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Wer von euch hat schon mal Tiere nur nach Foto aus dem TSch adoptiert?

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Der Unterschied ist, das die Hunde in deutschen Tierheimen vern
Ich habe das auch noch nicht so ganz verstanden, warum Tiere aus dem Ausland adoptiert werden. Habe auch schon viele üble Geschichten über das Verhalten dieser Straßenhunde gehört.
Der Unterschied ist, dass die Hunde in deutschen Tierheimen zumindest vernünftig untergebracht sind und gut behandelt werden. Sie haben eine Chance auf Vermittlung und wenn möglich, wird auch mit den Hunden spazieren gegangen.

Dann schau dir im Gegenzug die Tierheim Höllen in Ländern wie Rumänien, Italien und vielen anderen Ländern an! Die Tiere leiden dort massiv! Sie haben null Beschäftigung, keinerlei Auslauf, keine sozialen Kontakte, oftmals keine oder nur unzureichende tierärztliche Betreuung. Viele verschwinden für immner, sterben an Krankheiten oder kriegen einen Hirnschlag weil sie den Dauerstress der Isolation und des dauernden Lärmpegels nicht gewachsen sind. Viele haben dort nicht einmal eine Decke oder irgendwas, müssen auf kaltem und hartem Beton liegen, sehen nie Gras, im Winter ist es bitterkalt und im Sommer viel zu heiss. Und wenn sie nach einer bestimmten Zeit nicht vermittelt werden, landen sie der nächsten, ihrer letzten Tierheimhölle, die italienische Canile. Von dort gibt es keine Adoptionen. Die Hunde werden isoliert in Betonverschläge gesperrt und bleiben dort so lange, bis sie tot sind. Das kann dann auch schon mal 18 Jahre dauern. 18 Jahre in absoluter Isolation, ohne Kontakte, ohne Beschäftigung, gar nichts. Viele Hunde landen dort schon als Welpen. Sie lernen nichts anderes kennen als die Isolation in diesen Betonzwingern. Eine einzige Tierquälerei!

Warum wohl adoptieren viele Menschen Hunde aus dem Ausland? Weil nur ganz wenige Auslandshunde von den Einheimischen vor Ort adoptiert werden! Die Menschen holen sich Welpen und wenn sie keinen Bock mehr haben, landen die Tiere auf der Strasse, auf der Müllhalde, werden ertränkt oder am Baum aufgehängt...

Man Leute, erkundigt euch doch einfach mal, was hier auf der Welt los ist!
 
Ich würde mir nie ein Tier nach Optik aussuchen. Es soll ja zu mir und den Lebensumständen passen.

Ich war Mod in einem Tierforum, da waren viele TS.-Oranisationen.

Ich wurde durch Umwege "Vorprüfer", hab also vor Ort die Lage gecheckt, bevor die Tierchen einzogen u auch einige vom Flughafen abgeholt u eher unelegant verfrachtet. Nicht schön.

Es ist saugut, die Beschreibungen ernst zu nehmen.
Insbesondere Pflegestellem können das sehr gut.

Fotos sind toll, aber eben nur
 
Ich wollte keine Diskussion lostreten, ob TSch im Ausland sinnvoll ist oder nicht. Tsch-Hund ist TSch-Hund. Ich suche eigentlich immer auf allen Kanälen. Wobei mir der ausländische TSch schon sehr am Herzen liegt, weil die Hunde im Ausland einfach häufig nur eine sehr kleine Lobby haben.

@MrsBrisby
Aber erst mal muss man Pflegestellen haben. Ich wäre gerne Pflegestelle, aber Göga meint, dass die Hunde hier nie wieder ausziehen. Wird nicht stimmen, 2 Hunde reichen, muss ihn noch überzeugen,...
 
Unser erster war aus dem Tierschutzverein in der Nähe. Er hatte seine Probleme, aber auch tolle Seiten.
Ich habe das auch noch nicht so ganz verstanden, warum Tiere aus dem Ausland adoptiert werden.
Kann ich dir sagen: Damit sie leben dürfen. Unser ist aus Spanien, dort werden sie auf der Straße eingesammelt und wenn sich 14 Tage keiner meldet werden sie eingeschläfert in einer Törungsstation. Unser darf weiterleben.

Du hast keinen Hund, oder?
Wer einen Hund nur nach Foto anschafft, will keinen Hausgenossen, sondern ein Statussymbol.
Selten so einen Quatsch gelesen. Die meisten Hunde aus dem Tierschutz sind keine Rassehunde, sondern Mischlingshunde. Wohl kaum Statussymbole.
 
