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Wie habt ihr euren Weg gefunden?

Umaro

Mitglied
Hallo,
ich bin im Moment ziemlich verzweifelt bzw. Ahnungslos was und wohin ich als nächstes gehen soll.
Diese Verwirrung führt bei mir dazu, dass ich teilweise darüber nachgedacht habe Suizid zu begehen, weil ich den Ausweg einfach nicht sehe.

Zu mir selbst: Ich bin ein Feigling. Angetrieben von psychischen Erkrankungen und einem tiefen Trauma in der Kindheit entwickelte ich rezidivierende Depressionen. Das erste Mal habe ich mit 17 an Suizid gedacht. Nun bin ich 25 und es hat sich nicht viel geändert, außer, dass Suizid keine Option mehr ist, auch wenn ich es mir wünsche. Ich bin in der Ausbildung zu Logopäden und ich bin kacke. So kacke, dass ich alle Prüfungen gerade noch so bestehe und mir alle Mitschülerinnen haushoch überlegen sind. Dieses Versagen hat sich bis zu meinem dritten Ausbildungsjahr hingezogen, in dem ich mich bald befinde.

Ich bin kein sonderlich gebildeter Mensch. Als Kind kam ich auf die Hauptschule und aus Angst vor meinem Vater ging ich dann auf die Berufsschule und holte meinen Realschulabschluss und mein Fachabitur nach. Nur um damit ein Studium (Informatik) nach einem Semester aufzugeben und nach zweien abzubrechen.

Ich wurde als Kind nicht gefördert. Ich wurde vor dem Fernseher platziert und spielte den ganzen Tag Videospiele. Es gab eine Zeit, da war ich 6 Wochen wegen irgendwas krank geschrieben und spielte in der Zeit nur Videospiele. Hat sich das geändert? Nein. Ich schaue noch immer am Wochenende fast nur Youtubevideos oder Spiele meine Spiele. Ich bin unsozial und einsam und ich bin dumm und feige.

Warum feige? Weil ich gerade dabei bin erneut etwas abzubrechen weil ich nicht gut genug dafür bin. Weil ich wieder einmal lieber davonlaufe und meine Probleme nicht selbst in den Griff bekomme. Die Angst vor der Lücke im Lebenslauf und der Tatsache, dass mich niemand mehr einstellt, wenn ich diese Ausbildung nicht schaffe ist lähmend für mich. Deshalb will ich weglaufen. Deshalb will ich sterben.

Keine Ahnung ob sich hier Jemand genauso fühlt oder ob ich der gottverdammt einzige mensch auf diesem Planeten bin, der wegen sowas rumheult. Aber falls es Jemanden gibt. Wie hast dus da raus geschafft?

Therapie fängt bei mir ab Oktober an aber die hat beim letzten Mal auch nicht dauerhaft funktioniert.
 

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Narf

Aktives Mitglied
Also mir fällt schonmal auf, dass du scheinbar eine nicht ganz realistische Sicht auf die Dinge hast.

So kacke, dass ich alle Prüfungen gerade noch so bestehe und mir alle Mitschülerinnen haushoch überlegen sind. Dieses Versagen hat sich bis zu meinem dritten Ausbildungsjahr hingezogen, in dem ich mich bald befinde.
Du bestehst deine Prüfungen und bist bald im dritten Jahr! von Welchem Versagen sprichst du? Jeder berufstätige Mensch und auch jeder Personaler weiß, dass Noten nicht alles sind …
Auch der restliche Lebenslauf den du beschreibst hört sich eigentlich (vom Erreichten her) gut an … Fachabitur ist doch was … viel mehr als viele andere …

Durchhalten ✌
 

Umaro

Mitglied
Also mir fällt schonmal auf, dass du scheinbar eine nicht ganz realistische Sicht auf die Dinge hast.



Du bestehst deine Prüfungen und bist bald im dritten Jahr! von Welchem Versagen sprichst du? Jeder berufstätige Mensch und auch jeder Personaler weiß, dass Noten nicht alles sind …
Auch der restliche Lebenslauf den du beschreibst hört sich eigentlich (vom Erreichten her) gut an … Fachabitur ist doch was … viel mehr als viele andere …

