warum hat das dann nicht bei mir funktioniert?..ich wurde ja in meiner Kindheit auch durch Gewalt traumatisiert..zwar kein Missbrauch sondern "nur" Schläge und Psychoterror...aber durchaus mit dem Ziel mich als hilflos und unterwürfig hinzubiegen...woran liegt es das das bei einigen hinhaut, bei anderen nicht?
Ob eine Persönlichkeitsstörung entsteht und in welche Richtung sich die PS entwickelt kann davon abhängen, wie alt das Kind zum Zeitpunkt der Misshandlungen ist und welchen Misshandlungen es ausgesetzt ist. Je nach Alter des Kindes und dem Ausmaß der Misshandlungen entwickelt sich die Persönlichkeitsstruktur tendenziell eher in Richtung einer Borderline-, Narzisstischen-, oder sogar Antisozialen Persönlichkeitsstörung.
Im Alter von fünf Jahren hat sich die Grundsubstanz der Persönlichkeit eines Menschen schon entwickelt.
Wenn ein Kind bereits vor dem Erreichen seines fünften Lebensjahres körperlich und/oder sexuell misshandelt wurde, ist die Störung häufig schon in die Persönlichkeitsstruktur integriert worden. Bei älteren Kindern entwickeln sich eher pathologische Verhaltensmuster, die sich später, bei erfolgreichem Therapieverlauf "umprogrammieren" lassen.
Nach meiner Einschätzung hat der Umgang mit einem misshandelnden Elternteil auch ein wenig mit der Ausprägung des eigenen Überlebenstriebes zu tun.
Ein wenig Mitschuld trägt da in meinen Augen die patriarchale Struktur unserer Gesellschaft...männliche Dominanz ist kulturell etabliert und im Extremmaß oder im pervertierten Ausmaß kann sie auch solch skurille Blüten tragen.
Es gibt Theorien dazu, dass die Entwicklung antisozialer Persönlichkeitsstrukturen durch den evolutionären Druck unserer leistungsorientierten Gesellschaft entstanden sei. Der "normale" Psychopath wird hierbei als ein Extrem der vorhandenen Persönlichkeitsdimensionen gesehen. Ein krimineller Psychopath wird als "gescheiterter Psychopath" charakterisiert, bei dem zu der antisozialen Persönlichkeitsstruktur wohl noch Komorbitäten wie Phädophilie hinzukommen. Nach dieser Theorie würde es einen nicht unbedingt geringen Gesellschftsanteil mit einer antisozialen Persönlichkeitstruktur geben, der verhaltensunauffällig sozial integrieren konnte und durch seine Kooperationsfähigkeit nicht die Aufmerksamkeit der Justizsysteme erweckt.
Und das mit dem Schutzbunker....schräg.....an sich eher das Gegenteil als ein Schutz---Bunker. Und von allgemeiner Versorgungsleistung würde ich auch nicht reden..sondern eher von einseitiger Selbstversorgung....die Tochter im Keller als Sexssklavin zu halten ...dazu war ja ne Mindestversorgung notwendig..sonst wäre der "Spass" und die Gewährleistung der Selbstversorgung ja zu Ende gewesen....
Straftäter mit antisozialen Persönlichkeitsstörungen neigen dazu, ihre Wahrnehmung auf eine "Bedürfnis/Wollen"-Perspektive zu begrenzen. Die Welt außerhalb des für ihre Bedürfnisbefriedigung notwendigen Umfeldes ist für sie nicht real.
Das normale Gesellschaftsleben ist für sie anstrengend, da sie Gefühle imitieren müssen und Regeln einhalten, deren Notwendigkeit von ihnen nicht nachempfunden werden kann. Scheinbar entwickelt sich bei solchen Tätern ein starkes Bedürfnis nach gelegentlichen "Ferien" in Schweinereien, Gewalt und Perversion, so wie bei normalen Menschen an einen schönen Ort vereisen möchten, sich interessante Freizeitaktivitäten suchen, um Stress zu kompensieren.