Ich habe auch einen Hund aus dem Ausland. Kannte den Hund auch nur vom Video, weil es anders eben nicht möglich ist. Vorher musste ich mich jedoch etliche Fragen beantworten, es wurde eine Vorbesichtigung gemacht und ich musste Hundeerfahrung nachweisen. Eine seriöse Organisation bemüht sich darum, den passenden Hund für dich zu finden und bleibt auch Ansprechpartner für evt auftretende Probleme. Sie kennen die Hunde vor Ort und je nach Hundeerfahrung, Lebens- und Wohnsituation wird geschaut, dass Hund und zukünftiger Halter gute Voraussetzungen mitbringen, dass es am Ende klappt.

Dennoch gibt es einiges zu beachten, denn Auslandshunde haben eine Vergangenheit. Manche kennen nur das Tierheim bzw den lieblosen Betonzwinger. Sie sind nicht stubenrein, kennen keine Kommandos, haben noch nichts anderes als den Zwinger kennengelernt. In der Regel sind sie jedoch sehr lernwillig und sehr dankbar. Was man immer braucht ist Zeit und viel Geduld. All das wird einem vorher gesagt. So ein Hund ist somit nichts für jemanden der sich nicht um den Hund kümmern will oder kann. Man muss willens sein, sich intensiv mit dem Hund zu beschäftigen.

Ich hatte auch schon einen Hund aus einem deutschen Tierheim, der massive Angst vor Männern hatte und auch aus Angst zuschnappte. Ein Jahr haben wir gebraucht, bis er so gefestigt war, dass er diese Ängste überwinden konnte. Das war viel Arbeit, wir brauchten viel Geduld. Das er diese Probleme hatte, hat uns vorher niemand gesagt. Aber natürlich haben wir den Hund trotzdem behalten und an dem Problem gearbeitet. Wir liebten ihn ja und wollten ihm helfen. Es lohnt sich und die Tiere zahlen es einem hundertfach zurück.

Wie gesagt, jeder Hund aus dem Tierschutz hat nunmal die Pupertät und wichtige Prägephase meist hinter sich und irgendwelche Eigenschaften oder Verhaltensweisen, an denen man arbeiten muss. Da geht es um fehlende Leinenführigkeit, andauerndes Bellen, der Hund muss schrittweise lernen, alleine zu bleiben wenn man mal das Haus verlässt, all solche Dinge. Das bedeutet Arbeit, Zeit, Geduld usw

In aller Regel bedeutet ein Auslandshund jedoch nicht, dass der Hund schwerwiegende Probleme hat und bspw schon durch Beissvorfälle o.ä. aufgefallen ist, jedenfalls nicht bei einer seriösen Organisation.
 
Ich wollte keine Diskussion lostreten, ob TSch im Ausland sinnvoll ist oder nicht. Tsch-Hund ist TSch-Hund. Ich suche eigentlich immer auf allen Kanälen. Wobei mir der ausländische TSch schon sehr am Herzen liegt, weil die Hunde im Ausland einfach häufig nur eine sehr kleine Lobby haben.

@MrsBrisby
Aber erst mal muss man Pflegestellen haben. Ich wäre gerne Pflegestelle, aber Göga meint, dass die Hunde hier nie wieder ausziehen. Wird nicht stimmen, 2 Hunde reichen, muss ihn noch überzeugen,...

Bei mir wäre das auch kritisch, wenn ich ehrlich bin.
Es stellte sich die Situation nie, weil ich immer eigene Tiere hatte u nicht genug Raum.
Aber wenn das anders wäre, hätte ich sicher arge Probleme, diese Tiere wieder abzugeben, wenn sie sich grad eingewöhnt haben.
Ich lobe wirklich jede gute Pflegestelle!

Meine erste Katze kam aus einer solchen.
Es war echt schön gemacht fúr die Tiere.
Ich war ahnungslos, mein Ex erfahrener.
Ich wollte sie gar nicht, weil es mich als Anfänger überforderte. Sie verpieschte sich nur, war gestresst u hackte dann zu.
Mein Ex wollte sie unbedingt.
Ich hab dann noch gefragt, ob wir ihre "Freundin", mit der sie ggekommen war, mitnehmen sollen.
Neeeiiin, das ist eine unbedingte Einzelkatze
Nunja, ich keine Ahnung.

