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Wie 1 Jahr in einem anderen Beruf erklären?

grüneblume

Neues Mitglied
Hallo,

ich brauche einen Ratschlag für meine Bewerbung. Ich bin jetzt 28, have 2010 meinen Realschulabschluss gemacht und wollte eigentlich schon immer und noch immer, in einem kaufmännisch-organisatorischen Beruf arbeiten (Bürokauffrau, Bankkauffrau, Groß- und Einzelhandel.) Ich war damals sehr schüchter und auch vom Äußerlichen her eher klein und zierlich. Daher bekam ich damals Absagen, meistens mit dem Ratschlag, dass ich mehr aus mir rauskommen sollte. Ich bin dann 2 Jahre durch die Welt getourt und kam mitten im Ausbildungsjahr zurück. Soziale Berufe sind in meiner Familie Tradition und ich gab nach und wurde schließlich Kinderpflegerin. Nach der Ausbildung und 5 Jahren im Beruf weiß ich, dass ich totunglücklich damit bin. Als mein Vertrag letztes Jahr endete, wollte ich es als Chance nutzen und mich beruflich umorientieren. Nach Beratung habe ich einen Stelle im Verkauf angenommen, um wieder Erfahrungen außerhalb des Sozialbereiches nachweisen zu können, sowie einen Auffrischungskurs für Microsoft Word durchlaufen. Mein Berufswunsch hatte sich seit 2010 nicht geändert, obgleich ich wusste, dass ich es nun deutlich schwerer haben würde.

Nach beinahe einem Jahr, über 100 Bewerbungen für Ausbildungsstellen und vielen Vorstellungsgesprächen war das allegemeine Feedback dann, dass ich zu alt sei, meine bisherige Karriere nicht passt und das heutzutage Abitur einfach bevorzugt wird. Nach beinahe einem Jahr gebe ich mich also geschlagen und planne in meinen Beruf der Kinderpflegerin Anfang 2022 zurückzukehren. Der Arbeitsvertrag meines Partners endet im März und er hat noch keine neue Stelle, wir wären also wieder auf mein volles Einkommen angewiesen. Wie formuliere ich dieses Jahr im Verkauf am Besten in meinem Lebenslauf? Ich bin mir nicht sicher wie sehr es eine Rolle spielt, da ich ansonsten 5 Jahre durchgehende Erfahrung, zwei sehr gute Arbeitszeugnisse, sowie mehere Fortbildungen mitbringe. Nervös bin ich trotzdem. Zwar werden händeringend Kinderpflegerin meiner Umgebung gesucht, ich weiß aber, dass die Frage auf jeden Fall aufkommen wird.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Ich würde folgendermaßen argumentieren:
"Ich brauchte kurzfristig mehr Geld, um meinen Eltern/meiner Oma aus einer finanziellen Krise zu helfen und verdiente an diesem Arbeitsplatz deutlich mehr, als im erlernten Beruf. Da ich jedoch mit Leib und Seele Kinderpflegerin bin, möchte ich nun, wo alle Verbindlichkeiten beglichen sind, zurück in den erlernten Beruf."
 

Seitwärts

Mitglied
Ist die Frage, ob man nicht eher sagt, dass man einen Angehörigen gepflegt hat und daher sich ein Jahr Auszeit genommen hat. Das müsste man dann im Einzelfall entscheiden.
 

grüneblume

Neues Mitglied
Ist die Frage, ob man nicht eher sagt, dass man einen Angehörigen gepflegt hat und daher sich ein Jahr Auszeit genommen hat. Das müsste man dann im Einzelfall entscheiden.
Das hatte mir eine Bekannte auch vorgeschlagen, jedoch sehe ich dies eher als schwierig an, da ich bisher immer angeben musste, wär mein letzter Arbeitgeber war. Mir wurde immer gesagt, diese Info braucht man aus versicherungstechnischen Gründen.
 

Ca!N89

Aktives Mitglied
In der elektronischen Lohnsteuerkarte ist vermerkt wo zuletzt gearbeitet wurde und somit für den Personaler auch sichtbar.

Wenn der Job im näheren Umkreis lag ist die Wahrscheinlichkeit hoch das jemand dich gesehen hat und dich fragt warum du denn im Verkauf und jetzt in deiner zukünftigen Firma bist.

