Leuten aus, aber die anderen schweigen dazu bzw. sagen, wenn man sie darauf anspricht: "Naja, der/die ist halt so, ignorier es einfach".
Mittlerweile habe ich natürlich noch viel weniger Lust, in die FH zu fahren, aber ich will mir von diesen Leuten nicht das Studium versauen lassen. Nun habe ich das Gefühl, dass sogar Leute, mit denen ich mich eigentlich gut verstanden bis angefreundet hatte, abwenden und mehr mit den Stimmungsmachern herumhängen.
Es kommt nie etwas direktes, man merkt es nur an den Blicken, den kleinen Sticheleien usw. Ich nehme an, zusätzlich besteht auch Neid, weil einige wohl sehr kämpfen müssen, um die Klausuren zu schaffen, und ich sie trotz Fehlzeiten ziemlich locker mit guten Ergebnissen heruntergeschrieben habe.
Jetzt weiß ich nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich habe Angst, überzureagieren, wenn ich zuviel Wind mache. Ich kann auch niemanden zwingen, mich zu mögen. Aber es belastet mich schon sehr, ständig diesen Blicken usw. ausgesetzt zu sein bzw. dass die Leute sich mir gegenüber deutlich anders verhalten als anderen gegenüber, oder dass kollektives Schweigen eintritt, sobald ich mich an Gesprächen beteilige.
Habe mittlerweile das Gefühl, gebrandmarkt zu sein und dass sie es wirklich darauf anlegen, dass ich den Studiengang abbreche. Das will ich aber nicht.
Nun stehen in nächster Zeit einige Partys usw. an. Vorher war ich öfter mal dabei und habe mich da auch gut verstanden mit den Leuten, jetzt habe ich darauf eigentlich gar keine Lust mehr. Ich kann mich schwer mit jemandem unterhalten, den ich mag, wenn daneben jemand steht, von dem ich weiß, dass er mit über mich lästert, sobald ich nicht da bin, der mich dabei ständig mit abschätzigen Blicken bedenkt. Die Konversation verläuft auch eher so dann: Ich verstehe mich mit A, B lästert über mich, dass ich mit A rede, A mir antwortet, dann B etwas ganz anderes zu A sagt, A B antwortet usw., aber es kommt keine Unterhaltung zu dritt zustande.
Einerseits denke ich, ich sollte auf diese Treffen gehen und mich nicht selber auch noch ausgrenzen, andererseits habe ich das Gefühl, mich in einem Minenfeld zu bewegen oder in einem Schlangenhaufen. Dazu kommt, dass es mir grade nicht besonders gut geht und ich auch keine Lust habe, zu trinken momentan. Wenn ich getrunken habe, bin ich lockerer, aber das ist es mir grade nicht wert, dazu vertrage ich Alkohol zu schlecht. Das heißt, ich werde mit als einziger nüchtern sein und das erleichtert die Sache nicht zwingend.
Wie würdet ihr euch verhalten? Eher abgrenzen? Eher auf andere zugehen?
Muss dazu sagen, dass ich auf einige der Lästerleute schon zugegangen bin, diese aber einfach nicht auftauen und sich weiterhin distanziert verhalten.
Mir wächst diese Situation über den Kopf. Wie gesagt, ich fühle mich sehr unwohl im Unterricht mittlerweile und es besorgt mich, dass einige auch schon in diese Kerbe hauen, von denen ich es nicht erwartet hätte.
Danke schon mal für Antworten!
Einen schönen Abend,
Dirk
Mein Name ist Dirk, bin 24 Jahre alt, und ich habe gerade folgendes Problem:
Bin im 2. Semester eines Studiums. Wegen Depressionen konnte ich öfters nicht an den Vorlesungen und Seminaren teilnehmen. Da ich an einer FH studiere, gibt es etwas ähnliches wie 2 Klassen, insgesamt unter 100 Leute. Natürlich kennt man sich da irgendwann.
Nur wenige wissen, warum ich so oft gefehlt habe, aber ich habe dadurch mittlerweile mit Anfeindungen zu kämpfen. Anstatt sich um ihren eigenen Kram zu kümmern, lästern die Leute über mich und zuweilen habe ich das Gefühl, dass sie mich sogar rausekeln wollen. Ständig kommen Sprüche wie: "Das kannst du nicht beurteilen, du warst ja ohnehin nie da", die als Totschlagargumente genutzt werden. Wir haben eine Website mit Chat, dort werde ich oft regelrecht ausgegrenzt, d.h., wenn ich etwas schreibe, was den anderen nicht passt, und sei es nur meine Meinung, werde ich rausgeworfen oder auf stumm geschaltet. Das geht immer nur von einigen Leuten aus, aber die anderen schweigen dazu bzw. sagen, wenn man sie darauf anspricht: "Naja, der/die ist halt so, ignorier es einfach".
Mittlerweile habe ich natürlich noch viel weniger Lust, in die FH zu fahren, aber ich will mir von diesen Leuten nicht das Studium versauen lassen. Nun habe ich das Gefühl, dass sogar Leute, mit denen ich mich eigentlich gut verstanden bis angefreundet hatte, abwenden und mehr mit den Stimmungsmachern herumhängen.
Es kommt nie etwas direktes, man merkt es nur an den Blicken, den kleinen Sticheleien usw. Ich nehme an, zusätzlich besteht auch Neid, weil einige wohl sehr kämpfen müssen, um die Klausuren zu schaffen, und ich sie trotz Fehlzeiten ziemlich locker mit guten Ergebnissen heruntergeschrieben habe.
Jetzt weiß ich nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich habe Angst, überzureagieren, wenn ich zuviel Wind mache. Ich kann auch niemanden zwingen, mich zu mögen. Aber es belastet mich schon sehr, ständig diesen Blicken usw. ausgesetzt zu sein bzw. dass die Leute sich mir gegenüber deutlich anders verhalten als anderen gegenüber, oder dass kollektives Schweigen eintritt, sobald ich mich an Gesprächen beteilige.
Habe mittlerweile das Gefühl, gebrandmarkt zu sein und dass sie es wirklich darauf anlegen, dass ich den Studiengang abbreche. Das will ich aber nicht.
Nun stehen in nächster Zeit einige Partys usw. an. Vorher war ich öfter mal dabei und habe mich da auch gut verstanden mit den Leuten, jetzt habe ich darauf eigentlich gar keine Lust mehr. Ich kann mich schwer mit jemandem unterhalten, den ich mag, wenn daneben jemand steht, von dem ich weiß, dass er mit über mich lästert, sobald ich nicht da bin, der mich dabei ständig mit abschätzigen Blicken bedenkt. Die Konversation verläuft auch eher so dann: Ich verstehe mich mit A, B lästert über mich, dass ich mit A rede, A mir antwortet, dann B etwas ganz anderes zu A sagt, A B antwortet usw., aber es kommt keine Unterhaltung zu dritt zustande.
Einerseits denke ich, ich sollte auf diese Treffen gehen und mich nicht selber auch noch ausgrenzen, andererseits habe ich das Gefühl, mich in einem Minenfeld zu bewegen oder in einem Schlangenhaufen. Dazu kommt, dass es mir grade nicht besonders gut geht und ich auch keine Lust habe, zu trinken momentan. Wenn ich getrunken habe, bin ich lockerer, aber das ist es mir grade nicht wert, dazu vertrage ich Alkohol zu schlecht. Das heißt, ich werde mit als einziger nüchtern sein und das erleichtert die Sache nicht zwingend.
Wie würdet ihr euch verhalten? Eher abgrenzen? Eher auf andere zugehen?
Muss dazu sagen, dass ich auf einige der Lästerleute schon zugegangen bin, diese aber einfach nicht auftauen und sich weiterhin distanziert verhalten.
Mir wächst diese Situation über den Kopf. Wie gesagt, ich fühle mich sehr unwohl im Unterricht mittlerweile und es besorgt mich, dass einige auch schon in diese Kerbe hauen, von denen ich es nicht erwartet hätte.
Danke schon mal für Antworten!
Einen schönen Abend,
Dirk