Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie komme ich von daheim weg?

stefanie

Neues Mitglied
Aktuell bin ich 16 und werde im Juli 17 Jahre alt. Mein Freund ist 26 und wir verstehen uns sehr gut und sind auch schon seit 2 Jahren zusammen. Der Altersunterschied macht uns beiden nichts aus und auch die Eltern sind cool damit, weil ich mit 14 schon so eine geistige Reife hatte wie eine 20 jährige.

Ich habe eine schlimme vorgeschichte, bzw. ich habe seitdem ich 12 bin schwere depressionen, diese wurden im alter von 14 Jahren diagnostiziert.

Der Grund für diese Depression ist nicht etwa, dass ich in der Pubertät stecke sondern kommen von meiner ''Mutter'' . Sie bringt mich jeden Tag aufs neue zum weinen, und bei mir liegen die nerven Blank. Aufgrund ihrer aufbrausenden und negativen Art, was ganz sicher von ihrer traumatischen Erziehung in Russland kommt (sie wurde geschlagen, Vater war Alkoholiker), kann ich keinen Tag mehr zuhause verbringen ohne dass mich irgendwer aus der Familie nervt. Ich habe noch 2 Geschwister zuhause, die kleine ist 7 und die große ist 21, aber schwer geistig behindert. Die schwere Behinderung meiner älteren Schwester belastet meine Mutter sehr, schon seit meine Schwester geboren ist. Jedes Wochenende versuchen meine Eltern sich den Stress weg zu trinken. Dies geschieht dann in Form von hochprozentigem Schnaps und vielen Flaschen Bier, bis in die Nacht hinein. (4-5 Uhr Nachts hört der ganze Spaß dann zum Glück mal auf) In dieser Zeit kann ich wegen Schlafproblemen und wegen deren lauten Konversationen, Musik etc. GARNICHT schlafen. Auch aufgrund der negativen Stimmung in der Wohnung geht es mir sehr schlecht. Die Stimmung empfinde ich deshalb negativ, weil ich mich in meinem kleinen Zimmer ab 12 - 14 leider fast täglich selbst verletzt habe. Habe heutzutage das Verlangen immer noch seitdem ich leider wieder zuhause wohne -


Als ich mit meinem Freund zusammen gekommen bin, bin ich nach etwa einem halben Jahr zu ihm und seinen Eltern gezogen, weil es zuhause nicht mehr auszuhalten war. Dort war es wie im Traum, ich hatte eine Ausbildung, keiner hat mich gestresst, genervt, meine Privatsphäre wurde respektiert. Seine Eltern sind wie zweite Eltern für mich. Ich habe seiner Mutter die Situation erklärt und diese verstand mich direkt, weil sie auch schon lange unter Depressionen leidet. Der Nachteil: Ich habe mit meinem Freund in seinem Zimmer gewohnt auf etwa 5 x 5 Metern, was dann nach einem Jahr dazu geführt hat, dass ich zu Abhängig von ihm geworden bin und nurnoch ihn gesehen habe, das hat er gemerkt und hat Schluss gemacht da ich sehr sehr sehr anhänglich war, ich war sehr eifersüchtig wenn er mit Freunden draußen war, ich war abhängig. Ich habe meine Ausbildung verloren weil ich nichts mehr gesehen habe außer ihn. Heißt - Er hat Blau gemacht (Sein Betrieb hat ihn unfair bezahlt und er hätte sowieso eine neue Stelle gesucht) - Ich habe auch blau gemacht. IN DER PROBEZEIT und das nicht nur ein mal leider.



