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Wenn nur Wut und Hass einen am Leben halten

  • Starter*in Starter*in Junesun
  • Datum Start Datum Start
J

Junesun

Gast
Ich habe mich schon so oft mit dem Sinn des Lebens beschäftigt.
Habe mich immer wieder gefragt, was das alles hier soll.
Der eine hat eine glückliche Zeit, der andere nur Probleme und Elend.
Irgendwann ist für jeden alles vorbei.
Und dann?
Dann erwartet uns das Nichts nach all der Mühe und all den Qualen.
In den vergangenen Jahren bin ich sehr am Leben verzweifelt, doch den Höhepunkt erlebte ich im Herbst.
Es wurde alles zuviel für mich.
Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, Verletzungen durch Männerbekanntschaften, gesundheitliche Probleme.
Ich konnte nicht mehr. Hatte manchmal kaum noch Kraft mich durch den Alltag zu schleppen.
Ich isolierte mich total, nahm nur noch Arzttermine wahr und ging einkaufen.
Manchmal lag ich bis zum frühen Nachmittag im Bett, unfähig mich aufzuraffen.
Stellte mir immer wieder die gleichen Fragen.
Warum ich mein Leben nicht in den Griff bekomme, warum ich mich immer wieder in eine Opferrolle drängen lasse, warum mich niemand achtet und respektiert.
Doch merkte ich auch, dass mit meiner Resignation auch eine Wut in mir hochkam, die ich in dem Maße nie gekannt habe.
Eine Wut, die ich kaum noch kontrollieren konnte und die sich überwiegend gegen Männer richtet.
Jahrelang war ich auf der Suche nach Liebe.
Wenn ich Glück hatte, wurden mir gerade mal lieblos ein paar Bröckchen Zuneigung hingeworfen.
Ich habe jedes Mal soviel an Gefühlen investiert, zurück kam nichts.
Jetzt ist einfach das passiert, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Die Geschichte mit dem Sachbearbeiter von der ARGE, der mich fertigmachen will.
Was habe ich ihm getan?
Ich habe ihm doch seinen Wunsch erfüllt und bin mit ihm ins Bett gestiegen.
Sein schönes Leben ging doch für ihn weiter, da seine Frau und sein Vorgesetzter nichts erfahren haben.
Warum hat er so einen Groll auf mich?
Ich hasse ihn inzwischen so sehr, dass ich etwas unternehmen musste.
Ich glaube, wenn ich weiter zu ihm hinmüsste, würde ich irgendwann ausrasten und auf ihn einschlagen.
Denn er ist ein Monster. Wie er da so selbstgerecht hinter seinem Schreibtisch thront und meint, andere psychisch kaputt machen zu können. Menschen, die ihm nie was böses getan haben.
Dieser Hass gibt mir enorm viel Kraft, hält mich am Leben.
Er gibt mir die Kraft zu kämpfen, endlich mal aus meiner Opferrolle rauszukommen.
Ich fühle mich stark, das in Angriff zu nehmen, was da noch auf mich zukommen wird.
Der erste Schritt in ein hoffentlich besseres Leben...
 
Dieser Hass gibt mir enorm viel Kraft, hält mich am Leben.
Er gibt mir die Kraft zu kämpfen, endlich mal aus meiner Opferrolle rauszukommen.
Ich fühle mich stark, das in Angriff zu nehmen, was da noch auf mich zukommen wird.
Der erste Schritt in ein hoffentlich besseres Leben...

Wütend sein ist gut und es ist auch gut und mutig, das Du gegen den Typen vorgehst. Dafür wünsche ich Dir alle Kraft der Welt. 🙂

Aber lass Dich nicht vom Hass zerfressen ... 🙂

Und auch wenn es jetzt abgedroschen klingt, aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. 🙄
 
Zuletzt bearbeitet:
Wut und Hass sind da manchmal keine so guten Berater da man damit oft in Gefahr gerät auch auf Täterniveau zu landen, also von einem Extrem (Opferhaltung) zum nächsten (Täterhaltung) pendelt und das auch nur wieder zu Schuldgefühlen etc. führt....

Ich rate ggf. zu psychotherapeutischer Begleitung um eine bipolare Störung oder sowas (Hängenbleiben in der Hassschleife z.B) zu vermeiden. Das Gefühlspendel sollte zeitweilig auch zur Mitte kommen und aus der Mitte heraus denkt und handelt es sich oft klarer.

Wut und Hass sind zwei Emotionen die weit außen auf der Pendelskala liegen...recht instabil auf Dauer...macht auf Dauer Seele und Psyche krank, da das ein energetisch zu aufgeladener Zustand ist...Ausgleich finden ist hier sehr wichtig für dich.

In der Mitte liegt das Verzeihen...sich verzeihen können und auch anderen verzeihen können. Loslassen....
Du bist ein Mensch mit Macken, er ist ein Mensch mit Macken..dabei sollte man es ggf belassen...wenn nicht jetzt dann am besten in Kürze...😉 Je eher desto besser für dich.

Lass los, fang neu an unter neuen Vorzeichen...am besten aus der Mitte heraus und nicht zu stark von den Polen Hass oder Wut aus geleitet....denn damit trappst du garantiert erneut hass- oder wutblind in dieselben Fettnäpfchen wie früher.

Warum-Fragen einmal die Woche mit Therapeuten bearbeiten und ansonsten lassen...stattdessen eher gucken wie du fortan besser leben kannst. Täglich gute Dinge tun für dich...arbeiten, Hobbies, Freunde treffen. Neue Wege gehen, achtsam sein (dabei stehen Wut und Hass natürlich im Weg und trüben den Blick aufs Wesentliche!) an die Stelle ungünstiger Verhaltensgewohnheiten neue bessere Verhaltensgewohnheiten setzen...Veränderungsängste etc dabei aushalten, durchhalten etc.

Monster sind stark und mächtig...an sich ist dieser Typ garantiert nur ein kleiner Kacker, dessen Macht auf deinem kindlichen Monsteraberglauben beruht..dein Hass und deine Wut blasen ihm seine Macht in den A**** sozusagen..und da schwebt er nur als überblähtes Monster das dir die Ausrede gibt wütend zu sein. Tja aber was bringt dir das? ....Gegenstrategie wäre: loslassen und vergessen..ignorieren...dann stirbt das Monster und ist nur noch ein kleiner Wicht. Er ist an sich unwichtig für dich und dein Leben und du könntest deine Energie für bessere Dinge gebrauchen als dich in Hassarien auf ihn zu verirren und im Kreise zu irren und an ihm an zu haften etc....Nutze diese Energie und geh nach vorne! D.H auch weg von diesem Mann der dir offenbar nicht gut tut.
Mit Hass und Wut kettest du dich ggf nur noch mehr an ihn....handle also bedacht und krieg deine Gefühle in den Griff...jedenfalls soweit dass du mit klarerem Kopf denken und handeln kannst.

Viel Erfolg dabei!
Tyra

Tipps zum Aggressionsabbau: Langlauf...täglich viel Sport, mit Freunden, Vertrauten od ggf Therapeut offen über deinen Seelenkram reden...also Seelenhygiene betreiben etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
ähm worum ging es eigentlich? Du hattest mit ihm (einem dir bekanntermaßen lieierten Mann) Sex...damit hast du dir ja an sich auch nen Wunsch erfüllt...wenns schön war ist das doch in Ordnung...Oder hast du dir mehr erwartet?

Lass los und vergiss den Typen!

Und geh in Verhaltenstherapie...dringend, denn aus deinem Text liest sich klar Bedarf dahingehend heraus.

