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Weiß nicht weiter...

H

!!!Help!!!

Gast
Hallo, ich weiß nicht wirklich was ich machen soll. In der nächsten Woche geht bei mir die Schule wieder los. Das Problem ist nur, dass ich seit ca. einem Jahr eine Depression habe. Die Diagnose habe ich erst seit Anfang März. Danach bin auch zunächst eine Woche zuhause geblieben, um mir eine Auszeit zu gönnen, da mich die Schule einfach immer mehr in den Sog heruntergezogen hat. Sobald ich einen Platz habe, gehe ich für ein paar Wochen in eine Klinik. Jetzt hat meine Psychologin gemeint ich solle wieder in die Schule gehen. Bei dem letzten Treffen habe ich gemeint, dass wäre für mich kein Problem. Da habe ich noch irgendwie gedacht, ich würde den ganzen Berg an Aufgaben noch schaffen nachzuholen. Jetzt habe ich aber furchtbar Schiss davor, wie die Lehrer reagieren, wenn sie merken wie wenig ich gemacht habe... Das mit der Depression weiß niemand von denen und momentan fühle ich mich auch noch nicht bereit dazu, es ihnen zu erklären, weil ich es selbst noch nicht akzeptiert habe. Statt die Aufgaben zu machen, lag ich die meiste Zeit im Bett und wenn ich mal was gemacht habe, konnte ich mich nicht drauf konzentrieren. Jetzt mache ich mir einfach furchtbar Stress deswegen. Und mein einziger Antreiber, denn ich momentan habe, die Angst, lässt mich wieder durchdrehen. Ein paar Lehrer wissen auch, dass ich in einer Klinik war, aber sie werden alle denken, dass es an meinen körperlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Schwindel, habe ich schon seit knapp zwei Jahren) lag. Ein Lehrer weiß, dass es mir psychisch auch nicht sonderlich gut ging, aber wirklich viel weiß er nicht, weil ich einfach zu verschlossen bin. Habt ihr eine Idee wie ich mich nicht komplett verrückt mache? Und bitte sagt mir nicht, dass ich einfach nur faul bin! Das habe ich mir auch schon die ganze Zeit über versucht einzureden. Aber Faulheit ist ein angenehmes Gefühl. Stattdessen quälen mich im Bett Schuldgefühle, weil ich mich zu nichts aufraffen kann.
 

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Bodenschatz

Aktives Mitglied
Das mit der Depression weiß niemand von denen und momentan fühle ich mich auch noch nicht bereit dazu, es ihnen zu erklären, weil ich es selbst noch nicht akzeptiert habe.
Das wird es sein.
Wenn es nicht von selbst besser wird ( was ich nicht glaube), wir es schlechter - wie Du bemerkst.
Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es ernst wird. Und ab da spielen irgend welche Schulen und Lehrer oder sonstwer so gar keine Rolle mehr.
Natürlich kannst Du Dir auch jetzt schon überlegen, das beste aus der Situation zu machen. Wenn man einmal drin steckt, kann man aufgeben, oder retten, was zu retten ist.
Letzteres ist natürlich klüger, motiviert Dich, weil Du Erfolgserlebnisse bekommst, und es verringert die Distanz zu Deinem Soll in der Schule.
Also mach es so gut wie Du kannst und hör den Leuten gut zu, die beruflich kompetent sind und Dir helfen wollen! Und setze es so um, als hätten sie die Macht Dich zu zwingen.
 

~Lain~

Mitglied
ich würde den ganzen Berg an Aufgaben noch schaffen nachzuholen. Jetzt habe ich aber furchtbar Schiss davor, wie die Lehrer reagieren, wenn sie merken wie wenig ich gemacht habe...
Ich habe zwar keine Depression, aber ich schiebe auch gern Dinge auf. Seit jeher bis heute. Dann mache ich mir ewig Stress, bis ich irgendwann reagieren muss. Das Ergebnis variiert dann stark. Aber letztendlich kannst du dir überlegen, was im allerschlimmsten Fall passieren kann. Schuljahr wiederholen? Schlechte Noten? Letztendlich sind deine Lehrer vielleicht ein wenig enttäuscht, ja, aber das wird in dieser Ausnahmesituation viele betreffen und letztendlich führen viele Wege nach Rom. Selbst, wenn du mal mehr Zeit brauchst oder einen Umweg machst - das ist nicht das Ende, sondern man diesen Dingen schlussendlich auch etwas Positives abgewinnen. Ich bin auch in der Schulzeit öfter gescheitert - dafür kann ich jetzt gut mit Rückschlägen umgehen und weiß eher, worauf es ankommt. Von daher nimm dir die Zeit, die du brauchst.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Ganz ehrlich, wenn ich meine Lehrer daheim so höre - du bist einer von vielen, die während der letzten Corona Wochen sich sprichwörtlich einen faulen Lenz gemacht haben.
Warum sprichst du nicht offen und ehrlich mit deiner Klassenlehrerin? Fehlt der Draht zu ihr, dann geh zum Vertrauenslehrer an deiner Schule! Wie soll man dir helfen können, wenn niemand Bescheid weiß?Für die Lehrer stellt es sich so dar, als ob du faul bist.
Logisch, dass die dann angepisst sind.
Kennen sie aber deine Probleme, dann können sie reagieren.
Allerdings würden meine Kids dir aus Mitleid keine Noten schenken, aber sie würden versuchen, dass ein guter Schüler mit dir lernt, dir Nachhilfe vermitteln. Mit dir und der Schulpsychologin gemeinsam einen machbaren Weg für dich finden.
Wenn du Hilfe von außen erwartest, dann musst auch Hilfe annehmen.
Die wenigsten Lehrer sind Sadisten, auch wenn ihr Schüler das nicht glaubt.
Glaube mir eines: verantwortungsbewusste Lehrer, nehmen oft die ganzen Sorgen und Nöte der Kids mit heim und machen sich viele Gedanken. Auch wenn ihr das vielleicht gar nicht bemerkt.
Also trau dich.
 

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