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Wie lernt man Selbstverantwortung?

SoL94

Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich habe eine wichtige Frage, momentan kann ich viele Probleme nicht lösen und meine vielen Bereiche der Unzufriedenheit nicht managen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich wie und warum auch immer, etwas voran gekommen bin.

Das Problem ist, dass ich mich sehr alleine fühle und vor allem auch meine Eltern gar keine Unterstützung sind, bin sogar der Meinung, dass es Ihnen egal ist wie es mir geht und ich mich fühle. Dazu habe ich keine Freunde und bin sehr einsam. Mit der Zeit, Arbeit und Studium hat sich da leider vieles auseinandergelebt.

Um die Probleme zu lösen muss ich mehr Entscheidungen treffen, meine Frage ist aber wie kann ich mehr Selbstverantwortung lernen und Entscheidungskompetenz stärken?
Das macht es mir gerade momentan sehr schwer. Bin sehr schnell unsicher und bin der Meinung, ich habe das nie wirklich gelernt.


Liebe Grüße
 

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Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Um die Probleme zu lösen muss ich mehr Entscheidungen treffen, meine Frage ist aber wie kann ich mehr Selbstverantwortung lernen und Entscheidungskompetenz stärken?
Mir hat es geholfen, meine alten Entscheidungen zu betrachten:

Welche Gedanken hatte ich dabei...
Welche Gefühle hatte ich dabei...
Welche Alternativen gab es...
Gab es nur eine oder mehrere...
Wie waren meine Abwägungen...
Wie habe ich Entschieden...
Kopf oder Bauchentscheidung...
etc.

und...
Die Entscheidung habe ich zu dem zeitpunkt nach bestem "Wissen und Gewissen" entschieden.
Ich meisle meine Entscheidung nicht in Stein.
Ich gebe mir die Chance zu schauen wie siuch die Entscheidung auswirkt/mit mir macht
Ich entscheide gegebenenfalls neu
etc.

Selbstverantwortung und Entscheidungskompetenz gehen miteinander einher.

Evtl. einen Link:
https://zeitzuleben.de/?s=entscheidungen

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöscht 75067

Gast
In dem du die Dinge einfach machst. Selbstverantwortung lernt man wirklich für sich selbst verantwortlich ist und nicht wartet bis Mami und Papi oder sonst wer alles für dich regeln.
 

Stille85

Mitglied
Zwei Perspektiven:

Solange man glaubt, jemand Bestimmtes zu sein, also ein unabhängiges Individuum, ist man davon überzeugt, einen freien Willen zu haben und muss scheinbar viele Entscheidungen im Leben treffen.
In dem Fall ist man für die Konsequenzen seiner Handlungen verantwortlich. Diese "Selbstverantwortung" könnte allerdings diverse Schuldgefühle und Schwierigkeiten mit sich bringen und auslösen, im Sinne von:

"Hätte ich vor 20 Jahren dies oder jenes unterlassen."
"Hätte ich mich für dies oder jenes entschieden."
"Hätte man mir dies oder jenes nicht angetan." usw.

Man glaubt also, eine Person zu sein, die für alles Vergangene und Zukünftige verantwortlich war bzw. sein wird. Das nennt man Gefangenschaft oder Gebundensein. Wenn man sich selbst einbildet, für bestimmte Ereignisse verantwortlich zu sein, dann geht man auch gleichzeitig davon aus, dass andere Menschen für alles Mögliche verantwortlich sind, weil man glaubt, sie hätten eine "Wahl" gehabt. Man gibt sich gegenseitig die Schuld und stürzt sich am Ende nur ins Unglück. Verschiedene Personen oder Umstände müssen dann als Sündenbock herhalten, während man selbst das Unschuldslamm spielt - geistige Krankheiten und ein Leben in Selbstmitleid sind die Folge. Im schlimmsten Fall nimmt man die Diagnose einer psychischen Krankheit als neue Identität an, die einen für den Rest des Lebens beherrscht. Willkommen im Teufelskreis!

Wenn man seine wahre Natur erkennt, also das, was man schon immer war und immer sein wird, gibt es kein "gedankliches Ich" mehr, das irgendwelche unabhängigen Entscheidungen treffen könnte. Das Scheinwesen, das zuvor glaubte, für alle Entscheidungen verantwortlich zu sein, war nur der konditionierte Verstand und nicht das wahre Selbst. Mit dieser Erkenntnis wird auch offensichtlich, dass so was wie ein freier Wille überhaupt nicht existiert und niemand eine "Selbstverantwortung" für irgendetwas übernehmen muss. Die einzige Verantwortung liegt darin, "das Selbst" zu sein und dementsprechend zu handeln. Dann entfaltet sich das Leben völlig spontan im Jetzt und von ganz allein. Es gibt dann keine Konflikte mehr, weil man ohne Zweifel weiß, dass niemand willentlich gute oder schlechte Entscheidungen trifft. Man trägt innerlich die Einstellung <dein Wille geschehe> und betrachtet das Leben, als wäre man ein Zuschauer, der sich nicht in die Welt und ihre Angelegenheit verstrickt. Man bleibt von sämtlichen Aktivitäten unberührt, verurteilt weder sich selbst noch andere und lebt im vollkommenen Einklang dessen, was ist.
Das ist Freiheit.

