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Wie kann man sich so im Recht fühlen?

Onyx1986

Mitglied
Hallo!

Ich bin seit 4 Wochen mit meiner Tochter (4 Monate) im Frauenhaus, weil mein Mann mich richtig bedroht hat. Er hatte Angst, dass ich ihn verlasse und dass er unsere Tochter dann fast gar nicht mehr sehen darf (dass er genau das mit seinen Drohungen erreicht, war ihm wohl nicht klar...).
Jedenfalls mchen seine Eltern jetzt ein riesen Theater und rufen ständig meine Eltern an und drohen bei den Telefonaten. Sie fühlen sich total im Recht, weil ihr Sohn alles abstreitet und jetzt meinen sie, wie auch mein Mann, dass ich einfach so abgehauen wäre und ihnen das Kind entzogen hätte. Sie waren sofort beim Anwalt und haben das Jugendamt eingeschaltet. Jedes Mal, wenn sie mit meinen Eltern reden, meinen sie, dass unsere Tochter in eine Pflegefamilie soll, weil ihr Sohn zu krank ist, um sich um das Kind zu kümmern (er hat Depressionen und auch körperliche Erkrankungen) und weil sie bei ihm nicht leben kann, soll sie halt auch nicht bei mir leben. Zwischenzeitlich hat mein Mann das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt (ich habe vor ihm einen Antrag gestellt) damit sie doch bei ihm leben soll, aber es heißt trotzdem immer wieder, dass unsere Tochter in eine Pflegefamilie soll.
Am 19. habe ich einen Gerichtstermin, bei dem es eben um die elterliche Sorge geht. Da mein Mann aber alles abstreitet und mich da wahrscheinlich auch schlechtmachen wird, habe ich jetzt Angst, dass er und seine Eltern da mit irgendwas durchkommen...
Ich war auch schon beim Jugendamt, aber der Mitarbeiter findet meinen Mann total toll, weil er sich da immer verstellt und meint, der wäre ja ganz harmlos. Naja, der versteht also irgendwie gar nichts. Der Richter wird aber natürlich hauptsächlich das Jugendamt befragen und das ist dann natürlich irgendwie alles scheiße...
Meine Anwältin sagt, dass mein Mann da mit nichts durchkommt und auch im Frauenhaus sagen sie, dass sie sich mit diesem ganzen Theater keinen Gefallen tun. Aber wer weiß, vielleicht stehe ich am Ende ja doch schlecht da. Davor habe ich einfach so eine große Angst...Mein Mann fühlt sich ja als Opfer und anscheinend kann er ja ganz überzeugend rüberkommen.

Was meint Ihr dazu?
 

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diabolo

Aktives Mitglied
Mein Mann fühlt sich ja als Opfer und anscheinend kann er ja ganz überzeugend rüberkommen.

Was meint Ihr dazu?
Das ist leider ziemlich normal.
Oder zum Glück? Zumindest ist das den Gerichten nicht unbekannt.

Versuch ruhig zu bleiben, sachlich. Davon hängt viel ab, wie geordnet du rüberkommst. Das ist jetzt leider eine Art Psychokrieg. Kennt sich deine Anwältin mit solchen Fällen aus? Ist sie vielleicht sogar vom Frauenhaus empfohlen worden?

Die Großeltern können erstmal gar nichts. Das einzige, was sie erreichen können, ist ein Umgangsrecht für sich selbst, falls bisher viel Kontakt zum Kind bestand.

Die Anträge stellt der Vater und um den geht es auch. Was die Großeltern dazu sagen, ist erstmal Pillepalle. Was glaubst du, was in solchen Prozessen für dreckige Wäsche gewaschen wird? Haarsträubend.
Deine Eltern sollten sich diesen telefonischen Psychoterror verbitten.

Auf der anderen Seite... hast du irgendwelche Beweise dafür, wie dein Mann so drauf ist? Ohne Beweise werden auch deine Aussagen skeptisch beäugt. Was grundsätzlich richtig und verständlich ist.

Am Ende zählen die Fakten.
Bei wem ist das Kind aktuell?
Wer war bisher Hauptbezugsperson?
Wer kann dem Kind die größte Kontinuität bieten?
Wo ist es gut aufgehoben?
Wohin möchte das Kind? (Ab einem gewissen Alter.)

Umgang wirst du gewähren müssen. Wenn er gewalttätig ist, wäre eine Regelung, wie das vonstatten gehen soll, sinnvoll.

Alles Gute dabei!
 
J

john-2

Gast
Versuch ruhig zu bleiben, sachlich. Davon hängt viel ab, wie geordnet du rüberkommst.
Ja, genau. Es kommt nicht nur auf die Vergangenheit an, sondern auch darauf, bei wem
das Kind zukünftig am besten aufgehoben ist. Der Richter kennt Dich noch nicht. Er ge-
winnt daher bei dem Termin einen ersten Eindruck von Dir. Wenn es Dir hilft, nimm Deine
Eltern als Zuschauer mit, dann bist Du nicht so alleine.

Übrigens: Es wird nirgendwo so viel gelogen, wie vor Gericht. Das weiß der Richter aber auch.