Arbeite also an dir und vermeide das nächste Mal Sex am Arbeitsplatz od.ä. Mach lieber simplify my life und lass Arbeit Arbeit sein und halte es von deinem Privatleben besser getrennt.
Generell wäre es günstig die Finger von verheirateten Männern zu lassen, denn das gibt so gut wie immer Trouble und tut dir gar nicht gut wie du ja selbst merkst.

Trau dir mal nen unverheirateten netteren Mann zu!
Selbstachtung ist wichtig...dann achten dich auch automatisch andere mehr...liegt in der Natur der Sache.

Tipps zum Aufbau von mehr Selbstachtung und Abgrenzungsvermögen...Skillstraining in Verhaltenstherapie, Kampfsport, viel Sport und Bewegung, sinnvollen Tätigkeiten nachgehen etc mehr Autonomie entwickeln. Dein Wert bemisst sich in erster Linie an dem was du dir selbst an Wert verleihst (was sich an deiner Lebensweise zeigt, ob du dich hängen läßt oder nicht, dich in Sackgassen verrennst oder nicht...Hass und Wut auf nen verheirateten Typen mit dem DU aus freier Entscheidung in die Kiste gehüpft bist ist eine Sackgasse!) und nicht daran welchen Wert dir andere beimessen!

Beschäftigung mit dem Sinn des Lebens ist gut aber auch nur dann wenn du nicht für dich allein in deiner eigenen Gedankensosse dran rum grübelst sondern dich auch mit den Gedanken anderer Menschen dazu auseinandersetzt und Austausch da ist...lies mal viel drüber, sprich mit Philosophen oder Therapeuten drüber, mit Freunden, Vertrauten oder den Leuten auf der Straße...und aus all den Ansichten ergibt sich dann nach und nach ein vollständigeres Bild über den Sinn des Lebens. Als Mensch für sich allein denkt man oft zu einseitig und übersieht oft einiges...daher bringt es wenig über solche Dinge allein nach zu grübeln...

Für mich liegt der Sinn des Lebens im Leben selbst und darin den Herausforderungen des Lebens würdig und wach zu begegnen um sie zu meistern.
Dabei ist es immer wieder eine Herausforderung auch mit den eigenen Ichmacken (Komplexe, Ängste, Unsicherheiten etc.) klar zu kommen...das gelingt mal mehr mal weniger gut aber mit genügend good will und Achtsamkeit und auch Training etc. um Zeit immer besser.

Du könntest dich selbst als Herausforderung sehen und diese Situation ebenfalls in der du dich entweder kindlich-ohnmächtig-wütend verläufst mit dem Ergebnis dir deinen Selbstwert erneut klein zu dengeln, oder diese Situation erwachsen und überlegen bewältigst und damit mehr an Selbstbewusstsein aufbaust. Und du brichst dir keinen Zacken aus der Krone dir dazu auch mal fachkundigen Rat eines Lebensberaters oder Therapeuten an zu nehmen!

Ich an deiner Stelle würde an sich cool bleiben...gönn dem Typen doch sein Glück mit seiner Frau! Und finde Frieden mit deinem schlechten Gewissen einen Mann mit Frau gevögelt zu haben. Falls er dich am Arbeitsplatz mobbt solltest du natürlich was dagegen unternehmen. Vermeide es ihm damit zu drohen oder ihn zu erpressen mit eurer Sexgeschichte..das wäre eher unwürdig. GGf erwägen den Arbeitsplatz zu wechseln falls du nicht damit klar kommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe ihm doch seinen Wunsch erfüllt und bin mit ihm ins Bett gestiegen.
Sein schönes Leben ging doch für ihn weiter, da seine Frau und sein Vorgesetzter nichts erfahren haben.
Warum hat er so einen Groll auf mich?
...

Du gehst mit einem verheirateten Mann ins Bett und erntest jetzt Deine Wut auf Dich selbst, denn viel kannst Du Dir ja nicht wert sein.
Ich frage mich immer wieder was ist mit den Frauen los die so rücksichtslos mit verheirateten Männern schlafen.
Lerne erstmal Respekt Dir selber gegenüber, damit Du Dir mehr wert bist.
 
Warum ich mein Leben nicht in den Griff bekomme, warum ich mich immer wieder in eine Opferrolle drängen lasse, warum mich niemand achtet und respektiert.
Doch merkte ich auch, dass mit meiner Resignation auch eine Wut in mir hochkam, die ich in dem Maße nie gekannt habe.
Eine Wut, die ich kaum noch kontrollieren konnte und die sich überwiegend gegen Männer richtet.
Jahrelang war ich auf der Suche nach Liebe.
Wenn ich Glück hatte, wurden mir gerade mal lieblos ein paar Bröckchen Zuneigung hingeworfen.

Hallo,

1. Du lässt dich nicht drängen, sondern gehst selber hinein. Das ist das Fatale. Wir tun sowas sogar freiwillig, weil wir uns nicht wirklich tief im inneren bewusst sind, dass wir die Wahl haben zu einem Ja oder Nein.
2. Wie schaut es mit deiner Selbstachtung, deinem Selbstwert, deiner Anerkennung aus? Wie wichtig bist du dir selber? Wie möchtest du das andere mit dir umgehen und wieviele Abstriche machst du, wieviel lässt du andere über dein Leben bestimmen?
3. Wut und dann noch aus Resignation... dahinter verbirgt sich ein anderes Gefühl. Kennst du es?
4. Liebe ist überall um dich herum. Vielleicht meinst du mit Liebe etwas anderes.
5. Hier spannt sich der Bogen zu 2. Wenn du weißt, wie du möchtest, dass mit dir umgegangen wird, dann kannst du die paar Brocken getrost liegen lassen und dich zurückziehen. Wer sagt, dass du dich nach ein paar Brocken bücken musst?

LG, schnatti
 
innere Autonomie ist der Schlüssel dafür nicht an Bröckchen der Zuneigung zu kleben...bearbeite deine Minderwertigkeitskomplexe!

Liebe beginnt bei Selbstliebe..Menschen ohne genügend Selbstliebe erkennen die Liebe anderer nicht und können sie auch nicht annehmen.
Und gönnen sich auch keine Liebe wie Frauen die mit verheirateten Männern ins Bett steigen und sich damit eher Leid als Freud produzieren.
Deswegen solltest du keine Schuldgefühle haben (was anhaften wäre und ungünstig!) sondern einfach mal drüber nachdenken und in Zukunft einen günstigeren WEg für dich wählen.

Buchtipps: Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein
Laing: Knoten,
Wolf/Merkle: Gefühle verstehen, Probleme bewältigen

Liebe ist überall...aber man erkennt sie nur wenn man nicht gefühlsblind rumrennt und sich in Sackgassen verrennt.

Und: Ein Tor ist zugefallen, hundert andere öffnen sich oder so ähnlich heißt es irgendwo im Buddhismus.
Starr nicht zu lange jammernd aufs zugefallene Tor sondern geh weiter auf noch offene Tore (Möglichkeiten, Männer etc.) zu.
 
Hey Junesun,

interessanter Aspekt, dass die Wut neuen Lebensmut verleiht. Muss ich mal drüber nachdenken.

Vielleicht ist es der tief in den meisten Menschen liegende Gerechtigkeitsgedanke, der sich zwar in Wut äußert, aber Rache meint.

Wie auch immer, ist es für mich auf jeden Fall logisch nachvollziehbar. Wer möchte sich schon gern von anderen einfach Leid zufügen lassen ??

Grüßle

Schlumpf
 
na ja, die Wut bzw. der Hass sind natürlich schon gut, um eventuelle Skrupel ( oder nennen wir es vornehm Gewissen ) bei der Rache auszuschalten.

Soldaten die ihre Feinde lieben, töten sie nicht. 😉
 

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