Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie krank ist die Welt?!

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
also ich denke die Hauptschwachpunkte sind warum die Polizei nicht auf den Anruf der Ehefrau reagiert hatte:

Wieso sie selbst auf einen Hinweis von F.s Ehefrau Rosemarie nicht reagierten, als Josef F. seine Familie mit verstellter Stimme anrief und sich als Elisabeth ausgab. Rosemarie F. sei der Anruf seltsam vorgekommen, sie habe ihn der Polizei gemeldet, sagte ein Ermittler. Die aber sei dem Hinweis nicht weiter nachgegangen.

Dann das mit der Vorstrafe als V***, die nach 15 Jahren aus der Akte gelöscht worden ist

Und wie es möglich war ohne persönlichen Kontakt oder Nachforschen wo die Tochter war diese 3malige Adoptionskiste hinzukriegen...allein auf Basis von Briefen der Tochter ...also ich wäre bei sowas direkt misstrauisch geworden...

Quatsch finde ich dass daraus son Politikum gemacht wird und die Presse z.T hetzerisch von "typisch österreichisch" oder den Abgründen der österreichischen Seele redet...diese Abgründe sind denke ich allgemein menschlich und nicht abhängig von irgendeiner Nationalität.
Was jedoch ein wenig Schuld bzw. Mitverantwortung der Gesellschaft ist (aber nicht nur der österreichischen Gesellschaft) ist ein in meinen Augen zu naives Menschenbild zu pflegen und den Raubtiercharakter des Menschen allzu leicht vergessen zu wollen, die Natur des Menschen ein wenig zu verkennen......manche Dinge möchte man nicht gerne sehen,aber zu viel Ausblendung führt dann zu Oberflächlichkeit...z.B zu der Oberflächlichkeit mit der der Anruf der Mutter bei der Polizei behandelt wurde oder wie das Rechtssystem so tralala nach 15 Jahren Straftaten aus Akten löscht oder wie anhand von Briefen der Mama jemand 3 Kinder einfach so adoptieren kann...
 
Zuletzt bearbeitet:
A

Anzeige

Re: Wie krank ist die Welt?!
Das man nicht viel machen kann, stimmt so nicht. Denn ich denke zwar das in den vielen Jahren der Einkerkerung kaum eine Aufdeckung möglich war - aber in den Jahren des Mißbrauchs ( als die Tocher 11 Jahre alt war ) hätte es auffallen können. Zum Beispiel bei einer schulärztlichen Untersuchung oder eventuell durch Bekannte, Freunde.
Da ist für mcih der Knackpunkt.
Menschen, die schon im Kerker geboren werden, zu entdecken, halte ich fast für unmöglich.
 
stimmt, das ist ein weiterer Knackpunkt....finde ich auch seltsam, dass in dieser Zeit niemand etwas gemerkt hat..weder die Familie noch jemand aus der Schule....

den neuesten Berichten zufolge war dieser Kerker ja derartig gut versteckt und abgesichert, dass es schon glaubwürdig ist, dass niemand den so leicht entdecken konnte.....welch verbrecherische Energie seitens des Täters kann ich dazu nur sagen

wie alt waren nochmal die Kinder, die ausschließlich im Kerker waren..ein Mädel davon, die im KH liegt war doch bereits 19...unfassbar so lange eingekerkert zu sein.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Die vergewaltigte Tochter ist ja sozusagen offiziell auf der Welt. Sie muß ganz normal zu Schule gegangen sein. Ich würde mal behaupten, das heute - bei regelmäßigen Untersuchungen, die ich für absolut richtig halte - so ein Fall sicherlich auch noch vorkommen könnte. Das aber die Chance der Aufdeckung doch viel größer als noch in den 80er Jahren ist. Ist natürlich auch eine Frage der Erziehung, ob Kinder mit solchen Wahrheiten zu Mutter ( oder Vater ) kommen können - oder eventuell eine nahe Verwandte des Vertrauens da ist, die das dann ernstnimmt.
Auf der anderen Seite lassen sich Fälle dieser Art eben nicht verhindern, weil man nicht in jedes Haus hineinsehen kann. Und das will ja auch hoffentlich niemand.
 
Zuletzt bearbeitet:
stimmt....bleibt dann nur zu hoffen, dass nicht zu viele Frauen ihren A**** einem solch despotischen Patriarchen hinhalten, wie die Frau des Täters es getan hat.
Ich denke ein wirksames Gegenmittel gegen solche Fälle ist Emanzipation, Emanzipation und nochmals Emanzipation und damit verbunden ne wirksamere und v.a. selbstbewusstere Rolle der Frau bei der Erziehung (was zwar auch keine endgültige Garantie ist aber schonmal ein wenig besser)...in diesem Fall war das wohl reine Papasache...einer bestimmt, der Rest folgt gehorsam....immer noch zu viel Passivität und blinder Gehorsam seitens der Frauen im Rudel....
 