Den letzten Punkt kann man jetzt wieder glauben oder nicht: Alles ist vorherbestimmt.

Wie du Selbstverantwortung lernen kannst? Aus meiner Sicht am besten überhaupt nicht.
Wenn du friedlich und harmonisch deine Herausforderungen meistern möchtest, übe dich stattdessen lieber in Hingabe, Vergebung und Akzeptanz. Diese Fähigkeiten sind viel wichtiger, weil du dir ansonsten Lasten aufbürdest, die absolut nichts mit dem zu tun haben, was du in Wirklichkeit bist. Triff einfach Entscheidungen, die sich gut anfühlen und lass geschehen, was geschehen soll.
Niemand kann gegen den Fluss des Lebens ankämpfen.
 

Morningstar

Aktives Mitglied
Höre auf dein Bauchgefühl.
Überlege dir was deine Ziele sind, was möchtest du erreichen, wie kannst du es erreichen, welche Schritte musst du auf dem Weg dahin unternehmen, welche Hilfen gibt es dazu vielleicht?

Verlasse dich nicht auf Andere, sondern bilde dir selbst eine Meinung, überlege was für DICH gut ist.
Und wenn es die flasche Entscheidung war, nicht schlimm, korrigiere sie und überleg dir was du ändern musst oder was du besser machen musst/kannst.
Wenn es dir hilft kannst du es auch alles mal aufschreiben. Auch Pro und Contra listen können helfen, wenn du nicht sicher bist, dann informiere dich so genau wie möglich und entscheide dich dann.
Je genauer du über etwas bescheid weisst desto einfacher fällt dir die Entscheidung. Lass dich nie zu einer Entscheidung drängen, egal von wem, schlafe immer eine Nacht darüber oder lass dir selbst eine gewisse Bedenkzeit (ein paar Tage, eine Woche...) und überlege was richtig für dich ist - zumindest wenn es etwas wichtiges ist
(im Supermarkt zu übernachten weil du dich nicht für eine Sorte Brot entscheiden kannst ist schwierig :D :rolleyes: ;)) .

Selbstverantwortung lernt man, in dem man (für sich) selbst mehr Verantwortung übernimmt.
 

Einhorn_das_echte

Aktives Mitglied
Es gibt Entscheidungen vor denen Du Dich nicht drücken kannst. Und niemand anderes wird Dein Leben für Dich leben. Da mußt Du schon selbst durch. Entscheidungen trifft man i. d. R. anhand von Informationen, vornehmlich Fakten. Trage also, bevor Du eine Entscheidung triffst, soviele Informationen zusammen wie möglich. Je besser Du informiert bist umso mehr Sicherheit gewinnst Du auch bei Deinen Entscheidungen.

Eines als Trost: ich selbst sage von mir: die meisten meiner Entscheidungen in meinem Leben waren falsch. Es ist also eigentlich egal wie ich mich entscheide (nicht ganz so ernst gemeint). ;)
 

SoL94

Mitglied
@Hajoo: Danke für deinen Beitrag und reflektieren tue ich sicher genug. Werde die Fragen aber nochmals durchgehen.

@Sil the evil Bitch: Danke, also heißt einfach auch eigene Entscheidungen treffen unabhängig ob richtig oder falsch? Denke ich bin da oft zu passiv oder denke, dass irgendjemand etwas regelt oder gebe zu viel auf andere Meinungen.

@Stille85: Danke auch! Sehr inspirierend und geht auch darum, einfach Entscheidungen zu treffen und sich zu bejahen.

@Morningstar: Danke! Ja, das stimmt eigene Meinung bilden und danach zu handeln halte ich auch für wichtig. Fühle mich oft genug irgendwo hineingedrängt und bin dann der der im Vergleich zu anderen das "schlechtere" nehmen muss, obwohl ich es gar nicht mag. Lege dann auch meiner Meinung nach falsches Pflichtbewusstsein an den Tag.

@masi: Danke! Die Problematik trifft sowohl beruflich als auch privat auf. Berufswahl, Freunde, Frauen, Freizeit etc...
Es mangelt an vielen Bereichen vor allem aber wie gesagt bei der Selbstverantwortung.

@Einhorn das echte: Danke! Und ja versuche immer so viele Informationen wie möglich zusammen zu tragen, machte aber die Beobachtung, dass es die Entscheidungsfindung nicht erleichtert.
 

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