Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie lange kann ein Mensch für das Leben kämpfen ?

Erinnere Dich doch mal an die Zeit Deiner Obdachlosigkeit.

Ich habe da mitgenommen , auf der Strasse bist Du ganz alleine. Keiner kümmert sich um Dich oder nimmt Anteil, Du kannst jeden Tag in der Fußgängerzone verrecken, ohne das es wen stört.
Da habe ich überleben gelernt, war bitter aber das allein wurde im Laufe der Zeit erträglicher weil die Pläne aufgingen, die ich allein machte.

Du stellst eine für mich "toxische" Verbindung, als positiv hin, betonst aber gleichzeitig die Garantielosigkeit , Du könntest egal wie korrekt Du Dich verhältst, trotzdem unkorrekt behandelt werden, Koffer tragen ???

Spätestens hier solltest Du etwas merken ...führt man eine Beziehung und das Koffertragen des Anderen ist das einzige wirklich positive was Dir einfällt, so ist das eher wenig oder ?

Was ich aber nicht verstehe, wieso änderst Du das nicht und suchst Dir andere Gesellschaft ????

Dumm bist Du nicht - an der Arbeit liegt es auch nicht, .....

Die Selbstständigkeit hattest Du als Obdachlose, sonst wärst Du heute noch da, die geht doch nicht unterwegs verloren ????
Woher ich das weiß - rate mal ....ich bin auch nicht mehr obdachlos.....habe aber wie gesagt etwas gelernt, Strasse oder Einzelhaft oder allein in der Natur - da ist kein Unterschied es ist, wie allein in der Wohnung, Gesellschaft sucht man sich oder Leute schart man um sich, wenn man das braucht, aber warum tut man das ???

Weil man sich selbst das wert ist, so denke ich mir, warum ist Dein Selbstwert im Keller, denn Selbstbewußtsein hast Du doch....

Wann hast Du das letzte Mal alleine im Wald gepennt oder am Strand oder den Bergen....oder in der Stadt wo keiner ist ???

Kennst Du das Gefühl Du legst Dich schlafen und hoffst es kommt keiner und morgens ist noch alles da ???
Erinnere Dich dran - außer das Du älter geworden bist hat sich doch nix geändert, die Menschen sind dieselben und deren Verhalten ist oft zum Kotzen.

Dann gibt man sich zwangsläufig mit ihnen ab ....da kam ich mir bei vor, als würde ich gute Mine zum bösen Spiel machen , das ist nix für mich

dann lieber alleine - die kurze Zeit der Realisation und dann wieder weiter machen, denn wenn Du alleine bist , hast Du im Grunde immer etwas zu tun. der Tag hat ja nur 24 h .
🫂
 
Hallo L.,



für mich wird durch deine Erzählung von dir doch sehr deutlich, dass du vieles zu verkraften hast und auch schon immer hattest. Vielleicht verstehe ich das aus meiner Sicht sehr gut, weil mein Leben auch eher ähnlich war, wie deines. Aber manche Dinge waren nicht so schwer.

Und ich kann sehr gut verstehen, dass du keine Lust mehr hast zu kämpfen.

Immer wieder erreichst du das Ziel, das du erreichen kannst und doch verlierst du es immer wieder. Wenn man diese Erfahrung macht, dann prägt das einen und man weiß irgendwann. Auch wenn ich das Ziel erreiche, doch geht es mir wieder verloren. Warum soll ich darum kämpfen?

Was mir dabei hilft ist, meine eigene schöpferische Kraft.

Ich weiß, auch wenn ich ganz alleine da stehe und niemanden mehr habe und keine Ahnung habe, welche Maßnahme oder Gesundheitsförderung noch Sinn macht, ich werde immer etwas finden, mit dem ich was anfangen kann ohne dafür einen Cent zu brauchen. Wäre manchmal schon gut, für was Geld zu haben. Aber früher oder später habe ich wieder ein Stift und ein Blatt Papier. Ich habe eine Zeit lang mit einem Zahnstocher gemalt und dabei sehr schöne Erfahrungen gemacht. Und ich kann immer hoffen, dass irgendwann doch mal was aus mir wird.

Aber wenn ich es will, dann erlebe ich es vielleicht jeden Tag.

Einfach nur weil ich einen Kopf habe.

Ich habe auch eine unheilbare chronische Erkrankung und ich habe gelernt sie zu schätzen und zu hüten. Eine Psychologin hat mal gemeint, dass der Kopf nicht umsonst so reagiert und dass es dafür Gründe gibt. Inzwischen hilft mir meine Erkrankung sogar sehr oft, auch wenn sie die meiste Zeit auf die nerven geht, habe ich gelernt mit ihr zu leben, an ihr zu wachsen und noch tiefer ins Leben eintauchen zu können.

Ich hab mich immer mal wieder gefragt, was bei dir das Problem sein könnte. Diese chronische Erkrankung. Manches deutet auf Drogenkonsum hin und HIV, was zu deinem Leben passen würde. Aber manches widerlegt meine Überlegung.
Mich würde es sehr freuen, wenn du uns oder auch nur mir in einer PN verraten könntest, was es denn ist, was dich immer plagt.
lg
 
Ich frage mich gerade, warum ein Mensch sich einen Umzug und die damit zusammen hängende Arbeit antut, wenn er kaum arbeiten kann?
Die vielen Umzüge damals müssten gezeigt haben, dass sich dadurch nichts verbessert.
Du tauschst jedes mal ein aufgebautes Fundament gegen die vage Chance auf einen weiteren Neuanfang, nimmst Dich mit und lässt Freunde zurück.

Dies macht es Dir schwer, ein soziales Umfeld auf zu bauen, in das Du Dich fallen lassen kannst.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
D Einsamkeit, wie kann man damit umgehen? Ich 5
Schutzhuette Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll? Ich 74
Schwertlilie Abschalten und Kopf frei, wie macht ihr das? Ich 50

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben