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Wie krank ist die Welt?!

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Da hätte jeder DNA-Test sowieso nichts genützt. Gab ja keinen Grund die Briefe zu untersuchen. Die waren ja nur für die Mutter bestimmt. Und die scheint das geglaubt zu haben. Für mich auch einigermaßen unverständlich. So ohne Vorankündigung - oder das man zumindest Kontakt mit einer Sekte hat - haut ja niemand ab. Als Mutter kennt man doch seine Kinder?
 
Naja, wenn sie einen DNA-Test hätten machen wollen, dann hätten sie ja erstmal stutzig werden müssen, das da was nicht stimmt. Aber das ist ja offensichtlich niemand geworden.

Erstens das und zweitens gab es in den 80ern tatsächlich noch keine DNA Tests. Aber die Polizei kommt mir bei dem Fall sowieso komisch rüber.

Vor allem als einer der Ermittler der Presse mitteilte, dass der Vater einen "ausgezeichneten Leumund" hatte und es deshalb keine Gründe gab, an seinen Schilderungen zu zweifeln. 🙄
 
Sicher, denn die erste Vergewaltigung war aus seinen Papieren draußen, er hatte jahrelang eine Pension geführt und hat in seinem Besitz mehrere Anwesen. Der nette Onkel von nebenan....
 
manchmal will man einfach gewisse Dinge nicht sehen, denke ich und sich damit mit erschreckenden Zügen der menschlichen Natur konfrontieren...daher denke ich schon dass jeder Mensch allgemein dazu neigt manchmal auch getäuscht zu werden...oder sich einfach einer Täuschung hinzugeben...mal mit weniger schlimmen, mal mit schlimmeren Konsequenzen...wie in diesem Fall.

Vielleicht ist das sone Art Mechanismus um mit einigen Dingen klarzukommen.

Wenn man sich als Mutter nicht besonders für seine Kinder interessiert muss man sie nicht unbedingt kennen.

Ich halte es für ein Versagen der Behörden da nicht betr des Verschwindens der Tochter sorgfältiger ermittelt zu haben...in meinen Augen gab es an sich schon Grund die Briefe näher zu untersuchen und auch mehr als diese Briefe..z.b. den bekloppten Keller...einfach mal ne Suchtöle...ähmm einen Suchhund durch die Hütte zu jagen...hätte Jahre, Jahrzehnte des Maryriums ersparen können...

ausgezeichneter Leumund....lachhaft..das österreichische System mit der Handhabung, dass sämtliche Straftaten nach 15 Jahren in der "runden Ablage" sprich im Papierkorb verschwinden ist doch echt nen Witz!! Hier hat in meinen Augen ein Systemmangel zu falschen Schlussfolgerungen geführt...nun ja jedes System ist nur so gut wie es sein will.....ein Anhaltspunkt mehr dafür dass man wohl daran tut selber ausreichend aktiv zu sein und sich nicht immer aufs System zu verlassen....

In punkto Familie geht es mir ähnlich wie Sori...ich suche mir selber die Leute aus, die mir wichtig sind und fühle mich nicht an diese Blutbande gebunden oder so....
 
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Da wäre ich vorsichtig. Wir wissen nicht, wann die Tochter angeblich verschwunden ist. Wahrscheinlich war die zu diesem Zeitpunkt bereits 18 Jahre alt und völljährig. Warum soll da jemand nachforschen?
Und einfach so einen Suchund durchs Haus jagen? Äh........
Ohne begründeten Verdacht geht das nicht und sicherlich hätte er das auch nicht zugelassen. Und einen Durchsuchungsbeschluß hätte es sicher auch nicht gegeben.

Außerdem scheint mir der Gedanke zwecks DNA auch nicht besonders zielführend. Dieser Mann ist ja nicht dumm - der hätte in der heutigen Zeit einfach die Briefe von der Tochter zukleben lassen udn die Teile selbst nur mit Handschuhen angefasst. Soviel Logik ist dem schon zuzutrauen, oder?
 
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tschja...wenn diese Vergewaltigungssache des Täters noch in den Akten gewesen wäre, oder wenn zumindest einer (nur ein einziger, die Mutter oder eines der 7 Kinder...bzw. anderen 6 Geschwister....litten die alle an ADS ??)) aus der Familie ein wenig auf Draht gewesen und Verdacht geschöpft und ne Aussage gemacht hätte, dann wäre ein ausreichender Verdacht wohl vorhanden gewesen...dumm gelaufen.....mal abwarten, was noch so bei den Ermittlungen rauskommt.
 
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ist das mit der Vergewaltigung eigentlich erwiesen?
Mein letzter Medienstand ist, dass das unbestätigte Gerüchte sind.
 
noch nicht erwiesen bzw von den Behörden bestätigt.

vgl. hier:

N24: Fritzls Vergangenheit - Neue Vorwürfe gegen Inzest-Vater

es hatte sich eine Frau aus Linz gemeldet, die behauptete von ihm vergewaltigt worden zu sein und es auch einen Prozess dazu gab..sowas ist ja ggf. schnell zu klären.....

es gibt derzeit in Frankreich ein ähnliches Drama...erschreckend wenn man sich das durchliest...
 
