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Werde gemocht, aber keine Freundschaft

Bist du dir denn sicher, dass du gemocht wirst? Ich kenn so zwei, drei Leute, die wirken wie du: keine Freunde oder Freundinnen, obwohl sie nie groß "anecken". Oder weil?

Ich habe einen richtigen Freund und eine richtige Freundin. Die sind immer da. Und bin darüber hinaus in Gruppen eher nicht der, den alle mögen.

Vielleicht bist du zu glatt? Für so Pöstchen wie "Klassensprecher" wählt man ja auch eher so nützliche Idioten, oder? Ich halte das nicht für eine Sympathiebekundung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zunächst einmal glaube ich nicht, dass es an der Stadt oder Land liegt. Tatsächlich ist das Vereinsamungsrisiko in der Stadt größer als auf dem Land. Ein Umzug scheint immer verlockend, aber meistens nimmt man seine Probleme mit.
Warum aus deinen reichhaltigen Bekanntschaften keine Freundschaften werden, ist aus der Entfernung schwer zu sagen. Das muss auch gar nichts mit dir zu tun haben. Mit 30 sind viele mit Job, Hausbau und Familiengründung beschäftigt, da bleibt wenig Zeit für neue Freundschaften.
Du hast beschrieben, wie du als junger Mann ausgeschlossen wurdest. So eine Ablehnung ist ein prägendes Erlebnis. Kann es sein, dass du unbewusst versuchst, so eine Enttäuschung zu vermeiden und deswegen immer dann unverbindlich wirst, wenn aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft wird?
 
Hallo,
ich kenne deine Thematik sehr gut, bin ebenfalls 29 und habe keine Freunde (mehr).

Also, was aus deinem Text raus klingt:
- Resignation und Pessimismus("Morgen Abend ist ein Treffen, aber ich weiß jetzt schon dass es nichts wird")
- Erwartungshaltung ("Es lädt mich keiner ein.")
und - Vermeidung ("ich habe mich zurückgezogen")
und
- Oberflächlichkeit (viele Kontake, aber nichts tiefergehendes)

Kann es sein, dass du auf andere vielleicht kühl wirkst?
Vielleicht hast du auch eine Ausstrahlung von "lass mich in ruhe."?

Ich würde dir empfehlen, mal einen alten Kontakt zu kontaktieren und ihn einfach zu fragen, wie er dich erlebt hat und was der Grund z.B. dafür war, dass nicht an dich gedacht wurde.

Ansonsten kann ich dir nur ans Herz legen deine Strategie zu verändern, wie du Kontakte pflegst und miteinander interagierst.

Ich lese nicht, dass du mit den vielen Kontakten irgendwie ein tiefgründigeres Gespräch führst..
und ja, auf ne Fitnessmesse gehen wär für mich okay, aber halt auch irgendwie ein bisschen flach..
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir einen Kontakt aussuchst, ihm oder ihr ein Treffen vorschlägst, wofür du dich interessierst und dann einfach eine schöne Zeit miteinander verbringt.

Freundschaft entsteht durch gemeinsame Zeit miteinander verbringen - hat man mir gesagt.

Bei mir ist übrigens das Problem, dass mich sehr viele Menschen eingeladen haben, aber ich immer abgeblockt und abgelehnt habe. Jetzt bin ich ziemlich einsam und isoliert und werde bald 30. Und mit meiner Familie siehts nichts besser aus.
 
Ich denke, wer mit 29 immer noch keine Freund*innen hat, der wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen, allein zu sein. Meist liegt dem irgendeine menschliche Merkwürdigkeit zugrunde, die nicht auszumerzen ist.

Man kennt sie, diese armen Wichte, deren letzte Lebensleistung es war, "Klassensprecher" zu sein.

Über die wurde da dann schon hinterrücks nur gelacht.
 
