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Wie kommt man aus einem negativen Umfeld raus ohne fremde Hilfe?

rottenskin

Neues Mitglied
Hi, bei mir gibt es viele Baustellen mit denen ich nicht zurecht komme

1. stecke seit einigen Jahren in Arbeitslosigkeit und in einer Wohnung fest die durch Nachbarn gesundheitsschädlich ist (nahezu jeden tag Lärm und Gestank durch rauchen evtl. drogen, kommt noch grillen und kamin dazu). Man ist wie ein Kleinkind das hier feststeckt, nur auf Papier hat man Erwachsenenrechte die aber nirgends durchgesetzt werden (Recht auf Unversehrtheit).
2. gesundheitlich gehts mir schlecht, Ich bekam Herz Lunge, Nasen, Bauch Probleme, habe wiederkehrend mit dem Kreislauf und Energielosigkeit zu tun. Hocke in der Bude fest, zum Spazierengehen fühle ich mich zu angreifbar in der Gegend. Einsamkeit schmerzt, jeder Tag ist fast unaushaltbar. Bislang konnte ich keinen Arzt anlaufen der mich ernst nimmt, noch annimmt und mich unterstützen wollte:, eine lange Krankschreibung, Überweisungen, Pflegegrad und Pflegekraft zu erhalten. Evtl. auch assistierte Sterbehilfe wäre mein Wunsch, weil ich ohnehin keine besonderen ziele fassen konnte und durfte. Bei mir gehts nur darum zu Vermeiden.
Lebenslust war nie vorhanden und bisher gab es auch nie etwas positives.

Man wacht auf durch Lärm und Gestank und kann darin hocken bleiben. Anlaufstelle fande ich bislang keine, wurde auf Fragen immer abgewiesen oder beleidigt. Viele glauben ich sei sowieso drogensüchtig und bereits obdachlos oder geisteskrank. Zu letzteren gibt es Diagnosen die mir vorgehalten werden können und gegen die man sich als stigmatisiertes Opfer nicht wehren kann oder nicht weiß wie.

Man weiß nicht wo man zu erst anfangen soll und dann ist der Tag schon wieder vorbei während man nur im Qualm und Getrampel der anderen, mit Schmerzen und Unwohlsein, online nach Tipps oder Wohnungen suchte. Ergibt sich aber nichts weiter, hätte man auch nichts machen müssen, kommt auf dasselbe raus.
Das Leben ist dann wie Zeit absitzen im Dreck der durch andere verursacht wird und einem schadet und lähmt.

Und dann ist es immer gefährlich Fremde nach Hilfe zu fragen, weil viele die eigene Bedürftigkeit ausnutzen wollen oder ablehnen. Wie soll man jetzt einen Schritt vor den nächsten setzen, möchte eigentlich nur um mich treten und wegrennen. War auch nie priviligiert, habe keine Resoursen so wirklich. Das ich noch da bin liegt nur am Körper selber und aus Mangel an einer Methode die mir zusagt. Seit meiner Kindheit war ich schon Ziel von Mobbing und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Wenn ich mit anderen zu tun hatte, nur mit Leuten die mich nicht leiden können, darum habe ich auch nicht groß je nach Kontakten gesucht. Man ist an den Abgrund gedrängt, was will man da suchen außer Erlösung.
Darum ist es sehr schwierig irgendwie was zu tun.

Heute wurde ich wieder aus dem Schlaf gerissen, nur um Bohrlärm und den Kiffestank der Nachbarn mitzuerleben und das den ganzen Tag. Woher soll man Energie herkriegen.
 
An deiner Stelle würde ich aufs Land ziehen.

Da hast du die entsprechende Ruhe, die du anscheinend dringend brauchst. Es ist günstiger, du kannst in die Natur gehen oder einen Garten haben und so wieder langsam anfangen dich körperlich zu betätigen.

Warst du schon mal bei einem Psychologen um dich auf Depressionen testen zu lassen?

Alles Gute
 
Hi @rottenskin ich weiß auf deine Frage keine Antwort. Ich schaff(t) es nicht ohne Hilfe. Mache aber auch die Erfahrung, dass die Hilfe für Erwachsene natürlich an Grenzen stößt. Es kann schwierig sein. Drücke dir arg die Daumen, dass Du einen Weg für dich findest. Vielleicht haben andere da Tipps
 
Umzug, aber wenn aufs Land dann auf gute Infrastruktur achten, falls Du mal zum Arzt oder auf eine Behörde oder einfach nur zum Einkaufen mußt, denn ich glaube nicht daß Du ein eigenes Fahrzeug hast. Wenn man keinen ganzen Hausstand mitschleppt sondern sich bereits möbliert irgendwo einmieten kann, so daß alles Mitzunehmende in ein paar Koffer paßt, ist das zu machen. Sprich mit den Bearbeitern die für Dich zuständig sind, unter Hinweis auf die chronische nervliche Belastung am jetzigen Wohnort, notfalls soll sich halt mal ein Sozialarbeiter (wenn die sowas haben) sich die Zustände selber vor Ort anschauen, das hilft manchmal mehr als tausend Bitten.
 
