Aber es gibt dazwischen viele Unbekannte.
So kann es niemand mit Gewissheit sagen.
Alles ist Spekulation.
Dann empfehle ich dir StanisIaw Lem "Summa technologiae".
Der zeigt darin dass man nicht so an Vorhersagen rangehen muss. Er hat das anders angefangen, er zeigt nicht die möglichen Entwicklungen auf, sondern die Grenzen die uns naturgegeben sind. Z.B. zeigt er welche Grenze unsere Zivilisation vom Energieverbrauch in unserem Sonnensystem hat, und wie man die maximale Energie der Sonne abschöpfen kann. Er macht sich in den 60ern Gedanken darum ob es künstliche Intelligenz geben kann, und wie es ist, wenn Computerprogramme die Regelung komplexer Vorgänge übernehmen. Oder welche Grenzen wir im Wissenzuwachs haben (die Anzahl der wissenschaftlichen Teilgebiete und der wissenschaftlichen Fragen wächst schneller als die Anzahl der Forscher ->man muss Forschungsgebiete unbeachtet lassen und sich konzentrieren, weil auf Dauer die Ressourcen fehlen). Und welche Möglichkeiten wir haben Wissen zu züchten mit der Molekulargenetik, bzw. nanotechnologie (in den 60ern! und das ist jetzt immer noch ein völlig fernes Konzept, aber schlüssig). Er zeigt warum wir ausserirdische Aktivität in den Sternen zwar jetzt schon beobachten könnten (z.B. in Gebieten wo neue Sterne geboren werden, wird vllt. Materie von großen Zivilisationen verdichtet), aber wir werden es immer mit unseren Theorien einer natürlichen Entstehung erklären müssen.
Er hat durch diese Herangehensweise viele zutreffende vorraussagen machen können, z.B. erfand er (in den 60ern!!!) unter dem Begriff Phantomatik die virtuelle Realität, also das virtuelle Nachstellen realer Sachen.
Ausserdem konnte er durch diese Herangehensweise, also nicht Wachstumsvektoren zu verlängern, sondern sich über die Bedingungen des Wachstums gedanken zu machen, auch in den 90ern (da war er schon uralt und ging selbst nie ins Indernetz) mit "die Megabit-Bombe" das jetzige Problem der Informationsüberflutung im Indernetz geschildert (bzw. das greift noch etwas in die Zukunft). Er war damit ein Vordenker des semantischen Netz.
Das Buch ist dermaßen der Hammer, weil es sowas von welten von normaler Zukunftsforschung entfernt ist und es trotz dass es Ende der 60er geschrieben wurde, immer noch nicht an Aktualität eingebüßt hat, woran man schon erkennt dass es eine ganz andere Qualität an Zukunftsforschung ist. Lem war mal das klügste Kind Südpolens.