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Wenn der Partner nur Probleme hat die für einen selbst völlig fremd sind

  • Starter*in Starter*in AHK1980
  • Datum Start Datum Start
Hör auf dein Gefühl, mehr würde ich dir nicht raten. Wenn du merkst, es tut dir nicht gut und du findest für dich keine gute Lösung damit umzugehen bzw. zusammen mit deinem Freund das "Problem" zu lösen - dann zieh für dich die Konsequenzen ...

Und Löwi ... ich kenne das, auch in meinem Bekanntenkreis finden sich Menschen mit starken psychischen Problemen und wenn mal die Diskussion in eine ähnliche Richtung geht, fühlen sie sich auch gleich angegriffen nach dem Motto - naja, die anderen wollen nur die rosarote Welt und dann hab ich ja gar keine Chance usw. usf.

Klar, und damit werde ich mir auch gleich den Unmut mancher zuziehen - nicht jeder Mensch, der sich vor "solchen" Menschen "schützen" will, ist gleich oberflächlich .... im Gegenteil, er hat nur einen gesunden Selbstschutz und das ist sein gutes Recht.

Entscheide für dich, was gut ist ....
 
Hallo Tobias. Genau vor diesem möglichen Ballast, bzw. dass ich in diese Welt hineingezogen werde, die ich nicht als normal empfinde, habe ich Angst.

Gleichzeitig ist es aber der verständnisvollste, ehrlichste und liebste Partner den ich je hatte. Man merkt bei ihm selbst jetzt auch nicht unbedingt dass er besonders angeschlagen wäre, unser Alltag ist eigentlich recht normal und es wird auch nicht ständig darüber gesprochen. Aber sobald es irgendwie zum Kontakt mit den Eltern kommen soll habe ich ein komisches Gefühl im Magen.

Du hast ein Problem und ich glaube, wenn Du eine Ahnung davon hast, was es sein könnte, könntest Du besser damit umgehen. Diese Begegnung mit der Angst hat etwas mit Deiner Angst zu tun.

Sei froh, daß Du einen Partner hast, der so hinter seinen Eltern steht ohne Dich damit großartig zu belasten. So einen Partner zu haben, suchen viele über Jahrzehnte.

Ich finde es übrigens gut, daß Du ehrlich mit Deiner Abneigung umgehst und es hier auch schreibst. Du bist auf dem richtigen Wege, würde ich mal sagen.

Toni
 
Tja Willkommen außerhalb Deiner heilen Welt kann ich da nur sagen. Es gibt doch sehr viele Leute die es nicht so sicher haben wie Du. Irgendwann muss einem das ja mal auffallen. Mir fällt auf das Du fast nur von Dir schreibst. Wie geht es denn Deinem Freund? Das Aufwachsen und Leben mit solchen Dingen ist hart und, wenn er trotzdem gut drauf ist, muss er ein starker Charakter sein. Nimmst Du das für selbstverständlich oder achtest Du ihn dafür? Könntest Du das, was er innerlich leistet auch? Hast du den Wunsch ihm die Stütze zu sein, die er in der Familie nicht hatte?

Oder stehst du nur davor und tust dir selber leid, weil sowas unbequemes in dein Blickfeld geraten ist?

Beantworte dir diese fragen, dann weißt du ob ihr füreinander richtig seid. Er braucht jedenfalls ganz sicher keine weitere Baustelle sondern jemand der sein leben positiv bereichert, der hat es doch schwer genug.
Dem möchte ich mich anschließen und nochmal fragen, ob Du es zu schätzen weißt, daß er für seine Eltern eine Stütze ist. Dafür ist er liebenswert.

Auch er kann in die Situation geraten, Hilfe zu brauchen- dann wirst Du gefragt sein, mitsamt Deiner heilen Welt. Das sollte, nach meiner Auffassung, der Maßstab sein für die Kraft Deiner heilen Welt und diese heile Welt solltest Du auch nicht als selbstverständlich, immer beständig nehmen. Auch darin kann was wanken, eher als Du denkst.

Ich kann mir beim besten Willen kein Leben ohne Probleme vorstellen, ich meine, daß man seine Probleme überwindet, ja das schon, ja klar.
Jeder hat doch seine Probleme und die eigenen Probleme sind die schwersten. Aber, man kann doch seine eigenen Probleme, durch die Probleme anderer, erst mal gewichten.

Ich kann mich durch die Probleme anderer, daß ich die nicht habe, trösten. Das ist ja nicht schlimm oder verwerflich.

Ich kann insofern begreifen, daß Du eventuelle finanzielle Folgen nicht mit tragen willst? Oder meinst Du, daß Ihr keinen lustigen oder freundlichen Umgang haben könnt, daß immer Trauerstimmung ist, wenn Ihr mit den Eltern zusammen seid ?

Dann überlege Dir doch mal, mit Deinen Freund - man kann sich auch mal durchsetzen -, was ihr gemeinsam mit den Eltern machen könntet. Das sollte ja dann kein Muß sein, aber vorschlagen könntest Du das vielleicht.
Ostern, das bietet sich doch an. Zum Beispiel:

Ihr geht eine Strecke in einem Park oder Wald oder in den Garten,
Du hilfst danach mit beim Kaffeetisch oder beim Abräumen/Abwasch
Ihr macht ein Spiel: Romme, Canasta, Mensch ärgere dich nicht, odgl., dazu könntest Du , falls keine Karten/Spiel vorhanden ist, das Spiel mitbringen
wenn Kinder dabei, kann man ein Pfänderspiel machen, zum Besipiel Rätsel lösen, das kann doch so lustig sein - dazu könntest Du eine Liste mit Vorschlägen vorbereiten, die lustig sind zur Pfandauslöse

Jedenfalls würden Spiele über eine themenfreie Zeit oder über Streitzeit weghelfen.

Du müßtest Dir vorher ein paar Gedanken machen, was Du wie Deinem Partner vorschlagen kannst.

Mein Mann hat mit mir "gelernt", und dann auch meine Schwiegermutter mit uns, zu spielen, das regt die grauen Gehirnzellen an, mehr als immer über das gleiche (Traurige) oder Krankheiten zu reden! Ich selber bin auch bereit mit meinem Enkel zu spielen, der ist jetz 9 und bringt ja auch schon Spiele mit . . . . .

Also, sieh nicht alles so eng, als unveränderbar und nimm den Schwiegepapa mit seinen Stichleien freundlich auf die Schippe, stell Dich nett, aber bestimmt und unverwundbar auf die Seite Deiner Schwiegermama, wenn Du was als ungerecht empfindest.
Schüttle dich, wenn er Dich treffen will. Gewöhnlich neckt der Schwiegerpapa die Schwiegertochter sanft oder er verhält sich ihr gegenüber ritterlich, darauf solltest Du eingehen.

Probleme solltest Du als Herausforderungen sehen. Das Leben stellt Herausforderungen - geh sie an, daran kann sich Deine gute Erziehung, Dein Charakter bewähren, daran kannst Du reifen.

Wenn Du versuchst etwas Freude und Lust in die Runde zu bringen, sie aber alle zu nichts zu bewegen sind, dann würde ich, nach dem Kaffee, evtl. nach dem Abwasch, gemeinsam mit meinem Partner diesen Besuch freundlich und zuversichtlich beenden.

vG Gelinda
 
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