Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wer kann mir sagen, ob ein Manuskript gut ist – habt ihr Erfahrungen?

@Penny: Deine Beschreibung dieser Schreibgruppe klingt fast… heimelig. Und der Gedanke, dass man bewusst auf Pause drücken kann, hat bei mir grad richtig was zum Klingen gebracht. Ich sitz da nämlich und dreh seit Tagen an denselben Absätzen rum. Vielleicht ist „Nichtlesen“ wirklich der nächste Schritt. Wie hast du denn deine Gruppe damals gefunden?

Und danke auch für den Hinweis zur Online-Veröffentlichung – ich hatte ehrlich gesagt gar nicht auf dem Schirm, dass das schon als „veröffentlicht“ gelten kann. Dann wär’s wahrscheinlich wirklich besser, vorsichtig zu sein mit dem Teilen im Netz.

Das war totaler Zufall. Ich hatte eigentlich nach einer Selbsthilfegruppe geschaut. Und in dem Selbsthilfezentrum hatte diese Schreibgruppe auch einen Raum... Eine wirkliche Selbsthilfegruppe war das aber nicht... Aber, wer weiß, vielleicht gibt es in anderen Selbsthilfezentren ja auch eine? Oder man gründet eine? Gerade kommt mir die Idee, ob man nicht eine über Zoom oder so machen kann, also so, dass man sich auch wirklich sieht und es nicht so anonym ist... Hm...
 
Ich sitz da nämlich und dreh seit Tagen an denselben Absätzen rum.

Wirf das Ding für eine Weile in die Ecke, mach etwas ganz anderes, hab Spaß, genieße.
Und wenn du dann wieder die Muße dafür hast, setz dich wieder dran.
Verbeißen bringt nichts.
Du hast ja keinen Abgabetermin einzuhalten, nicht täglich eine bestimmte Textmenge zu schaffen.
 
Hi kakadu,
du kannst das Manuskript auch einem selbstständigen Lektor schicken und um ein Lektorat bitten.
Ist relativ teuer, aber die haben natürlich schon noch mehr Ahnung als Laien.

Wenn du dir ein komplettes Lektorat nicht leisten kannst, bieten manche auch Teil-Lektorat an oder eine allgemeine Einschätzung zum Manuskript.
 
Das mit den Foren kenn ich – ich les manchmal still mit und merke dann, wie hart das Feedback da knallen kann. Ich glaub, ich müsste sehr genau wissen, was ich will, bevor ich mich dem aussetz. Deine Idee mit dem Verlagsversuch klingt irgendwie mutig – hast du das mal gemacht?
Ich würde es nicht persönlich nehmen. Tipps mitnehmen wo es geht und sich mit der Kritik auseinandersetzen. Würde aber auch nicht alles umsetzen, was dort so von sich gegeben wird. Denke das sollte dann eher so ein Anreiz sein, sich selbst mit den Tipps auseinanderzusetzen. Man kann ja durchaus auch selbst Entscheidungen treffen und dann lässt man es so weil man einen Grund hat.
Das ist nicht mutig, das ist der normale Ablauf. Man schickt das Manuskript ein und wartet ab. Ich würde da die Hoffnung auf einen Klassischen Verlag nicht aufgeben. In der Zeit, in der man auf die Antworten wartet, schaut man sich dann noch die anderen Optionen an und beurteilt ob diese für einen in Frage kommen könnten. Den Selbstverlag würde es noch geben. Wie der Name schon sagt, da muss man alles selbst erledigen. Wenn man das auf sich nimmt, auch eine Option. Bei Dienstleistungsverlagen wie dem Novum Verlag bekommt man dort Hilfe, wo man sie braucht. Hat aber trotzdem noch ein Mitspracherecht - ist aber dann im Umkehrschluss auch wieder selbst dafür verantwortlich. Heutzutage könnte man auch viel Online machen und eher in Richtung Blog oder eigene Homepage gehen. Als PDF kann mein sein Buch für E-Books anbieten. Von Dienstleistungsverlagen würde ich eher die Finger lassen.
Ich wählte 4 Leute aus der Zielgruppe, einen Germanistikprof und einen Autor.
Naja wenn man solche Personen im Bekanntenkreis hat, tut man sich dann natürlich leichter. Aber das ist ja leider nicht die Regel. Da hat man ja oft schon Glück wenn man eine Person hat, die heutzutage noch gerne liest🙂
 
Da hat man ja oft schon Glück wenn man eine Person hat, die heutzutage noch gerne liest🙂

Kontakt zu z. B. (früheren) Lehrern hast du nicht oder könntest den (wieder) herstellen?

Was ist mit Künstlervereinen in deiner Nähe?
Schreibwerkstätten?
...
Hast du im Umkreis von 10-50 km mal gecheckt, was es da alles gibt?
I.d.R. findet sich da einiges.
Dann entsprechende Kontakte herstellen.
 
Danke euch allen für die Gedanken – die Mischung aus Erfahrung, Ideen und auch ehrlichen Zweifeln war richtig hilfreich. Ich nehm aus jedem Beitrag was mit.

@Ausnahmsweise: Das mit der Auswahl deiner Testleser klingt gut durchdacht – war das eher Zufall oder bewusst kuratiert? Und hat dich das am Ende eher gestärkt oder verunsichert, dass es nicht mehr deinem ursprünglichen Plan entsprach?

