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Wenn man jeden Monat auf Null rauskommt oder was sollte man verdienen ?

  • Starter*in Starter*in Andreas-App
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Sagt sich wahrscheinlich leichter, als getan... Aber auf die Gefahr hin, mir da 'nen Schiefer reinzuziehen: es scheint heute nicht mehr modern zu sein, zugunsten eigener Wünsche in anderen Bereichen Verzicht zu üben - und "Schuld" ist dann der Staat (wer soll denn das sein?) - es war zu keiner Zeit so, daß man im Leben alles bekommt, was man gerne hätte.

So sehe ich das auch und mir wurde das auch vorgelebt, dabei gab es nichtmal spürbaren Verzicht.
Mein Vater zb. ist so ein Mensch, der eine hohe Disziplin an den Tag legt und trotzdem mit kaum sichtbaren Verzicht leben kann. Vor 23 Jahren hier in DE eingewandert, mit Frau und 2 Kleinkindern und 0DM in der Tasche. Heute ein abbezahltes Haus, ein schickes Auto und genug Kohle auf der Bank um sich mal eben eine ETW zu kaufen. Meine Eltern haben zwar beide gearbeitet, aber als ungelernte Arbeiter nicht gerade gut verdient. Umso erstaunlicher ist auch, dass mein Vater seit ca. 10 Jahren quasi keinen festen Job mehr hat und oft arbeitslos war. Seit 3 Jahren hat er auch nur eine Erwerbminderungsrente, aber finanziell gab es nie Probleme.
Verzichten musste ich eigentlich nur aufs Taschengeld, aber das war mir egal, da ich mit 11 selbst mit dem Arbeiten anfing (Zeitungen austragen unter dem Namen meiner Mutter 😛).

Da ich seitdem immer Geld verdient habe, habe ich auch eigentlich nie im Verzicht gelebt. Und studiert habe ich nicht, weil es alle tun, oder weil ich angeben will, oder weil es die Gesellschaft fordert. Nein, ich hatte da nen relativ simplen Grund. Ich hatte verschiedenste dreckige/körperliche/eklige Arbeiten in den Schulferien tun dürfen und das war für mich Ansporn genug ein Studium zu wagen.
 
Einfach nur 1300€ als Nettoeinkommen in den Raum zu stellen, ohne zu sagen, wie alt du bist, was du gelernt hast und wie viele Jahre du schon im Job bist, sagt gar nichts aus. Im allgemeinen kann man sagen: je mehr Geld man verdient, desto weniger guckt man auf`s Geld und desto mehr gibt man aus. Da kann man auch schnell mal mit 2000€ oder weit mehr am Ende des Monats auf null rauskommen.

Wenn du Single bist, wozu brauchst du ein Haus? Eine Eigentumswohnung fuer einen Single kannst du dir je nach Wohnort ziemlich schnell leisten. Die Immobilienpreise sind so niedrig wie selten zuvor. Niemand kommt an Eigentum, ohne diszipliniert zu sparen oder von reichen Eltern finanziell unterstuetzt zu werden.
 
Aber leider müssen in diesem Staat immer mehr Menschen so extrem an der Armutsgrenze leben, dass sie sich absolut gar keine eigenen Wünsche mehr erfüllen können, egal wie sehr sie verzichten!

Und da läuft denn doch gewaltig was schief.


Ich weiß jetzt nicht, was du genau darunter verstehst? Es läuft in diesem Staat sicher einiges schief, aber ich denke schon, daß es im Vergleich zu anderen Ländern hier in Deutschland noch relativ gut zu leben ist, selbst mit Hartz IV. Das erlaube ich mir so frei zu behaupten, gerade weil ich weiß, wie es ist, von "fast nichts" zu leben. Während meiner Lehrzeit, die ich abgebrochen habe, hatte ich in München ein Lehrlingsgehalt von 320 DM. Bei meiner Heimentlassung hatte mich niemand über irgendwelche staatlichen Hilfen aufgeklärt, ich wußte also nicht, daß ich Anspruch auf Waisenrente - knapp 300 DM und ergänzend auf Sozialhilfe - 120 DM - gehabt hätte, sprich: ich hatte nicht mal halb so viel zur Verfügung, wie es nach dem damaligen Sozialhilfesatz gegolten hätte. Also bin ich halt nachts putzen gegangen und habe zeitweise wirklich nicht gerade gut gelebt usw. - ist nicht so, daß ich nicht verstehen könnte, wie groß Not sein könnte.

Bloß es ist für mich eine Frage, wie man Dinge betrachtet. Ich hab (natürlich auch aus dem Mißtrauen allen staatlichen oder überhaupt Organen "da oben") mich nie darauf verlassen, daß jemand anderer außer mir selbst für meinen Unterhalt zuständig sei, da war meine (vermutlich einfach uninformierte) Auffassung recht schlicht: "von oben" wird dafür gesorgt, daß ich nicht verhungere. Versicherungen sind zum Einspringen für Notfälle da, kein Sparguthaben, das ich irgendwann ausbezahlt bekommen muß.

Wenn jemand findet, daß er zu wenig verdient, dann muß er sich halt überlegen, ob er seine Prioritäten neu ordnen will: Zusatzjob, umsatteln, Fernstudium absolvieren, auf Eigenheimträume verzichten oder was auch immer. Wer sich damit aufhält, was im Staat, bei Studienkollegen oder "in der Welt ganz allgemein" schief läuft, kommt selten vom Fleck.
 
Ich kann den TE in gewisser Hinsicht schon verstehen.

Klar kann man mit weniger Geld leben, nicht unbedingt schlecht, aber was ist an dem Wunsch nach ein wenig materieller Sicherheit so schlimm? Es geht ja nicht darum, daß er nicht arbeitet und sich dann beschwert, sondern darum, daß er eine Menge arbeitet, dafür aber nicht gerade die Welt verdient.
"Such dir doch nen anderen Job", oder "Mach n Fernstudium..." manchmal ist das nicht so einfach, wenn man in der aktuellen Beschäftigungssituation abends wenig Zeit und Energie übrig.

Ich hab studiert, zumindest finanziell wohl leider das falsche, und sitze jetzt auf einer halben Stelle (ca 1100netto) mit voller Arbeitslast....und der Aussicht auf nicht sooo viel mehr, nach Abschluß des Projekts.
Nee, ist schon toll, wenn man nen Bafög zurückzahlen muß, was angeblich innovatives und arbeitsmarkttechnisch Begehrtes studiert und dann erstmal nicht so auf den grünen Zweig kommt.
Mir sind Familie und Freunde 1000x wichtiger, aber ich hab nicht gern Schulden und möchte mein Leben finanziell etwas entspannter angehen können.
 
Mir sind Familie und Freunde 1000x wichtiger, aber ich hab nicht gern Schulden und möchte mein Leben finanziell etwas entspannter angehen können.

Nur ist das ein entscheidender Punkt, mit dem Verdienst geht oftmals auch mehr Arbeitszeit einher. Es wird daher schwieriger Kontakte zu pflegen.
Mir mach mein Job Spass und ich verdiene gut, aber da ich viel reise, sind sämtliche sozialen Kontakte zum Erliegen gekommen 🙁
 
du läßt dich zu sehr von den Medien beeinflussen.
vielleicht hast du ja auch einfach nur zu materialistische Freunde.
wobei ich eher glaube, dass du noch in dem Alter bist, wo einem dieses ganze Zeug wie Image, Geld, perfektes Aussehen usw noch so ultra wichtig sind.

zum Glück ändert sich das, wenn man etwas älter wird, denn man merkt irgendwann, wie wenig einem diese Dinge in Wirklichkeit geben.

ein guter Freundeskreis und/oder eine intakte Familie sind auf Dauer 1000x mehr wert wie 20% aufs Tagesgeld.


Skynd

Ts... ich habe mal für einige Wochen im Ausland gelebt. Und da hatte ich auch nix... Habe mit 2 weiteren in einer Wohnung gelebt, selbst gekocht etc. Jeden Pfennig umgedreht.
ich weiß auch selber wie es ist vor der Tankstelle zu stehen und nur noch 5 € zu haben... Ist unangenehm für 5 € zu tanken.. aber geht! *lol*

Und es ist fakt. es gibt Länder.. die haben NIX. Die haben nicht so einen Reichtum wie hier in Deutschland. aber sie sind glücklich. Sie sind weder so getresst wie wir (ich sag nur bornoutrate) noch machen die sich so einen extremen Kopf über Geldprobleme. Klar haben die auch ihre Probs.. aber wenn man dann denen erzählt mit was wir uns rumplagen.. da lachen die nur!

Ich will damit sagen: In der Gesellschaft geht es einfach ums Geld.

Kostenlos bekommst du hier nix mehr! HartzV empfänger werden doch auch nur müde belächelt oder bemitleidet. Nciht umsonst werden monatlich die Arbeitslosenzahlen der Jahre verglichen! Dabei ist das auch nur betrug...

es fängt ja schon bei der Jobsuche an. Sagt man da: man hat keinen Führerschein,kann man oftmals wieder gehen. aber so ein Führerschein kostet halt auch mal 1300€. Und die muss man as 18 Jährige erstmal haben...
Studium: Kostet auch viel Geld: Studiengebühren, evtl. Wohnheim, Bücher.. etc. Da kommen auf die Jahre auch ein paar Tausend € zusammen....

Freizeitaktivitäten: Kino: mit 2 Personen sind da mal locker 20€ weg (mit Poppcorn, etc.)
In ne Disco gehen: kostet auch mal so zwischen 20-50€ für 2 Personen
usw.
was ist denn bitte schön noch für umme oder für Menschen die nicht so viel Geld haben bezahlbar?

Insgeheim wird ja doch verglichen: uhh der Nachbar hat ein neues Auto.. wie kann er sich das nur leisten.. bei diesem Job..

Auch wenn es vielleicht manche nicht zugeben wollen:

aber insgeheim gehts doch IMMER nur ums Geld! Geld bedeutet Freiheit: Die Freiheit so leben zu können wie man es sich in seinen Träumen vorstellt, Frei zu sein von den Gedanken: kann ich mir dies oder das leisten??? Frei zu sein von der Angst: wenn ich meinen Job verliere: dann hab ich ein Problem usw.

Klar Geld allein macht nicht glücklich, aber es erleichtert einen das Leben!

Ich kenn jemanden der hat reich geerbt, müsste eigentlich nicht arbeiten gehen, tut es trotzdem.. aus langeweile und damit er beschäftigt ist. Diese person geht natürlich anderst zur arbeit als jemand der hin MUSS! Der damit seinen Lebenserhaltungskosten bezahlt!

Und appropos Freunde: naja.. klar gibt es Freunde die auch mal was unternehmen was nix kostet, aber auf die Dauer kommt dann schon mal die ein oder andere Nachfrage ob man was unternimmt wo man wieder Geld ausgeben muss. Und wenn man monatlich aber jeden Cent umdrehen muss.. dann geht weggehen einfach nicht. Sodass irgendwann der Freundeskreis kleiner wird oder man noch mehr maloche geht um sich die Zeit mir den Freunden auf dauer auch leisten zu können... = ergo.. es geht wieder ums geld...
 
Also ich glaub, an beiden Standpunkten ist was dran.

Einerseits glaub ich schon, dass wir es heute schwerer haben als "meine Eltern-Generation" Geld zur Seite zu legen. Die haben heute - mit 65 - ihr Häuschen, zwei Autos, zweimal im Jahr Urlaub... Mittelstand in Rente ...
In jungen Jahren haben sie halt auch gespart, um mit ihrer Family in den Urlaub zu fahren, und waren dann auch irgendwann kreditwürdig fürn Eigenheim.

Ich denk schon, dass sie es damals leichter gehabt haben. Da war mehr übrig, die Lebenshaltungskosten waren nicht so hoch -- und Benzin usw. Auch Kredite bekam man damals viel leichter - in den Siebzigern sah das ganz anders so.

Andererseits sacht mein Vadder immer 🙂): Wo er heute stehe, sei auf der Grundlage gewachsen, dass er die Zahnpastatuben auszudrücken gewußt habe.

Und das glaube ich auch! Wie gesagt- ich verdien z.Zt. das gleiche wie der Te - allerdings als Alleinerziehende mit Kind - da kann man schon was zur Seite legen. Is jetzt nicht der Hammer, aber man entwickelt sich ja auch in den Berufsjahren /Karriereleiter.


