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Wie mit extrem schüchternen Arbeitskollegen umgehen ?

Wir reden aber von einer FSJlerin ohne Erziehungs- oder Einarbeitungsauftrag. Und bei ihm ist die Ursache seiner Zurückhaltung völlig unbekannt. Vielleicht möchte er gar nicht, dass man ihm hilft, stolz auf sich zu sein? Träumelinchen weiß doch gar nichts über ihn.

Ich fänd daher freundlich abzuwarten viel passender als sich jetzt eine Behandlung zu überlegenn, die Fettnapf-Potenzial hat.

Im Job kann man nicht einfach nur schauen, was man selber gerne hätte und was einem gut tut. Vielleicht mag er tatsächlich nicht gerne reden, dann solltest du das akzeptieren und dir andere Leute zum Quatschen suchen, auch wenn die vielleich älter sind. Um das aber rauszufinden kannst du (idealerweise) abwarten oder (wenn es dir so schwer fällt) auch ganz vorsichtig mal seichte Alltagsthemen aufbringen. Ich finde allerdings, dass man seine eigenen Befindlichkeiten auch mal hintenanstellen und es einfach die Zeit richten lassen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich brauche jemand zum Reden, eben WEIL ich in dem Hospiz sonst nur schwer zurechtkomme mit dem, was ich sehe
Das ist nicht seine Aufgabe. Wenn du ohne Zuspruch des schüchterenen Mannes dort an deine Grenzen stößt, wechsel den Ort, geh in einen Kindergarten o.ä. Wobei es mich erstaunt, dass man gerade in der Küche so hart mit der Realität konfrontiert wird.
Wenn nicht, halt Dich doch einfach zurück mit irgendwelchen mir nicht helfenden Kommentaren !
Welche Kommentare hättest du gerne?
 
Und ich brauche jemand zum Reden, eben WEIL ich in dem Hospiz sonst nur schwer zurechtkomme mit dem, was ich sehe.
Wenn du so unter Druck stehst, obwohl deine Tätigkeit als FSJlerin vornehmlich in der Küche stattfindet, könntest du auch beim Träger mal nachfragen, ob du nicht die Einrichtung wechseln kannst hin in eine, bei der du dich nicht so belastet fühlst. Ich hatte angenommen, das du die Thematik/Dramatik schwieriger Schicksale nach dem Schnuppern nicht so schwergenommen und größere Distanz angenommen hattest. Das entpuppt sich jetzt offensichtlich als Fehleinschätzung.

Vielleicht machst du zukünftig eher überschaubare 08/15-Dinge, mit denen du besser klar kommst. Es wäre schade, wenn du für das Hospiz jetzt statt eine Hilfe zu sein zur Belastung wirst, deren Redebedarf man irgendwie jetzt zu erfüllen versuchen muss.

Ich verfolge deine diversen Beiträge ja auch immer wieder mal. Sie erwecken den Anschein, dass du immer etwas Außergewöhnliches tun willst. Das ist okay, solange du anderen keine Probleme bereitest und nicht erwartest, dass sich alles um deine Befindlichkeit dreht. Ich kann dir nur empfehlen, dich ein bisschen zurückzunehmen. Ich empfinde das als sehr unangenehm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war als junge Frau auch sehr schüchtern gegenüber Arbeitskollegen.
Ich war eh nicht so der grosse Redner oder small-Talk-Macher.
Immer hatte ich das Gefühl, andere sind besser, selbstbewusster und das schüchterte mich noch mehr ein. Es war aber leider so, das niemand versucht hat mich "aufzutauen" (was ich mir gewünscht hätte!)
sondern wurde links liegen gelassen und später noch mit spitzen Bemerkungen ins Aus katapultiert.
Dann kriegte ich gleich gar kein Wort mehr raus und konnte mich auch nicht wehren.
Das ist lange her, ich weiss nicht, ob die Mentalität heute anders ist.
Mit den Jahren verlor ich dann diese Schüchternheit, höchstens noch bei völlig fremden Personen, aber das kann ich überspielen. Damals konnte ich das nicht.
Mein Rat wäre, versuche es bei ihm, aber vorsichtig.
Du wirst merken, ob er darauf anspringt, ich wäre damals dankbar gewesen auf so jemand.
Es kann aber auch sein, er möchte wirklich nicht, auch das wirst du merken, dann lass ihn.
Ein Versuch ist es immer wert 😉🙂
 
Wenn mich jemand ungefragt in die Seite stupst, würde ich auch auftauen, aber sicher nicht im positiven Sinne.
Man fasst andere Menschen nicht ungefragt an.

Ich krieg richtig Beklemmungsgefühle wenn ich hier lese, wie manche meinen, mit anderen Menschen umgehen zu müssen, nur weil die schüchtern sind.

Beitrag 31# von @Pfefferminzdrops kann ich daher nur unterschreiben.
Die sind 20 (?) die beiden und er wirkt nicht menschenfeindlich er wirkt tatsächlich schüchtern, ängstlich. Ich bin auch schüchtern und ich würde mich über einen Stups ab und zu freuen. Ich meine das ja auch eher im übertragenen Sinne. Ihn freundlich ansprechen, einen Scherz machen, ihn ein bisschen aufziehen. Anfassen, das klingt so übergriffig. @Träumelinchen hat da sicher das richtige Gespür dafür, was gerade angemessen ist. 🙂
 
Nicht ungefragt angefasst werden zu wollen hat nichts mit menschenfeindlich zu tun. Auch nichts mit dem Alter.
Und nur weil es dich freut, muss es nicht auch andere freuen. Deshalb sollte man es einfach nicht ungefragt machen.
Mmmh, hast du eine Berührungsangst vielleicht? Das klingt seltsam.
 
In Südamerika ist dieses Anfassen ja Gang und Gäbe - in unseren Breiten allerdings nicht, wenngleich es schon einige Menschen auch gerne so handhaben, um Nähe und Positivität zu signalisieren.
Persönlich empfinde ich das auch als sehr unangenehm, da muss ich noch nicht einmal schüchtern sein. Ich mag einfach nicht, dass mich andere Menschen ungefragt antatschen - und dazu gehören auch noch so freundlich gemeinte Knuffe in die Seite.
 

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