Sie war extrem scheu u wenn man Grenzen missachtete, wurde sie grantig.

Alleine ging aber auf Dauer nicht, das habe selbst ich als Ahnungslose, schnell gemerkt.
Würde ich nie wieder machen.
Pflegestellen sind toll u sehen im Familienverbund viel mehr, aber die Tiere verhalten sich da manches Mal unter Stress ganz anders.

Mir gefallen einige Tiere auch sofort von der Optik her u ich bin schockverliebt. Aber ich hab auch schon neue Gesellschafter gesucht u dann war ich absolut auf Alter, Charakter etc fokussiert, weil es einfach passen muss.
 
Es ist aber schon so, dass ein Foto oft ausschlaggebend dafür sein kann, ob sich Leute überhaupt bei einem Tierschutzverein oder einer Organisation melden. Ich denke, den Moment kennt jeder: Man sieht das Foto eines Hundes oder eine Katze und ist sofort hin und weg. Quasi schockverliebt. Oder der Blick des Tieres brennt sich einem in die Seele.

Vermittlungsgespräche gibt es ja trotzdem. Im Endeffekt hat der Verein oder die Organisation die Verantwortung dafür, so gut wie möglich herauszufinden und abzuschätzen, ob die Menschen und die Lebensumstände zum gewünschten Tier passen.
 
@MrsBrisby
Ich bin da tatsächlich eher pragmatisch. Bei uns würde ein Pflegi passen, weil er einfach von dem grossen Ungarn extrem profitieren könnte. Er ist bis auf Gewitter, Sturm und Silvester extrem cool und dazu extrem lässig im Umgang mit anderen Hunden. Müsste dann aber auch ausziehen, selbst wenn ich dann viele Tränen verdrücken müsste.

@dreampudelchen
Natürlich lese ich die Beschreibungen von den Hunden. Aber einiges ist für uns nicht relevant und gerade bei den Hütehunden sind die Einschätzungen aus dem TSch oft irreführend, weil es oft Hunde sind, die wenig bis gar keine Stresstoleranz haben. Ich hab mir aber auch immer Hunde ausgesucht, über die nur wenige Eckdaten bekannt waren, weil sie erst sehr kurz im TH waren.
Richtige Vorkontrollen hatten wir eigentlich noch nie. Im deutschen TH hat man wahrscheinlich nur Google Maps angeschmissen, wo wir wohnen. Man hat gesehen, das wir ernsthaft interessiert waren und wollte uns den Hund dann doch schon gerne beim 2. Besuch mitgeben. Haben wir abgelehnt und ihn 2 Tage später dann abgeholt.

Beim Ungarn hatte der Verein keine Vorkontrollen in unserer Gegend. Ich hab sie dann an eine Bekannte von uns verwiesen, die schon für andere Vereine Vorkontrollen gemacht hat. Sie war für die Vorkontrolle nicht mehr extra bei uns, weil sie ja wusste, wie wir mit unseren Hunden leben und umgehen.
Ich halte aber auch immer gerne Kontakt zu den Vereinen und schicke gerne Fotos und aktuelle Berichte.
 
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Ich habe, nach dem Tod eines Katers, der aus einer Messiwohnung, gerettet wurde, und dann zu mir kam, Krümel adoptiert.

Der erste Kater verstarb ein Jahr später bei mir, weil er voller Tumore im Nasenrachenraum war und seine Nieren nicht mehr wollten.
Ich habe ihn erlösen lassen beim Tierarzt, nachdem wir, über das Jahr verteilt, alles versucht haben, ihn zu retten.

Nach einer Weile, entdeckte ich Krümel auf einer Webseite von einem TSchV und ich zeigte Interesse und nahm schließlich Kontakt auf.
Er wurde ausführlich beschrieben, mit seiner Vor-und Krankengeschichte.
Er hatte Katzenschnupfen und hat, mit viel Glück, beide Augen behalten können.
Er stammt aus Belgien und wurde in einer Tötungsstation geboren. Denn dort wurde er, zum Glück, befreit.

Wir, mein Partner und ich fuhren nach ein paar Tagen zur Pflegestelle und besuchten den kleinen Mann. 8 Monate war er da alt.

Nach 30 min kam er von alleine auf meinen Schoß und hat sich kribbeln lassen und danach ein Nickerchen gemacht.

Nach ein paar Stunden, ist er freiwillig in die Transportbox gegangen.

Das ist jetzt 11 Jahre her und er ist mein Seelenkater 😍


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