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Wenn Geschwister mindestens 10 Jahre älter sind

Ansonsten mache ich mir natürlich auch Gedankenn darüber, was mit mir passiert, wenn ich pflegebedürftig, dement oder sonstwas werde. Wenn es so sein sollte, dass die Geschwister früher sterben, dann gibt es auch eigentlich niemanden mehr.

Es gibt irgendwo dann noch meine Nichte. Meine Nichte, die zur Zeit kaum mit ihrem eigenen Leben zurecht kommt.
Du könntest auch für dich in Ruhe klären, was möchtest du?
Geh in dich, kläre es für dich und dann kannst du es alles festhalten, für deine Nichte evtl, such für deinen Bruder.

Es ist halt schwierig, da keiner von uns weiß, wann die Zeit ist, dass man geistig und körperlich nicht mehr fähig ist zu reagieren und seine Wünsche mitzuteilen.

Wenn du traurig bist über das Thema, dann Weine. Wenn es gerade zuviel ist, warte ein paar Tage, wichtig ist, setz dich nicht unter Druck und leg es für dich fest, wenn du bereit gür dich bist.
 
Ich wohne ja weit weg von meinen Eltern.
Besonders seit mein Vater verstorben ist,wollte meine Mutter öfters Mal darüber sprechen,was Sachen nach ihrem Tode angehen.
Da wir uns so selten sehen,wollte ich nie etwas darüber hören,hat mir trotzdem ab und zu Wünsche mitgeteilt.
Ich habe immer gesagt: Schreib alles auf,wie du das haben möchtest!
Mein Mann ist ja ganz plötzlich gestorben und im Nachhinein hätte ich mir gewünscht,wir hätten über einige Sachen gesprochen,wäre für mich einfacher gewesen.
Er musste halt viel zu früh gehen,wir dachten,wir hätten uns noch viele Jahre.
Vorgenommen habe ich mir,selber aufzuschreiben,was für mich wichtig wäre,wenn ich sterbe.
Getan habe ich es allerdings auch noch nicht....
 
Mein Leben bestand schon in der Kindheit und Jugend damit, dass ich mich gesorgt hatte um die Eltern und mich ständig schuldig fühlte.

Meine Geschwister haben dann rechtzeitig den Absprung geschafft in ihrer Jugend.

Sie haben sich viel später auch um.mich gesorgt, jeder auf seine Weise. Sie haben aber auch jahrzehntelang mein Leben gar nicht wirklich mit bekommen, weil sie weit weg waren.

Seit etlichen Jahren haben wir wieder zusammen gefunden. Zumindest mein Bruder versucht mir auf seine Art immer wieder zu helfen. Das tut mir auch gut.

Meine Schwester kommt selbst gerade so klar und brauchte auch in den letzten Jahren viel Hilfe. Für Gespräche ist sie aber meistens für mich da.

Erst spät in meinem Leben wurde ich eigentlich für mich selbst erwachsen. Ich fing an, endlich mal konstruktiv mit mir umzugehen und Möglichkeiten zu suchen, wie ich in meiner Situation bestmöhlichst leben kann.

Jetzt schon wieder mir Gedanken darüber zu machen, wie ich für andere bestmöglichst hilfreich bin, ist schon schwierig.

Einerseits ist es schön, gebraucht zu werden. Auch, dass man es mir zutraut, dass ich diese Aufgabe übernehmen könnte.

Andererseits habe ich das Gefühl, dass es für mich eigentlich niemals eine Phase der Leichtigkeit geben kann, darf.

Aber so ist eben einfach das Leben.

Bei mir gab es eben niemals die Phase der Leichtigkeit, hat ja auch mit mir zu tun.

Es ist so, wie es ist.
 
In den 19 Tagen der Reha. Ich musste mich nur um.mich alleine kümmern, abgesehen vom Besuch, und es wurde sich um mich gekümmert.

Ich bekam morgens, mittags und abends zu essen, Ausser nachts war ich nie allein. Ich hatte tagsüber Aktivitäten, hatte Leute, mit denen ich Spaß haben konnte, hatte Leute, mit denen ich auch mal gut reden konnte, hatte auch Leute, die nervig waren.

Und ne schöne Natur um mich herum.

Wieder allein Zuhause war es nicht so einfach. Ist es nicht so einfach.
 
Mir nicht ständig Gedanken um andere Leute machen. Kein schlechtes Gewissen, keine Schuldgefühle, keine gravierenden Verpflichtungen

Andererseits keine Leere, Langeweile, kein Einsamkeitsgefühl. Und so.

Freude, Spaß, ohne an die nächste Katastrophe zu denken..

Ach, ich weiß auch nicht.
 
Ach doch. aber deine Art Tips zu geben ist halt immer so ausschließlich pragmatisch und kalt.

Ich will überhaupt kein Drama machen. Aber die Art und Weise, wie du mit anderen Menschen umgehst, brauche ich nicht.
Was nützt es dir, dir jetzt irgendwas auszumalen? Gerne kannst du auch Dramen machen und hysterisch sein. Deine Entscheidung.

Es gibt Material, Textbausteine, Vorlagen. Das geht man zusammen durch und dann ist das geklärt.

Ich sehe keinen Grund für diese unsinnigen Gedankenspiele, wegen frühzeirigem Ableben usw. Was bringt dir das?

Komplizierte und unangenehme Dinge geht man eben pragmatisch an.
 

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