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Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht... oder?

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@N13M4ND: Also ich glaube, der Grund dafür, dass so viel Ungerechtes auf der Welt passiert ist, dass Menschen so gut darin sind "wegzuschauen" und Sachen zu verdrängen. Menschen sehen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zu geht - aber wenn sie dann zu dem Gedanken kommen, dass sie nicht dafür verantwortlich sind, dann werden sie nichts unternehmen. Der Mensch neigt da immer zu etwas "Kurzsichtigkeit", glaube ich.

Ich habe mal in einer Dokumentation ein Experiment gesehen. Man hat eine Lehrer-Schüler-Situation nachgestellt.
Die Testpersonen mussten "Lehrer" spielen: Sie mussten fragen an die Schüler stellen, und wenn die Schüler die Frage falsch beantwortet haben, dann mussten sie ihnen einen Stromschlag verpassen (Sie waren dabei räumlich getrennt, aber sie konnten sich hören). Die Stärke des Stromschlags wurde durch eine andere Person vorgegeben, und die Testperson musste dann den Stromschlag auslösen, bei falscher Antwort des Schülers. Im Laufe des Experiments wurde die Stromstärke allmählich erhöht und auch die Fragen wurden immer schwieriger.
Schließlich wurde irgendwann eine Stromstärke vorgegeben, die tödlich ist für Menschen (ich glaube es waren 300 Volt oder so?). Was die Testpersonen nicht wussten: Die Stromschläge waren gar nicht echt, die Schüler schauspielten nur ihre Schmerzen, sodass die Testpersonen tatsächlich glaubten, dass die Stromschäge echt seien. Aber: Als ihnen dann gesagt wurde, dass sie die tödliche Spannung einstellen sollten, zögerten alle zwar zuerst - doch ein Großteil der Testpersonen hat dann tatsächlich den "tödlichen Stromschlag" gegeben. Ihnen wurde gesagt, dass sie keinerlei Verantwortung tragen müssten, und dass alles auf die Verantwortung der Wissenschaftler gehe. Mit diesem Gedanken haben dann die meisten auf die Wissenschaftler gehört, obwohl sie wussten, dass da jemand sterben würde. Diejenigen, die das verweigert haben, waren in der Minderheit.

Wie gesagt, es war alles nur gestellt, niemand ist dabei umgekommen. Aber ich finde, das zeigt schon deutlich wie sehr Menschen ihr Gewissen abstellen können, auch wenn sie ganz bewusst sehen, dass etwas schlechtes oder ungerechtes passiert.

Ich will damit nicht alle Menschen beschuldigen schlecht zu sein. Ich bin ja selbst oft so. Wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich oft obdachlose Menschen und Bettler. Ich sehe sie - und laufe am Ende doch einfach nur vorbei. Ich ertappe mich dann dabei, wie ich denke: Ich bin nicht verantwortlich für ihr Unglück, ich muss ihnen nicht helfen. Man sieht dann einfach drüber hinweg...
 
Wir alle werden noch zumindest ansatzweise verstehen, dass wir ein paar Dinge bereuen sollten. Und selbst, wenn das nicht so ist, dann sollten wir uns fragen, wofür wir eigentlich und wirklich leben.

Viele Menschen haben leider Gottes keine bessere Antwort als Liebe und Reichtum.

Our deepest Fear.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man an sich selbst denkt, woran denkt man dann?

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Und woran denkst du, wenn du an uns alle denkst?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man an sich selbst denkt, woran denkt man dann?
Naja, jeder Mensch hat doch bestimmte Interessen und Begierden, die er verfolgt und nach denen er handelt. Wenn man danach handelt, dann denkt man doch an sich, oder? So würde ich das mal pauschal sagen.

Und woran denkst du, wenn du an uns alle denkst?
Also ich denke zuerst mal daran, dass alle Menschen anders sind. Jeder hat einen anderen Charakter und andere Bedürfnisse. Man muss immer für alle Menschen offen sein, für alle Ansichten und Meinungen die ein Mensch hat. Man muss versuchen die anderen zu verstehen und nicht voreingenommen sein.
Das wären so die Dinge an die ich denke, wenn ich an andere denke.
 
Klingt jetzt nach einem einfältigen Gutmenschdenken, aber ich denke, dass es allen besser gehen würde, wenn mehr Menschen an das Wohlergehen aller denken würden.
 
Und selbst, wenn das nicht so ist, dann sollten wir uns fragen, wofür wir eigentlich und wirklich leben.


Nicht für alle, aber doch für viele, sehr viele Menschen setzt das voraus (sich ernsthaft diese Frage zu stellen), Mut aufzubringen. Den Mut, sich mit sich selbst zu konfrontieren; wohl das, wovor unvorstellbar (!!) viele Menschen am meisten Angst haben - vielleicht (???) sogar mehr als vor dem Sterben, vor dem Tod.
 
Nicht für alle, aber doch für viele, sehr viele Menschen setzt das voraus (sich ernsthaft diese Frage zu stellen), Mut aufzubringen. Den Mut, sich mit sich selbst zu konfrontieren; wohl das, wovor unvorstellbar (!!) viele Menschen am meisten Angst haben - vielleicht (???) sogar mehr als vor dem Sterben, vor dem Tod.

Das ist meines Erachtens sehr wohl wahr.

Vor was könnten Menschen mehr Angst als vor dem Tod haben?

Ich denke, es ist die Angst davor, eventuell ewig zu leben und zu erkennen, was sie diesem Leben und sich selbst anrichten.
 
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