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Was will sie?

malzecka

Mitglied
Ich (28) bin lesbisch und arbeite in einem Büro. Vor etwa 4 Wochen habe ich erfahren, dass eine Kollegin aus der Nachbarabteilung auch eine Lesbe ist. Bislang hatten wir kaum was zu tun, aber auf der Weihnachtsfeier musste man für das Essen seinen Platz ziehen und ich saß neben ihr. Durch Regenbogenarmbänder haben wir uns erkannt. Seither schreiben wir uns täglich privat viele, viele Nachrichten und tauschen uns aus.

Inzwischen bin ich komplett verwirrt. Eigentlich lebe ich nach dem Motto "Don't f** the company", aber ich habe Gefühle und bin ich echt durcheinander.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo malzecka,

schau mal hier: Was will sie?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Deine Verwirrung ist nachvollziehbar, aber im Moment projizierst du sehr viel in eine Situation, die faktisch noch offen ist.

Was klar ist: Das tägliche, lange Schreiben bis nachts ist nicht „normal-kollegial“. Das ist emotionale Nähe. Gleichzeitig ist ebenso klar, dass sie gerade aus einer Enttäuschung kommt und du für sie im Moment eine sichere, verfügbare, verständnisvolle Bezugsperson bist. Beides kann gleichzeitig stimmen.

Was nicht klar ist – und das ist das Kernproblem – ist ihre Intention. Und solange ihr nicht über euch sprecht, bleibt das ein Schwebezustand, der für dich zunehmend ungesund wird.

Ein paar nüchterne Punkte zur Einordnung:
  1. Ob sie Interesse hat, lässt sich aus Schreiben, Necken und Einladungen allein nicht belastbar ableiten. Viele Menschen bauen Nähe auf, ohne eine klare romantische Absicht zu haben.
  2. Das Timing ist ungünstig. Sie verarbeitet gerade etwas anderes. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du zumindest teilweise emotionale Stütze bist.
  3. Arbeitsplatz-Regel: „Don’t f** the company“ ist kein moralischer Grundsatz, sondern ein Risikomanagement. Das Risiko trägst du, nicht sie – vor allem emotional.
Was ich dir raten würde – und das kannst du ihr auch so oder ähnlich sagen:
Nicht analysieren, sondern klären. Ruhig, erwachsen, ohne Drama.

Zum Beispiel sinngemäß:
„Ich schreibe sehr gern mit dir und verbringe gern Zeit mit dir. Gleichzeitig merke ich, dass mich das gerade mehr beschäftigt als mir lieb ist. Bevor ich mir Dinge zusammenreime: Wie siehst du das eigentlich zwischen uns? Rein freundschaftlich oder mit offenem Ausgang?“

Das ist keine Liebeserklärung und kein Druck. Das ist Selbstschutz.

Wenn sie sagt: nur Freundschaft – dann hast du Klarheit und kannst entscheiden, ob und wie viel Nähe für dich noch gut ist.
Wenn sie zögert oder ausweicht – ist das auch eine Antwort.
Wenn sie Interesse hat – dann könnt ihr bewusst und vorsichtig weitergehen.

Wichtig: Warte nicht darauf, „dass sich etwas ergibt“. Das tut es am Arbeitsplatz selten schadlos.

Du bist kein Problem, weil du Gefühle hast. Aber du würdest dir selbst schaden, wenn du sie weiter im Unklaren lässt und dich in Interpretationen verstrickst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder bin ich nur ein Zeitvertreib und Trost, weil das andere nichts wurde und sie froh ist, jemand zum quatschen zu haben (Sie hat erst vor einem Jahr gemerkt, dass sie nicht hetero ist).

Vorerst bist du kein "Heiratsfkanditat", aber sicherlich eine unvorstellbare Wohltat für sie. Das kannst du so weiter haben, einfach verliebt sein in sie, auch das ist doch völlig nett, wenn du das mitteilst, nur so, ohne Drama-Gehabe. ""Ich finde dich so herrlich, bin ganz verliebt in deine Art"" ... so ungefähr könntest du sie vorerst nehmen und alles andere nicht zulassen.

Selbst, wenn ihr euch umarmen solltet, oder tanzen solltet miteinander, selbst wenn ihr knutschen solltet, geht das nicht auch ohne dieses Gedusle, das du dir da ausmalst? Geht das nicht ohne Dramageschichte, ohne Schwülstigkeit? Ach, ich möchte sie, möchte sie mich auch...??

Wie du sehen kannst, wie du siehst, ist sie verschossen in dich als Mensch. Bleibt doch mal dabei. Was malst du dir denn aus? Du bist keine Vierzehn mehr. Geh runter von diesem Trip und seid fröhlich verschossen ineinander. Das kann jeder wissen in der Firma, das kann vollkommen lieb und locker so gehandhabt werden.

Ich hoffe, du erkennst den Unterschied, der alles anders ausgehen lässt, so schwer, so verstümmelt, so hintenrum verdreht. Das ist irgendwie was anderes, Lieben ist es nicht. wer es gern tragisch mag, kann so machen.
Du bist ein Gewinn, sie ebenso, genießt das mal.
 
Hier geht es nicht um Tod und Leben...zwei Frauen verstehen sich gut, es wird gemeinsam gefeiert, telefoniert, unterhalten, es kann sogar sein, dass sie sich anziehend finden auch in anderen Bereichen, es kann sein, dass sie zärtlich sein wollen, oder sonst was, es kann sein, dass das nur kurz dauert, oder länger, es kann alles sein- das wird man dann merken und sehen und gemeinsam herausfinden.
Bei gutem Verstehen lässt sich über alles offen und normal reden, auch über seine Gedanken und über seine Ideen und Regungen.

Liebe malzecka, manches Gernhaben führt zu einer tieferen Bindung, zu einem Wunsch, zusammen zu bleiben, sich füreinander zu verpflichten. Ob das dahinter steckt, dass du Sehnsucht hast nach "Bleib, hoffentlich bleibst du" und entsprechende Sorge, dass sie es nicht tut? Wieso hast du Angst, wie ernst sie es wohl meint? Das weiß sie doch auch nicht, das stellt sich nach und nach heraus, wie es kommt. Kommt es zu einem kurzen Bleiben nur, dann wieso?
Möchtest du nicht vorher näher nachschauen, wie richtig es sich auch noch nach Treffs anfühlt, nach gemeinsamen Unternehmungen, nach einem Kurzurlaub irgendwohin..? Man meint, hier bin ich richtig, nachher kann sich aber herausstellen, uuups, da gibts einige Streitpunkte... daher, dir zuliebe habe noch keine Bindungsideen, Wünsche nach fixer Bleibe- so kommts doch automatisch, wenns passt. Alles andere ist ein Versuch, ein Laben, ein Schauen, ein MalGucken... ihr werden sehen und egal, wie es ausgeht, ihr werdet nicht peinlich ausweichen nachher, wenn ihr feststellt, leider- oder ihr werdet noch lange merken, es klappt, es ist schön, wird immer schöner. Man weiß das doch vorher nicht.

Ich habe das Gefühl, nachdem sie dir so auf die Pelle rückt, dass sie dich sehr mag und glücklich ist, weil sie dich gefunden hat. Freundin ist sie jetzt bereits, bzw derzeit. Na denn, dann schaut, wie es wird bei dem Fest. Sei auf alle Eventualitäten gefasst.

Ich habe jedenfalls gern, wenn auch ICH einbezogen werde in jemandes Pläne. Ach, ich möchte dich, das ist nichts wert, wenn ich nicht das gleiche möchte. Das findet mal heraus.
 
Für mich liest sich das wahnsinnig anstrengend - bis 1 Uhr nachts schreiben und am Morgen 8 Nachrichten vorfinden. Das könnte ich mal machen, aber auf Dauer würde mir die Luft zum Atmen fehlen und die Energie, im Job zu funktionieren und nebenbei noch ein paar andere Dinge zu erledigen.
Wenn sie gerade eine unglückliche Liebe verarbeitet, und zudem erst vor einem Jahr ihr Coming Out hatte, ist sie vermutlich voll mit Emotionen. Schau, dass ihr in ruhigeres Fahrwasser kommt und es schafft, als Kolleginnen weiterhin ein gutes Verhältnis habt, und lass dich nicht zu sehr vereinnahmen, das wäre mein Rat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für eure vielen Antworten. Wir haben heute wieder ewiggeschrieben und war sehr früh im Büro.

Ich möchte noch sagen: Ich bin kein Typ für Drama. Ich bin unsicher, ich möchte keinen Korb bekommen (auch nicht in diesem unverfänglichen Stadium), aber ihr habt schon recht. Wissen kann man das nur, wenn man es sachlich klärt. Dazu bin ich aber nicht bereit. Vielleicht eiern wird gerade beide rum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Verwirrung ist nachvollziehbar, aber im Moment projizierst du sehr viel in eine Situation, die faktisch noch offen ist.

Was klar ist: Das tägliche, lange Schreiben bis nachts ist nicht „normal-kollegial“. Das ist emotionale Nähe. Gleichzeitig ist ebenso klar, dass sie gerade aus einer Enttäuschung kommt und du für sie im Moment eine sichere, verfügbare, verständnisvolle Bezugsperson bist. Beides kann gleichzeitig stimmen.

Was nicht klar ist – und das ist das Kernproblem – ist ihre Intention. Und solange ihr nicht über euch sprecht, bleibt das ein Schwebezustand, der für dich zunehmend ungesund wird.

Ein paar nüchterne Punkte zur Einordnung:
  1. Ob sie Interesse hat, lässt sich aus Schreiben, Necken und Einladungen allein nicht belastbar ableiten. Viele Menschen bauen Nähe auf, ohne eine klare romantische Absicht zu haben.
  2. Das Timing ist ungünstig. Sie verarbeitet gerade etwas anderes. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du zumindest teilweise emotionale Stütze bist.
  3. Arbeitsplatz-Regel: „Don’t f** the company“ ist kein moralischer Grundsatz, sondern ein Risikomanagement. Das Risiko trägst du, nicht sie – vor allem emotional.
Was ich dir raten würde – und das kannst du ihr auch so oder ähnlich sagen:
Nicht analysieren, sondern klären. Ruhig, erwachsen, ohne Drama.

Zum Beispiel sinngemäß:
„Ich schreibe sehr gern mit dir und verbringe gern Zeit mit dir. Gleichzeitig merke ich, dass mich das gerade mehr beschäftigt als mir lieb ist. Bevor ich mir Dinge zusammenreime: Wie siehst du das eigentlich zwischen uns? Rein freundschaftlich oder mit offenem Ausgang?“

Das ist keine Liebeserklärung und kein Druck. Das ist Selbstschutz.

Wenn sie sagt: nur Freundschaft – dann hast du Klarheit und kannst entscheiden, ob und wie viel Nähe für dich noch gut ist.
Wenn sie zögert oder ausweicht – ist das auch eine Antwort.
Wenn sie Interesse hat – dann könnt ihr bewusst und vorsichtig weitergehen.

Wichtig: Warte nicht darauf, „dass sich etwas ergibt“. Das tut es am Arbeitsplatz selten schadlos.

Du bist kein Problem, weil du Gefühle hast. Aber du würdest dir selbst schaden, wenn du sie weiter im Unklaren lässt und dich in Interpretationen verstrickst.
Ja. Mit dem Selbstschutz hast du auf jeden Fall recht. Ich möchte auch nicht interpretieren. Ich weiß aber auch, dass es so früh keine Gewissheit ist. Mein Plan ist, das Aufeinandertreffen am Freitag noch abzuwarten. Dann muss irgendwas passieren. Danke für deinen Vorschlag. Das gefällt mir. Es ist eine Klärung, ohne sich dabei nackt zu machen.
Wir sprechen nicht über uns sagst du, aber du bist auch ein Teil dieses wir. Warum sprichst du es nicht an, fragst sie was du wissen willst?
Ich habe Angst vor Ablehnung. Das ist seit Jahren generell ein Problem glaube ich bei mir. In Kombination mit dem Job habe ich Angst, wir müssen uns dann ja doch noch sehen und werden uns nicht ganz aus dem Weg gehen können.
 
Hi Malzecka,

hast Du denn Gefühle für SIE ? Würdest du gerne eine Beziehung mit ihr eingehen wollen ?

Wenn ja, lass es trotzdem ganz ruhig angehen... sie hat wohl gerade erst eine Beziehung hinter sich...
vllt. braucht sie erstmal etwas Abstand zu Allem.

Genieße die Zeit eures Zusammenseins und wenn du merkst, daß sie die Fühler nach "mehr" ausstreckt, dann kannst du eine Partnerschaft ja mal ansprechen... oder durch Zeichen erkennen lassen, daß auch du bereit wärst für "mehr" ...
 
Hi Malzecka,

hast Du denn Gefühle für SIE ? Würdest du gerne eine Beziehung mit ihr eingehen wollen ?

Wenn ja, lass es trotzdem ganz ruhig angehen... sie hat wohl gerade erst eine Beziehung hinter sich...
vllt. braucht sie erstmal etwas Abstand zu Allem.

Genieße die Zeit eures Zusammenseins und wenn du merkst, daß sie die Fühler nach "mehr" ausstreckt, dann kannst du eine Partnerschaft ja mal ansprechen... oder durch Zeichen erkennen lassen, daß auch du bereit wärst für "mehr" ...
Ja. Also was genau kann ich nicht sagen, aber ich hab schon Gefühle. Das ging irgendwie schnell. Ich mag sowas halt nicht auf Arbeitsebene
 

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