Durchhalten ✌
Das Problem ist, dass mir in der Ausbildung immer wieder das Gefühl gegeben wird, dass man nicht als Logopäde arbeiten sollte, wenn man nicht ausschließlich die Note 1 oder 2 im Zeugnis hat und bei ner 5 (Was bei mir einfach eine Blockprüfung war) ist man sowieso viel zu inkompetent. Ich habe in meiner Ausbildungslaufbahn immer wieder mit Menschen zu tun gehabt, die diese Einstellung vertreten. In meinem Praktikum habe ich daher gelogen, damit ich wenigstens noch ein angemessenes Praktikum machen kann und man mich nicht im Vorfeld aufgibt.
Wenn die Leute anfangen über Themen zu reden, verstehe ich vieles nicht und teilweise bekomme ich sehr böses Feedback. Von wegen, wie denn das sein kann, dass ich als Logopäde in der Ausbildung keine Ahnung von den Vorgängen und Methoden hätte.
Ich bin so eine Nullnummer.
 

LW84

Aktives Mitglied
Deine seelische Not kann ich gut nachvollziehen. Und es ist eben auch zigmal schwerer, unter solchen Umständen etwas zu erreichen. Du hast jedoch das Fachabitur gemeistert und bist im zweiten Lehrjahr eines Ausbildungsberufes, der durchaus gefragt ist.

Ich bin zwar schon etwas älter und habe meinen Weg aufgrund von Umständen, die eigentlich gar nicht so sehr im Ausbildungsweg begründet liegen, noch nicht gefunden. Es ist eine Mixtur aus äußeren Umständen, mittlerweile aber sicher auch gewissen Zweifeln.

Ich kann dir mit meiner Erfahrung deshalb nur empfehlen, dir jetzt diverse Fragen zu stellen. Füllt dich die Thematik an sich aus und könntest du dir vorstellen, Jahrzehnte in diesem Beruf zu arbeiten? Weshalb glaubst du konkret, das letzte Jahr nicht auch noch durchziehen zu können? Bislang hast du es ja trotz widriger Umstände geschafft und deshalb wäre es ratsam, das fortzuführen. Ob du in dem Beruf verbleibst, ist dann eine andere Frage. Gäbe es überhaupt Alternativen? Etwa eine Ausbildung (nicht Studium) zum Fachinformatiker, in der Richtung warst du schließlich schon unterwegs...

Dein großes Plus ist nämlich, dass mit U30 noch vieles möglich ist. In deinem Alter dachte ich zwar auch, es wäre alles schon gelaufen. Ist es tatsächlich nicht. Bis um die 30 kann man noch diverse Lebenswege einschlagen und sich ausprobieren. Ab 30 oder gar 35 wird es dann leider ziemlich schwierig.
 

Umaro

Mitglied
Meine Meinung zu deinem Problem habe ich dir ja schon in deinen anderen Threads ausführlich dargelegt. Du fühlst dich (unbegründet !) bereits jetzt als ein Versager. Ich habe daher nun mal eine einzige Frage an dich:

Nimm an, du brichst tatsächlich deine Ausbildung ab.
Was denkst du, wie geht es dir dann wenn das Versagen in deinem Kopf real und greifbar wird?

Gib hierauf bitte mal eine realistische Antwort.
Na genau wie nach dem Abbruch meines Informatikstudiums. Noch schlechter. Vermutlich treibt es mich genauso wie damals in einen Burnout-ähnlichen Zustand. Deshalb bleibe ich ja am Ball.

Ich verstehe noch immer nicht, warum meine Meinung unbegründet sein soll. Bitte verzeih mir, aber dein Kommentar gibt mir nicht das Gefühl, dass du mich und meine Meinung sonderlich ernst nimmst. Es ist ja sowieso alles falsch.
 

Umaro

Mitglied
Deine seelische Not kann ich gut nachvollziehen. Und es ist eben auch zigmal schwerer, unter solchen Umständen etwas zu erreichen. Du hast jedoch das Fachabitur gemeistert und bist im zweiten Lehrjahr eines Ausbildungsberufes, der durchaus gefragt ist.

Ich bin zwar schon etwas älter und habe meinen Weg aufgrund von Umständen, die eigentlich gar nicht so sehr im Ausbildungsweg begründet liegen, noch nicht gefunden. Es ist eine Mixtur aus äußeren Umständen, mittlerweile aber sicher auch gewissen Zweifeln.

Ich kann dir mit meiner Erfahrung deshalb nur empfehlen, dir jetzt diverse Fragen zu stellen. Füllt dich die Thematik an sich aus und könntest du dir vorstellen, Jahrzehnte in diesem Beruf zu arbeiten? Weshalb glaubst du konkret, das letzte Jahr nicht auch noch durchziehen zu können? Bislang hast du es ja trotz widriger Umstände geschafft und deshalb wäre es ratsam, das fortzuführen. Ob du in dem Beruf verbleibst, ist dann eine andere Frage. Gäbe es überhaupt Alternativen? Etwa eine Ausbildung (nicht Studium) zum Fachinformatiker, in der Richtung warst du schließlich schon unterwegs...