Man kennt sie, diese armen Wichte, deren letzte Lebensleistung es war, "Klassensprecher" zu sein.
Ich war auch Klassensprecher und später Elternsprecher und nachher im Gemeinderat, heute kann das meine Tochter gut und armer Wicht ist sie nicht, ich auch nicht, wir haben gern Nägel mit Köpfen und daher sind wir engagiert. Freunde haben wir auch. So eine depperte Wortmeldung von dir, was hast du dir da gedacht?
 
Lieber Lender, du kannst nichts falsch machen, wenn du grundsätzlich offen, herzlich und interessiert mit allen Menschen umgehst, solange sie empfänglich sind dafür. Manche brauchen dafür einfach etwas Zeit, bis sie sich einlassen möchten auf mehr, aber für Herzlichkeit und guten Austausch, der zu nichts verpflichtet ist gleich mal wer zu haben.
Mir sind meine Freunde unterwegs begegnet, die haben sich im Laufe der Zeit als Freunde herausgestellt, weil sie und ich gut konnten- was man ja nicht voraussehen kann, das merkt man während des längeren Umgangs miteinander.
 
Da ist offenbar heute noch einer sehr traurig und wütend darüber, dass er nie zum Klassensprecher gewählt wurde.

@Lender
Meiner Meinung nach knüpft man tiefe Freundschaften früh in der Jugend am "einfachsten". Später ist es ähnlich wie mit einem Beziehungspartner, da muss erst einmal der richtige Mensch kommen, mit dem man mehr eingehen will als mit einer oberflächlichen Bekannschaft.

Was würde für dich eine "echte Freundschaft" ausmachen?
Geht es da für dich um die Zeit, die man überwiegend miteinander verbringt oder um das Teilen von etwas? Wäre ein Freund ein Vertrauter, dem man alles erzählen kann, jemand zum Anlehen, bei dem man um Hilfe bitten kann?
 
Ich würde noch vorschlagen, eine alte Freundschaft wiederzubeleben. Manchmal hat es sich auseinandergelebt, ohne dass es einen Grund gab und man braucht einfach nur wieder einen Anstoß. Und wie @Drölfchen richtig sagt, tiefe Freundschaften knüpft man, wenn man jung ist.
Also vielleicht einfach das Adressbuch im Handy durchgehen oder zu einem Klassentreffen gehen.
 
Mir ist jeder willkommen, solange er nichts von mir verlangt, was ich nicht gerne gebe. Freund kann mir gleich einmal jemand sein, ist es auch, weil ich nicht warte, bis wir uns fünf Jahre kennen, um mich offen und ganz normal zu unterhalten über alles Mögliche, oder um zu fragen, ob jener dabei ist und mitkommt, oder mitmacht.
Was mir aber vorkommt, zwischenmenschlich kann keiner mit meinem Lebensgefährten mithalten, der ist mein allerbester Freund.
Daher, ich würde mich umsehen nach einem "Kameraden", der Ferien mit dir macht, der mit dir einschläft, der mit dir frühstückt und im Pyjama neben dir sitzt und mit dir Halma spielt, oder mit dem du all das tust, was man so tut miteinander, plus Umarmen und Knutschen und Dinge aushecken, die man immer schon machen wollte. Was früher viele abgedeckt haben, das deckt dieser "Eine" ab.
Wenn ich du wäre, dann würde ich auch nach "Allem" streben, nicht bloß nach Teilchen.
Verliebe dich, dann ist dein Problem gegessen, auch für jenen, in dem DU dich verliebst und mit dem dann allerbester Freund bist.
 
Meldest du dich bei den Personen auch mal zwischendurch? Lädst sie auf ein Getränk ein, machst den Vorschlag ins Kino zu gehen usw?

Freundschaften müssen aktiv aufgebaut werden. Du hast eine gute Ausgangsposition, du wirst gemocht, anscheinend als sympathisch empfunden. Diesen Startvorteil haben nicht alle Menschen.

Richtig...
Auch zum Geburtstag kommen Leute doch nicht einfach vorbei. Man muss sie schon einladen. Sag doch zu den sympathischen Kontakten einfach: "Hey, ich werde demnächst 30 und würde gerne drauf anstoßen. Wir könnten nach dem Training am dem Tag noch was trinken gehen"
 

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