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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie mit extrem schüchternen Arbeitskollegen umgehen ?

Hast du ihn schon direkt angesprochen ?
Wie verhält er sich denn ?
Wirkt er in sich zufrieden ?
Denkst du er verspürt überhaupt einen Kommunikationsbedarf ?

Habt ihr keinen Abteilungsleiter/Ansprechpartner den du fragen kannst ?

Hast du dir schon überlegt, wie du mit der Situation umgehst, falls er keinen Austausch/Kontakt möchte ?
Ja klar habe ich ihn schon angesprochen. Er ist halt sehr einsilbig. Von ihm kommt nie irgendwas von sich aus. Ansonsten verhält er sich nicht anders als Andere auch. Ich würde halt gern mehr mit ihm reden, Aber vielleicht überfordert ihn das ja auch. Andere hier fragen ? Die wissen das doch viellichtauch gar nicht und ich will keine Gerüchte in die Welt setzen. Wär ihm vielleicht auch nicht recht.
 
Ja klar habe ich ihn schon angesprochen.
Welchen Eindruck hattest du ?
Aber vielleicht überfordert ihn das ja auch.
Was glaubst du, ist das so ?
Wär ihm vielleicht auch nicht recht.
kann sein.
Bin es halt einfach nicht gewohnt, meine Mitmenschen zu ignorieren.
Du musst ihn keinesfalls ignorieren, du kannst ihn einfach lassen.

Deinen Anspruch, daß er jetzt unbedingt dein Ansprechpartner sein muß,
finde ich mehr als penetrant 🙁

Das Schicksal hat euch an dieser Stelle zusammengeführt, du kannst dir eine Kommunikation über das berufliche Hinaus wünschen, diese allerdings keinesfalls einfordern.
 
Mach ich ja. Aber irgendwie tut er mir auch leid, weil er immer so verloren wirkt. Und ich bin den ganzen Tag mit ihm zusammen. Bin es halt einfach nicht gewohnt, meine Mitmenschen zu ignorieren.

Ich halte Mitleid für ziemlich daneben und eine denkbar schlechte Voraussetzung für einen entspannten Umgang.

Du musst niemanden ignorieren, um ihn in Ruhe zu lassen. Dir scheint etwas Feingefühl zu fehlen.

In meiner entfernteren Familie gibt es eine junge Frau mit scheinbar ähnlicher Ausprägung.
Gerade das gemeinsame Arbeiten erleichtert die Situation doch ungemein. Mit ihr ging ich gerne mit ihrem Hund spazieren, da man auch dabei leicht eine Atmosphäre schaffen kann, in der man auf angenehme Weise schweigen kann. Und kein Blickkontakt nötig ist, was für sie ein große Hilfe war.
Anfangs fragte ich kaum etwas, da sie nur mit Nicken oder Kopfschütteln antwortete und sichtlich angespannt und unsicher war. Sie war immer in einem Kapuzenpulli versteckt und hatte den Kopf gesenkt.
Ich sagte wenig, in ruhigem Ton, Pausen dazwischen. Über ihren Hund, was mir in der Umgebung auffiel, ob sie Lust hätte, hier zu xyz abzubiegen, dass ich es toll finde, wie sie mit dem Hund umgeht.
Ihr wurde spürbar klar, ich erwarte nichts, sie muss nicht reden, ich mag sie, wie sie ist. Ihre ganze Haltung wurde entspannter, die hochgezogenen Schultern lockerten sich z. B., sie ging lockerer.
Die Kapuze wurde unnötig.
Und sie begann mit kurzen Sätzen zu antworten.
So ging das weiter, bis zu ruhigen, kleinen Gesprächen, gemeinsamem Grinsen über den Hund.
Wir reden hier aber von einer Entwicklung über Wochen.

Vergiss deine Erwartungen.
Vergiss deine Ungeduld.
Überlege, was DU tun kannst, um dem Kollegen die Arbeitszeit mit DIR zu erleichtern. Denn du bist ein Stressfaktor für ihn, den nicht er, sondern nur du beeinflussen kannst.

Kein aufgedrehtes Gequassel wie im Freundeskreis, kein Smalltalk wie im restlichen Kollegenkreis.
Dein Job: eine leichte, entspannte Atmosphäre erschaffen, in der er entspannen kann, weil klar wird, dass er sein kann wie er ist.
Du bist freundlich, interessiert, mit einsilbigen Antworten völlig zufrieden und fängst nicht an, ihn wegen seiner Art zu ignorieren. Aber lernst, deine Erwartungshaltung abzulegen.

Kennst du das eigentlich, entspannt miteinander schweigen? Das kann ein schöne Erfahrung sein.
Ich frage, weil bei mir der Gedanke aufkam, ob du vielleicht Angst vor Stille hast.
Die muss nicht riesig, unüberwindbar zwischen einem im Raum stehen.
Die kann man miteinander genießen, in lockerer Verbundenheit.
 
Heute habe ich erfahren, dass er wohl ne leichte Form von Autismus hat. Hat jemand schonmal Erfahrungen mit solchen Menschen gemacht und wie geht man am Besten mit ihnen um ?
Man geht am besten mit Autisten um, wenn man sie nicht nervt.
Du musst jetzt stark sein, liebe TE - er wird dein Mitleid nicht brauchen und deine Beschallung nicht wollen.
Einen Menschen in Frieden lassen heißt übrigens NICHT, dass man ihn ignoriert.
 
Mmmh, hast du eine Berührungsangst vielleicht? Das klingt seltsam.
Ich mag auch nicht angefasst werden, nicht von ArbeitskollegInnen, nicht von entfernten Bekannten und schon gar nicht von Fremden. Selbst einige Verwandte sollen mich nicht anfassen, unter anderem meine Mutter. Die Menschen, die mich anfassen "dürfen", ohne dass es mir unangenehm ist, die kann ich an einer Hand abzählen, die Menschen, bei denen es mir angenehm ist, das sind ganze 2. Und ich bin kein introvertierter Mensch oder gar ein Menschenfeind. Und nein, ich habe auch keine Berührungsängste. Ich will einfach nicht von jedem/jeder Dahergelaufenen angefasst werden!
 

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