Dein großes Plus ist nämlich, dass mit U30 noch vieles möglich ist. In deinem Alter dachte ich zwar auch, es wäre alles schon gelaufen. Ist es tatsächlich nicht. Bis um die 30 kann man noch diverse Lebenswege einschlagen und sich ausprobieren. Ab 30 oder gar 35 wird es dann leider ziemlich schwierig.
Das Problem sind die Staatsexamen. Am Ende der Ausbildung stehen Prüfungen an und wenn diese nicht bestanden werden, sind die 3 Jahre Ausbildung umsonst gewesen. Leider gibt es auch keine Möglichkeit zur Nachprüfung. Wenn ich mich jetzt schon unfähig fühle, wie soll ich dann die Prüfungen schaffen.

Alternativen? Nein. Vermutlich nicht. Ich habe über das mit dem Fachinformatiker nachgedacht aber da ich ja mein Studium damals abgebrochen habe zweifel ich, dass die mich noch nehmen würden. Mal abgesehen davon, dass mich nach dem Abbruch der Ausbildung sowieso niemand mehr nimmt.

5 Jahre noch bevor ich nichts mehr erreichen kann? Das fühlt sich auch nicht besonders gut an.
 

LW84

Aktives Mitglied
Das Problem sind die Staatsexamen. Am Ende der Ausbildung stehen Prüfungen an und wenn diese nicht bestanden werden, sind die 3 Jahre Ausbildung umsonst gewesen. Leider gibt es auch keine Möglichkeit zur Nachprüfung. Wenn ich mich jetzt schon unfähig fühle, wie soll ich dann die Prüfungen schaffen.

Alternativen? Nein. Vermutlich nicht. Ich habe über das mit dem Fachinformatiker nachgedacht aber da ich ja mein Studium damals abgebrochen habe zweifel ich, dass die mich noch nehmen würden. Mal abgesehen davon, dass mich nach dem Abbruch der Ausbildung sowieso niemand mehr nimmt.

5 Jahre noch bevor ich nichts mehr erreichen kann? Das fühlt sich auch nicht besonders gut an.
Verstehe. Ich würde, wie du schon sagst, zunächst am Ball bleiben. Parallel kannst du vielleicht doch mal Ausbildungsstellen für Fachinformatiker erörtern. In diesem Ausbildungsgang sind nicht wenige, die ein Informatikstudium abgebrochen haben. Vielleicht gibt es, falls alle Stricke reißen, auch den Weg einer Umschulung via Arbeitsagentur. Dass du große psych. Belastungen hast, ist ja Tatsache. Das kann eine teilweise Arbeitsunfähigkeit und damit eine Umschulung begründen.

Die Ü30-Angabe war nur eine Richtschnur. Aus meiner Erfahrung würde ich aber schon sagen, dass in den 20ern noch fast alle Züge am Gleis stehen. Ab 30 aufwärts fahren immer mehr Züge ab. Das heißt nicht, dass es dann gar keine Möglichkeiten mehr gäbe, aber es wird leider schon deutlich schwieriger, belastender und mittlerweile merke ich tatsächlich auch, dass ich eben keine 25 mehr bin. Leider ist die momentane Arbeitswelt so strukturiert.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Ich verstehe noch immer nicht, warum meine Meinung unbegründet sein soll. Bitte verzeih mir, aber dein Kommentar gibt mir nicht das Gefühl, dass du mich und meine Meinung sonderlich ernst nimmst. Es ist ja sowieso alles falsch.
Nun, weil du dich selber laufend runterputzt und dich in ein Licht stellst, welches deinen selbstgeschaffenen Fakten widerspricht. Jemand aus schlechtem Familienumfeld mit Fachabi und einer zu 2/3 abgeschlossenen Ausbildung ist per se kein Versager, keine Nullnummer, kein Nichtskönner. Defakto könnte man ihn sogar für einen gebildeten, ehrgeizigen Menschen halten.

Du hast ein Problem mit deiner Selbstwahrnehmung mit einem krassen Hang ins Negative, dominiert von Änsten und der scheinbar (!) übermächtigen Meinung anderer über dich.

