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Welche Heilung möglich nach Missbrauch? Trigger im Verlauf des Themas möglich

KittyCat888

Mitglied
Hallo zusammen,

einer meiner besten Freundinnen ist leider etwas furchtbares widerfahren, sie wurde brutal vergewaltigt unter
Einfluss von KO Tropfen. Dies passierte im Sommer 2019, seitdem ist Sie nicht mehr die Alte. Sie wirkt resigniert, teilnahmslos, manchmal richtig abwesend. Mir scheint als ob Ihr der Lebensmut abhanden gekommen ist, Sie ist nicht mehr der Mensch den ich kannte. Mir tut Sie leid, ich bin öfter bei Ihr, sie geht auch zur Therapie, aber irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass es nichts bringt.

Wie kann so ein Traumata wirklich behoben werden? Sie erzählt in der Therapie wird eben Frage-Antwort-Spiel gespielt, Emotionen bewusst betrachtet, da Sie bereits ein Jahr diese macht und bisher nicht wirklich viel besser geworden ist, würde ich gerne von Euch wissen, ob es noch andere Lösungen gibt?

So ein Erlebnis ist erschüttern, aber warum raubt es auch jede Selbstsicherheit/Selbstbewusstsein und weckt so viel Angst? Meine Freundin hat auch begonnen viel Alkohol zu trinken, oftmals wenn ich mit Ihr telefoniere merke ich das am Ausdruck, manchmal rieche ich es auch wenn ich bei Ihr bin. Was ist das für ein Mechanismus ein Opfer zu sein und sich dann Selbst zu bestrafen??? Bzw. anfangen sich selbst zu zerstören? Wie trennt sich das eine vom anderen bewusst, dass Klarheit kommt und dann Heilung? Ich möchte nicht, dass Sie weiter abrutscht, sie kann aktuell auch nicht arbeiten.

Ich habe auch schon im Internet etwas gestöbert und bin auf INNER WISE gestoßen, ich habe das mal bestellt und gebe es Ihr bei der nächsten Gelegenheit. Zudem las und sah ich einen Bericht von einer Susanne Preusker, die in der JVA Straubing mehrere Stunden von einem Häftling missbraucht wurde und sich einige Jahre später das Leben nahm. Die Reportage zeigte eine zerbrochene und traumatisierte Frau, die Ihren Beruf als Gefängnispsychologin nicht mehr ausüben konnte und dann Buchautorin wurde.

Traumatherapie mit Klopfen hört sich spannend an, aber wirkt das auch??? Wie vergisst man und warum gibt es posttraumatische Belastungsstörungen die Jahre vorhanden sind? Klappt Hypnose - du bist ganz und geborgen...als Autosuggestion? Jede Heilung ist individuell, die eine Lösung muss für jemanden anderen nicht das Richtige sein und auch umgekehrt. Gibt es im spirituellen Bereich etwas ....das schlechte Erlebnisse weg geräuchert werden können....Oftmals soll ja malen helfen, wieder ganz zu werden, weil sich das Selbst dann ausweitet, voll da ist.



Gruß
KittyCat888
 

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KittyCat888

Mitglied
Hi Drake SF,

sie geht zur einer Therapeutin die darauf spezialisiert ist - Traumabehandlung. Ich selber verstehe zu wenig von Psychologie, dennoch habe ich bei meinen Recherchen herausgefunden, dass viele Menschen danach nicht mehr therapierbar sind, bzw. falsche Therapien dafür die Ursache sind. Zumal ich persönlich auch glaube, dass die Hirnchemie bzw. Botenstoffe einen Schlag erhalten, ein neuronales Feuerwerk, Blitze und dadurch bedingt - dann versucht werden muss die Hirnchemie und die Botenstoffe( Stress, Adrenalin und Kortisol) wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Mir fällt bei meinen Beobachtungen auch auf, dass viele einfach sehr gedrückt wirken, mich würde die Befreiung interessieren, also alternative Methoden. Scheinbar ist hier aber auch niemand, der positives zu berichten hat.

Schlimm finde ich, dass meine Freundin so angefangen hat zu trinken, ich habe schon feinfühlig versucht, anzudeuten, dass es dadurch auch nicht besser wird. Aber ich steck eben nicht in Ihrer Haut auch wenn ich mir das ganze Vorstellen kann.

Gruß
KittyCat
 

DarkRose

Aktives Mitglied
Scheinbar ist hier aber auch niemand, der positives zu berichten hat.

Aber ich steck eben nicht in Ihrer Haut auch wenn ich mir das ganze Vorstellen kann.
Hi, ich versuche es mal vorsichtig auszudrücken:

Da gibt es nichts positives zu berichten...es ist ein seeeehr sehr schweres Trauma, was Deine Freundin erleiden musste ... Opfer können es nicht vergessen...sie können mit ärztlicher Hilfe nur lernen, damit zu leben...

Deine Freundschaft in Ehren, aber Du kannst Dir NICHT vorstellen, was in ihr vorgeht....Du siehst nur ihr Äusseres, ihr verändertes Verhalten...

Bitte bedränge und erdrücke sie nicht... egal ob es 1999 oder 2019 geschehen ist, es wird sich für Deine Freundin immer wie "ein gestern" anfühlen...

Ich finde es klasse, wie sehr Du ihr helfen möchtest und sie unterstützt....sei für sie da, aber lass ihr Raum .... versuch Dich mit ihr abzusprechen, was sie sich von Dir wünscht oder braucht...
aber halte Dich mit Ratschlägen aus dem I-Net zurück...Du liest die Geschehnisse nur, sie fühlt sie immer wieder aufs Neue mit ...

....wie alt seit ihr, hatte sie auch klinische Unterstützung/ Aufenthalte, nimmt sie Medikamente, wie sieht ihr Alltag aus, hat sie familiäre Unterstützung ?
 

momo28

Moderator
Teammitglied
Hi Drake SF,

sie geht zur einer Therapeutin die darauf spezialisiert ist - Traumabehandlung. Ich selber verstehe zu wenig von Psychologie, dennoch habe ich bei meinen Recherchen herausgefunden, dass viele Menschen danach nicht mehr therapierbar sind, bzw. falsche Therapien dafür die Ursache sind. Zumal ich persönlich auch glaube, dass die Hirnchemie bzw. Botenstoffe einen Schlag erhalten, ein neuronales Feuerwerk, Blitze und dadurch bedingt - dann versucht werden muss die Hirnchemie und die Botenstoffe( Stress, Adrenalin und Kortisol) wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Mir fällt bei meinen Beobachtungen auch auf, dass viele einfach sehr gedrückt wirken, mich würde die Befreiung interessieren, also alternative Methoden. Scheinbar ist hier aber auch niemand, der positives zu berichten hat.

Schlimm finde ich, dass meine Freundin so angefangen hat zu trinken, ich habe schon feinfühlig versucht, anzudeuten, dass es dadurch auch nicht besser wird. Aber ich steck eben nicht in Ihrer Haut auch wenn ich mir das ganze Vorstellen kann.

Gruß
KittyCat

Es kommt auf den Menschen an, wie schwer so ein Trauma ist und wie lange eine "Heilung" dauern kann.

Bitte überschütte deine Freundin nicht mit Vorschlägen, Tipps und sonstigem. Das kann nach hinten losgehen. Im schlimmsten Fall vermittelst du ihr damit unbewusst, dass sie sich nicht so haben soll, schließlich gibt es doch Möglichkeiten, damit fertig zu werden.

Was du evtl. ganz behutsam anmerken kannst, ob nicht ein stationärer Aufenthalt in einer speziellen Traumklinik hilfreich sein könnte.
Damit wäre sie erst einmal aus dem derzeitigen Umfeld draußen in einem sehr beschützten Rahmen.

Ansonsten bitte einfach nur da sein, signalisieren, dass sie sich auf dich verlassen kann.
 
G

Gelöscht 116947

Gast
Wenn du ihr wirklich eine gute Freundin sein willst, dann mache ihr keine Vorwürfe, weil sie sich anders als früher verhält, sei einfach da und zweifle nicht an ihr. Sage nicht nur, dass du eine gute Freundin bist, sondern meine dies auch genau so und respektiere ihre Grenzen. Wenn du in ihren "Rucksack" hineinschauen möchtest, sofern sie dies zulässt, dann sei auch unter Umständen bereit, diesen ein wenig mitzutragen. Lass sie nicht fallen, nur weil es ggf. schwierig wird. Sie wird wahrscheinlich erstmal nicht so schnell aus ihrer Haut können.

Wenn sie eine gute Therapeutin hat, ist sie in guten Händen. Dort könnte sie auch eine stationäre Therapie ansprechen, sofern sie das möchte.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Schlimm finde ich, dass meine Freundin so angefangen hat zu trinken, ich habe schon feinfühlig versucht, anzudeuten, dass es dadurch auch nicht besser wird. Aber ich steck eben nicht in Ihrer Haut auch wenn ich mir das ganze Vorstellen kann.
Und gerade WEIL du nicht in ihrer Haut steckst, solltest du dich da sehr zurückhalten.
Du bist nicht ihre Therapeutin - es ist nicht deine Aufgabe, ihr Trauma zu heilen. Eine gute Freundin bringt einen auf andere Gedanken, weist neue Horizonte auf und lenkt ab.
Sie informiert sich NICHT über "Ausräucherung als Heilmethode" und ähnlichen Firlefanz, sondern kümmert sich um die Freundin, die auch unabhängig von dem Vorfall ein Mensch mit vielen Facetten ist.
Wie geht deine Freundin mit deinem starken Interesse am Thema um?
 