Ich find schon, es gibt einerseits viele, die erwarten halt mehr und sind dabei eben zu bequem, die Zahnpastatube auszuquetschen, nur die Hand aufhalten und sagen, ich erwarte einfach gewisse Lebensqualität in diesem Staat geht gar nicht - andererseits ist es aber auch viel schwerer geworden, dieses Niveau an Unabhängigkeit - dementsprechenden Verdienst - auch zu erreichen. Ich denke schon, dass es früher einfacher war, es z.b. meine Eltern da einfacher gehabt haben, "nur" mit zerquetschten Zahnpasta" ein Eigenheim aufzubauen 🙂

Ich kann da beide Standpunkte verstehen.
 
Manchmal denke ich, dass viele Leute, die jammern, einfach überzogene Ansprüche haben.
1300 Euro netto sind zwar nicht die Welt, aber sie reichen allemal, um sich einen guten Lebensstandard finanzieren zu können.
Dazu gehören für mich eine vernünftige Wohnung, die laufenden Kosten, Lebensmittel, Kleidung, ein Auto.
Essen gehen und ein günstiger Urlaub sollten auch mal drin sein.
Dann ist es aber doch auch gut.
Wenn ich bedenke, wie wenig ich verdienen würde. Der Gedanke frustet mich schon wieder.
Wenn ich mal ein Vorstellungsgesräch hatte, wurden mir 1300 Euro BRUTTO geboten.
Somit hätte ich wahrscheinlich ca. 950 Euro netto, aber es interessiert ja niemanden, wie man damit über die Runden kommen soll!
Das ist dann wirklich zum Leben zu wenig, und zum Sterben zu viel.
Damit kann man sich wirklich nur noch eine sehr günstige Wohnung leisten, nur noch bei Aldi einkaufen und Kleidung nur vom Second Hand Laden.
DAS ist für mich keine Lebensqualität!
 
also ich wohne "nicht" in münchen und auch nicht in hamburg oder düsseldorf, was bekannter weise die teuersten städte deutschlands sind...ich kriege 1200 netto und mir reicht es auch kaum!

ich gebe im monat etwa 80 euro für kippen aus, das stimmt. aber das wars auch schon! ich war seit über einem jahr keine klamotten mehr kaufen! und zurücklegen kann ich mir eigl garnichts mehr, sonst würde ich auch auf null rauskommen!

urlaub habe ich vorletztes jahr gemacht, das geld dafür hatte ich von der steuerrückzahlung genommen!

ich lebe "normal"! das heißt ich hungere nicht, aber ich gönne mir auch keine größeren anschaffungen! und mein auto muß ich auch monatlich noch abbezahlen!

1200 ist nicht soviel!

meine rechnung:

450 miete
50 handy,telefon, internet
200 auto
100 benzin
100 versicherung, reifenwechseln, kundendienst, etc...pro monat gerechnet

ja, und dann kommen noch die lebenshaltungskosten inkl zigarettengeld!

das ist nicht so wahnsinnig viel und die kippen reisens auch nicht raus!

ansonsten schließe ich mich absolut souls beiträgen an! es ist ein witz dass wir hier uns schon rechtfertigen müssen dass wir zu wenig geld haben! genau da wollte der staat uns wahrscheinlich auch haben!
aber schön für ihn wenns funktioniert!

lg, kena
 
Nur ist das ein entscheidender Punkt, mit dem Verdienst geht oftmals auch mehr Arbeitszeit einher. Es wird daher schwieriger Kontakte zu pflegen.
Mir mach mein Job Spass und ich verdiene gut, aber da ich viel reise, sind sämtliche sozialen Kontakte zum Erliegen gekommen 🙁

Naja, ich arbeite schon Vollzeit zum halben Gehalt, mehr ist eigentlich nicht drin, ohne meine sozialen Kontakte noch weiter zu vernachlässigen... sogar meinen Freund hab ich auf der Arbeit kennengelernt😀...

...nun ein Gutes hat es ja, da bleibt mir weniger Zeit, das Geld auszugeben, das eh nicht da ist😉...
 

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