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Wie schwer ist das Abi

Hab mein Abi über die Waldorfschule gemacht.
Und der Verlauf der Schulzeit sah so aus:

Mittlerer Bildungsabschluss mit der 12. Klasse
(Waldorfabschluss), dann in einem einzigen Jahr ( sic ! )
sich auf's Abi vorbereiten. In anderen Worten, wozu die
Staatischüler 3 Jahre Zeit hatten (jetzt 2), müssen
Waldorfschüler in einem einzigen Jahr schaffen.

Schaffen sie auch, wenngleich mit Unterstützung der
Eltern und Lehrer.

Dank dieser Unterstützung hab mein Abi relativ gut hinbekommen.

So, und nun kommt die Kritik:

In Finnland ( PISA, Platz 1) machen über 80% ihr Abi und in Deutschland
nur etwas über 20%. Deutschland ist das einzige Land, wo die
soziale Herkunft eine bedeutsame Rolle spielt bei dem schulischen
Erfolg, Studium mit eingeschlossen. Nur etwas 5% aller Studenten
sind Arbeiterkinder. Das ist ein Skandal.

Wenn also jemand beim Abi enorme Probs hat, liegt es meist
am Elternhaus, der sozialen Herkunft usw. ,also an der Sozialisation.
Von krankheitsbedingten Schwierigkeiten in der Schule will ich hier nicht
schreiben; dieses ist ein anderers Thema.

Meist spielen auch Prüfungsängste eine Rolle. Doch auch hier kann
gegengearbeitet werden, wenn der Schüler, Elternhaus und Schule
problemlösend zusammenarbeiten.

Herzlichst

Germ
 
Solange du die Chance und den Schnitt hast, um genommen zu werden, machs.
Was von dir erwartet wird ist, dass du in der Lage bist, selbstsändig zu lernen. Da wird man in der 11. Klasse herangeführt, sollte man aber auch so schon können. Dh. du musst dich evt auch mal außerhalb des Unterrichts über irgendwas informieren und auf jeden Fall Interesse für den Stoff mitbringen.
Bei mir in der Klasse kacken bis jetzt nur die ab, die sich keine Mühe geben und von der Schule angekotzt sind.
Wenn du irgendwo Lücken hast, darfst du nicht aufgeben, sondern musst dir das nochmal für dich erarbeiten.
Das wichtigste ist halt deine Motivation. Wenn du die im Griff hast, dann schaffst dus auch.
 
Dass du dich nie wirklich angestrengt hast, merkt man an deinen Rechtschreibfehlern. Hihi.

Nur Mut, trau dich einfach und arbeite viel dafür.
Dann schaffste es auch!
Gruß einer Gymnasialreferendarin!

Ist das die neue Form der Schülermotivation?

Klingt eher etwas überheblich.

Sorrow, lass Dich dadurch nicht entmutigen.

Du hast vieles, was solche Kritikanten nicht haben. Du hast praktische Berufserfahrung und eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Das mit dem Abi, das packst Du ganz locker.

Du schaffst das, weil Du das willst. Erfolg muss ich Dir nicht wünschen, weil Du den haben wirst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung? (Kann ich leider aus deinem Text nicht so erlesen) Du bist 21 und kannst jetzt nur noch über den 2. Bildungsweg an das richtige Abi rankommen, so wie ich auch. Ich bin dieses Jahr mit meiner Ausbildung fertig und habe mich entschlossen,danach ein Kolleg (wurde hier ja schon einmal von jemandem erwähnt) zu besuchen. Grundvoraussetzung hierfür: mindestens 19 Jahre alt sein, abgeschlossene Berufsausbildung ODER 3 Jahre Berufserfahrung. Im Falle eines Hauptschulabschlusses ist ein Vorkurs Pflicht von einem Semester. Da du aber so wie ich gelesen hab mittlere Reife hast, kannst du das auch ohne Vorkurs. Tja, das ginge dann 3 Jahre, du würdest elternunabhängiges Bafög kriegen und kannst nach Klasse 12 entweder Fachabi (heißt das so?) oder nach der 13. Klasse das richtige Abi machen.
Informiere dich doch einfach mal, ob es so ein Kolleg in deiner Nähe gibt!

Tja und ob es schwer ist, kann ich dir noch nicht beantworten :-D

Gruß, Melody87
 
Besorg dir doch ersteimal die Lehrpläne der schulen, die in Frage kommen. Dann siehst du schon, welche Themen auf dich zukommen. Viiiiel googeln, vor allem so Seiten, auf denen der Stoff gut gegliedert ist (Wichtig grad bei grammatik). Das Allerwichtigste beim Lernen ist der Überblick. Wenn du den verlierst hockst du vor einem großen Fragezeichen und fühlst dich wie von nem Berg überrollt.
 
In Finnland ( PISA, Platz 1) machen über 80% ihr Abi und in Deutschland
nur etwas über 20%. Deutschland ist das einzige Land, wo die
soziale Herkunft eine bedeutsame Rolle spielt bei dem schulischen
Erfolg, Studium mit eingeschlossen. Nur etwas 5% aller Studenten
sind Arbeiterkinder. Das ist ein Skandal.

Wenn also jemand beim Abi enorme Probs hat, liegt es meist
am Elternhaus, der sozialen Herkunft usw. ,also an der Sozialisation.
Von krankheitsbedingten Schwierigkeiten in der Schule will ich hier nicht
schreiben; dieses ist ein anderers Thema.

Das Thema finde ich interessant.
Nur weiß ich leider nicht wirklich, was man dagegen unternehmen könnte, außer vielleicht Ganztagsschulen und kompetentere Lehrkräfte (die auf einzelne Schüler eingehen), sodass jeder den gleichen Bedingungen unterliegt.

Ich komme auch aus einer Arbeiterfamilie und wäre mein Vater nicht so "schlau" (obwohl er Arbeiter ist...muss ja nicht gleich heißen, dass man dumm ist...) und hätte mir nichts erklären können (da liegen ja die hauptsächlichen Probleme, wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern was beizubringen und sie zu fördern), wenn ich mal Fragen hatte und zu ihm gekommen bin UND wäre mein Bruder nicht mit gutem Beispiel voran gegangen (er studiert jetzt), dann wäre ich wahrscheinlich auch nie auf die Idee gekommen, das Abi zu machen.
Ich bin in meiner Klasse so ziemlich die einzige, die aus "ärmlicheren" Verhältnissen kommt.

Und ich glaube (das ist auch ein Faktor), eher wenige der Jugendlichen, denen das Elternhaus finanziell nicht viel bieten kann, warten nochmal 3 Jahre, bis sie endlich eigenes Geld haben. Den "reicheren Kiddies" gehts ja ganz gut zu Hause.
Da spricht absolut nichts dagegen, noch Schule weiter zu machen.
Eltern aus höheren Schichten achten dazu viel stärker auf die Bildung.
Meine Eltern waren damals auch eher darauf aus, dass ich gleich eine Ausbildung mache. Wären gewisse Ereignisse nicht gewesen, hätte ich das wahrscheinlich auch getan. Aber ich habe durch diese Ereignisse erkannt, was ich will und das kann man eben nicht von jedem Jugendlichen erwarten.
Dann noch diese Studiengebühren (wo ich absolut dagegen bin)!
Das fördert auch nicht gerade unser Bildungsniveu. Egal.

Aber was soll man da großartig machen? Die Eltern haben schließlich die Verantwortung für ihre Kinder also ist es ihre Schuld, wenn diese aufgrund solcher Dinge benachteiligt sind...
 

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