Der Mittelweg ist am besten.
Sag einfach das du einen neuen Job brauchtest und halt den nächst besten angenommen hast da nichts anderes verfügbar war.

Oder du sagst die Wahrheit und das die durch diese Erfahrung zu der Erkenntnis gekommen bist das dein erlernter Beruf definitiv der Richtige ist.
Ist zwar auch eine Lüge aber die charmanteste.
 
G

Gelöscht 119712

Gast
Ist es das?

Und selbst wenn, das sieht kein Personaler, weil ihn das nix angeht. Also verbreite hier bitte keine Angst.
Keine Ahnung ob das irgendwo ersichtlich ist, wenn der neue Arbeitgeber aber den TVöD anwendet (öffentlicher Dienst) dann wird er nach Vorbeschäftigungen fragen, weil es eine Rolle für die Stufenzuordnung spielt … da sollte man dann besser nicht lügen, weil jede Lüge auf eine zulässige Frage ein Kündigungsgrund sein kann …
 

Großstadtlegende

Aktives Mitglied
Nach beinahe einem Jahr, über 100 Bewerbungen für Ausbildungsstellen und vielen Vorstellungsgesprächen war das allegemeine Feedback dann, dass ich zu alt sei, meine bisherige Karriere nicht passt und das heutzutage Abitur einfach bevorzugt wird.
Ich find's so schlimm, dass es jungen Menschen schwer gemacht wird, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden.

Du bist 28, nicht 38 und für so einen 0815-Beruf wie Bürokaufmann (ich habe diese Ausbildung gemacht) muss man jetzt auch nicht besonders jung sein. So ein Unsinn.
Es gibt Menschen, die fangen erst mit 28 ein Studium an und sind dann über 30 bei der Jobsuche.

Auch das Argument, der Lebenslauf bzw. die berufliche Laufbahn hätte keinen roten Faden ist so dämlich. Was interessiert es deinen Ausbildungsleiter, ob du jetzt mal irgendwann früher als Kinderpflegerin gearbeitet hast. Das nagelt dich ja nicht auf einen bestimmten Beruf fest.
Ich kenne Leute, die haben komplett unterschiedliche Dinge gemacht (bei H&M an der Kasse, dann Ausbildung zum Pfarrer, abgebrochen, dann Ausbildung zum Piloten, abgebrochen, dann wieder an der Kasse, dann Angestellter bei der Bahn).

Früher warst du noch mit der mittleren Reife gut, jetzt musst du Abitur haben und die Mittlere Reife ist quasi zur Hauptschule degradiert worden. Wow, was für eine Welt.
Es ist ja nicht so, dass Abiturienten besonders schlauer sind als Realschüler. Heute brauchst du sogar für ein dummes Praktikum schon Abitur.

Glaub mir, die Ausbildung zur Bürokauffrau steht in absolut keinem Verhältnis zu den Anforderungen, die du dafür ausbringen musst.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Das hatte mir eine Bekannte auch vorgeschlagen, jedoch sehe ich dies eher als schwierig an, da ich bisher immer angeben musste, wär mein letzter Arbeitgeber war. Mir wurde immer gesagt, diese Info braucht man aus versicherungstechnischen Gründen.
Nein, definitiv nein. Du wirst bei einem neuen Job ganz normal angemeldet, da spielt es keine Rolle wo du vorher beschäftigt warst (außer du bist z.B. im öffentlichen Dienst).

Du schreibst, dass dein alter Vertrag ausgelaufen ist. Also musstest du dir ja sowieso eine neue Arbeit suchen. Ich würde es in deinem Fall wahrscheinlich so machen, wie @Ca!N89 vorgschlagen hat. Du musstest einen neuen Job suchen, hast als Kinderpflegerin nichts gefunden und dann eben als Verkäuferin gearbeitet.
Dann sieht der neue Arbeitgeber nämlich, dass du lieber etwas anderes (als deinen Beruf) gearbeitet hast, als gar nichts zu tun.

Wenn du etwas erfindest, weißt du nie, wer dir später im neuen Job begegnet, der das vielleicht mitkriegt und dann gleich weiß, dass es nicht stimmt.
 

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