Das liest sich alles sehr verzweifelt und ausweglos.
So muss dein Leben aber nicht sein.
stecke seit einigen Jahren in Arbeitslosigkeit und in einer Wohnung fest
gesundheitlich gehts mir schlecht, Ich bekam Herz Lunge, Nasen, Bauch Probleme, habe wiederkehrend mit dem Kreislauf und Energielosigkeit zu tun.
Bislang konnte ich keinen Arzt anlaufen der mich ernst nimmt, noch annimmt und mich unterstützen wollte:, eine lange Krankschreibung, Überweisungen, Pflegegrad und Pflegekraft zu erhalten.
Du solltest dir zuerst klar werden, was du möchtest.
Möchtest du wieder in Lohn und Brot oder einen Pflegegrad? Was brauchst du dafür?
Sobald du einen Job hast ist dir ein Umzug in eine andere Gegend anzuraten.
Warum ist es dir nicht möglich am gesellschaftlichem Leben teilzunehmen?
Dass du früher gemobbt wurdest ist wirklich schlimm, aber was früher war muss heute deshalb nicht so sein. Du könntest dich in deiner Nachbarschaft nach Kontakten umschauen, man mag es gar nicht glauben, aber es gibt unzählige Menschen wie dich, die sich ohne Kontakte in ihre vier Wände zurückziehen und so ein einsames Leben fristen. Es gibt Onlineplattformen, die dir dabei helfen könnten.
Wenn du in deiner Umgebung nicht raus willst, kannst du doch weiter weg, so mal an den Wochenenden, plane doch mal einen Ausflug.
Muss nicht immer mit einem Auto sein, mit einem Fahrrad, der Bahn, den Öffies oder zu Fuß ist es ebenfalls möglich.
 
Woher soll man Energie herkriegen.

Ich wüsste viel, nur, du bist natürlich nicht in der Lage, diese Tipps überhaupt zu hören. Man hat in so einem Zustand, wie du ihn derzeit leider durchstehst eher einen Beistand nötig, keine "schriftlichen Weisungen".
Ersthilfe wäre:
Mach mal auf total irre, auf suizidal, geh in die Übertreibung und man wird dich hören und dich aufnehmen in eine Klinik. Dort hast du Ruhe, Zeit zum Beruhigen, eventuell gute Medikamente, wo du gedämpft bist, also keinen stressigen Reizen mehr ausgesetzt bist für eine Weile.
Traust du dich?
Könntest du weg? Sie müssen dich aufnehmen und das wäre, als wenn du in einem guten Hotel versorgt werden würdest, samt Fachpersonal, das gut ist zu dir und mit dir alles durchgeht, was dich belastet. Für das sind diese Mediziner und für solche Hilfsdienste Ausgebildete ja da. Nimm das in Anspruch, das steht dir zu.
Erhole dich einmal. Nachher wird dir ein Plan einfallen.

Ich bekomme meine Energie aus mir heraus. Ich selbst bin es, die mittlerweile viele Dinge kennt, ausführt, macht, die immer wieder für ein gutes Befinden sorgen.
Gestern am Abend da dachte ich, so etwas Schönes hatte ich noch nie in meinem Leben. Das sage ich oft, aber immer wieder stelle ich fest, so oft ich das meine, bin ich gerade im Augenblick, ich bin total im Hier und sehe und staune und bin ergriffen von dem, was gerade ist. Ein Boah nach dem anderen taucht auf, weil ich auf das alles bewusst achte, es bewusst registriere, es annehme und genießen kann.
Gestern war ich eigentlich nur wandern, einem Moorweg entlang. Alleine, extrem langsam gehend, auf alles schauend, alles sehend... das Herz wird weit, dir wird so froh... die Luft, der Duft, die Stimmung, die Gräser, die Farben, die mystische Dämmerung, die Farne im Wind, der aufziehende Nebel, das ruhige Gewässer, dieses Dunkelgrün an mir vorbeifließend, der Hund so glücklich schnuppernd, Millionen Eindrücke und du mittendrin...
Oder...
Mein Bett so kuschelig, mein Kaffee so perfekt geschäumt, mein Vorhang so passend genäht...ich sehe ununterbrochen Gründe, wieso es mir so gut geht. Ich fühle mich privilegiert. DAS wird der Unterschied sein, zwischen uns- wir achten auf bestimmte Dinge- die verstärken sich, die rücken in den Vordergrund, diese bestimmen unsere Welt.

Du siehst und lauscht und schnupperst ja auch, dorthin, wo du nachher eklig fühlst. Das könnte ich auch machen und hab ich auch lange gemacht, dh- ich kenne das, was du hast. Das hatte ich auch so. Nur ärgen, nur grämen, nur richtig sauer sein, nur Selbstmitleid, nur Denken an ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, mich regt alles so auf...so etwas war mir früher wichtig, heute was anderes.

Mach gleich wie gestern, dann gehts dir immer gleich.
 

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