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Wenn es etwas gäbe, könnte es ja vielleicht anders sein..

@Lala

Du hast vollkommen recht mit dem, was Du sagst. Möchte Dir auf diesem Weg mein tief empfundenes Mitleid ausdrücken. Es ist schlimm, was Du als Hinterbliebene jetzt für Qualen durchlebst. Hierfür wünsche ich Dir weiterhin die Kraft, die Du brauchst. Alles Gute

@Oerst

Warum hast Du Dich bisher denn noch nie versucht, umzubringen? Hattest Du Angst? Ehrlich gesagt machen mich solche Ankündigungen und Selbstdarstellungen von "Selbstmördern" immer richtig wütend. Weiß nicht, was diese damit bezwecken? Will man damit erreichen, dass man sich nach dessen Tod als Hinterbliebenener noch schlechter fühlt, weil man ja wußte, dass er gehen wollte, es ankündigte und doch nicht helfen konnte?

Ich denke, dass jeder in diesem Leben seinen Aufgaben gestellt wird. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Und ich denke, dass es eine Sache ist, wie man damit umgeht und diese Aufgaben löst. Man kann jammern und sagen, dass man sich tötet, weil es einem so schlecht geht oder man lebt das Leben, was ein Geschenk ist. Für mich sieht es so aus, als wolle man Aufmerksamkeit um jeden Preis. Das ist schade. Selbstmörder und die, die es androhen sind für mich extreme Egoisten.

Auf keinen Fall heisse ich das für gut und ich verurteile solche Menschen. Denn es gibt keine so ausweglose Situation, die man nicht mit viel Mut und Kraft klären könnte.

Wünsche Dir dennoch alles Gute und hoffe, dass Du den für Dich richtigen Weg findest.

Daniela
 
@Mutter

Ich habe meinen Vater gefragt.

Erst gestern hat meine Therapeutin mir gesagt, dass sie schon mehrfach sich nicht sicher war, ob ich wiederkäme, doch sich jedes mal gefreut hat, mich wieder zu sehen. Daraufhin habe ich geantwortet, sie solle keine Sachen sagen, die sie unglaubwürdig machen. Ihre Reaktion daraufhin war, dass sie sauer wurde. Nun, das ist auch verständlich.

Jetzt soll ich überlegen, warum es für mich eine Bedrohung sei, wenn jemand so etwas sagt.

Nun, ich verstehe Bahnhof, habe im Internet recherchiert und kann ihr somit eine Antwort vorlegen.

@Daniela75

Ich habe schon mehrere Versuche hinter mir, da ich die Einstellung habe, menschenwürdig und schmerzfrei sollte möglichst jeder sterben, ist halt nicht jedes Mittel recht.
Bevor jetzt die Theorie aufkommt, wenn es nicht geklappt hat, wollte ich es vielleicht nicht, muss ich widersprechen. Ich habe nur begrenzte Mittel zur Verfügung gehabt und mein Körper hat die leider ertragen.

Wenn meine Worte Dich wütend machen, so ist das schade, daraus verstehe ich, dass Du sie nicht ernst nimmst und wie viele andere auch nicht zuhörst, sondern anstatt sich auseinanderzusetzen Dich mit der Realität, nämlich dass es (gerade in der ersten Welt) viele Menschen gibt, die den Freitod wählen.

Zu ureilen, ohne zu verstehen ist auch eine Möglichkeit, die Augen zu schließen. Egoistisch... das kann man sagen, wenn man der Person nahe steht, weil man sich im Stich gelassen und verletzt fühlt. Und sich so zu fühlen, wenn man verlassen wurde, ist berechtigt.

Ö
 
Hi Oerst,

ich kann nachvollziehen, wie verbittert du sein musst. Ein tägliches Leben mit Schmerzen kenne ich nur allzu gut. Seit Jahren leide ich unter einem chronischen Schmerzsyndrom mit depressiven Verstimmungen, die irgendwann zu richtigen Depressionen ausarteten. Heute nennen die Ärzte es gerne Fibromyalgie nur um dem Kind einen Namen zu geben. Es ist schwer, einem Menschen, der nichts damit zu tun hat, begreiflich zu machen, wie sehr die eigene Lebensqualität durch diese Schmerzen eingeschränkt wird. Keiner kann wirklich nachvollziehen, wie qualvoll es ist, von den Menschen ungläubig betrachtet werden, wenn man vor Schmerzen in die Depression fällt. Solche Sprüche: Wart mal ab, es wird schon wieder, sind für Schmerzpatienten ein Schlag ins Gesicht, vor allem, wenn man sich damit auseinandersetzen muss, dass es nie aufhören wird.

Aber glaube mir, man kann sich aus diesem Kreislauf -Schmerzen, oft zu starke Medikamente, Depressionen- befreien. Es ist kein leichtes Unterfangen, aber ich habe es soweit geschafft, bis auf ein paar kleine Rückfälle, wenn sich irgendwelche Probleme einstellen, sei es familiär oder ähnliches, mit diesen Schmerzen zu leben. Und das glücklich.

Als diese Schmerzen anfingen, habe ich mein ganzes Leben nur noch auf sie gerichtet. Da man mir sie ja nicht ansehen konnte, außer evtl. ein schmerzverzerrtes Gesicht, Stöhnen oder ähnliches, habe ich mich durch meinen Arzt auf wirkliche Hammermedis wie z.B. Tramadolor, Valeron etc. eingelassen. Immer mehr, immer höhere Dosen habe ich geschluckt, um zu zeigen, dass es mir dreckig ging. Was ich dabei allerdings erst viel später bemerkt habe, das Schmerzempfinden wurde durch diese Medis nur noch weiter runtergesetzt. Meine depressiven Verstimmungen wurden stärker. Um ganz ehrlich zu sein, ich versank absolut im Selbstmitleid. Meine Verhaltenstherapeutin öffnete mir die Augen, dass ich diese Krankheit und die damit verbundenen Schmerzen nicht zu meinem Lebensmittelpunkt machen darf. Sie zeigte mir Wege, wie ich mir selbst Gutes tun kann. Selbst mein Helfersyndrom, durch welches ich mir Aufmerksamkeit und Liebe erbettelt habe, ist seither verschwunden. Ich habe ganz einfach angefangen mich auf meine Wünsche und die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren. Ich werde mich auf jeden Fall nicht mehr anstrengen, von anderen geliebt zu werden, sondern ich habe angefangen mich selbst zu lieben.

Ich tue einiges für mich, nur für mich. Ich war 6 Wochen in Kur, obwohl ich eine pflegebedürftige Mutter und zwei Hunde habe, für die ich sonst meine ganze Kraft aufgewendet habe. In dieser Kur habe ich sehr viel gelernt, wie ich mich trotz dieser Schmerzen wohlfühlen kann. Seit dieser Zeit nehme ich nicht mehr so viele Medis, vor allem kaum noch Schmerzmittel. Ein Antidepressivum, viele Entspannungstechniken, Bewegungstherapien und natürlich ein gesunder Egoismus helfen mir dabei.

Vielleicht schaust du dich mal auf dieser Seite um, da wirst du eine Menge Leidensgenossen treffen. Wenn du dich dort durchliest, wirst du erkennen, wieviele Menschen unterschiedlichen Alters etc. ebensolche Probleme haben wie du. Aber die meisten haben angefangen wirklich zu kämpfen und es hat ihnen geholfen.

http://www.fibromyalgie-aktuell.de/

Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und den richtigen Weg. Ich denke, du weißt was ich damit meine.
 
Wegen chronischer Schmerzen

Hallo,

wie ich bereits in einem anderen Thread sehr kurz angerissen beschrieben habe gibt es praktisch immer sehr gute alternativmedizinische Möglichkeiten zur Therapie chronischer Erkrankungen. Das gilt auch für die Schmerztherapie...siehe hier:
http://www.hilfeschrei.de/forum/upload/showthread.php?t=6083
Die Methoden habe ich dort aber nicht beschrieben, das muß je nach Einzelfall entschieden werden, man muß sich selbst informieren (siehe Links, Bücher, Foren).

[...]

Liebe Grüße

Medizinmann
 

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