Mein Leben bestand schon in der Kindheit und Jugend damit, dass ich mich gesorgt hatte um die Eltern und mich ständig schuldig fühlte.
Meine Geschwister haben dann rechtzeitig den Absprung geschafft in ihrer Jugend.
Sie haben sich viel später auch um.mich gesorgt, jeder auf seine Weise. Sie haben aber auch jahrzehntelang mein Leben gar nicht wirklich mit bekommen, weil sie weit weg waren.
Seit etlichen Jahren haben wir wieder zusammen gefunden. Zumindest mein Bruder versucht mir auf seine Art immer wieder zu helfen. Das tut mir auch gut.
Meine Schwester kommt selbst gerade so klar und brauchte auch in den letzten Jahren viel Hilfe. Für Gespräche ist sie aber meistens für mich da.
Erst spät in meinem Leben wurde ich eigentlich für mich selbst erwachsen. Ich fing an, endlich mal konstruktiv mit mir umzugehen und Möglichkeiten zu suchen, wie ich in meiner Situation bestmöhlichst leben kann.
Jetzt schon wieder mir Gedanken darüber zu machen, wie ich für andere bestmöglichst hilfreich bin, ist schon schwierig.
Einerseits ist es schön, gebraucht zu werden. Auch, dass man es mir zutraut, dass ich diese Aufgabe übernehmen könnte.
Andererseits habe ich das Gefühl, dass es für mich eigentlich niemals eine Phase der Leichtigkeit geben kann, darf.
Aber so ist eben einfach das Leben.
Bei mir gab es eben niemals die Phase der Leichtigkeit, hat ja auch mit mir zu tun.
Es ist so, wie es ist.