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warum hat das dann nicht bei mir funktioniert?..ich wurde ja in meiner Kindheit auch durch Gewalt traumatisiert..zwar kein Missbrauch sondern "nur" Schläge und Psychoterror...aber durchaus mit dem Ziel mich als hilflos und unterwürfig hinzubiegen...woran liegt es das das bei einigen hinhaut, bei anderen nicht?

Ob eine Persönlichkeitsstörung entsteht und in welche Richtung sich die PS entwickelt kann davon abhängen, wie alt das Kind zum Zeitpunkt der Misshandlungen ist und welchen Misshandlungen es ausgesetzt ist. Je nach Alter des Kindes und dem Ausmaß der Misshandlungen entwickelt sich die Persönlichkeitsstruktur tendenziell eher in Richtung einer Borderline-, Narzisstischen-, oder sogar Antisozialen Persönlichkeitsstörung.

Im Alter von fünf Jahren hat sich die Grundsubstanz der Persönlichkeit eines Menschen schon entwickelt.
Wenn ein Kind bereits vor dem Erreichen seines fünften Lebensjahres körperlich und/oder sexuell misshandelt wurde, ist die Störung häufig schon in die Persönlichkeitsstruktur integriert worden. Bei älteren Kindern entwickeln sich eher pathologische Verhaltensmuster, die sich später, bei erfolgreichem Therapieverlauf "umprogrammieren" lassen.

Nach meiner Einschätzung hat der Umgang mit einem misshandelnden Elternteil auch ein wenig mit der Ausprägung des eigenen Überlebenstriebes zu tun.


Ein wenig Mitschuld trägt da in meinen Augen die patriarchale Struktur unserer Gesellschaft...männliche Dominanz ist kulturell etabliert und im Extremmaß oder im pervertierten Ausmaß kann sie auch solch skurille Blüten tragen.

Es gibt Theorien dazu, dass die Entwicklung antisozialer Persönlichkeitsstrukturen durch den evolutionären Druck unserer leistungsorientierten Gesellschaft entstanden sei. Der "normale" Psychopath wird hierbei als ein Extrem der vorhandenen Persönlichkeitsdimensionen gesehen. Ein krimineller Psychopath wird als "gescheiterter Psychopath" charakterisiert, bei dem zu der antisozialen Persönlichkeitsstruktur wohl noch Komorbitäten wie Phädophilie hinzukommen. Nach dieser Theorie würde es einen nicht unbedingt geringen Gesellschftsanteil mit einer antisozialen Persönlichkeitstruktur geben, der verhaltensunauffällig sozial integrieren konnte und durch seine Kooperationsfähigkeit nicht die Aufmerksamkeit der Justizsysteme erweckt.

Und das mit dem Schutzbunker....schräg.....an sich eher das Gegenteil als ein Schutz---Bunker. Und von allgemeiner Versorgungsleistung würde ich auch nicht reden..sondern eher von einseitiger Selbstversorgung....die Tochter im Keller als Sexssklavin zu halten ...dazu war ja ne Mindestversorgung notwendig..sonst wäre der "Spass" und die Gewährleistung der Selbstversorgung ja zu Ende gewesen....

Straftäter mit antisozialen Persönlichkeitsstörungen neigen dazu, ihre Wahrnehmung auf eine "Bedürfnis/Wollen"-Perspektive zu begrenzen. Die Welt außerhalb des für ihre Bedürfnisbefriedigung notwendigen Umfeldes ist für sie nicht real.
Das normale Gesellschaftsleben ist für sie anstrengend, da sie Gefühle imitieren müssen und Regeln einhalten, deren Notwendigkeit von ihnen nicht nachempfunden werden kann. Scheinbar entwickelt sich bei solchen Tätern ein starkes Bedürfnis nach gelegentlichen "Ferien" in Schweinereien, Gewalt und Perversion, so wie bei normalen Menschen an einen schönen Ort vereisen möchten, sich interessante Freizeitaktivitäten suchen, um Stress zu kompensieren.
 
Es war wohl so, die Akten sind aber nach 15 Jahren vernichtet worden. Bleibt noch eventuell ein Mord, den er begangen haben könnte.
Ich denke halt, wenn so eine Sache mal ein paar Jahre gelaufen ist, wird die Aufdeckung immer schwerer. Eine Chance gab es nur vom 11 bis zum 18. Lebensjahr des Mädchens. Da hätte es jemand schnallen müssen. Ich wage gar nicht dran zu denken, wenn sich das Mädchen vielleicht doch damals jemandem anvertraut hat - und derjenige das z.B. als Spinnerei abgetan hat. Für mcih ist das gut denkbar.
 
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