@Penny: Deine Gruppe klingt wirklich nach einem geschützten Raum – so was würd ich mir auch wünschen. Hast du später mal versucht, sowas online oder via Zoom fortzusetzen? Und hattest du das Gefühl, dass das Digitale dieselbe Nähe zulässt?

@Kylar: Danke dir für den Hinweis mit dem Lektorat. Hast du das selbst mal genutzt oder Feedback von anderen dazu? Ich überleg, ob ein Teillektorat für den Anfang nicht genau das richtige Maß wär – aber wie konkret sind solche Einschätzungen?

@EmmaB: Deine nüchterne Sicht auf Verlage vs. Selfpublishing hilft mir beim Sortieren. Ich frag mich gerade: Kennst du konkrete Unterschiede im Gefühl dabei – also ob man sich bei der einen Option „mehr Autor:in“ fühlt als bei der anderen? Und wie frei warst du in Entscheidungen bei deinem Vorgehen?
 
@Kylar: Danke dir für den Hinweis mit dem Lektorat. Hast du das selbst mal genutzt oder Feedback von anderen dazu? Ich überleg, ob ein Teillektorat für den Anfang nicht genau das richtige Maß wär – aber wie konkret sind solche Einschätzungen?

Ja, ich habe selber mal ein Manuskript von mir an einen Lektor geschickt.
Ein komplettes Lektorat wäre zu teuer gewesen (wären zwischen 3500 und 3800 Euro gewesen) , darum hat der Lektor mir angeboten, entweder nur meine ersten 50 Seiten zu lektorieren oder mein komplettes Skript zu lesen und mir eine allgemeine Einschätzung mit Stärken und Schwächen zu schreiben.
Ich konnte damit auch echt gut was anfangen. Es waren meine ich etwas über 10 Seiten, die der Lektor mir an Feedback geschrieben hat.

Mir war allgemeine Einschätzung lieber als Teillektorat, weil ich gerne Feedback zu Handlung, Spannungsbogen und Figurenentwicklung wollte und vor allem auch, wie das Ende ankommt.
Und das habe ich bekommen plus Kritik mitsamt Verbesserungsvorschläge zu meinem Schreibstil.
Ich meine es hatte knapp 500 Euro gekostet.
 
Ein Probelektorat habe ich übrigens auch 2 mal machen lassen. (gratis, einmal 2 und einmal 5 Seiten)
Da wird wirklich Satz für Satz dein Manuskript auseinandergenommen.
Bei dem einen Probelektorat war wirklich kaum ein Satz, zu dem der Lektor kein Kommentar geschrieben hat.
Das fand ich sehr hilfreich in Bezug auf den Schreibstil. Denn wenn dir da einmal der Profi gesagt hat, was du falsch machst, hast du das schnell raus und kannst den Rest deines Manuskriptes alleine durcharbeiten. Man macht da ja immer wieder die selben Fehler und um die zu erkennen, reichen einem Profi ein paar Seiten geschriebenes.

Inhaltlich kann man dir da natürlich noch nicht so viel sagen, allerdings kann man dir schon sagen, ob dein Anfang gut ist, was wichtig ist, denn Agenturen und Verlage lesen oft nur die erste Seite (manche sogar nur die ersten Sätze) bis sie entscheiden, ob sie ein Manuskript wegschmeißen oder nicht..
 
@Penny: Deine Gruppe klingt wirklich nach einem geschützten Raum – so was würd ich mir auch wünschen. Hast du später mal versucht, sowas online oder via Zoom fortzusetzen? Und hattest du das Gefühl, dass das Digitale dieselbe Nähe zulässt?

Nein. Die Idee kam erst, als ich dir hier geantwortet habe...
Ich hatte schon mal mit der Idee, eine Gruppe zu gründen, eine Anzeige in die Zeitung (in eine kostenlose "Event"-Zeitschrift sozusagen), und online auch, aber es haben sich leider ausschließlich Männer gemeldet, die ausnahmslos Fantasy, Horror und Science Fiction geschrieben haben. Eine Gruppe nur mit Männern (außer mir) wollte ich nicht, und die Genres sind leider gar nicht meins (vor allem Horror und Gewalt möchte ich mir nicht anhören/lesen müssen, und bei den anderen wäre ich, glaube ich, auch nicht die Riesenhilfe gewesen)... Deshalb ist es nie zu einer Gruppe gekommen.

Aber den Gedanken, das über Zoom zu machen, vielleicht über das Selbsthilfezentrum hier, den nehme ich mal mit und schaue mal, ob es sich verwirklichen lässt. Allerdings habe ich dazu erst im Herbst Zeit...

Ich habe aber schon ein paar Schreib"kurse"/"abende" mit anderen via Zoom gemacht und muss sagen, dass das quasi war wie "in echt". Klar, man sitzt nicht im selben Raum und nichts tun (wie z. B. Taschentuch reichen oder mal umarmen), aber mitbekommen, wie etwas bei den anderen ankommt und ob und wie sie berührt sind, das tut man schon. Nicht so gut wie in echt, weil man ja immer nur ein paar Leute gleichzeitig sehen kann, aber ich fand das durchaus so gut, dass ich mir das als Alternative gut vorstellen kann.

Hast du denn vor, es mal online zu probieren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann dir sehr das "Handbuch für Autorinnen und Autoren" empfehlen von Uschtrin.
Da steht alles drin , was man wissen muss, wenn man ein Buch veröffentlichen will.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben