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Wegen Trauer kein Sex & Nähe - was tun/wie lange?

Wohnt ihr zusammen?

Wie ist es ansonsten zwischen euch?

Wäre es denkbar - wenn man die Trauer als vermuteten Grund mal beiseite lässt, dass ihr es nach eurem ersten Jahr (14 Monate) einfach nicht geschafft habt, das "Feuer" zwischen euch am Laden zu halten?
Bis dahin lief alles super und die Anziehung war da. Also das hat ja ganz plötzlich aufgehört und er sagte zu Beginn auch, dass es wegen der Situation (Pflege) sei.
Gut. Mittlerweile könnte ein weiterer Grund sein, dass er kein zweites Kind will und davor Angst hat?! Aber wir können ja verhüten. Und das würde ja auch das Ausbleiben jeglicher Nähe erklären.

Für mich ist das Feuer jetzt tatsächlich nicht mehr am Leben. Hab meinen Partner irgendwie innerlich als Mitbewohner/Kumpel abgestempelt.
 
Vielleicht solltest du noch einmal mit ihm das Gespräch suchen.
Vielleicht in etwa so:
" Ich kann auf Sex verzichten, aber mir fehlt die körperliche Nähe zu dir."
Sag ihm , dass du gerne auch mal kuscheln möchtest und dass es nicht zu Sex leiten muss.
Ist euer Kind noch klein?
Als meine Kinder klein waren, war ich oft kaputt und ehrlich gesagt, habe ich oft gar nicht an Sex gedacht, aber Zärtlichkeiten gab es zu allen Zeiten und ich kann mir vorstellen, dass du das total vermisst.

Druck ausüben , würde natürlich nicht weiterhelfen, . Aber du solltest ihm irgendwie zu verstehen geben, dass dir etwas fehlt.
Was sagt er denn, wenn du es ansprichst?
Ja... da muss wohl ein weiteres Gespräch her, ganz sensibel und konstruktiv.

Unser Kind ist 8 Monate alt. Ich hatte die gesamte Schwangerschaft über und auch nach der Geburt Lust. Viele Frauen haben das nicht und das ist ok. Nur macht es das irgendwie noch trauriger. Wir haben sozusagen das "Glück", dass ich Lust habe trotz Geburt, Müdigkeit etc - und es passiert nichts.
 
Ja... da muss wohl ein weiteres Gespräch her, ganz sensibel und konstruktiv.
Versuche Vorwürfe zu vermeiden, aber erkläre ihm was dir besonders fehlt.

Kümmert er sich ( gerne und viel) um euer Kind?

Hat er genug Ausgleich, dass er seine Trauer irgendwo " loswerden" kann?
Also mit anderen darüber sprechen kann und sie so besser verarbeiten kann?
Die allgemeine Gefühlslage beeinflusst natürlich auch unsere Lust.
Vielleicht braucht er ein bisschen mehr Zeit für sich? Dass er auspowern kann?
Oder das Gegenteil?
Vielleicht braucht er auch mal eine Pause, muss er mal zur Ruhe kommen?
Versuche auch seine Seite zu sehen , frag ihn was er vllt braucht.
 
Ich vermute..er will oder kann nicht über seine ehrlichen Gründe reden..
Es ist unklar...ob es tatsächlich mit der Trauer im Zusammenhang steht.
Eine Paarberatung könnte helfen.

Sehr viele Langzeit Paare haben keinen Sex mehr.

Sexuelle Gefühle sind unbewusst.
Man kann sie sich nicht erzwingen.

Ihr könntet euch gegenseitige sexuelle Freiheiten lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist müssig sich Gedanken zu machen was wohl seine Gründe sein könnten. Nur er allein kann es dir sagen.

Dazu die Geschichte eines Freundes. Als seine Frau mit dem Wunschkind schwanger wurde, waren beide total aus dem Häuschen. Sobald ihr Babybäuchlein sichtbar wurde ist mit ihm etwas passiert. Von dem Moment an sah er seine Frau nicht mehr als Geliebte sondern als Mutter, als die Frau, die ihrer beider Kinder austrägt. Seine Liebe und Zuneigung ihr gegenüber hat sich nicht geändert, aber er konnte keine Intimitäten mehr austauschen. Als ob das sein Bild einer Mutter "beschmutzen" würde. Eine Therapie hat ihm geholfen.
Kann natürlich sein, daß das hier auch eine Rolle spielt.
Aber der Mann der TE nimmt sie ja noch nichtmal in den Arm, oder tauscht andere, nicht-sexuelle Zärtlichkeiten mit ihr aus.
Das kann man nicht allein mit diesem "Beschmutzer"- Komplex erklären, finde ich.

@Greensmile wie verhält sich dein Partner denn ansonsten im Alltag?
Ist er ständig schlecht gelaunt und genervt? Trifft er noch öfter seine Freunde, oder hat er die auch vernachlässigt?
Zeigt er Interesse und Zuneigung zu eurem Kind? Geht ihr in eurer Freizeit auch mal aus, wenn es zu machen ist?
Oder wirkt er auch sonst eher gleichgültig und abgestumpft, und zeigt kein Interesse an Freundschaften und Familienleben?

Wenn das alles der Fall ist, dann kann er vielleicht auch in eine Depression gerutscht sein.
Aber gerade dann ist es wichtig, daß er aus seiner Lethargie aufwacht, und sich helfen lässt!
Denn dann kommt er da von alleine nicht mehr raus...
 
Es ist müssig sich Gedanken zu machen was wohl seine Gründe sein könnten. Nur er allein kann es dir sagen.

Dazu die Geschichte eines Freundes. Als seine Frau mit dem Wunschkind schwanger wurde, waren beide total aus dem Häuschen. Sobald ihr Babybäuchlein sichtbar wurde ist mit ihm etwas passiert. Von dem Moment an sah er seine Frau nicht mehr als Geliebte sondern als Mutter, als die Frau, die ihrer beider Kinder austrägt. Seine Liebe und Zuneigung ihr gegenüber hat sich nicht geändert, aber er konnte keine Intimitäten mehr austauschen. Als ob das sein Bild einer Mutter "beschmutzen" würde. Eine Therapie hat ihm geholfen.
Vielen Dank. An so etwas hatte ich auch schon gedacht, vor allem im Zusammenhang mit dem Tod seiner Mutter. Dass ich vielleicht jetzt irgendwie in seinen Augen nur noch Mutter bin / diese Rolle erfülle und ihn das noch mehr an seine eigene erinnert.

Aber es hilft nichts. Ich muss es nochmal fragen. Und mich dann ggf. trennen.
Ich hatte hier nur gefragt, weil es ja vielleicht andere Trauernde oder Angehörige gibt, die das kennen.
 
Das kann man nicht allein mit diesem "Beschmutzer"- Komplex erklären, finde ich.

Das kann man nicht allein mit diesem "Beschmutzer"- Komplex erklären, finde ich.
Denke ich auch... vielleicht hat er bei anderer Körpernähe dann Angst, dass mehr daraus wird.
Muss ich aber einfach (mal wieder) erfragen und klarmachen, dass es nur Antwort oder Trennung geben kann (natürlich anders formuliert 😉 ). Bin ja bereit, ihn zu unterstützen bei was auch immer.
 

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