Das Examen, welches sich noch in einigem zeitlichen Abstand am Horizont aufbaut, ist kein unüberwindbares Hindernis. Desweiteren enden die meisten Ausbildungen mit einer Art Abschlussprüfung. Diese Situation wird dir also wieder und wieder begegenen.
Nutze die Zeit, lerne, begib dich eventuell in Therapie. Hol dir professionelle Unterstützung beim Erreichen deiner Ziele.
Solltest du das Examen schaffen, legst du damit den Grundstein für eine absolut positive Veränderung deines Lebens, nicht nur im materiellen Bereich, sondern auch im psychischen. Selbstvertrauen gewinnt man eben nur durch bestandene Kämpfe.
Solltest du das Examen nicht bestehen, wärst du am gleichen Punkt wie jetzt... Abbruch. Also warum bereits jetzt so negative Gedanken über eine Situation, die noch gar nicht eingetreten ist?

Im Übrigen ist man jenseits der 30 noch lange nicht reif für den Komposthaufen. Das sind nur weitere düstere Gedanken, die sich zu den Bestehenden dazugesellen.
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Angetrieben von psychischen Erkrankungen und einem tiefen Trauma in der Kindheit entwickelte ich rezidivierende Depressionen.
Kannst Du das mal ganz in Ruhe betrachten?

Eine derartige Belastung führt bei nicht wenigen dazu, dass sie gar nichts auf die Reihe bekommen können.

Du hast derart viel innere Stärke, dass Du bereits bis zum 3. Ausbildungsjahr gekommen bist!

Dass Du die negativen Seiten derart stark siehst/bewertest, die positiven jedoch kaum wahrnehmen kannst, könnte an Deiner Depression liegen.
Evtl. bräuchtest Du eine andere Medikamentendosierung, ein anderes Medikament oder - falls Du bisher nichts nimmst - jetzt medikamentöse Unterstützung, um da herauszufinden und klarer zu sehen.


Ich bin in der Ausbildung zu Logopäden und ich bin kacke. So kacke, dass ich alle Prüfungen gerade noch so bestehe und mir alle Mitschülerinnen haushoch überlegen sind. Dieses Versagen hat sich bis zu meinem dritten Ausbildungsjahr hingezogen, in dem ich mich bald befinde.
"Versagen" hieße, gar nicht bis zum 3. Jahr zu kommen. Hör nicht auf das Gerede, man sollte nur mit 1er-Durchschnitt praktizieren; später fragt kein Mensch mehr nach Noten, wenn Du erstmal irgendwie im Sattel sitzt.

Haben Deine Mitschülerinnen ähnlich gravierende Vorbelastungen wie Du? Vermutlich eher nicht. Respektiere mal, welche Leistung Du vollbringst! Noch dazu ohne bisher passende Therapie!

bin kein sonderlich gebildeter Mensch. Als Kind kam ich auf die Hauptschule und aus Angst vor meinem Vater ging ich dann auf die Berufsschule und holte meinen Realschulabschluss und mein Fachabitur nach. Nur um damit ein Studium (Informatik) nach einem Semester aufzugeben und nach zweien abzubrechen.
Meine Meinung dazu:
Allgemeinbildung wird überbewertet.
"Herzensbildung", Empathiefähigkeit, Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe, ..., sind sehr viel wertvoller.

Siehst Du, wieviel Kampfgeist Du bereits gezeigt hast?
Denkbar schlechte Startbedingungen hielten Dich nicht davon ab, nach DEINEM Weg zu suchen.

Du begannst ein Informatikstudium.
Es passte nicht zu Dir.
Ich sehe da kein aufgeben!
Du hast anhand Dir vorher nicht bekannter Fakten neu bewertet.
Die richtigen Schlüsse gezogen und konsequent gehandelt.
Was sollte daran negativ sein?
SO sammelt man Lebenserfahrung, Du hast doch alles richtig gemacht!

Ich wurde vor dem Fernseher platziert und spielte den ganzen Tag Videospiele. Es gab eine Zeit, da war ich 6 Wochen wegen irgendwas krank geschrieben und spielte in der Zeit nur Videospiele. Hat sich das geändert? Nein. Ich schaue noch immer am Wochenende fast nur Youtubevideos oder Spiele meine Spiele. Ich bin unsozial und einsam und ich bin dumm und feige.
Ein in der Kindheit erlerntes Muster zu durchbrechen, zu überschreiben, ist verflixt schwer. Du wirst Hilfe dabei brauchen.
Von Dir zu erwarten, das alleine mal eben so ohne konkrete Vorgehensweise hinzubekommen, dürfte zum jetzigen Zeitpunkt Überforderung pur sein.
Kleinschrittig vorgehen.
Zieh eine Stunde vom Daddeln ab und geh in dieser Zeit raus. Nimm ein Heft mit und schreibe auf, was Du Positives wahrnimmst (Sonne, das warme Gefühl auf der Haut, Vogelzwischern, das Lächeln einer Verkäuferin etc).