KittyCat888

Mitglied
Hallo zusammen,

@Lisfara
mit dem positiv berichten, meinte ich den Genesungsprozess, etwas was bei der Heilung geholfen hat.
Für positive schöne Erlebnisse sorgen, die das Negative überdecken sowas hatte ich gemeint.
Sie ist schon Anfang 30, sie lebt allein, kein unterstützendes soziales Umfeld vorhanden, eins das Sie tragen könnte- fehlt leider. Aktuell nimmt Sie verschiedene Medikamente morgens zur Antriebsteigerung etwas und abends was damit Sie durchschlafen kann. Sie ist seit einiger Zeit von Ihrer Therapeutin krankgeschrieben, arbeitet nicht mehr in Ihrem Beruf da Sie momentan keine gute Konzentrationskraft mehr hat bzw. sich ausgebrannt fühlt. Das Problem das Opferentschädigungsgesetz zahlt bei Ihr nicht, da es keine Anklage mit Strafurteil gab. Die Krankenkasse möchte das Sie eine Rhea macht, damit Sie dann zwischen diesen beiden Sozialversicherungsversicherungen hin -und hergeschoben werden kann. Ich habe Ihr geraten, dass Krankengeld voll in Anspruch zu nehmen und erst kurz vor Ablauf eine Rhea zu beantragen. Einfach das Sie bis dahin wieder stabiler ist und sich finanziell nicht weiter belasten muss.

@momo 28
Das letzte was ich mache, ist Sie mit Ratschlägen zu überschütten, wenn ich Sie besuche rede ich über dies und dass, gehe mit Ihr spazieren oder einkaufen, oder ich mach was zum Essen. Sie weiß das Sie sich auf mich verlassen kann, Sie hat mir ja damals alles erzählt und ich bin eine der wenigen die auch in schlechten Zeiten ein Freund ist.

@Bumblebee*
Ich habe Ihr keine Vorwürfe gemacht, ich habe feinfühlig gesagt, ich mach mir Sorgen ich habe das Gefühl das du mit Alkohol versuchst was zu vergessen, aber der Alkohol kann auch schädlich sein. Im Endeffekt kann ich Sie nicht davon abhalten, ich verstehe es sogar.

@Schroti
Ich bin eine gute Freundin, dennoch erdrückt mich manchmal diese fühlbare Seelenqual. Ich würde Ihr gerne einen Resetknopf geben, der den Speicher leert und Sie wieder zu der unabhängigen und starken Person macht die Sie bis dorthin war. Mir kommt es vor, als ob Sie seitdem nur noch aus Scherben besteht, natürlich gibt es auch unbeschwerte Momente, aber etwas lastet tief. Firlefanz ist doch nicht, wenn der Mensch versucht, seine Selbstheilungskräfte mit Autosuggestion zu wecken. ZB habe ich im November Ihr Kerzen geschenkt und gesagt, ich bin bei dir wenn du das Licht anzündest, ist doch ein schöner Gedanke und Sie ist dafür schon zugänglich.

Gruß
KittyCat888
 
G

Gelöscht 116947

Gast
Hallo Kitty,
es ist gut, dass du für sie da bist. Es sollte kein Vorwurf an dich sein. Freundschaftliche Unterstützung ist sehr wichtig und es ist groß von dir, dass du sie durch die schwierige Zeit begleitest.
Weisst du, wenn man sowas schlimmes erleben musste, dann funktioniert erstmal vieles nicht mehr und man neigt dazu unvernünftig zu handeln, einfach um einen Weg zu finden damit umzugehen. Alkohol ist gewiss absolut keine gute Lösung, aber vielleicht fehlt ihr der Blick für eine gute Alternative? Möglicherweise kannst du sie motivieren, etwas gutes für sich zutun. Macht zusammen Sport oder verbringt Zeit zusammen auf dem Sofa.
Arbeitet sie denn jetzt schon am Trauma selbst? Das erscheint mir etwas früh, schnell ist man überfordert.
Stabilisierung und zur Ruhe kommen wäre sicherlich sinnvoll, aber das sollten ihre Ärzte wissen, wenn sie gute hat.
Wenn sie möchte, kann sie sich auch mal an eine Beratungsstelle für Frauen wenden, die haben auch oft unterstützende Angebote. Ein gutes Netzwerk ist so wichtig!

Was ich dir petsonlich aber noch unbedingt mit auf den Weg geben möchte: achte selber darauf, dich nicht zu überfordern, damit eure gute Verbindung am Ende keinen Schaden nimmt.

Alles Gute!
 

DarkRose

Aktives Mitglied
Hi,
dass liest sich direkt anders und ich Danke Dir, dass Du für sie da bist ...

Leider kann man nur nach dem Geschriebenen urteilen, und dort habe ich Deinen Druck auf Dich und Ihr herausgelesen.... nun liest es sich mit Deinem Post ganz anders ....

Bitte passe aber auch auf Dich selber auf! Es ist schwer dabei auf sich selber zu achten.

Reicht die aktuelle Therapie wirklich oder sollte sie vielleicht mal stationär aufgenommen werden?
Es ist ja bei ihr zur Zeit so, dass sie nach ihrer Sitzung ziemlich aufgewühlt nach Hause geht und mit diesem innerlichen Chaos bis zur nächsten Sitzung aushalten muss...diese Schmerzen und Hölle versucht sie mit Alkohol zu entfliehen, daher mein Gedanke an einen stationären Aufenthalt... dort kann sie jederzeit aufgefangen werden.
 

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