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primavera7
Gast
Das finde ich absolut nicht in Ordnung, jemanden nur als Notnagel zu benutzen, bis sich was scheinbar "Besseres" findet, und ihn dann fallen zu lassen. :mad:Nach meiner Erfahrung kann man das nicht. Hatte früher mal ein paar mehr oder weniger lange (weibliche) Chat- und Mailbekanntschaften, die sich allesamt erledigt haben, nachdem sie (wieder) einen Freund gefunden haben.
Warum soll es nicht auch platonische Freundschaften zwischen Männern und Frauen geben können? Sich von so einem platonischen Freund komplett zurückzuziehen, weil man einen Partner gefunden hat, finde ich genau so verwerflich, wie wenn man deswegen eine Frauenfreundschaft aufgibt. Es kann höchstens sein, dass man dann etwas weniger Zeit hat und in etwas längeren Zeitabständen mailt; dafür wird jeder vernünftige Mensch auch Verständnis haben. Aber wenn einem an einem Menschen gelegen ist, dann findet man auch mit Partnerschaft Wege, in Kontakt zu bleiben.
Ich halte es außerdem auch für unklug, alle Brücken hinter sich abzubrechen, sobald man einen Partner gefunden hat. Es tut auch der Partnerschaft nicht gut, wenn die Partner ausschließlich aufeinander fixiert sind und mit anderen nichts mehr zu tun haben wollen. Woher sollen denn neue Impulse in die Partnerschaft getragen werden? Ein Partner kann niemals alle Bedürfnisse eines Menschen decken, das wäre eine Überforderung an ihn und im Grunde eine unverschämte Zumutung. Umgekehrt kann man es ja auch nicht (obwohl es natürlich Menschen beiderlei Geschlechts gibt, die sich in maßloser Selbstüberschätzung für so unwiderstehlich halten 🙄).
Ich denke daher schon, dass man im Internet auch Freunde finden kann, aber es ist nicht selbstverständlich und genau so schwierig, wie einen Partner zu finden.
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