Viel Erfolg, John
 

Onyx1986

Mitglied
Versuch ruhig zu bleiben, sachlich. Davon hängt viel ab, wie geordnet du rüberkommst. Das ist jetzt leider eine Art Psychokrieg. Kennt sich deine Anwältin mit solchen Fällen aus? Ist sie vielleicht sogar vom Frauenhaus empfohlen worden?
Ja,sie wurde mir empfohlen!Sie sagt, er kommt damit nicht durch. Aber Angst hab ich trotzdem...

Auf der anderen Seite... hast du irgendwelche Beweise dafür, wie dein Mann so drauf ist? Ohne Beweise werden auch deine Aussagen skeptisch beäugt. Was grundsätzlich richtig und verständlich ist.!
Nein, weil er mich ja nicht misshandelt, sondern "nur" bedroht hat. Aber ich bin ja nicht einfach so ins Frauenhaus gegangen...
 

Fragende

Aktives Mitglied
Hallo Onyx,

das ist natürlich eine blöde Situation. Ich kann auch verstehen, dass dir das Angst macht.

Jedes Mal, wenn sie mit meinen Eltern reden, meinen sie, dass unsere Tochter in eine Pflegefamilie soll, weil ihr Sohn zu krank ist, um sich um das Kind zu kümmern (er hat Depressionen und auch körperliche Erkrankungen) und weil sie bei ihm nicht leben kann, soll sie halt auch nicht bei mir leben.
Da würde ich meine Eltern als Zeugen benennen. Wenn der Richter sie nicht hört, dann könnten sie sich vielleicht wegen der Kindeswohlgefährdung selbst ans Gericht wenden.

Wichtig sind vor allen Dingen die Punkte, warum sich dein Mann nicht kümmern kann. Weil, wenn er nicht kann, dann kann er eben nicht. Und ein Kind lieber in eine Pflegefamilie geben, als zur eigenen Mutter, ist schon ein gewagter Schritt in dem Fall.

Ich war auch schon beim Jugendamt, aber der Mitarbeiter findet meinen Mann total toll...
Der Mitarbeiter kann 'finden' was er meint :cool: Ob es relevant ist, was er meint, hängt natürlich davon ab, ob er die nötige Ausbildung hat, andere Menschen enstprechend ihres Charakters und deren Vermögens bzw. Unvermögens einzuschätzen.

Dabei ist natürlich noch wichtig, wie der Mitarbeiter zu seinen Einschätzungen gelangt ist. Was hat er wann und wie untersucht... .

Lieben Gruß
Fragende
 
G

Gast

Gast
Ja,muss ich mal fragen, ob meine Eltern aussagen sollen!

Der Mitarbeiter vom Jugendamt ist zu der Einschätzung gelangt, dass mein Mann harmlos ist, weil er sich da so gut präsentiert. Er hat sich da als guten Menschen hingestellt und meinte sogar, dass er mir seine Wohnung überlässt und dass seine Eltern mir gar keinen Ärger machen wollen. Gut, da wird der Typ jetzt einsehen, dass es nicht wahr ist. Aber irgendwie ist der trotzdem von meinem Mann überzeugt, weil er da wohl auch gut mit unserer Tochter umgeht. Er sieht sie aber doch nur 30 Minuten!!! Dann meinte der vom Jugendamt noch, dass er sie ja beim letzten Mal gefüttert hätte und das hätte ja so gut geklappt. Ich hab ja auch alles voher vorbereitet und außerdem könnte selbst mein 7jähriger Neffe ein Baby füttern... Ich hab keine Ahnung, was der Typ vom Jugendamt hat.
Es hat sich ja bis jetzt auch noch nie bestätigt, was mein Mann da erzählt. Ich wollte den Kinderwagen haben und da meinte mein Mann, dass er ja den Kellerschlüssel nicht hat, da ich vergessen habe, ihn dazulassen. Als ich dann da war, mit einer Mitarbeiterin des Frauenhauses, um den Kinderwagen etc. abzuholen, war der Keller komischerweise schon offen. Das ist doch echt Kindergartenkram.
 

Onyx1986

Mitglied
Ja,muss ich mal fragen, ob meine Eltern aussagen sollen!

Der Typ vom Jugendamt ist zu der Einschätzung gelangt, dass mein Mann harmlos ist, weil mein Mann sich da so gut präsentiert. Aber das tun sie ja alle... Er meinte, dass er mir ja sogar seine Wohnung überlassen würde und dass er und seine Eltern mir gar keinen Ärger machen wollen. Dass das, was mein Mann da so von sich gibt, nicht wirklich wahr ist, wird der vom Jugendamt schon bemerkt haben, aber irgendwie ist der trotzdem komisch. Er versteht das alles gar nicht, wieso es jetzt so einen Ärger gibt.Aber von mir geht das ja alles nicht aus.

Das, was er und seine Eltern da machen, ist echt Kindergartenkram. Ich wollte, dass er mir den Kinderwagen zum Jugendamt bringt und da meinte er, dass das nicht geht, weil ich noch den Kellerschlüssel habe. Als ich dann mit einer Mitarbeiterin des Frauenhauses nach Hause gefahren bin, um ihn abzuholen, war der Keller komischerweise schon offen. Oh Mann...
Der vom Jugendamt meint halt auch, dass mein Mann da so gut mit der Kleinen umgehen würde, aber er sieht sie ja immer nur 30 Minuten. Er hat sie wohl beim letzten Mal auch gefüttert und der vom Jugendamt war total begeistert davon, aber 1. habe ich vorher schon alles vorbereitet und 2. könnte das selbst mein 7jähriger Neffe...
 

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