Zuletzt bearbeitet:
Die vergewaltigte Tochter ist ja sozusagen offiziell auf der Welt. Sie muß ganz normal zu Schule gegangen sein. Ich würde mal behaupten, das heute - bei regelmäßigen Untersuchungen, die ich für absolut richtig halte - so ein Fall sicherlich auch noch vorkommen könnte. Das aber die Chance der Aufdeckung doch viel größer als noch in den 80er Jahren ist.
Auf der anderen Seite lassen sich Fälle deiser Art eben nicht verhindern, weil man nicht in jedes Haus hineinsehen kann. Und das will ja auch hoffentlich niemand.

ich halte das für sehr optimistisch..
Missbrauch hat ja nicht immer offensichtliche Verletzungen zur Folge, die bei solchen Untersuchungen auffallen würden. So eine Untersuchung dauert ja auch nur ein paar Minuten, da hat ein Arzt wohl auch wenig Gelegenheit, die Psyche durchzuleuchten.
Und ob unser Schulsystem sowas mehr zu Kenntnis nimmt?? Ich zweifle da an mir und meinen Kollegen. Sicher gibt es solche, denen sowas auffällt und die dann agieren. Aber oftmals gehts auch an den Lehrern vorbei. (und teilweise ist es ja auch schwer zu entscheiden, woran auffälliges Verhalten liegt - Pubertät, Liebeskummer, Missbrauch?).
Die Schwierigkeit liegt ja gerade darin, dass die Mädels nicht drüber sprechen, sich nicht anvertrauen, teilweise sogar leugnen und den Täter in Schutz nehmen.

Ich würde mir wünschen, dass es heute leichter ist als in den 80ern, aber ich glaube es nicht.

Was meinst Du, wie viel missbrauchte Kinder unerkannt 9 - 13 Jahre zur Schule gehen, ohne das jemand was mitkriegt. Viele verhalten sich ja noch nicht mal direkt auffällig...
 
Klar, erster Ansprechpartner muß der Elternteil sein, der nicht mibraucht, salopp gesagt.


Mmh, mal ne Frage: Gibt es eigentlich so eine Art Telefon für mißbrauchte Kinder?
 
nicht das ich wüsste, Mike.

Nur diese allgemeinen Sorgentelefone (Nummer gegen Kummer, etc.)
 
ich denke aufgrund der immer noch sehr traditionell gestalteten Beziehungs- und Rollenmuster ist es auch heutzutage nicht einfach...

Die Hauptschwierigkeit dass die Opfer nicht reden, oft sogar leugnen und den Täter in Schutz nehmen besteht auch heute im gleichen Maße wie früher. Liegt meiner Ansicht nach in einer unterbewusst reproduzierten falschen/ungünstigen Erziehung....patriarchaler Tradition, einen patriarchal, durch männliche Dominanz geprägtem Bild von der Frau...das Mädels nix zu sagen haben und ein sittsames und tugendhaftes Mädel halt schweigt, sich unterwirft und duldet....tja gesellschaftliche Anachronismen....denen halt einige zum Opfer fallen....
 
ich denke aufgrund der immer noch sehr traditionell gestalteten Beziehungs- und Rollenmuster ist es auch heutzutage nicht einfach...

Die Hauptschwierigkeit dass die Opfer nicht reden, oft sogar leugnen und den Täter in Schutz nehmen besteht auch heute im gleichen Maße wie früher. Liegt meiner Ansicht nach in einer unterbewusst reproduzierten falschen/ungünstigen Erziehung....patriarchaler Tradition, einen patriarchal, durch männliche Dominanz geprägtem Bild von der Frau...das Mädels nix zu sagen haben und ein sittsames und tugendhaftes Mädel halt schweigt, sich unterwirft und duldet.

Nicht nur. Meine Erziehung war sicher nicht dominant geprägt. Und da gings weder bewusst noch unbewusst um Unterwerfung der Frau oder Sittsamkeit von Mädchen - und dennoch hab ich geschwiegen.
Das ist auch etwas eindimensional gedacht.
Zum einen ist Missbrauch immer noch ein Tabuthema in der Gesellschaft. In der Schule meiden die Lehrer das Thema "sexualerziehung" wie die Pest und wenn, dann zeigen sie nur Filmchen aus den 70ern. Da ist einfach kein Raum, wo solche Sachen auch mal thematisiert werden (das wird ja inzwischen etwas besser).
Im Übrigen ist Missbrauch innerhalb einer Familie auch nochmal komplizierter als wenn es Täter von außerhalb sind. Denn für alle Beteiligten bricht ja eine komplette Welt zusammen. Damit müssen die Leute auch erstmal fertig werden. Plötzlich soll der Ehemann, der Bruder, der Sohn, die Person, die man jahrelang gekannt und geliebt hat, ein Täter sein. Wie reagiert man denn da? Das kann man jetzt mit einem Satz über den Haufen werfen, aber emotional ist das ganz schwierig.
Und ein Kind sieht natürlich diese Bindungen auch und hat wahnsinnige Angst, diese Familiengefüge zu zerstören. Und als Kind sieht man eben auch nicht nur den Täter als Monster. Gerade, wenn das ganz im gleichen Haushalt passiert, ist das auch der Vater, der Bruder, der total lieb sein kann, der mit einem spielt, der vielleicht sogar Vorbild ist. Da sind definitiv auch ambivalente Gefühle. Und von denen muss man sich erstmal trennen, um da rauszukommen.
Dabei sind jetzt die üblichen Drohungen, etc. mal gar nicht erwähnt.

Ich denke, dass das Problem nicht in der Emanzipation liegt (es gibt leider auch genug Jungs, die Opfer werden), sondern in der Aufklärung und in den Möglichkeiten, die so ein Kind hat.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben