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Wenn nur Wut und Hass einen am Leben halten

  • Starter*in Starter*in Junesun
  • Datum Start Datum Start
Ich bin in den letzten Tagen etwas zur Ruhe gekommen.
Habe mich dazu gezwungen, weil der Zustand einfach unerträglich für mich geworden war. Ich hätte platzen können vor Wut und Hass!
Morgen habe ich das Gespräch mit dem Amtsleiter.
Ich werde diplomatisch an die Sache rangehen.
Werde alles so schilderen, wie es war, nichts auslassen und nichts beschönigen. Werde versuchen, meine Emotionen außen vor zu lassen und mich nicht nur als Opfer darzustellen.
Schließlich habe ich dazu beigetragen, dass diese sehr unangenehme Situation entstanden ist.
Er hätte mich vielleicht nie belästigt und drangsaliert, wenn ich nicht mit ihm im Bett gewesen wäre.
Ich möchte auch von einer Anzeige absehen.
Nicht nur, weil ich meinen Fehler einsehe.
Sondern auch, weil ich befürchte, dass der Sachbearbeiter alles abstreiten wird und mir vielleicht mit einer Verleumdungsklage begegnet.
Das alles möchte ich mir ersparen.
Ich hoffe, es gibt eine vernünftige Lösung.
 
Wut und Aggression sind natürlich schon Antriebsmittel..aber halt oft zu stark. Liebe ist ein anderes Antriebsmittel von gleicher Stärke aber mit mehr positiver Energie. Wi eman in den Wald hineinruf so schallt es heraus heißt es ja und wo man Negatives reinschiesst da kommt auch Negatives wieder raus...

Aus der thread-Überschrift lese ich eine klassische Formel zum Unglücklichsein heraus. Im Umkehrschluss bedeutet die Formel dass wenn man nur durch Wut und Hass das Leben in sich spürt und einen das am Leben hält einen die Liebe dann wohl auslöschen und töten würde?

Für mich liest sich hier Angst vor der Liebe und auch vorm Leben generell heraus.
Kann aber auch sein dass ich damit danebenliege, ist nur so eine spontane Vermutung.

Tyra

praktische Tipps: zu Amtsangelegenheiten lass dich von jemandem begleiten...dann hast du a) nen Zeugen
b) strengst du dich ggf mehr an dich neutral und sachlich zu verhalten.
c) hast du Hilfe an deiner Seite wenn du dich in die Ecke gedrängt fühlst und dann wieder Eskalationsgefahr besteht od.ä.

Es wäre gut die SAche ggf mithilfe von einem Berater von einer Lebensberatung zu klären.
Erkenne deine Grenzen und sei auch mal so klug Hilfe zu suchen und an zu nehmen. und dich ggf ne zeitlang ruhig jemanden ab und zu dazu nehmen um dich ein weilchen vor dir selbst zu schützen bis du innerlich stabiler bist.

Was tust du generell in Hinsicht auf deine psychosozialen Probleme? Therapie?

Zur Sache dass du wie ich herauslese mit dem für dich zuständigen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt Sex hattest wäre natürlich zu regeln dass du einen anderen Sachbearbeiter bekommst (ggf weibliche Sachbearbeitung) und du dich auch psychologisch betreuen läßt (oder ne Freundin einschaltest die demächst immer mitgeht etc.) und guckst wie du in Zukunft eher auch mit Vernuft deinen sexuellen Bedürfnissen Rechnung tragen kannst...am besten nicht mit Amtstypen von denen du abhängig bist, was in der Regel immer nur Stress und Ärger macht. Das erhält ggf eine gewohnte Gefühlslage aufrecht? Da du denkst dass nur Wut und Hass dich am Leben halten suchst du Stress damit du weiter wütend sein kannst aus Angst du bist nicht mehr wenn die Wut mal weg wäre und du glücklich wärest?
Besprich das mal mit einem Therapeuten...das wäre meinem Gefühl nach sehr wichtig für dich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das glaube ich nicht, warum drangsaliert er dich jetzt?

Viele von diesen Jobcentermitarbeiter schikanieren die Leute, das ist heutzutage schon normal dort geworden, wenn ich die Beiträge so lese.

Ich würde meine Wut an einem Boxsack oder in der Art abreagieren und dann ganz taktisch überlegen, was ich dort sagen und tun werde.

Wünsch dir viel Erfolg!


Boxsack reicht hier glaube ich nicht.

Und an sich sind die Jobcentermitarbeiter in der Regel in Ordung...klar gibt es schwarze Schafe darunter. Aber man kann da ja Beschwerde einlegen. Im vorliegenden Fall ist es ein wenig komplizierter (emotional unausgeglichene Klientin hatte ein Techtelmechtel mit zuständigen Sachbearbeiter und sich ggf mehr erhofft und ist sauer oder er hat sich mehr erhofft und schikaniert...= explosive Mischung) und Sachlichkeit wäre hier besonders wichtig.

Dem mit der taktischen Überlegung stimme ich zu...daher mein Vorschlag in Begleitung hin zu gehen.
 
nochmal die konkrete Frage an dich Junesun: wie genau drangsaliert dich der Typ?

An sich hättest du ja gute Karten wenn du mit einer Psychologin oder jemandem von einer Beratungsstelle oder Anwalt was dagegen unternimmst.

War der Sex freiwillig oder wie genau lief das ab und vor allem wo? Habt ihr euch bei ihm oder dir getroffen? Gibt es Zeugen die auch zusammen außerhalb des Jobcenters gesehen haben?
 
Hallo Tyra,

ich danke Dir sehr für die Mühe, die Du Dir mit Deinen ausführlichen Antworten gemacht hast!
Es ist alles sehr kompliziert, weil ich nun mal ein sehr komplizierter Mensch bin.
Ich glaube, Du hast recht in dem Punkt, dass ich die Wut und den Hass brauche um überhaupt leben zu können.
Ich brauche den Schmerz um mich selbst zu spüren, so wie viele Borderliner, die sich ritzen.
Habe schon oft darüber nachgedacht und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Leben in Liebe und Harmonie für mich wohl unerträglich wäre!
Eine Therapeutin sagte mal zu mir, dass meine Aggressionen aus meiner Kindheit kommen.
Ja, aber nicht nur! Mein Elternhaus war sehr lieblos, die Schule war die Hölle für mich.
Doch die negativen Erfahrungen zogen sich auch später wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich scheiterte immer wieder im Beruf und wurde von Männern nur benutzt und sexuell missbraucht.
Gleich von meinem ersten Freund wurde ich vergewaltigt.
Ich glaube, darüber bin ich nie hinweggekommen.
Im Grund habe ich es immer so erlebt, dass mir weh getan wurde.
Sowohl psychisch als auch körperlich. Vielleicht habe ich heute die Sucht in mir, mir selber immer weh zu tun, um diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Um den vertrauten Zustand nicht aufgeben zu müssen.
Wahrscheinlich habe ich mir jahrelang etwas vorgemacht, als ich glaubte, einen liebevollen und zuverlässigen Partner finden zu wollen, mit dem ich eine Familie hätte gründen können.
Ja, manchmal denke ich darüber nach, wie es wohl gewesen wäre, Kinder zu haben.
Wäre ich eine gute Mutter gewesen, oder hätte ich die Verantwortung, die damit verbundenen Sorgen und die Aufgabe meiner Bequemlichkeit gar nicht ausgehalten?
Ich weiß nicht, ob Du meinen Beitrag von gestern in meinem Thread im Forum Gewalt gelesen hast.
Ich hatte gestern das Gespräch mit dem Amtsleiter, das angenehm für mich verlaufen ist, da er sehr nett und locker war.
Aufgrund seiner Art gelang es mir, neutral und sachlich zu bleiben.
Ich schilderte die Vorfälle so, wie sie waren, habe nichts weggelassen und nicht hinzuerfunden.
Mir wurde ein anderer Sachbearbeiter zugesagt.
Der Sachbearbeiter, der mich belästigt hat, wird wohl nur mit einem Verweis rechnen müssen. Auf die Möglichkeit einer Strafanzeige habe ich verzichtet.
Das Gespräch hat mir sehr geholfen, meine Wut in den Griff zu bekommen. Zumindest die gegen diesen Typen, denn ich weiß, dass meine Beschwerde für ihn ein Schlag sein wird, da er niemals mit meiner Gegenwehr gerechnet hat.
Er ist davon ausgegangen, dass ich als dummes Naivchen das miese Spiel weiter mitspielen würde - aus Angst.
Wie der Sachbearbeiter mich drangsaliert hat?
Er hat mir immer wieder Sexangebote gemacht, ist in seinem Büro sexuell übergriffig geworden. Einmal rief er mich auch zu Hause an, dass ich dringend vorbeikommen müsse, da es ein problem gebe.
Das "Problem" war dann, dass er mir unterstellte, ich habe mich bei zwei Firmen gar nicht beworben.
Als wir uns einmal privat getroffen haben, waren wir in meiner Wohnung. Ich habe sofort nach dem Sex gewusst, dass es keine Wiederholung geben würde, denn er hat mich erniedrigt und schlimmer als eine Prostituierte behandelt.
Er konnte es aber nicht akzeptieren, dass ich keine Wiederholung wünschte und versuchte daher den Sex mit mir zu erpressen!
Diese Tatsache und die Tatsache, dass ich in den letzten Monaten auch noch von einem anderen Mann sexuell belästigt wurde, stürzten mich erst in schwere Depressionen. Daraus entwickelte sich dann mehr und mehr eine Riesenwut.
Es ist einfach so, dass jedes Mal, wenn ich mir ein bißchen Zuneigung und Wärme erhoffe, es für mich in einem gefühlsmäßigen Desaster endete.
Und obwohl ich mich nicht in diesen Sachbearbeiter verliebt habe, hatte ich echt schlimme Gedanken ihn betreffend.
Dachte die ganze Zeit, warum haben solche Männer ihr schönes Leben, und ich bin immer allein und traurig?
Ich glaube, ich werde noch mal eine Therapie in Angriff nehmen müssen.
Allein werde ich sicher aus diesem Sumpf nicht rauskommen.

LG,
June
 
Hallo,


du bist an sich nur auf der Ich-Ebene kompliziert...im Kern bist du total simpel und nix weiter als ein Schlauch zum Kosmos und wenn dir das ggf irgenwann bewusst wird wird die Ichebene auch oft recht rasch unkompliziert, da du mit mehr Abstand zu deinen eigenen "Macken" (so nenne ich es mal ohne das abwertend oder so zu meinen) neue Perspektiven gewinnst und lernst besser damit um zu gehen. War jedenfalls meine Erfahrung mit mir selbst.
Es ist befreiend sich nicht allein durchs Ich zu identifizieren sondern eher aus der Tiefe heraus reduziert als simpler Energiestring der ewig durchs All wandert, zeitweilig eingehüllt in diverse Daseinsformen...hier und jetzt als Mensch. Dann kommt aber auch das Mitgefühl mit dem eigenen Ich dass sich oft so quält unter schrägen Gedanken und schrägem Tun und das macht es auch zunächst nicht leicht...Was bleibt ist das Bemühen, aufrichtige immerdar aktive Bemühen sein Leid in Grenzen zu halten.
Du zeigst dich bemüht und das ist gut so. Oft hilft einem das Gefühl man ist mit seinen Problemen nicht allein und es kann auch helfen ein zu sehen dass man ggf durchaus auch mal Hilfe braucht um aus gewissen Denksackgassen und Verhaltenssackgassen wieder ein stückweit rauskommt um zurück in den breiten Fluss des Lebens zu kommen und freier mit schwimmen zu können...so drücke ich es mal bildlich aus...

Es freut mich für dich dass du genügend Gelassenheit aufbringen konntest und das Gespräch mit dem Amtsleiter gut verlaufen ist. Darauf kannst du stolz sein!

Generell würde ich dir raten weiter daran zu arbeiten dass du unabhängig von der Art und Weise wie andere Menschen mit dir umgehen mehr innere Sicherheit und STabilität aufbaust und klar und auch konsequenter in diversen Lebenslagen (auch Bedürnislagen, GEfühlslagen) eine gelassenere Linie fährst. Das wird dich unantastbarer machen und dich gleichzeitig näher ran an dich selbst und auch an andere Menschen bringen. Klingt paradox..ist es auch, aber funktioniert irgendwie..wie weiss ich auch nicht, fühlt sich aber gut an. Das mit der Gelassenheit gelingt nicht immer...aber mit der Zeit immer öfter. Mir hat dabei Zenmeditation sehr geholfen und viel Sport...alles was ausgleicht und die innere Energie ein wenig einnordet.

Deine Suche nach einem guten Partner um eine Familie zu gründen war/ist ehrlich und vom Kern her rein...nur die Art und WEise ggf in der Vergangenheit (!) ein wenig ungünstig da dir einige Ichmacken (Ängste, Unsicherheiten etc.) zu stark im Weg standen. Was war ist gewesen und nicht mehr zu ändern aber was Hier und Jetzt läuft und in Zukunft läuft hast du in der Hand. Dir ist das ja mittlerweile bewusst geworden und du weisst auch dass du damit nicht alleine stehen musst, sondern auch fachkundige Hilfen kriegen kannst um an dem "Wie" (= der Art und WEise wie man kriegt was man braucht und möchte) noch ein wenig zu feilen damit die Ergebnisse günstiger ausfallen. Garantien gibt es natürlich nie im Leben und der nächste Schritt für dich wäre verzeihen lernen....verzeih dir selbst deine Macken und Fehler und sieh nach vorne. Versöhn dich mit deinen Macken...was nicht heißt ihnen für die Zukunft viel Raum bieten zu müssen. Steh einfach zu dir selbst ohne Schuldgefühle und Schamgefühle. Es ist DEIN Leben und dein Weg auf dem du stehst und dem gehörst du zu, egal wieviele Matschpfützen und Schotterflächen und kantige Steine dort noch so rumliegen. Das alles, auch deine vergangenen Fehler gehören zu dir, was nicht heißt dass du deinen inneren Schattenseiten (Tendenz zur Autoaggression etc.) nicht auch mal gewisse Grenzen setzen könntest. Das wäre dann der Versuch dein inneres Vernunft-Ich oder Erwachsenenich stärker werden zu lassen um dem inneren trotzigen Kind mit zerstörerischen Tendenzen Möglichkeiten zu zeigen diese innere Energie (Aggression als Antriebsenergie) auf günstigere Art und Weise zu erleben und aus zu leben damit sie dich nach vorne bringt in Richtung mehr Glück und Freude und Teilhabe am Leben.

Du könntest den Zustand zwischen Depression und Wut schwankend (also deinen Gefühlen eher hilflos ausgeliefert zu sein) ändern...das würde aber Arbeit an dir selbst bedeuten. Bist du bereit dazu? Dann tus und ab durch die Mitte!

Viel ERfolg dabei!
Tyra

Gespräche mit Leuten die dich kennen und dir wohlgesonnen sind sind übrigens gut damit du mal feedback kriegst und du dich auch mal durch andere beobachtet mitkriegst was dich näher an dich ranbringt...auch dazu ist Therapie ganz gut denn ein neutraler Beobachter kann gut helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin genau so wie du. ich mag zwar erst 12 sein aber mein leben hat fast schohn keine hoffnung mehr. ich werde von jedem gehasst und verachtet, meine mit schueler sind hochnaesig und behandlen mich genau so wie alle anderen Neu Seelander. Ich mag zwar noch sehr jung sein abermeine liebe war fuer mich meine einzigste hoffnung aber jetzt stehe ich mit einem fuss auf dem friedhof. ich kann nicht mehr.
 

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