Aber nach 2 Monaten Zuhause, einer neu gestarteten Ausbildung, die ich aber dann wieder abgebrochen habe, weil es mir dort total fürchterlich ergangen ist, bin ich wieder mit meinem Freund zusammen gekommen und habe aber gemerkt wie dumm und abhängig ich von ihm /bei ihm war. Kurz darauf bin ich zu ihm in die eigene Wohnung gezogen, bin aber wieder nach einer Trennung meinerseits, weil unsere Beziehung wieder gewisse Tendenzen zur Abhängigkeit meinerseits eingeschlagen hat und weil er aber auch scheiße zu mir war in der Zeit, nicht mit mir geredet hat sondern mich angeschrien hat wenn ich traurige Phasen und Ritzdrang hatte... Hieß also wieder Horror - Nachhause ziehen - das habe ich gemacht und nach einem Monat haben wir uns wiedergefunden, ein echt ausführliches Gespräch geführt, unsere Fehler beidseitig eingesehen und haben uns gegenseitig wieder eine Chance gegeben. Aber ich wohne zuhause, weil es mit dem Geld knapp ist. Meine Mutter hat mir früher als ich mit ihm in der Wohnung gewohnt habe immer mein Kindergeld gegeben, auch wenn sie immer gezögert hat und eigentlich niemals damit einverstanden war dass ich nicht zuhause wohnte. Sie versteht nicht, dass ich depressiv bin und es mir Zuhause noch schlechter geht als sonst. Sie versteht garnichts ich habe schon mehrfach mit ihr geredet und ihr die Situation gut erklärt. Sie kann eher mittelmäßig deutsch wahrscheinlich versteht sie mich deshalb nicht. Die Empfehlung eines Erziehungsbeistandes vom Jugendamt der Russisch und Deutsch kann möchte ich gerne entgegenehmen, aber meine Mutter hat da überhaupt keine Lust drauf. Sie sieht das Problem bei mir nicht bei ihr. Sie denkt, dass ich rebelliere und nur Stress machen will, wobei sie diejenige ist die immer Rum schreit und sich am Wochenende die Kante gibt, weil sie unzufrieden ist.

Zurzeit mache ich den Realschulabschluss nach aber überlege ernsthaft eine Ausbildung mit meinem Qualifizierenden Hauptschulabschluss zu suchen, um mich endlich Sorgenfrei machen zu können. Ich brauche noch ein Jahr und dann bin ich 18, habe den Mzug in der Tasche und könnte meinen Traumberuf ausüben.

AAABER ich kann nicht mehr. Ich möchte nicht mehr Zuhause sein.

Ich bin mir sicher, dass ich auch in das Elternhaus meines Freundes ziehen könnte.

Ich kann wirklich nicht mehr, neben meinen Täglichen Wutausbrüchen, weil meine Mutter wieder etwas in meinem Zimmer gemacht hat was ich nicht möchte, mir meine Privatsphäre nicht gönnt, diese nächtlichen Heulattaken geben zu müssen weil ich dort nicht sein will. Ansonsten geht es mir nämlich gut, jeden Meter den ich von zuhause weg bin, schätze ich sehr. Ich werde nur angezickt, mir wird vermittelt dass ich nichts wert bin und nie gelobt. Ich will nur meinen Frieden finden, das ist alles. Zuhause - kann ich das ganz sicher nicht. Ich kann damit nicht umgehen, ist ja schwer jemanden in so einer kleinen Wohnung aus dem Weg zu gehen. Meistens trinke ich wenn ich zuhause bin, damit ich nicht wieder ein Gefühlschaos zuhause empfinden muss...

Ins heim gehe ich nicht, will ich auch nicht, das habe ich beim Jugendamt schon besprochen.



So liebe community, danke fürs lesen, nun zu meinen Fragen.



  1. Wie würdet ihr damit umgehen wenn es Zuhause nicht mehr geht und was würdet ihr machen?
  2. Wohin soll ich?
 

Anzeige(7)

Weltkind

Aktives Mitglied
"Heim" - es gibt viele Formen von Hilfsmöglichkeiten.

Bist Du in ambulanter Psychotherapie? Das wäre sicher ein wichtiger Schritt, falls das noch nicht der Fall ist.

In Deinem Fall sehe ich nur betreutes Wohnen in irgendeiner Wohngruppe auch nicht als sinnvoll. Du solltest psychologisch unterstützt werden, einen geregelten Ablauf kennenlernen und Dich so entspannen und wieder zu Schlaf finden können und auch bei Schule und Ausbildung unterstützt werden.

Vielleicht gibt es in Deiner Nähe ein ähnliches Angebot wie diese beiden Beispiele:



Suche mal Therapiehof Jugendliche oder Therapieeinrichtung Jugendliche, und sieh Dir die Konzepte an. Es geht um Dich und die Grundlage für Deine Zukunft!
Dein Freund kann Dir da nicht die Stütze sein, die Du brauchst. Das ist auch nicht sein Job.
Trenne diese beiden Bereiche.