Warum feige? Weil ich gerade dabei bin erneut etwas abzubrechen weil ich nicht gut genug dafür bin. Weil ich wieder einmal lieber davonlaufe und meine Probleme nicht selbst in den Griff bekomme.
Da, Du erkennst eines Deiner Muster, mit denen Du Dir selbst schadest!
Der erste Schritt, um da herauszufinden!
Versuche bis Oktober durchzuhalten und mach das zum Therapiethema.

Therapie fängt bei mir ab Oktober an aber die hat beim letzten Mal auch nicht dauerhaft funktioniert.
Traumatherapie?
Meine Erfahrungen zeigten mir, dass nur das mich weiterbrachte, reine Verhaltenstherapie ohne Traumafortbildung und -erfahrung nicht sinnvoll war.
Ich traf bei einer Reha erstmals auf zwei Verhaltenstherapeuten, die unumwunden zugaben, das nicht leisten zu können was nötig wäre und das nötige Wissen nicht zu haben. Chapeau - seltene Ausnahmen.

Wenn die Leute anfangen über Themen zu reden, verstehe ich vieles nicht und teilweise bekomme ich sehr böses Feedback. Von wegen, wie denn das sein kann, dass ich als Logopäde in der Ausbildung keine Ahnung von den Vorgängen und Methoden hätte.
Ich bin so eine Nullnummer.
Ich vermute, dass Konzentations- und Merkfähigkeit wie bei mir leiden.
Und: Du weißt, dass Du es eigentlich weißt. Es ist in Deinem Kopf, doch Du kannst nicht zugreifen. Ein ätzendes Gefühl.
Ich "fühle" manche Dinge, kann sie jedoch nicht zum Ausdruck bringen, in Worte fassen.
Dieses Nicht-Verstehen ist m. E. ebenso ein Symptom.

Mitochondrien, Hirnstrukturen, bei traumatischen Kindheitserfahrungen sind die verändert. Es gibt Untersuchungen dazu.
Du bist nicht doof. Du bist anders und musst lernen, mit den Folgen des Traumas zu leben.

Problem sind die Staatsexamen. Am Ende der Ausbildung stehen Prüfungen an und wenn diese nicht bestanden werden, sind die 3 Jahre Ausbildung umsonst gewesen. Leider gibt es auch keine Möglichkeit zur Nachprüfung. Wenn ich mich jetzt schon unfähig fühle, wie soll ich dann die Prüfungen schaffen.
Du fühlst Dich seit langer Zeit unfähig und dennoch hast Du es bis hierhin geschafft.
Du hast die Chance, es zu schaffen!
Nutze diese Chance, wage den Versuch.
Vielleicht überrascht Du Dich selbst.
Du weißt noch nicht, wieviel Kraft wirklich in Dir steckt.
Und wenn es schiefgeht, hast Du es zumindest versucht, alles gegeben, was Du konntest.
Du hast Dir dann nichts vorzuwerfen.
Du hast soviel Wertvolles in Dir.
Manchmal dauert es, bis man seinen Platz findet.
 

Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Erst mal die Logopädie-Sache zu Ende bringen würde ich sagen. Gehe ich Recht in der Annahme, dass man als Logopäde auch freiberuflich tätig sein kann? Also wären die Noten ziemlich egal.

Wichtiger wäre vielleicht, ob Du wirklich für die Logopädie brennst und ob ein Bedarf an Logopäden bestehen wird.

Ansonsten würde ich mich fragen, wo ich in Zukunft mit meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten noch gebraucht werden könnte. Das könnten auch ganz andere Bereiche außerhalb von Informatik und Logopädie sein. Ich glaube, dass man mit 25 noch viel aus seinem Leben machen kann. Selbst wenn man Studium und vielleicht auch eine Ausbildung nicht geschafft hätte.

Junge Leute werden - relativ gesehen - immer seltener.

Vielleicht findest Du in Deiner Therapie auch wieder so etwas wie eine soziale Ader wieder. Du hattest ja keine gute Kindheit etc. Soziales Denken kann ungemein viel helfen im Rahmen der Arbeitswelt.
 

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