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Wegen Trauer kein Sex & Nähe - was tun/wie lange?

Greensmile

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
Mein Freund und ich (beide etwa 30 Jahre alt) haben nun seit 14 Monaten keinen Sex mehr. Begonnen hat es damit, dass seine sehr kranke Mutter immer mehr abgebaut hat und er sie auch pflegte. In dieser Phase hatte er keine Lust und das war für mich absolut in Ordnung und nachvollziehbar. Sie ist dann im April '25 verstorbenen.
Nun spreche ich alle paar monate mal das Thema Intimität an, er sagt ungefähr gar nichts dazu, außer manchmal, dass wir angeblich keine Zeit haben (weil wir ein Kind haben). Das ist natürlich ein vorgeschobenes Argument. Mir ist klar, dass Trauer Einfluss auf die Libido haben kann. Aber ich sehe leider keine Veränderung, er macht keine Therapie, es tut sich wenig und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich mache keinen Druck also dass ich ihn "verführe" oder zu etwss zwinge. Ich sage nur alle paar Monate, dass ich mir Kommunikation zu dem Thema wünschen würde.
mir fehlt die körperliche Nähe sehr. Mir fehlen auch Kuscheln oder intensivere Umarmungrn, vielleicht auch einfach mal leidenschaftlichtliche Küsse. 4 Küsse pro Jahr sind mir zu wenig.
Ich nehme an,dass er Angst hat, dass aus einem Kuss oder Kuscheln dann mehr werden muss, und deshalb lässt er es lieber ganz?!

Was kann ich tun? Kennen Trauernde das? Wie lange geht die Phase (ja, individuell... aber wir haben jetzt in der Beziehung genauso lange keinen Sex mehr wie wir davor Sex hatten)? Sollte ich für mich Kuscheltherapie machen mit Fremden? Oder mich trennen? Durch dieses thema (und andere) fehlt auch emitional mittlerweile viel. Wenn man sich nie lange in die Augen schaut oder sich etwas ins Ohr flüstern kann oder liebe Worte sagt... Ich rufe sowas ja nicht durch den Raum. Vieles Schönes sagt man sich normalerweise eben in der Umarmung, nach dem GV oder oder..
 
Ich nehme an,dass er Angst hat, dass aus einem Kuss oder Kuscheln dann mehr werden muss, und deshalb lässt er es lieber ganz?!
Vielleicht solltest du noch einmal mit ihm das Gespräch suchen.
Vielleicht in etwa so:
" Ich kann auf Sex verzichten, aber mir fehlt die körperliche Nähe zu dir."
Sag ihm , dass du gerne auch mal kuscheln möchtest und dass es nicht zu Sex leiten muss.
Ist euer Kind noch klein?
Als meine Kinder klein waren, war ich oft kaputt und ehrlich gesagt, habe ich oft gar nicht an Sex gedacht, aber Zärtlichkeiten gab es zu allen Zeiten und ich kann mir vorstellen, dass du das total vermisst.

Druck ausüben , würde natürlich nicht weiterhelfen, . Aber du solltest ihm irgendwie zu verstehen geben, dass dir etwas fehlt.
Was sagt er denn, wenn du es ansprichst?
 
Kein Mensch trauert 14 Monate so um seine Mutter, dass es dauerhaft auf die Libido schlägt. Das muss andere Gründe haben. Mir scheint, dass du das alles mit einem inneren Grummeln hinnimmst ohne auch mal selber die Initiative zu ergreifen. Es wird dir in diesem Fall wohl nichts anderes übrig bleiben.

Kuschel dich doch einfach mal an ihn wenn du zu ihm ins Bett steigst. Streichel ihn, küss ihn, sag wie sehr er dir fehlt, wie sehr dir die Intimität fehlt. Stösst er dich weg, dann setz dich auf und dann gibt's ein ernsthaftes Gespräch. Ob er nun will oder nicht. Lass dich nicht abwimmeln, er soll gefälligst sagen was los ist.

Will er nicht reden, dann rede du und sag ihm wie du dich fühlst: Abgelehnt, unattraktiv, einsam, allein gelassen, unbefriedigt... Redet er nicht muss er halt zuhören. Und dann frag ihn wie er sich vorstellt, wir das weitergehen soll, ob er jemals gedenkt dich mal wieder anzufassen, dass das für dich so nicht mehr machbar ist und dass eine Lösung gefunden werden muss. Soll ER dir eine Lösung vorschlagen. Packt er genervt sein Kissen und flüchtet auf sie Couch, dann lass ihn nicht davonkommen. Folge ihm, beharre auf ein Gespräch. Dann gibt's halt Krach. Immer noch besser als so weitermachen wir bisher.
Genau. Und nach dem Krach kommt vielleicht die Trennung und vielleicht kann und oder will Niemand ausziehen - wie bei uns.
 
Genau. Und nach dem Krach kommt vielleicht die Trennung und vielleicht kann und oder will Niemand ausziehen - wie bei uns.
Du nervst langsam, die wenigsten Getrennten oder Geschiedenen eiern so lange rum wie du.
Die allermeisten Leute ziehen nach einer Trennung in eine eigene Wohnung, möglichst in demselben Ort, sobald sie eine finden.
Aber soweit ist es bei der TE doch noch nicht!
Die beiden brauchen dringend mal ein konstruktives Gespräch, um endlich mal zu klären, wie es weiter geht.
Denn dieser Schwebezustand mit gefühlsmäßiger Abschottung des Mannes von der TE kann doch wohl kein Dauerzustand sein!

Und ich glaube nicht, daß offene Beziehung oder außereheliche Affären hier eine Lösung wären, denn man merkt doch wohl, daß @Greensmile ihren Mann noch wirklich liebt.
 

14 lange Monate, in den du geduldig gewartet hast.
Auch mal initiativ wurdest und seine Zurückweisung respektiertest.
Zeit für Klartext.
Mal probiert?

Kein kuscheln, keine Umarmungen, Berührungen. Keine Flirts, tiefen Blicke, liebe oder heiße Worte, keine heißen Küsse, kein Sex.

Und er verweigert Kommunikation, weicht aus, hat nicht mehr zu bieten als eine Ausrede.

Und er tut: Nichts.

Ist ihm klar, dass eure Beziehung dadurch gefährdet ist?
Das kein aushaltbarer Dauerzustand sein kann und eine Beziehung sowieso mehr als aushaltbar sein sollte?

Was bedeutet für ihn 'eine Beziehung führen', 'in Beziehung sein'?
Will er diese Beziehung wirklich noch?
Wenn ja, was schlägt er vor, was ihr tun könntet, was er tun könnte?
 
Wohnt ihr zusammen?

Wie ist es ansonsten zwischen euch?

Wäre es denkbar - wenn man die Trauer als vermuteten Grund mal beiseite lässt, dass ihr es nach eurem ersten Jahr (14 Monate) einfach nicht geschafft habt, das "Feuer" zwischen euch am Laden zu halten?
 
Normale Leute verkaufen Haus und beide Expartner freuen sich darauf, dass sie Kinder in ner kleinen Wohnung aufwachsen oder im Wechsel in zwei verschiedenen Wohnungen.
Oder normale Leute haben keine Kinder.
Auf jeden Fall ist anderen Menschen ein paar Quadratmeter mehr zum Wohnen nicht so unendlich wichtig, wie dir anscheinend.
Viele Millionen Menschen mit Kindern wohnen in einer Mietwohnung, und die sind deshalb noch lange nicht unglücklich!
Ich möchte jedenfalls lieber in einer Wohnung allein, oder mit Menschen wohnen, die ich liebe, als in einem großen Haus mit jemandem, für den ich nix mehr empfinde.
Und schon gar nicht in so einem isolierten Kaff mit anscheinend lauter engstirnigen Leuten...
 

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