Übrigens:
Wenn er mit 26 noch blau macht, spricht das nicht für seine Reife. Seine Eltern tun Dir gut nach Deinem Empfinden. Tut er Dir gut, in Bezug auf Stabilität, Sicherheit, Ruhe ins Leben bringen, Konzentration auf Dich und Dein Leben, Deine - hoffentlich mal deutlich bessere -Zukunft?
JETZT kannst Du den Grundstein dafür legen, lass diese Chance auf ein besseres Leben nicht ungenutzt verstreichen.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Rein vom Schreibstil her hast Du Potential. An Deiner Stelle würde ich Deine Kraft darauf verwenden, den Schulabschluss möglichst gut hin zu bekommen.
Die beiden angefangenen Ausbildungen waren meiner Ansicht nach zu früh und auch nicht mit der erforderlichen (Schul-)Reife begonnen. Ich würde sie zwar im Hinterkopf behalten aber nicht als zu tragisch vermerken.
Dazu ein kleiner Tipp: Wenn Du noch mal in einen Betreib gehst, dann schau Dir die Mitarbeiter an.
Es gibt Betriebe, da guckt keiner vom Tisch hoch, alles ist angespannt, es sieht fleißig und nach Druck aus. in andren Betreiben herrscht eine lockere Stimmung, es wird auch gelacht. Du selbst stehst dann ganz unten auf der Rangliste und musst Dich zunächst einfügen, vermutlich bist Du aber kein Alien, also springt dann der Funke auch auf Dich über.
Zum Alkoholkonsum der Eltern hab ich eine eigene Meinung, aber keine positive. Der Alc kann beim Kinder kriegen auch zu Behinderungen führen. Deine Eltern sind in der Sache kein gutes Beispiel, und wenn Du jetzt schon anfängst es ihnen gleich zu tun, verlierst Du erst Deine Intelligenz und dann die Möglichkeit, Dir selbst zu helfen. Ich fürchte ein bisschen, dass Du diesen Weg als "möglich" interpretierst und den Rat, die Finger davon zu lassen, nicht befolgst, weil Du dann DICH ändern müsstest. Und das ist schwer - aber nötig.

Zu hause klappt es nicht gut. Ok - kann aber sein, dass es zeitweilig gut klappt. Wenn unter der Woche nicht nachts getrunken wird, also nur am WE, dann könntest Du überlegen, ob Du nicht zwei Wohnsitze haben kannst. Einen zu hause, einen bei Deinem Freund. der Vorteil wäre auch, dass ihr nicht zu eng aufeinander hockt und dass Du nicht wieder in ein Muster verfällst, was eine Trennung begünstigt.

Last but not least hätte ich noch eine ganz andere Idee. Junge Frauen gehen schon mal für ein Jahr als au pair ins Ausland. Wenn Du so eine Stelle googeln kannst UND dort die Schulausbildung parallel absolvierst, bringt es Dich in Deiner Situation Kilometer weiter.

Für enorm wichtig halte ich nämlich, dass Du in Sachen Beruf etc jetzt keinen Durchsacker hast, die Schule sausen lässt und Dich statt dessen an einer Tankstelle hinter den Tresen stellst. Dort würdest Du zwar ein bisschen bezahlt, aber davon kann niemand wirklich leben. Und weiter bringt Dich so etwas auch nicht.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Keinesfalls würde ich zurück zum Freund ziehen. Wie ich es finde, wenn ein 24jähriger sich eine 14jährige zur Partnerin erwählt, lasse ich mal außen vor.
Du bist abhängig von dieser Beziehung und solltest da kleinschrittig raus. Beende die Schule; wenn es zuhause nicht geht, ziehe für das letzte jahr in eine Jugend-WG oder zu anderen Verwandten. NICHT zum Freund.
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Ich würde auf jeden Fall eine Therapie machen aufgrund deiner schlimmen Kindheit und Depressionen.

Und mich vom Jugendamt beraten lassen.

Mit 16 Jahren hast du die Möglichkeit in eine Jugend WG zu ziehen oder eine eigene Wohnung zu bekommen im Rahmen vom betreuten Wohnen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
A Wie komme ich mit seiner Arroganz zurecht? Familie 12
N 12jähriges Mädchen - wie umgehen? Familie 15
B Wie am besten mit der Situation umgehen Familie 7

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • M (Gast) Madili
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
  • Chat Bot:
    Gast Madili hat den Raum betreten.
  • (Gast) Madili:
    Hallo
    Zitat Link

    Anzeige (2)

    Oben